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ICED EARTH: The Crucible Of Man (Something Wicked Part II)

ICED EARTH: The Crucible Of Man (Something Wicked Part II)

Das ist es nun also, das Comeback-Album von Matt Barlow und gleichzeitig das Ende der Something Wicked-Saga. Da das Songmaterial zur Zeit von Matts Rückkehr vermutlich größtenteils schon stand und auch die Vorab-Single I Walk Among You nicht an alte Qualitäten anschließen konnte, waren meine Erwartungen an The Crucible Of Man deutlich gedämpft. Tja, was soll ich sagen. I Walk Alone ist tatsächlich noch einer der besten Songs auf dem neuen Album, ansonsten gibt es erneut nicht viel positives zu berichten. Das bombastische Intro In Sacred Flames rauscht relativ eindruckslos an mir vorbei. Diese Band verstand es mal wirklich düstere Atmosphäre zu erschaffen, nachzuhören auf den Meilensteinen Night Of The Stormrider und vor allem Burnt Offerings. Aber auch The Dark Saga und Something Wicked This Way Comes, die Alben mit denen sich ICED EARTH endgültig etablierten und sich eine größere Hörerschicht erschlossen, haben beide immer noch tausend Mal mehr Eier in der Hose als das hier. Fast die gesamte Scheibe dümpelt im Midtempo vor sich hin, viel zu selten wird mal ein wenig auf´s Gaspedal getreten. Die Ballade A Gift Or A Curse überrascht mit Tabla-Drums, die auch bei der Bombast-Epos Harbinger Of Fate zum Einsatz kommen. Der Song ist nicht schlecht, kann aber mit früheren ICED EARTH-Balladen nicht mithalten. Bei Something Wicked (Part 3) wird mal wieder das altbekannte Something Wicked-Thema aufgegriffen. Nur dumm, dass eben dieses auf der ursprünglichen Trilogie immer noch am besten klang. Danach haben ICED EARTH nicht einen Song mehr geschrieben, der auch nur in die Nähe dieses Brockens kam. Und dann Divide And Devour. Da hatte ich schon aus einigen Quellen was von dreistem Diebstahl bei BLIND GUARDIAN gelesen und zumindest beim Refrain kann ich das nur unterschreiben. Ansonsten versuchen ICED EARTH es hier endlich mal etwas härter, können aber auch damit nicht überzeugen. Es ist zum heulen. Matt Barlow liefert auf The Crucible Of Man wie zu erwarten eine erstklassige Gesangsleistung ab. Ja, sein deutlich emotionalerer Gesang passt einfach besser zu ICED EARTH als der Gesang von Ripper Owens. Aber auch wenn einem bei manch einer Barlow-Gesanglinie echt mal das Herz aufgeht und man die Faust ballen will, muss ich letztlich sagen, dass auch er ein weiteres mittelmäßiges ICED EARTH-Album nicht retten kann. Ja, besser als der Vorgänger ist The Crucible Of Man definitiv, aber das kann und darf nicht als Maßstab für eine Band gelten, die mit ihren ersten drei Alben absolute Highlights im US Power Metal abgeliefert hat. Ganz ehrlich, ich glaube wirklich, dass Jon Schaffer das Feuer verloren hat, das ihn einst so großartige Songs schreiben ließ. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ICED EARTH inzwischen endgültig von einer Band zu einer Art Soloprojekt verkommen sind. THE JON SCHAFFER EXPERIENCE quasi… Wer an den letzten beiden ICED EARTH-Alben Gefallen gefunden hat, der sollte sich The Crucible Of Man auf jeden Fall anhören, er wird wohl eher nicht enttäuscht werden. Für diejenigen, für die spätestens The Glorious Burden den Absturz dieser Band bedeutete, gibt es leider auch hier nicht viel zu holen.

Veröffentlichungstermin: 05.09.2008

Spielzeit: 59:17 Min.

Line-Up:
Matt Barlow – vocals
Jon Schaffer – guitar, backing vocals
Troy Seele – guitar
Freddie Vidales – bass
Brent Smedley – drums

Label: SPV / Steamhammer

Homepage: http://www.icedearth.com

MySpace: http://www.icedearth.com

Tracklist:
01. In Sacred Flames
02. Behold The Wicked Child
03. Minions Of The Watch
04. The Revealing
05. A Gift Or A Curse
06. Crown Of The Fallen
07. The Dimension Gauntlet
08. I Walk Alone
09. Harbinger Of Fate
10. Crucify The King
11. Sacrificial Kingdoms
12. Something Wicked (Part 3)
13. Divide And Devour
14. Come What May
15. Epilogue