BEYOND DIVINITY [PC-Spiel]

BEYOND DIVINITY [PC-Spiel]

Nach dem überraschenden Erfolg von Divine Divinity vor rund drei Jahren, wartete das belgische Entwicklerstudio Larian Mitte 2004 mit einer neuen Story aus dem Divinity-Universum auf.

Diesmal bekommt der Spieler, der sich seinen Helden nach optischen Gesichts- und Fertigkeitspunkten erstellen kann, Gesellschaft in Form eines mürrischen Todesritters, dessen Seele mit derjenigen des Helden verknüpft ist. Dieser Fluch, der beider Schicksal miteinander verbindet, gilt nun beseitigt zu werden und die beiden müssen sich fortan Seite an Seite durch die großen Dungeons schlagen.

Das Hack&Slay-Prinzip à la Diablo wurde weitestgehend beibehalten, wobei das pure Rollenspielelement durch ein innovatives und intuitiv zu managendes Skill-System und die Steuerung zweier Charaktere angehoben wurde. Trotzdem bleibt die Action im Vordergrund, wenn es Horden von Skeletten, Spinnen und anderer Widersacher zu bekämpfen gilt. Leider wurde bei der Abwechslung in Bezug auf Monster und Dungeons etwas gespart – auch die Nebenquests führen ein tristes Schattendasein. Dafür werden die Dungeons in Echtzeit generiert, sodass einzelne Spielabschnitte immer wieder anders dargestellt und gespielt werden können.

BEYOND
Das actionorientierte Rollenspiel verknüpft seine düstere Atmosphäre und Story mit einem äußerst belustigenden Hauptcharakter

Nicht zu kurz kommt auch der Humor – vor allem Dank des Todesritters, der nicht mit sarkastischen Zwischenbemerkungen spart und so manchen Scherz auf seine Kosten ertragen muss. (Diesem Todesritter ist im Übrigen auch ein kleiner, animierter Film gewidmet, der zum Brüllen komisch ist.) Auch Kleinigkeiten wie z.B. ein Schwips mit nachfolgendem Brechreiz lockern das ansonsten düstere Spiel auf.

Technisch enttäuscht das Spiel dann wieder ein wenig. Der Sound ist wenig abwechslungsreich und die Grafik scheint 1 zu 1 vom Vorgänger übernommen worden zu sein. Somit wirkt sie veraltet, wenngleich in der Gestaltung der diversen Räume viel Bedacht auf Details gelegt wurde. Auch mit der Handhabung kann man nicht ganz zufrieden sein: das Inventar ist unübersichtlich und die Speicher- und Ladezeiten zu lang.

Homepage: http://www.larian.com/riftrunnergerman/

Systemanforderungen:

Windows 98/ME/2000/XP

mind. 800 MHz

256 MB RAM

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.