WACKEN OPEN AIR 1998

WACKEN OPEN AIR 1998

Da waren wir endlich, nach fast acht Stunden fahrt, etwa 50 Kilometer nördlich von Hamburg… beim Wacken Open Air !!
Das Wacken Open Air zeichnet sich dadurch aus, daß konsequent True- und Pure Heavy Metal geboten wird, ohne auf Trends zu schielen. Wir hatten also zwei Tage volles Brett und jede Menge Dosenbier vor uns, wovon wir euch nun berichten wollen.

Daß es keine Fotos gibt, liegt nicht an uns, sondern daran, daß wir dieses Jahr noch nicht in den Genuß eines Fotopasses kamen. Wir geloben Besserung und werden uns darum bemühen, in Zukunft auch bildhafte Impressionen liefern zu können.


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Als wirklich genial kann man die Organisation zwischen den 4 Stages bezeichnen. Auf einem Gelände, das von der Fläche her etwa der Mainstage auf dem Dynamo entspricht, hat man es geschafft, alle vier Stages unterzubringen, ohne daß sich diese in irgend einer Weise in die Quere kamen…ja, die Stages ergänzten sich sogar auf klasse Weise.
So handelte es sich praktisch um 2 Einheiten, zum einen die beiden Zeltbühnen, Black- & W.E.T. – Stage genannt, und die beiden Open Air Bühnen, die Main- und Party – Stage getauft wurden. Die Startzeiten für die einzelnen Gigs wurden dann auf das Ende der jeweils auf der anderen Stage spielenden Band gelegt, so daß Umbaupausen komplett wegfielen. Man mußte eigentlich nur ein paar Meter laufen, um z.B. von der Party Stage den nächsten Gig auf der Mainstage anzusehen. Da haben sich die Veranstalter echt mal was gedacht!!!

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Es fielen leider ein paar Bands aus, die wir sehr gerne gesehen hätten. Voivod hatten einen schweren Autounfall kurz vor dem Festival, Kreator waren mit der Running Order nicht zufrieden und sagten kurzerhand ab, bei Atrocity gab es organisatorische Probleme, so daß ihr Auftritt ausfiel.

Kritik gibt’s auch, und zwar von Vampis Seite: Es wäre nicht schlecht, ein paar Toiletten mehr aufzustellen, da sich weibliche Festivalbesucher eben nicht einfach an einen Zaun stellen können. Was sein muß, muß eben sein…

Nachdem wir den Freitag Vormittag damit verbrachten, das Zelt aufzubauen und uns das Gelände anzuschauen, stand auch schon die erste Band des Festivals auf dem Programm:

METAL WORX

Eine halbe Stunde stand METAL WORX zur Verfügung, das Publikum mit ihren Coverversionen einiger Metal-Klassiker in Festivalstimmung zu bringen, was ihnen zumindest bei einem Teil der Leute auch ganz gut gelang. Der Bierkonsum nahm jedenfalls schon kräftig zu und es kam langsam Stimmung auf, sie haben ihren Job als Opener jedenfalls gut gemacht.

Nach diesem Auftritt beschlossen wir, uns einmal die Gegend anzuschauen und machten uns auf den Weg nach Wacken. Der Ort war trotz der Masse an Leuten sauber und selbst an der Hauptstrasse und an so wichtigen Anlaufstellen wie dem Edeka oder der Tanke fanden sich Toiletten und Mülltüten, die sogar benutzt wurden.
Zurück auf dem Festivalgelände und nach einer leckeren Mahlzeit (Nudeln in Pilzsoße gemischt mit Nudeln in Kräutersoße ergibt eine interessante Farbe!) stand auch schon die Band auf dem Programm, die einen ersten Höhepunkt versprach:

