DEAD SOUL TRIBE: The January Tree

Leider ist es Devon Graves und seinem DEAD SOUL TRIBE nicht gelungen, das mehr als überragende Vorgängeralbum "A Murder Of Crows" zu toppen. Aber das war auch kaum zu erwarten, oder? Ich halte "The January Tree" auch nicht für schlechter (ein Musiker/Texter wie Herr Graves kann keine schlechte Musik komponieren), sondern für gleichwertig.

Bei The January Tree handelt es sich um Album Nummer Drei des Wahl-Österreichers und Ex-PSYCHOTIC WALTZ-Sängers Buddy… ähh… Devon Graves. Leider ist es ihm und seinem DEAD SOUL TRIBE nicht gelungen, das mehr als überragende Vorgängeralbum A Murder Of Crows” zu toppen. Aber das war auch kaum zu erwarten, oder? Ich halte The January Tree auch nicht für schlechter (ein Musiker/Texter wie Herr Graves kann keine schlechte Musik komponieren), sondern für gleichwertig. Stilistisch hat sich auch nicht wirklich viel geändert. Warum auch hätte Devon Graves irgendwelche halbgaren Experimente wagen sollen? Erneut spielte er das von ihm produzierte und zum Großteil auch komponierte Songmaterial (fast) im Alleingang (lediglich für die Drums holte er sich Adel Moustafa an Bord) ein, griff mit Just Like A Timepiece sogar auf ein Stück seines 93er Soloalbums The Strange World Of Buddy Lackey zurück und spielte dieses neu ein. Wie gehabt überzeugt die Musik durch die ideale Mischung aus düsterer Atmosphäre, psychedelischen Klängen, komplexen (manchmal fast schon sperrigen) Riffs, tollen Melodiebögen (z.B. The Coldest Day Of Winter), afrikanisch angehauchtem Tribaldrumming, einigen PSYCHOTIC WALTZ-ähnlichen Passagen (Sirens), dem gelegentlichen Einsatz von Ouerflöte bzw. Piano und natürlich dem einzigartigen und hypnotischen Gesang (der manchmal schon fast gewollt schief klingt), der gelegentlich durch diverse Effekte verfremdet wurde. Doch so wirr sich das alles anhören mag, klingt The January Tree nicht. Devon Graves ist es gelungen, all diese Trademarks zu einem homogenen, facettenreichen und bestimmt nicht gewöhnlichen Album zu verbinden, das die Fans der bisherigen Alben genauso lieben werden wie die Anhänger von Bands wie TOOL, A PERFECT CIRCLE oder TRIBE AFTER TRIBE.

P.S. : Ich wiederhole mich zwar nur ungern, aber auch für diese Album gilt : KAUFEN!! KLAUEN!! SCHENKEN LASSEN!! Aber BITTE BITTE nicht brennen – Bands wie DEAD SOUL TRIBE brauchen jeden Cent um weiterhin solche geile Platten aufnehmen zu können…

Veröffentlichungstermin: 30.08.2004

Spielzeit: 50:49 Min.

Line-Up:
Devon Graves – Vocals, Gitarre, Flöte, Keyboards

Adel Moustafa – Drums

Produziert von Devon Graves
Label: Inside Out

Homepage: http://www.deadsoultribe.com

Email: info@deadsoultribe.com

Tracklist:
1.Spiders And Flies

2.Sirens

3.The Love Of Hate

4.Why?

5.The Coldest Days Of Winter

6.Wings Of Faith

7.Toy Rockets

8.Waiting For The Answer

9.Just Like A Timepiece

10.Lady Of Rain