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	<title>SELBST Archiv | vampster - Metal Magazin</title>
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	<description>Dein Metal Webzine. Seit 1999.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 18 Apr 2024 09:34:29 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>SELBST: Despondency Chord Progressions</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/selbst-despondency-chord-progressions/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Apr 2024 09:34:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[SELBST]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Hölle, das sind wir SELBST: „Despondency Chord Progressions“ ist ein intensives, klaustrophobisches Black Metal-Album.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir müssen über dieses Cover sprechen. Nicht, weil es anstößig und provokativ ist, sondern, weil es perfekt passt, in all seiner Hässlichkeit. Weil es das Gefühl wiedergibt, das Menschen mit Selbstzweifeln, Angststörungen und chronischen Depressionen kennen. Das Gefühl als Wesen falsch zu sein, seit der Geburt nicht zu genügen, dass die Mitmenschen besser sind, dass man eh verliert, dass man sich nicht mit Anderen abgeben sollte, weil das Schlechte auf sie überspringt. Wer selbst solche Gedankenspiralen kennt, kann vermutlich an dieses Artwork andocken, an den Titel „Despondency Chord Progressions“ natürlich die Musik. <a href="https://vampster.com/bands/selbst/">SELBST</a> befinden sich auf einer kathartischen Höllenfahrt und nehmen die Hörer*innen mit.</p>
<h2>SELBST schreiben Musik, die die inneren Dämonen greifbar werden lässt: „Despondency Chord Progressions“ wirft die Hörer*innen in den Abgrund.</h2>
<p>Die chilenische Black Metal-Band SELBST hat bereits auf ihrem vergangenen Album <a href="https://vampster.com/cd-reviews/selbst-relatos-de-angustia/">„Relatos De Angustia“</a> schonungslos die inneren Abgründe von Mastermind N offengelegt und sich damit vom Gros der sogenannten DSBM-Bands abgehoben. Der Titel des dritten Albums „Despondency Chord Progressions“ trifft den Nagel auf den Kopf. Die abyssale Welt der Negativität bekommt Raum, und nur weil SELBST so authentisch sind, erzeugt die Musik derartige Energie. Depression und Mutlosigkeit sind die größten Feinde der Energie, insofern entstanden diese sieben Songs durch Reibung &#8211; einem verzweifelten Versuch gleich, das Schlechte auszutreiben.</p>
<p>Die Musik bricht geradezu heraus. Dissonante Riffs, komplexe Arrangements, unerwartete Wendungen, impulsives, tightes Drumming und mitreißende Vocals erzeugen ein Album, das eben nicht bequem ist, sondern immer wieder den Boden unter den Füßen wegzieht, nachdem es kurz Harmonie vorgetäuscht hat. Der Opener „La encarnación de todos los miedos“, „Third World Wretchedness“ und „Chant Of Self Confrontation“ sind aggressiv, brutal und haben dennoch zwischendurch tieftraurige, harmonische Momente, die sich erst nach und nach herausschälen &#8211; diese Songs rauben den Atem.</p>
<h2>Impulsiv und doch sorgfältig: SELBST rauben mit den komplex strukturierten Songs auf „Despondency Chord Progressions“ den Atem.</h2>
<p>In den rasenden Momenten leben SELBST die Impulsivität aus, das Songwriting ist aber keineswegs schludrig, sondern sehr sorgfältig. „When True Loneliness Is Experienced“ und „The One Who Blackens Everything“ nutzen ihre Spielzeit von jeweils rund acht Minuten und spielen geschickt mit Dynamik. Cleane Gitarren und Vocals lassen SELBST verletzlich wirken und tragen die Songs in intensive Regionen, werfen die Rezipienten hin und her, als würde man in einer Nussschale gegen den größten Sturm kämpfen. Mit „Between Seclusion And Obsession“ wird das auf das nächste Level gehoben. Der Song fußt auf Akustikgitarren mit lateinamerikanischem Flair und zeigt N als technisch vielleicht nicht perfekten Sänger, die Trauer und Verzweiflung sind aber spürbar. Das Stück fließt über in das abschließende „The Stench Of A Dead Spirit“, das anfangs noch furios aggressiv unterwegs ist und am Ende ins hoffnungslose Nichts driftet.</p>
<p>„Despondency Chord Progressions“ ist definitiv kein Album, das Spaß macht, aber es geht unter die Haut. Die packende Performance von N, das energische, punktgenaue Drumming von Gastmusiker Jonathan Heredia (<a href="https://vampster.com/bands/aversio-humanitatis/">AVERSIO HUMANITATIS</a>), der differenzierte, voluminöse Mix aus dem Empty Hall-Studio und natürlich dieses Cover – all das erzeugt ein Gefühl der Klaustrophobie im eigenen Körper. SELBST waren schon immer eine intensive Band, aber „Despondency Chord Progressions“ ist nochmal eine andere Nummer. Wer zeitgemäßen, dissonanten und originellen Black Metal voller Energie und mit einer echten Gravitas hören will, sollte diesem Album unbedingt eine Chance geben.</p>
