VÉER: The Measure Of Waste

Blut statt Rabenschatten, aber beim Black Metal bleibts…

Was 1997 unter dem Banner RAVENSHADES begann und in einigen CD-Veröffentlichungen fruchtete, wurde anno 2008 zu VÉER. Die Truppe aus Budapest besinnt sich somit auf ihre Wurzeln, heißt vér doch Blut auf Ungarisch und ist gleichzeitig eines der wenigen Wörter, die die Sprachverwandtschaft zum Finnischen beweist. Für ungarische Texte reicht es bei der Black Metal-Band jedoch dann doch nicht, hier verlässt man sich auf das international verständliche Englisch.

Ebenfalls international verständlich sind die Parallelen, welche VÉER in ihrem eher krank anmutenden Black Metal zitieren. Klingt Pull the Trigger noch nach einer verschnellerten Version neuerer DARKTHRONE-Zeiten, wird die Band nachher den Erwartungen, welche das Cover schürt, eher gerecht. Dieses gemahnt an das Design von CODEs Nouveau Gloaming, und genau diese Disharmonien haben es VÉER angetan – neben der Mucke von Bands wie CRAFT oder SHINING. Schleppende Parts finden sich auf The Measure Of Waste genauso wie flottere, nur fröhlich ist man nie. VÉER grooven zwar zeitweise, doch vorherrschend ist dreckige Depression, dissonantes Klagen, scharf vorbei am musikalischen Abgrund des Suicidal Black Metal.

In diesen Abgrund fallen VÉER dann glücklicherweise nicht mit ihrem Album. Die wirkliche Sensation ist es allerdings auch nicht – The Measure Of Waste positioniert sich im soliden Mittelfeld. Black Metaller, die was Kränkeres als SEAR BLISS aus Ungarn wollen und Krämpfe von FINNUGOR bekommen, können VÉER mal antesten…

Veröffentlichungstermin: 20.07.2009

Spielzeit: 35:35 Min.

Line-Up:
Jim Jones – Vocals
Paga – Gitarre
M – Gitarre
Major – Bass
Knot – Drums

Label: Caverna Abismal / Neverheard

Homepage: http://www.myspace.com/veerhun

Tracklist:
1. We`ve Lost in Light
2. Pull the Trigger
3. …All This Things Will End
4. Novaya Zemlya
5. Obsessed in Peace of Mine
6. Praise Be to Roach
7. Flesh Dominates
8. Revelation
9. This Spring Is the Last