CRADLE OF FILTH

Da man bei Cradle of Filth schon mit einer recht hohen Erwartung zum Konzert geht, waren wir gespannt, was heute wohl geboten wird. Recht früh wurde jedenfalls klar, das einige Fans anwesend waren, denn kaum verstummte das Intro, brach auch schon die Hölle los (zum Leidwesen des neben mir stehenden Rollstuhlfahrers..!). An und für sich boten Cradle of Filth keine neue Show, der Auftritt ähnelte der Tour und dem Dynamoauftritt, was aber nicht als Kritik zu verstehen ist. Die Band wirkt alleine schon durch Frontmann Dani so überzeugend, daß mit der Songauswahl gar nicht mehr viel falsch gemacht werden kann. Zu hören gab es einen Mix querbeet durch alle Alben und obwohl es noch hell war, schufen Cradle of Filth die für sie typische Atmosphäre aus Bedrohung, Härte und Melodie. Dani bewies einmal mehr, wie vielseitig er seine Stimme einsetzen kann, da er nun auch die Parts von Sarah übernehmen muß, was ihm gut gelingt. Man konnte sich an diesem Abend einmal mehr davon überzeugen, daß auch der Rest der Band aus erstklassigen Musikern besteht. Besonders faszinierend ist die Präzision von Schlagzeuger Nicholas, dem aufgrund seiner Spielweise sogar die Benutzung eines Drumcomputers unterstellt wird . Der Sound war auch gut, was will man mehr!

ANVIL

Ja…was soll man über Anvil noch groß schreiben? Daß die Jungs live das absolute Metal-Brett sind, wurde ja schon zu oft bestätigt, und so hatte die Band das kleine Publikum vor der Partystage auch ziemlich schnell unter Kontrolle, die meisten der Leute, die da vor der Bühne standen scheinen wohl tatsächlich schon seit Ewigkeiten Fans der Band zu sein. Und so schüttelten sich die vier locker einen Evergreen nach dem anderen aus dem Ärmel, sei es Metal on Metal, March of the Crabs, Forged in Fire oder 666 und natürlich war auch wieder das Vibrator-Gitarren-Solo inklusive dem unvergleichlichen Lips-Grinsen dabei…ein absolut amtlicher Gig, jedoch ohne Überraschungen…aber die will bei Anvil doch auch keiner…

WARRIOR

Nachdem Doro ihren Gig auf der Mainstage abgeschlossen hatte (den sie überraschenderweise mit einigen alten Warlock-Songs angereichert hatte und sogar mit ‚Ruin the Ruins‘ begann), sammelten sich vor der Party-Stage gleich wieder sämtliche Altmetaller, um endlich die alten Helden von Warrior live erleben zu dürfen. Und mit dieser großen Erwartungshaltung war der Adrenalin-Spiegel bei den ersten Tönen der Band voll nach oben gepeitscht. Jetzt war keine Zurückhaltung mehr angesagt, und trotz daß ich mit dem neuen Material noch kein bißchen vertraut war, konnten mich auch die neuen Songs absolut vom Hocker reißen. Lustig anzusehen war Sänger McCarty, der aussah, als handle es sich um den kleinen, hübscheren Bruder von Udo Dirkschneider, und so überraschte er sowohl mit blondgebleichtem Kurzhaarschnitt wie auch Tarnklamotten. Ja, und so richtig bewußt, was ich da gerade erlebe, wurde mir erst, als mir der Typ neben mir ins Ohr schrie ‚Mann…darauf mußte ich 13 Jahre lang warten!!!!‘ Wirklich geil!

Nach dem Auftritt von Warrior entschied sich Fierce für JBO, während Boxhamster auf die Uhr schielend solange rumnervte, bis er um Mitternacht von Vampiria seine Geburtstagspräsente erhielt und darüber so aus dem Häuschen war, daß er keine Band mehr sehen wollte und sogar auf Goddess of Desire verzichtete. (Gerüchteweise ist mir ja auch zu Ohren gekommen, daß die beiden einfach mal "meine Abwesenheit genießen wollten" )

JBO

Dadurch, daß JBO ihre Konzerte etwas zu oft in gleicher Manier abzogen, ist sogar bei den Fans der Band inzwischen eine gewisse Verdrossenheit eingetreten, auf dem Wacken riß sich die Band jedoch einigermaßen zusammen und gab auch ein paar Spontaneinlagen, die das sonst so durchgeplante Live-Konzept etwas auflockerten. Für gute Stimmung sorgte die Band allemal und auch das Publikum schien der Band nicht böse zu sein, daß sie mit ihren 75 Minuten Spielzeit so manch einer altgedienten Metal-Combo einiges an Live-Zeit wegnahm. Die Band dankte es mit 2 lustigen neuen Liedchen und entließ die Meute mit einem breiten Grinsen im Gesicht, harrend der Dinge, die noch kommen sollten…

GODDESS OF DESIRE (seufz!)