<p>Wertung: 6 von 7 Flagellationen</p>
<p>VÖ: 19. April 2024</p>
<p>Spielzeit: 43:56</p>
<p>Line-Up:<br />
N – Vocals, Lyrics, Songwriting, Guitars, Bass<br />
Jonathan Heredia – Session Drums</p>
<p>Label: Debemur Morti Productions</p>
<h2>SELBST „Despondency Chord Progressions“ Tracklist:</h2>
<p>1. La encarnación de todos los miedos<br />
2. <a href="https://youtu.be/TIVj-i-POjo?si=faPr-px0DekVMLPf">When True Loneliness Is Experienced (Official Audio bei YouTube)</a><br />
3. Third World Wretchedness<br />
4. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ORC16Xqg_Pc">Chant Of Self Confrontation (Official Video bei YouTube)</a><br />
5. The One Who Blackens Everything<br />
6. Between Seclusion And Obsession<br />
7. The Stench Of A Dead Spirit</p>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://selbst.bandcamp.com/">https://selbst.bandcamp.com/</a><br />
<a href="https://www.facebook.com/selbstbm/">https://www.facebook.com/selbstbm/</a><br />
<a href="https://www.instagram.com/selbstofficial">https://www.instagram.com/selbstofficial</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[SELBST]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>339173</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>SELBST: neue Single vom &#8222;Despondency Chord Progressions&#8220;.</title>
		<link>https://vampster.com/news/selbst-neues-album-despondency-chord-progressions/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[andrea]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Feb 2024 16:46:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[SELBST]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://vampster.com/?p=332486</guid>

					<description><![CDATA[Black Metal aus Venezuela:  SELBST veröffentlichen ihr neues Album &#8222;Despondency Chord Progressions&#8220; am 19. April 2024 via Debemur&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Black Metal aus Venezuela:  <a href="https://vampster.com/bands/selbst/" target="_blank" rel="noopener">SELBST</a> veröffentlichen ihr neues Album &#8222;Despondency Chord Progressions&#8220; am 19. April 2024 via Debemur Morti Productions.</p>
<p>Reinhören kann man nun auch in di ezweite Sigle <a href="https://www.youtube.com/watch?v=TIVj-i-POjo" target="_blank" rel="noopener">&#8222;When</a><a href="https://www.youtube.com/watch?v=TIVj-i-POjo" target="_blank" rel="noopener"> True Loneliness Is Experienced</a><a href="https://www.youtube.com/watch?v=TIVj-i-POjo" target="_blank" rel="noopener">&#8222;. </a>Als ersten Vorab-Track veröffentlichten SELBST die <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ORC16Xqg_Pc" target="_blank" rel="noopener">Video-Single &#8218;Chant Of Self Confrontation&#8216;</a></p>
<h2>SELBST &#8222;Despondency Chord Progressions&#8220;  Tracklist</h2>
<p>01. La encarnación de todos los miedos<br />
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=TIVj-i-POjo" target="_blank" rel="noopener">02. When True Loneliness Is Experienced (Audio bei YouTube)</a><br />
03. Third World Wretchedness<br />
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ORC16Xqg_Pc" target="_blank" rel="noopener">04. Chant Of Self Confrontation (Video bei YouTube)</a><br />
05. The One Who Blackens Everything<br />
06. Between Seclusion And Obsession<br />
07. The Stench Of A Dead Spirit</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[SELBST]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>332486</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>SELBST: Relatos De Angustia</title>
		<link>https://vampster.com/cd-reviews/selbst-relatos-de-angustia/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Aug 2020 03:25:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[SELBST]]></category>
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					<description><![CDATA[Nicht-deutschsprachige Black Metal-Bands mit deutschem Namen lassen oftmals nichts Gutes erwarten, BLUT AUS NORD selbstverständlich ausgenommen. Auch wenn&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht-deutschsprachige Black Metal-Bands mit deutschem Namen lassen oftmals nichts Gutes erwarten, <a href="http://vampster.com/bands/blut-aus-nord">BLUT AUS NORD</a> selbstverständlich ausgenommen. Auch wenn sie politisch unbedenklich sind, in der Regel geht es musikalisch gewaltig schief, und dann kommt noch das Fremdschämen hinzu. <a href="http://vampster.com/bands/selbst">SELBST</a> lassen dank ihrem Namen an Depressive Black Metal denken, überraschen aber mit einem wirklich starken Album, das vieles von dem vereint, was im zeitgenössischen Black Metal für Begeisterung sorgt. Statt stumpf von Selbstverstümmelung oder Orgien mit Satan zu träumen, punkten sie mit höchstem kompositorischen und spielerischem Niveau, soghafter Atmosphäre und jeder Menge Power.</p>
