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DETROIT ROCK CITY [Filmkritik]

DETROIT ROCK CITY [Filmkritik]

Der erste große Spielfilm „Kiss meets the Phantom Of The Park“ avancierte 1978 trotz gigantischer TV-Einschaltquoten zum riesengroßen Flop. Doch Kiss wären nicht Kiss, würden sie sich durch solche Rückschläge verunsichern lassen. Pünktlich zur zweiten großen Runde in Masken startete die selbsternannte „heißeste Rockband der Welt“ einen zweiten Leinwandanlauf, bei dem die vier Musiker jedoch dezent im Hintergrund blieben. „Detroit Rock City“ ist ein Film über vier fanatische Kiss-Fans aus Cleveland, die Ende der 70er Jahre – koste es, was es wolle – nach Detroit auf das Konzert ihrer vergötterten Helden müssen. Jams bigotte Mama bläst derweil zum Großangriff auf die Höllenmusik der „Krieger In Satans Sold“ und zerreißt die Eintrittskarten der Jungens. Doch so schnell geben die vier natürlich nicht auf.

Wie erwartet ist der Streifen ein erbärmlicher, zusammengeschusterter Bockmist geworden, in den die Macher um Regisseur Adam Rifkin ganz dreist auch noch irgendwelche Pseudo-Aussagen hineininterpretieren. „Detroit Rock City“ bietet nicht mehr als eine aufgeblasene Version jener 80er Jahre-Videoclips von US-Bands wie Twisted Sister und Mötley Crüe, in denen jugendliche Rockfans Eltern und Lehrer mit vermeintlich satanischen Stromgitarrenklängen traktieren, feschen Cheerleadergirls in kurzen Röcken nachpfeifen und auf dem Schulklo heimlich rauchen. Was im Vier-Minuten-Format nach wie vor witzig kommt, zieht sich ausgewalzt auf 95 Minuten wie ein Kaugummi, der längst seinen Geschmack verloren hat. So bleiben hier unter dem Strich nur der ganz nette Soundtrack und ein paar selbstironische Insidergags, an denen sich zumindest eingefleischte Kiss-Fans erfreuen können.