…denn nun waren Goddess of Desire aus Holland auf der Party Stage angesagt. Auch diese konnten mit ihrer 1 Stunde Spielzeit mehr als zufrieden sein, angesichts der musikalischen Qualitäten, die die Band aufweist…daß diese nämlich nicht gerade in der oberen Liga anzusiedeln sind, dürfte inzwischen allgemein bekannt sein, die Show, die die Band bot, war aber mal wieder vom allerfeinsten .

Käfige, Totenköpfe, Fackeln, ein Ambiente, daß jedem Metaller gefallen sollte, kombiniert mit den 2 leicht bekleideten Tänzerinnen/Statistinnen war die Stimmung aber in jedem Fall sofort auf dem Höhepunkt. Etwas lichter wurde das Publikum, als der Billig-Dracula auf die Bühne kam und das bekannte Faß Bier mit sich brachte, das er wortwörtlich eimerweise über dem Publikum verteilte…mir gab das jedenfalls die Gelegenheit, näher an die Bühne ranzukommen, um mir die kleine Strip-Show der inzwischen 6 Tänzerinnen genauer betrachten zu können…yeah…ich liebe Metal, wohl genauso wie die ca. 20 Fans, die auf der Bühne lauthals ‚Forever Metal‘ mitgröhlen durften. Der Höhepunkt der Show kam aber nach der Köpfung des Papstes, als plötzlich 2 in Nonnenkleider gehüllte Männer auf die Bühne kamen, die sich als Gitarrist und Sänger von Sacred Steel entpuppten und gemeinsam mit Goddess of Desire Mercyful Fate´s ‚Nuns have no Fun‘ zum besten gaben…Kult!

HAGGARD

Bierdurchtränkt machte ich mich zu (meinem) letzten Event des Abends auf, der auf der Mainstage stattfinden sollte…die deutschen Haggard ließen als erstes ziemlich auf sich warten, da die Umbaupause für die 16 Leute doch etwas länger dauerte. Rein optisch war das ganze dann auch was ganz besonderes, live erkannte man aber doch, daß die Songs der Debüt-Scheibe etwas sehr zerfahren sind. Der richtige Drive wollte nicht so richtig rüberkommen, angesichts der Strapazen des Tages waren Haggard jedoch genau das richtige, um etwas zur Ruhe zu kommen und sich mal wieder so richtig darüber zu freuen, die vielen Kilometer zu diesem Event auf sich genommen zu haben.

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Am frühen Samstag morgen quälten wir uns auf die Main Stage, nur weil Fierce uns

LACUNA COIL

aus Italien empfohlen hat… (und das, obwohl ich von der Band nicht mal ´ne CD besitze und grad mal 2 Lieder gehört habe … Ich hab nur gemeint, daß die anscheinend nicht schlecht wären, ihr Nasen!!! )

Doch das frühe aufstehen hatte sich gelohnt.

Lacuna Coil meisterten die undankbare Aufgabe des Openers des Tages mit Bravour und boten Gothic Metal vom feinsten. Besonders gelungen waren die Duette von Sängerin Christina und Sänger Andrea, die das Herzstück der Musik bilden und sehr überzeugend und leidenschaftlich dargeboten wurden. Die einzelnen Songs waren sehr abwechslungsreich, von Ballade bis zum Uptempo-Song gab es alles zu hören. Der Gig schien den Musikern riesigen Spaß zu machen und Christina verzichtet auf das übliche Gothicgeschleiche und schüttelt auch mal trotz aufgetürmter Locken den Kopf . Eine Band, die angenehm aus der Masse der Gothic-Bands hervor sticht!

BORKNAGAR

Eigentlich freuten wir uns auf diesen Gig in der Black Stage!

Doch, Hölle, was war nur mit dem Sound los ?!? Werter Mixer, weniger ist manchmal mehr! Es müssen nicht mal bei Black Metal alle Regler bis zum Anschlag aufgerissen werden, was wohl allem Anschein nach aber getan wurde. Schade eigentlich, es war fast unmöglich die Songs zu erkennen, was bei deren Qualität bedauerlich ist. Das Stageacting war zwar nett anzuschauen aber im Nachhinein blieb nur ein Pfeifen im Ohr und die Gewissheit, daß es möglich ist, eine übersteuert aufgenommene Kassette live zu reproduzieren!

