MYSTIC PROPHECY: Never-Ending

MYSTIC PROPHECY hatten sich selbst durch das letzte Werk "Regressus" die Messlatte recht hoch angesetzt und sie haben es geschafft keinen der Power Metal-Fans mit "Never-Ending" zu enttäuschen.

Never-Ending ist das dritte Album der internationalen Combo MYSTIC PROPHECY und stellt gleichzeitig den letzten Teil der Trilogie über den toten Mönch, der sich in verschiedenen Formen an seinen Peinigern rächt, dar.

MYSTIC PROPHECY hatten sich selbst durch das letzte Werk Regressus die Messlatte recht hoch angesetzt und sie haben es geschafft keinen der Fans mit Never-Ending zu enttäuschen.

Schon der Opener Burning Bridges zeigt die Band in einem etwas härteren Gewand. Ein treibender, kraftvoller und Thrash Metal-beeinflusster Tracks, der seinen Höhepunkt im Ohrwurmrefrain findet. Mit formidablem, variablen amerikanisch angehauchtem Power Metal-Riffing wurde das folgende Time Will Tell ausgestattet. Gus G. zeigt erneut sein ganzes Können und Meister R.D. Liapakis hat sich wieder einmal sehr gelungene Vocallines aus den Rippen geschnitten. Auch dieser Song drückt gut nach vorne. Mit einem IRON MAIDEN-Groove galoppiert Under A Darkened Sun und mündet erneut in einem wieder erkennbaren Chorus. Bei Dust Of Evil reduzieren MYSTIC PROPHECY das Tempo und in stampfendem Rhythmus präsentiert sich das Quartett schon fast mystisch und heroisch. Fetter Headbangerstoff ist das aggressive In Hell und hier zeigt die Kapelle wieder einmal ihr Faible für den Bay Area-Thrash Metal. Ein Ruhepol auf Never-Ending ist die Ballade Never Surrender. MYSTIC PROPHECY haben es geschafft eine Ballade ohne Kitsch und Schleim auf die CD zu bannen – so muss eine ordentliche Power Metal-Ballade klingen. Geniale Vocals prägen auch dieses Stück und zeigen, dass R.D. Liapakis spätestens jetzt zu den großen Sängern des Power Metal-Genres zählen muss. Nach der Doublebass-lastigen Nummer Wings Of Eternity (wobei hier der Refrain etwas schwächer ausgefallen ist) kommt mit When I´m Falling, besonders bei der Strophe, die leicht progressive Seite von MYSTIC PROPHECY auf. Abgehackte Riffs treffen auf Akustikparts, interessant gestaltete Drums und variable Vocals. Warriors Of Lies ist mit über sechs Minuten der längste Song und ein Highlight auf Never-Ending. Dieser beginnt mit einem bedrohlichen Chor und ist untermalt von einem Piano. Kurze Zeit später spaltet die Doublebass von Dennis Ekdahl wieder Schädel und von der musikalischen Seite beleuchtet erinnert mich die Sache etwas an VICIOUS RUMORS. Der Mittelteil (wie auch das Ende) von Warriors Of Lies ist ruhig und wiederum mit Piano und gesprochenen Textzeilen ausstaffiert. Packend! Dead Moon Rising hat nach dem bedrohlichen Warriors Of Lies etwas Versöhnendes an sich. Sehr gut gefallen mir hierbei die abwechslungsreiche Schlagzeugarbeit und der megatighte und groovige Zwischenpart des Stückes. Die letzte Komposition und gleichzeitig Titeltrack auf dem Drittwerk von MYSTIC PROPHECY ist ein kurzes Gitarreninstrumental von Gus G., der nicht nur hier, sondern auf dem gesamten Werk (neben den coolen Riffs schüttelt er sich ein mitreißendes Solo nach dem anderen aus dem Ärmel) eine Meisterleistung abliefert.

Eingebettet wurde Never-Ending in eine fette Produktion von Sänger R.D.Liapakis und wieder einmal bleibt nur zu sagen, dass kein Fan von kernigem Power Metal amerikanischer Prägung um die Scheibe herum kommt.

Veröffentlichungstermin: 25.10.2004

Spielzeit: 47:18 Min.

Line-Up:
R.D. Liapakis – vocals

Gus G. – guitars

Dennis Ekdahl – drums

Martin Albrecht – bass

Produziert von R.D. Liapakis
Label: Nuclear Blast

Hompage: http://www.mysticprophecy.com

Tracklist:
Burning Bridges

Time Will Tell

Under A Darkened Sun

Dust Of Evil

In Hell

Never Surrender

Wings Of Eternity

When I´m Falling

Warriors Of Lies

Dead Moon Rising

Never-Ending