SACRED STEEL: Reborn in Steel

Da ist sie also nun, die CD der True Metal-Verfechter SACRED STEEL aus dem Schwabenländle. Und was soll ich sagen…ES IST TRUE METAL! Vergleiche mit Bands wie OMEN oder AGENT STEEL wurden im Vorfeld ja schon zur Genüge gezogen und die Richtung stimmt auf jeden Fall. SACRED STEEL klingen tatsächlich wie die Kult-Metal-Bands der 80er und schaffen es, eine authentische Atmosphäre zu schaffen, wie man sie eigentlich bisher nur von den alten Vinylscheiben her kannte.

Und genau da liegt meiner Meinung nach der Hund begraben, denn im Gegensatz zu anderen True-Metal-Newcomern wie HAMMERFALL, die natürlich sofort als Vergleich einfallen, mischen SACRED STEEL nicht einfach die erfolgreichen Metal-Zutaten zusammen, sondern bringen das gewisse eigentümliche ETWAS mit sich, dass eben Bands wie HEIR APPARENT, ANGEL WITCH und und und, zu etwas ganz Besonderem machten. Im Gegensatz zur Vorgängerband TRAGEDY DIVINE lassen SACRED STEEL die progressiven Elemente völlig außen vor und spielen nun geradlinigen Heavy Metal, der aber trotzdem abwechslungsreich und interessant gestaltet wurde. Dabei braucht es jedoch durchaus zwei bis drei Durchgänge, bis die Songs zu zünden anfangen und die Melodien hängen bleiben.

SACRED STEEL baden in Klischees

Für viele wird wie bei der Vorgängerband wohl wieder vor allem der sehr eigentümliche Gesang von Gerrit Mutz der Knackpunkt sein, da dieser fast noch extremer ausgefallen ist als bei TRAGEDY DIVINE oder seiner Doom-Metal-Kapelle DAWN OF WINTER und auf Dauer schon fast anstrengend ist. Vor allem legte er diesmal wohl absolut keinen Wert darauf, immer die richtigen Töne zu treffen und schreit sich stets im oberen Tonbereich durch die Songs.

Mit den extremen Klischeetexten und dem Nietenoutfit hat sich die Band wohl auch bewusst selbst das Kuckucksei ins Nest gelegt, die ersten Stimmen, dass das ja wohl nur noch lächerlich wäre, hab ich bereits vernommen…Kleine Kostprobe? “United by the power, united by the will, our hearts are filled with metal, for metal we kill, make the dream come true, let the war begin, you losers step aside, for sacred steel has come to win” (aus “Sacred Steel”) oder “True force of iron glory of Steel, bonded by metal, metal is all that is real (aus “True Force of Iron Glory”).

Trotz all den Klischees und trotz des Mangels an Innovation, ich finde die Scheibe geil!

Veröffentlichungstermin: 10.11.97

Spielzeit: 44:32 Min.

Line-Up

Gerrit Mutz – Vocals
Jörg Knittel – Lead Guitar
Oliver Grosshans – Rythm Guitar
Jens Sonnenberg – Bass
Mathias Straub – Drums

Produziert von SACRED STEEL
Label: Metal Blade

Hompage: http://www.sacredsteel.de

SACRED STEEL “Reborn In Steel” Tracklist

1. Metal Reigns Supreme
2. Battle Angel
3. Trapped in Hell
4. True Force of Iron Glory
5. Reborn in Steel
6. Purified by Pain
7. Sword of the King
8. In the Mouth of Madness
9. Kill the Deceiver
10. Sacred Steel