HOLY MOTHER

Da ich mich wegen eines bösen Katers doch nochmals etwas hinlegen mußte, (hey Fierce, ich hatte Geburtstag, Du Weichei!!!) war ich um so erstaunter, als ich im Halbschlaf feststellen mußte, daß sich wohl irgendwie Vicious Rumours auf das Billing geschlichen hatten…oder vielleicht doch nicht? Mein Kopf brummte immer mehr, und erst, als ich im Programmheft feststellte, daß dies ja doch Holy Mother waren, konnte ich wieder ein paar Minuten Schlaf finden…

SENTENCED

Yeah!!! Für Vampiria eindeutig der Höhepunkt des Festivals (für Boxi auch aber darf man das als Mann bei dieser Band zugeben? ).

Sentenced betraten die Bühne, um nach dem Intro der neuen Platte und einer eindeutigen Geste des Sängers Ville in Richtung Mischpult mit einem neuen Songs namens "Let Go (The Last Chapter)" loszufetzen. Wenn man die Jungs live erlebt, nimmt man ihnen die Selbstmordtexte nicht ab, die Spielfreude bei diesem Auftritt jedenfalls überzeugten uns von einem ungebremsten Lebens- und Trinkenswillen. Die Songs des neuen Albums "Frozen" sollten live jeden Kritiker überzeugen, sie kommen wirklich hart und druckvoll rüber.
Außer Material der neuen Scheibe spielten Sentenced natürlich ihre Hits "Noose" oder "Nepenthe", das vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Nebenbei animierte Ville das Publikum zum mitklatschen, mitsingen und mittrinken, (sogar unser verkaterter Mitarbeiter Fierce ließ sich zum ein paar Schlucken Bier animieren – du Arsch! Nachdem du mich kurz davor fast zum Kotzen gebracht hättest, war ich mit 2 Bier wohl wieder echt gut dabei!!!) was trotz der noch recht frühen Nachmittagsstunde (und der Konstitution bestimmter Herren) sehr gut gelang.
Die Livepräsenz bestimmt bei Sentenced eindeutig Frontmann Ville, der aktiv auf der Bühne agiert, wohingegen sich seine Mitmusiker lieber im Hintergrund halten. (Aber auch dies täuscht, wenig später fanden wir sie Backstage sehr ausgelassen und rotzbesoffen, äh, aufgeschlossen vor ).

GAMMA RAY

Nicht so richtig mitreißen konnten mich an diesem Tag Gamma Ray, die mich letztes Jahr ja ziemlich beim Bang your Head Festival begeisterten…ich weiß nicht so richtig, an was es lag, mit eine Rolle spielte aber sicher die Songauswahl. Zwar waren mit ‚Somewhere out in Space‘, ‚Rebellion in Dreamland‘, oder ‚Beyond the Black Hole‘ einige Hits am Start, jedoch blieben trotz des überzogenen Gigs einige Klassiker auf der Strecke… andererseits konnten Gamma Ray sogar Leute wie uns, die die Helloween-Shirts aus der Jugend ganz, ganz unten im Schrank verstecken, dazu bewegen, Luftgitarre zu spielen und ‚Future World‘ lauthals mitzusingen.

ICED EARTH

…wollten wir eigentlich auch sehen, aber netterweise erklärte sich Ville von Sentenced bereit, einige Fragen zu beantworten.