<p>Das SELBST, wie C.G Jung es definiert hat, beinhaltet sowohl das Bewusstsein als auch das Unterbewusstsein. Mit „Relatos De Angustia“ zielt die Band aus Chile eindeutig auf die Abgründe in Letzterem ab. So beklemmend, wie der Titel es vermuten lässt, ist die Musik dann auch. SELBST strotzen vor Energie und Kreativität, auch wenn es zunächst so aussehen mag, dass sie schlicht <a href="http://vampster.com/bands/mgla">MGLA</a>-Kopisten sind. Doch es gibt einige deutliche Unterschiede zu der kontroversen polnischen Band: Die Stücke von SELBST sind weitschweifiger, komplexer und schwerer zu greifen.</p>
<h1>Exzellentes Songwriting und packende Darbietung: SELBST begeistern mit ihren Songs</h1>
<p>So entstehen exzellente Songs, bei denen SELBST stets aus dem Vollen schöpfen, immer ist das komplette Spektrum geboten. „The Depths Of Selfishness“ verbindet melancholische Melodien mit dissonanten Riffs und garstiger Raserei. „Silent Soul Throes“ beeindruckt mit einem episch-bitteren Finale. „Sculpting The Dirtiness Of Its Existence“ beginnt langsam und atmosphärisch und endet in einer furiosen Klimax. Am Ende steht das monolithisch-schleppende „Let The Pain Run Through“, das keine Geschwindigkeitsausbrüche bietet, aber das Album mit ein Chor sehr atmosphärisch und finster abschließt. Der Hit von „Relatos De Angustia“ ist aber „The Weight Of Breathing“, das in sechseinhalb Minuten mit spielerischer Leichtigkeit alle Facetten des Albums ausgezeichnet repräsentiert.</p>
<p>„Relatos De Angustia“ ist ein expressionistisches, impulsives Album. Daher erzielt es zuerst im Unbewussten einen Volltreffer, dann in der Ratio, sprich, es begeistert schon beim ersten Hören, wenn man noch gar nicht weiß, was los ist. Bandchef N. steckt hörbar viel kompositorischen Aufwand in die Musik, und vielleicht sorgt auch das südamerikanische Temperament dafür, dass SELBST so mitreißen. Die Gitarrenarbeit beschränkt sich nicht nur auf das Riffing, besonderen Wert legt der Komponist immer wieder auf erstklassige Leadgitarren und Soli. Hier kann der Gesang nicht ganz mithalten, das Growling klingt gut und fies, ist aber etwas eintönig. Das Drumming ist kraftvoll und versiert und wird durch den Mix sehr organisch in dreckigen Gesamtsound eingebunden.</p>
<h1>Mit „Relatos De Angustia“ ist SELBST der Black Metal-Geheimtipp anno 2020</h1>
<p>Schon mit ihrem Debütalbum hat dieses Projekt aufhorchen lassen, somit haben SELBST mit ihrem Zweitwerk den erwarteten Volltreffer gelandet. Wer die technische Finesse von MGLA, die kompositorischen Fähigkeiten von <a href="http://vampster.com/bands/uada">UADA</a> und die boshafte Energie von <a href="http://vampster.com/bands/misthyrming">MISTHYRMING</a> mag, kommt um dieses Album nicht herum. Scheiß auf deutsche Bandnamen bei Black Metal-Bands, dieses Album ist nichts als beeindruckend. Neben <a href="https://vampster.com/cd-reviews/aara-en-ergo-einai/">„En Ergô Einai“</a> von <a href="http://vampster.com/bands/aara">AARA</a> ist SELBST mit „Relatos De Angustia“ vielleicht DER Geheimtipp im Black Metal anno 2020 gelungen.</p>
<p>Wertung: 6 von 7 Psychosen</p>
<p>VÖ: 7. August 2020</p>
<p>Spielzeit: 41:35</p>
<h3>Line-Up</h3>
<p>N. – Guitars, Bass, Vocals<br />
Nebiros Sad – Session Drums</p>
<p>Label: Debemur Morti Productions</p>
<h4>„Relatos De Angustia“ Tracklist:</h4>
<ol>
<li>Praeludium</li>
<li>Deafening Wailing Of The Desperate Ones</li>
<li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=itgZkFXiFGc">The Depths Of Selfishness (Official Audio)</a></li>
<li>Silent Soul Throes</li>
<li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=P0bagWay2u4">The Weight Of Breathing (Official Audio)</a></li>
<li>Sculpting The Dirtiness Of Its Existence</li>
<li>Let The Pain Run Through</li>
</ol>
<h4>Mehr im Netz:</h4>
<p><a href="https://selbst.bandcamp.com/">https://selbst.bandcamp.com/</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/selbstbm">https://www.facebook.com/selbstbm</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[SELBST]]></band>
<genres><![CDATA[black metal]]></genres>
<wpid>216150</wpid>
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