MONASTERIUM: Church of Bones

MONASTERIUM: Church of Bones

Irgendwie ist es immer wieder fein, wenn man dann und wann auf klassischen Epic Doom Metal trifft. „Church of Bones“, das neue Album von MONASTERIUM, hat einen solchen zu bieten. Denn die Polen laden den Hörer auf ihrem zweiten Album zu einer Zeitreise in die 90er-Jahre ein.

So ganz überraschend kommt das nicht, als dass schon EVANGELIST diese Zeitreise angetreten haben. Und ein Teil der Musiker von MONASTERIUM ist auch bei den anonym bleiben wollenden Musikern der Krakauer aktiv, die zuletzt mit ihrem dritten Album „Deus Vult“ abermals für positives Feedback sorgen konnten.

MONASTERIUM versprühen SOLITUDE AETURNUS Flair

Ein positives Feedback darf auch „Church of Bones“ für sich verbuchen. Zwar steigt das Album mit dem eröffnenden Titeltrack nur mäßig ein, doch spätestens mit dem folgenden „La Dans Macabre“ haben MONASTERIUM den Hörer gefangen. Der Track ist catchy, abwechslungsreich und hat das gewisse SOLITUDE AETURNUS-Feeling. Generell sind es die texanischen Doom-Helden, zu denen man die meisten Querverweise findet. Auf „Church of Bones“ erinnern die Songaufbauten mitsamt der Soli, der Gesang und die generelle Atmoshpäre an SOLITUDE AETURNUS – nur alles eben nicht ganz so berührend. So wirken zwei, drei Stellen bei den Vocal-Lines von „Sleeping with the Dead“ nicht ganz optimal und auch das von der Stimmung her gut getroffene „Ferrier of the Underworld“ baut mit seinem zähen Grundriff und einem mauen Ende ab.

„Church of Bones“ erweist sich als guter Epic Doom Vertreter

Zu gefallen weiß dagegen wieder das abschließende „The Last Templar“, wo Sänger Michal Strzelecki ein Duett mit Leo Stivala (FORSAKEN) bestreitet. Dieser Song gönnt dem Hörer durch akustische Passagen ruhigere Momente, die aber durch treibende und epische Songstrukturen immer wieder aufgebrochen werden. Somit finden sich auf dem neuen MONASTERIUM-Album eine Handvoll guter Song, die eine nähere Beschäftigung mit „Church of Bones“ rechtfertigen. Denn allzu viele Epic Doom-Alben sind (zumindest) mir 2019 noch nicht untergekommen.

Veröffentlichungstermin: 06.05.2019

Spielzeit: 46:46 Min.

Line-Up:
Michal Strzelecki – Gesang
Tomasz Gurgul – Gitarre
Filip Malinowski – Bass
Maciej Berniak – Schlagzeug

Gast-Musiker:
Leo Stivala (FORSAKEN) – Gesang („The Last Templar“)

Label: Nine Records

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/monasteriumdoom
Mehr im Netz: https://monasterium.bandcamp.com

MONASTERIUM “Church of Bones” Tracklist

1 Church of Bones
2 La Dans Macabre
3 Liber Loagaeth (Audio bei YouTube)
4 Ferrier of the Underworld
5 Embrace the Void
6 The Order of the Dragon
7 Sleeping with the Dead
8 The Last Templar (Lyric-Video bei YouTube)

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.