VARTROY: Came To Stay [EP] [Eigenproduktion]

Guter Melodic Speed Newcomer aus Brasilien…

VARTROY sind eine Newcomerband aus Brasilien, als Haupteinfluss werden im Bandinfo mehrmals IRON MAIDEN angegeben, u. a. sind auch JUDAS PRIEST, EDGUY oder ANGRA als persönliche Faves aufgelistet, eine grobe Richtung wäre also schon einmal vorgegeben. Da Sänger William Falaschi den gleichen Nachnamen wie der Sangesbarde der letztgenannten Brasilianer trägt, bin ich mir nicht ganz sicher, ob da evtl. auch verwandschaftliche Bande vorhanden sind, erwähnt wird im Infoschreiben jedenfalls nichts davon.

Geboten wird auf Came To Stay, wie wohl bereits vermutet, fünf mal (+ ein Remix, ein Intro und Multimedia-Part) melodischer, speediger Metal in durchaus annehmbarer, aber nicht berauschender Soundqualität. Wie von unseren südamerikanischen Freunden allgemein gewohnt, sind die Musiker alle sehr kompetent und auch Mr. Falaschi überzeugt mit einer hohen, aber nie nervigen Stimme.
Glaubt man beim Opener Live Or Die noch auf Grund der sehr simplen Melodien und zig mal gehörter Fight for your lives-Shoutchören, es mit einem der unzähligen Melodic Speed-Kopien zu tun zu haben, klingt das darauf folgende War That We Can See dann schon wesentlich eigenständiger und gibt die Richtung der folgenden Stücke vor. Erfreulich ist, dass VARTROY nicht nach Schema F vorgehen und platte Kindermelodien vermeiden, die Songs sind eingängig, aber eben nicht banal.
Der o. e. IRON MAIDEN-Einfluss ist gar nicht mal so offensichtlich und wird nur in den ab und an eingestreuten, zweistimmigen Klampfenparts und oh-oh-oh-Chören angedeutet. Viel eher erinnern mich VARTROY an ihre Landsmänner von HIBRIA, bzw. an deren 99er Demo-CD Against The Faceless, auf welcher noch etwas vertrackter gezockt wurde, als auf dem für´s Genre typischeren, letztjährigen Labeldebüt Defying The Rules.

Alles in allem haben VARTROY mit Came To Stay noch keinen Genre-Klassiker eingetrümmert und sowohl songwriterisch als auch produktionstechnisch ist sicherlich noch etwas Luft nach oben, trotzdem gibt es etliche ähnlich geartete Labelbands, die uninspirierter und bei weitem nicht so ungezügelt und frisch klingen. Hörproben findet man jedenfalls auf der Bandpage, dort könnt ihr die Jungs natürlich auch kontaktieren.

Veröffentlichungstermin: 08.10.2005

Spielzeit: 30:51 Min.

Line-Up:
William Falaschi – vocals
Marcos Garcia – guitar
Matheus Calache – guitar
Estevan Poli – bass
Gabriel Soares – drums

Produziert von Band

Homepage: http://www.vartroy.com

Email: vartroy@gmail.com

Tracklist:
1. Intro
2. Live Or Die
3. War That We Can See
4. Vartroy
5. Cruel Decision
6. Never Look Back Again
7. Live Or Die (Remix)