BERKOWITZ: Five Thousand Years To Hate

True: 10.000 Jahre. Halbstark: 5.000 Jahre. Aber Hauptsache ein Kanonenrohr verlegen wollen…

Sind jetzt Tierwochen in meinem Postfach ausgebrochen? Erst Adler versus Skorpion, jetzt Adler versus Klapperschlange. Nächste Woche, ich wett´s, gibt´s dann Katze versus Ameisenbär. Die Welt der Katze ist nicht die Welt des Ameisenbären (Albert Camus), und die Welt von BERKOWITZ ist nicht die Welt der als Bezugsgrößen angegebenen DARK FUNERAL und SETHERIAL, auch wenn das gewiss ein großer Wunsch des Würzburger Eineinhalbmannprojektes ist.

Man organisiere eine Videokonferenz mit Vertretern der beiden genannten skandinavischen Bands, konfrontiere sie mit diesem Vergleich und einem BERKOWITZ-Sample, inklusive der Funzelgitarren, schauerlichen Leads und dem indiskutablen Konservenschlagzeug, und halte das grimly frostbitten Stirnrvnzeln of Vnbelieve photographisch fest.

BERKOWITZ are shitting on genre conventions and twist the middle finger in the open wounds of today´s society. Gewiss. Deswegen stehen im Booklet Fotos von Bandkopf Unas, mit Fliegerbrille vor einem Panzer posierend, das Kanonenrohr (das des Panzers) stramm und entschlossen in den Nebel gereckt, spannungsfrei neben Impressionen fränkischer oder skandinavischer Seen. 

Und die einzige offene Wunde, in der hier gepult wird, ist die, die mir der Großteil des Black Metals in all den Jahren geschlagen hat, in seiner Selbstverliebtheit, mit großem Maul und frei von Geist, mit nur einem Ei in der Hose, weswegen´s auch hier mal wieder nur zu fünf Jahrtausenden Hass reicht, und nicht zu satten zehn.

Deshalb: Lieber schön im Morgennebel das Kanonenrohr polieren (das des Panzers) und danach am Seeufer ausspannen, o Misanthropen im Zeichen von Kleintiergekabbel und ausrangierten Panzerdivisionen.

Spielzeit: 45:46 Minuten
Veröffentlichungstermin: 01.06.2011

Label: Funeral Industries
Mehr im Netz: http://www.myspace.com/absolutegrandeur

Tracklist:
01. Above you all
02. With eyes impaired
03. A question of dominance
04. Prodigies
05. Sidewinder
06. Disembark the craft
07. Absolute grandeur
08. Kill me
09. Kode
10. Father