TERRIFIANT: Terrifiant

TERRIFIANT: Terrifiant

Mit wem gehen hier die Pferde durch? Diese Frage stellt sich spätestens nach dem dritten Song „Bed Queen“ vom selbstbetitelten Debütalbum der Belgier TERRIFIANT. Denn der wohl beste Song des Albums drückt mächtig auf die Tube und bringt die Stärken des Quintetts ganz gut zur Geltung. Diese Stärken sind klar in der Gitarren-Arbeit zu verorten. Weiterhin wird auch mit dem Alleinstellungsmerkmal der Vocals gepunktet. Denn Sänger Lord Terrifiant, der sonst als Drummer bei POSSESSION werkt, presst die Lyrics auf dem obersten Zacken heraus. Mitunter wirkt das unbequem und gar etwas gruselig, will man die französische Übersetzung des Bandnamens zu Rate ziehen. Doch unique ist der Gesang, gleichwohl man bei mehreren Songs das Gefühl hat, als würde die Stimme vor lauter Wackeln gleich aus dem Kehlkopf fallen.

TERRIFIANT heften sich gerne die Retro-Chic-Plakette auf ihre Kutten

Musikalisch bewegen sich TERRIFIANT im Bereich des Speed Metal, NWOBHM und Hard Rock. Gerade letztere Spielart ließe sich überdenken, als dass die rockigeren Passagen („Devil in Transport“, „Just Because I Can“) nicht ganz so zünden wie die Tempo-Bolzerei in anderen Abschnitten des Albums. Weiterhin heften sich die Belgier gerne auch die Retro-Chic-Plakette auf ihre Kutten. Und das nicht nur in musikalischer Hinsicht, auch der Sound scheint wenig modernes Equipement gesehen zu haben. Dies geht vor allem zu Lasten der tiefen Töne, die kaum herausgearbeitet sind. Doch auch mit der hohen und warmen Soundkulisse gehen die einfacheren Songs fein ab und eignen sich als spaßige Party-Berieselung.

Veröffentlichungstermin: 21.02.2020

Spielzeit: 36:37 Min.

Line-Up:
Lord Terrifiant – Gesang
ZZ Slop – Gitarre
Slime Valdi – Gitarre
Sniffany Bags – Bass
Alcoloic – Schlagzeug

Label: Gates Of Hell Records

Mehr im Netz: https://terrifiant.bandcamp.com/
Mehr im Netz: https://www.facebook.com/terrifiantmetal/

TERRIFIANT „Terrifiant“ Tracklist

1. Steel for Life (3:19)
2. Devil in Transport (3:43)
3. Bed Queen (3:41)
4. Just Because I Can (4:37)
5. Metal and More (5:04)
6. Speedline (3:55)
7. Iron Mountain (7:15)
8. Heartbreaker (PAT BENATAR-Cover) (5:02)

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.