Auch der Iced Earth Gig litt unter akutem Zeitmangel, weshalb die vielen Schreie nach irgendwelchen Klassikern unerhört blieben. Trotzdem gab´s beim Iced Earth Gig absolut keinen Ausfall und das Publikum ging mit wie eh und je. Höhepunkt der Show war aber sicher die erstmalige Darbietung der Wicked Trilogy, mit welcher die Band mal wieder ihr ganzes Potential unter Beweis stellte. Wow…welche enorme Power hinter diesen 3 Songs steckt…einzig ´nen echten Kalten landete Sänger Matthew Barlow, als er meinte, die Fans sollen mal über ihren Schatten springen und mit ihm laut ‚the capital of heavy metal‘ mit ‚Deutschland‘-Rufen zu huldigen, was ihm natürlich sofort einige Buh-Rufe einbrachte…tja, ich denke in dieser Beziehung können die Amis mit uns einfach nicht mitfühlen…

BLIND GUARDIAN

Inzwischen halt leider auch schon zu oft gesehen, weshalb es auch mal ganz gut tat, die Show von Blind Guardian von weiter hinten anzusehen. Was soll ich sagen, der Auftritt war klasse, die Songauswahl ging in Ordnung, das Publikum ging mit, also alles beim alten

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Nach einem kleinen Imbiss (es gab endlich wieder Pommes!) und der ein oder anderen Dose Tucher Pils – Festival Edition (kalt wie warm gleich lecker) und einer ausführlichen Besichtigung der Verkaufsstände auf dem Gelände machten wir uns auf den Weg zu

COVENANT

Nachdem wir schon beim Dynamo von Covenant enttäuscht waren, sollten sie beim Wacken Open Air ihre zweite Chance erhalten!
Nicht das wir die Musik schlecht fänden, aber irgendwie fehlt Frontmann Nagash Ausstrahlung und auch ansonsten macht er live einen recht arroganten Eindruck. Dabei handelt es sich bei Covenant um die Allstarband des Black Metal, versehen mit guten Musikern und dadurch einigem Potential. Es ist komisch aber Covenant ist die einzige Band, die wir lieber auf CD als Live hören… Den Fans aber gefiel es, das Zelt der Black Stage war voll und der Sound war im Gegensatz zum Auftritt von Borknagar auch gut.

RIOT

Letztes Aufbäumen war dann nochmal bei Riot angesagt, die auf der Partystage ´ne echte Party abzogen. Der einsetzende leichte Nieselregen tat der Stimmung keinen Abbruch sondern gab dem Auftritt noch die besondere Note, was wohl auch die Band so empfand. Was für eine Spielfreude, was für Songs, was für eine Power. Die alten Alben besaß ich zwar immer auf Kassette, doch so richtig wußte ich nie, warum so ein Aufsehen um diese Band gemacht wird…doch inzwischen verstehe ich nicht mehr, wie ich so lange diese Band so wenig würdigen konnte…was die Band bietet ist zwar absolut altbacken, doch ich denke, daß keine andere Band dieses Feeling so rüberbringen kann, wie Riot und vor allem der neueste Sänger Mike Demeo strahlt eine derartige Begeisterung aus, daß man gar nicht anders kann, als mit ihm auszurasten…ein unvergeßlicher Gig!

SAVATAGE

Dem langen Wochenende, dem Riot-Gig und dem hohen Bierkonsum fielen dann für mich leider Savatage zum Opfer. Zwar war die Band mal wieder auf voller Höhe und hatte das Publikum auch schon vom Opener an im Griff, ich war aber einfach zu fertig, um mich nochmal für Songs wie ‚Chance‘ oder ‚Jesus Saves‘ zusammenzureißen und so verließ ich den Ort des Geschehens frühzeitig.

IN EXTREMO

Es war kein Hahn und kein Wecker, der mich nachts um 3 Uhr aus dem wohlverdienten Schlaf riß, nein, es waren ewig laute Dudelsäcke und wirklich leid tat es mir am nächsten Tag, daß ich diesen Gig verpaßt hatte…aber das Wecken hatte schon was .

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Der nächste Morgen gestaltete sich recht nüchtern: Zelt abbauen (wobei uns in dieser Nacht schon Leute behilflich waren, indem sie kurzerhand unsere vordere Zeltstange ausbauten… toll! – ach…ich dachte, die hätte ich euch inzwischen zurückgegeben… ), einpacken und richtung Süden düsen.

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Das Wacken Open Air ist zurecht Deutschlands größtes Metal-Festival. Gute Bandauswahl, bei der nicht auf aktuelle Trends geschielt wird, faire Preise – und mich hat´s natürlich besonders gefreut, daß Vampi und Boxi sich an einem Wochenende so viel True Metal antun mußten, und damit halt mal wieder bewiesen, daß sie doch sehr viel guten Geschmack haben .

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Fierce
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