MAJESTY: Own The Crown

MAJESTY: Own The Crown

Nach drei Jahren sind MAJESTY wieder da. Hurra, wir hatten sie auch schon vermisst. Oder auch nicht, denn so richtig weg waren sie ja nicht, nur hießen sie halt mal kurzfristig METALFORCE. Aber nach einem Album heißt die Band jetzt wieder MAJESTY. Warum, wieso, weshalb? Das weiß wohl nur der Tarek. Und um die Rückkehr unter dem alten Banner gebührend zu feiern gibt es erst mal eine Doppel CD-Compilation namens Own The Crown.

Bei der ersten CD handelt es sich um eine Best Off-Compilation der bisherigen Alben. Und hier sind wir auch schon beim Problem. Denn rein qualitativ steckt beispielsweise die letzte WIZARD das hier vertretene Material locker in die Tasche. In ihren besten Momenten sind MAJESTY so eine Art B bis C-Klasse MANOWAR mit Texten, die so platt sind, dass selbst die Kings Of Plattlyrik diese mit einem laut geschrienen DIE FOR METAL in den Kamin geworfen hätten. Da hilft es auch nicht, dass Tarek Maghary bei ein paar Songs ein paar echt coole Eric Adams-Schreie raus haut. Die Songs haben null Biss und sind für mich schon näher am Schlager als an echtem Metal. Ein Song wie Into The Stadiums wirkt da für mich wie reine Realsatire. Wohl eher Bierzelt als Stadion. Da sind andere deutsche True Metal-Kommandos wie eben WIZARD oder SACRED STEEL für mich eine ganz andere Liga.

CD Nummer zwei enthält mit Own The Crown und Metal On The Road zwei neue Songs, die nahtlos an das bisherige Schaffen der Band anknüpfen. Wem MAJESTY bisher gefallen haben, der wird auch diese Songs mögen. Außerdem enthält die Compilation drei neue eingespielte Versionen älterer MAJESTY-Songs, eine remasterte Version von Geh Den Weg, zwei ältere Bonustracks, eine Live-Version von Troopers Of Steel sowie das erste MAJESTY-Demo. Die Orchestral Version von Guardians Of The Dragongrail ist eher eine Ballade mit Piano und Streicher-Begleitung, unter orchestral stele ich mir eigentlich was anderes vor. Das Demo ist von der Soundqualität ziemlich rumpelig, wird für Fans aber sicher eine coole Sache sein. So oder so ist Own The Crown für Fans von MAJESTY tatsächlich keine schlechte Sache, zumindest die zweite CD. Die Songs auf der ersten dürften bei der angesprochenen Klientel ja eh schon in der Bude stehen. Wer mal in den Sound der Band reinhören will, bekommt hier ebenfalls eine reichhaltige Auswahl an Songs geboten, zumal Own The Crown zum Preis einer normalen CD in die Läden kommen soll.

Value for money gibt es hier mit zwei prall gefüllten CDs, zumindest was die Quantität angeht, auf jeden Fall. Qualität ist natürlich immer ein gutes Stück weit subjektiv, aber ganz ehrlich, wenn MAJESTY das Herz des deutschen True Metal sein sollen, dann gute Nacht. Dann lieber Bands wie die oben genannten oder beispielsweise ATLANTEAN KODEX.

Veröffentlichungstermin: 02.09.2011

Spielzeit: 74:51 + 60:34 Min.

Line-Up:
Tarek Maghary – vocals, keyboards
Björn Daigger – guitars
Tristan Visser – guitars
Alex Palma – bass
Jan Raddatz – drums

Label: Massacre Records

Homepage: http://www.majesty-metal.de

Mehr im Netz: http://www.myspace.com/majestytruemetal

Tracklist:
CD1:
01. Metal Law
02. Sword & Sorcery
03. Reign In Glory
04. Hail To Majesty
05. Guardians Of The Dragongrail
06. Keep It True
07. Aria Of Bravery
08. Fields Of War
09. Hellforces
10. Son Of Metal
11. Heavy Metal Battlecry
12. Sons Of A New Millenium
13. Into The Stadiums
14. Metal To The Metalheads

CD2:
01. Own The Crown (neuer Song)
02. Metal On The Road (neuer Song)
03. Snow Is On The Mountains (2011 Version)
04. Freedom Warriors (2011 Version)
05. Halloween (2011 Version)
06. Geh Den Weg (remastered)
07. Make It, Not Break It (2006 Bonustrack)
08. Guardians Of The Dragongrail (orchestral version) (2006 Bonustrack)
09. Troopers Of Steel (live)
10. Pray Snd Die (erstes MAJESTY-Demo)
11. Into The Night (erstes MAJESTY-Demo)
12. We Will Ride (erstes MAJESTY-Demo)
13. Guidance To Death (erstes MAJESTY-Demo)

agony&ecstasy
Seit 2005 bei vampster und hauptsächlich für CD Reviews zuständig. Genres: Power, Speed und Thrash Metal, Epic Metal, Death Metal, Heavy Rock, Doom Metal, Black Metal.