NAHUM: Within Destruction

NAHUM: Within Destruction

Es ist schon seltsam. Da hatte ich ein relativ klares Bild, was ich von “Within Destruction”, dem neuen Album von NAHUM, erwarten würde. Genährt wurde dieses Trugbild hauptsächlich vom Auftritt der Tschechen beim ENTER THE ETERNAL FIRE Festival 2017. Aber auch die osteuropäische Herkunft und überhaupt das ganze Setting zeichneten eine Erwartungshaltung vor. Doch “Within Destruction” klingt dann doch ganz anders. Viel mehr Death als Thrash, viel technischer und vom Klang her voller als gedacht. Ja, da habe ich mich wohl getäuscht und zur Sicherheit noch einmal das aktuelle Line-Up mit demjenigen von 2017 verglichen – nein, das sind tatsächlich NAHUM. Nun denn.

NAHUM wenden sich vermehrt dem Death Metal zu

Wie zuvor erwähnt, wenden sich NAHUM auf ihrem dritten Album vermehrt dem Death Metal zu. Die Old School-Lastigkeit wurde ebenso über Bord geworfen wie Teile des Thrash Metals, wenngleich Tracks wie das flotte “Mother Death” schon noch ein wenig aus diesen Eimern gespeist werden. Aber grundsätzlich herrschen auf “Within Destruction” durchaus moderne Death Metal-Tracks vor, die immer wieder mit Gitarren-Soli durchzogen sind. Jeder Song für sich stellt der Band ein gutes Zeugnis in Sachen Komposition und Umsetzung aus. Doch läuft die Band aus Ostrau in Gefahr, die Tracks zu ähnlich zu gestalten. Wenn man etwa unaufmerksam die ersten beiden Tracks an sich vorüberlaufen lässt, so bekommt man nicht mit, dass man zwei unterschiedliche Songs gehört hat.

“Within Destruction” überzeugt mit vollem Sound

Gesanglich werden auf “Within Destruction” gute Growls geboten. Die Abwechslung kommt leider zu kurz, dabei könnte Sänger Pavel Balcar auch screamen. Stattdessen setzt er nur einmal kurz Spoken Words ein (“United in Hate”). Zu erwähnen ist weiterhin die wirklich kräftige Produktion, die NAHUM ihrem Album angedeihen ließen. Der Sound hat ordentlichen Wumms und unterstützt die Aussagekraft einzelner Lieder. Doch dem Statement des gesamten Albums stehe ich mit gemischten Gefühlen gegenüber. Gut gemacht, aber auf die Gesamtlänge einfach zu eindimensional – trotz Soli, Tempowechsel usw.

Veröffentlichungstermin: 31.10.2018

Spielzeit: 34:19 Min.

Line-Up:
Tomash Nahum – Gitarre
Pavel Balcar – Gesang
Tom Brighter – Schlagzeug
Michal Kapec – Gitarre
Hanis Balcar – Bass

Label: MetalGate

Homepage: http://nahum.cz

Mehr im Netz: https://nahumofficial.bandcamp.com
Mehr im Netz: https://www.facebook.com/nahummetal

NAHUM “Within Destruction” Tracklist:

1. Within Destruction (Lyric-Video bei YouTube)
2. The Last Attack of Final Cataclysm
3. When the Sun Turns To Black
4. Between the Hammers of Doom
5. Mother Death
6. United in Hate
7. Whores of War
8. Grand Finale
9. Annihilated. All. Absolutely.

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.