THE BLACK DAHLIA MURDER: Deflorate

THE BLACK DAHLIA MURDER: Deflorate

Deflorate is supremacy. Kein Album von THE BLACK DAHLIA MURDER war bisher schlecht oder langweilig, aber süchtig gemacht hat bisher nur Nocturnal ansatzweise. Mit ihrem vierten Album sind die fünf Nerds aus Detroit endlich auf dem Thron des Death Metals angelangt, da, wo andere sie schon lange sahen. Aber scheiß´ auf die Vergangenheit, es interessiert momentan nur Deflorate. Mit seinen irren Songs, mit seinem Ideenreichtum und seiner schier endlosen Leidenschaft. Eine Verneigung vor den Großzeiten des Death Metals.

Die Dichte an Hits ist hier so hoch, wie nie zuvor auf einem Album von THE BLACK DAHLIA MURDER. Bereits Black Valor leitet Deflorate überraschend eingängig ein, aber Hits wie Necropolis, Christ Deformed, Eyes Of Thousand und That Which Erodes The Most Tender stellen selbst den bärenstarken Einstieg in den Schatten. Daneben gesellen sich noch das kurze, wilde Death Panorama und der morbide Rausschmeißer I Will Return. Keine Frage, hier sind die besten Songs vertreten, die das Quintett bisher abgeliefert hat, und nicht nur das. Jedes Riffs, jeder Groove, jeder Blast, jede Note wirkt authentisch und das Gefühl, das THE BLACK DAHLIA MURDER in Deflorate gesteckt haben, erfasst auch den Hörer. Es geht um ein Lebensgefühl, um Leidenschaft, um Idealismus. Keine andere vergleichsweise junge Band geht noch immer so unbefangen und mit so viel Spaß an die Sache heran und das beweist nicht nur das Video zu Necropolis.

Kurz und schmerzlos, Deflorate perfektioniert das, was sich THE BLACK DAHLIA MURDER über die letzten Jahre hinweg aufgebaut haben. Die Band aus Detroit liefert ein astreines Album ab, voller makelloser Songs, großartiger Riffs und Soli, mit mörderischem Drumming, einem schön brummenden Bass, einer wahnsinnig guten Produktion und einer variablen Gesangsleistung, die Trevor Strnad ganz oben in der Szene zeigt. Zusammen mit dem großartigen, altmodischen Cover ist Deflorate eine faustdicke Überraschung, so hohe Qualität durfte nämlich niemand erwarten. Scheiß´ auf die fehlende Weiterentwicklung, Deflorate macht so unglaublich viel Spaß, dass alles andere nebensächlich ist, und das ginge nicht ohne das entsprechende Material. Egal was andere glauben sagen zu müssen, Deflorate ist ein heißer Kandidat für die imaginäre Höchstpunktzahl. Will heißen: Essentiell.

Veröffentlichungstermin: 11. September 2009

Spielzeit: 34:16 Min.

Line-Up:
Trevor Strnad – Vocals
Brian Eschbach – Guitar
Ryan Knight – Guitar
Bart Williams – Bass
Shannon Lucas – Drums

Produziert von THE BLACK DAHLIA MURDER, Mark Lewis und Jason Suecof
Label: Metal Blade Records
MySpace: http://www.myspace.com/blackdahliamurder

Tracklist:
1. Black Valor
2. Necropolis
3. A Selection Unnatural
4. Denouned, Disgraced
5. Christ Deformed
6. Death Panorama
7. Throne Of Lunacy
8. Eyes Of Thousand
9. That Which Erodes The Most Tender
10. I Will Return

Captain Chaos
Ehemann, Vater, Musikenthusiast, Plattensammler, Trauerbegleiter, Logistiker, Autor, Wandergeselle