I SET FIRE: Destroy – Create – Transform [Eigenproduktion]

I SET FIRE: Destroy – Create – Transform [Eigenproduktion]

Erste Alben dienen für manche Bands oft dazu, ihre ganze stilistische Bandbreite in die Waagschale zu werfen. So ist es auch bei I SET FIRE der Fall, die bereits im Vorjahr ihr Debütalbum „Destroy – Create – Transform“ der Öffentlichkeit präsentierten. Die Münchner Formation durchmischt dabei Nu Metal, Melodic Death und Thrash Metal und experimentiert auch mit ein paar Alternative-Elementen. Ein interessanter Ansatz, der stellenweise auch aufgeht.

Dass I SET FIRE ihre Silixtur dann als „Female Fronted Kickass Metal“ verkaufen, ist Geschmackssache. Klar, mit Maike haben die Bayern eine bissig shoutende Frontfrau und in einigen Momenten geht die Band richtig gut ab („Dead But Breathing“, „Babylon“).

Auf „Destroy – Create – Transform“ geht der Rote Faden verloren

Leider ortet man auf „Destroy – Create – Transform“ dann aber doch auch noch die eine oder andere Schwäche beim Zusammenstellen von Songelementen. So wirkt in „Call Me Satan“ der eingebundene Clean-Gesangs-Part nicht ganz schlüssig und auch sonst ist mancher Tempo-Übergang nicht wirklich nachvollziehbar. Weiterhin kommunizieren I SET FIRE zwar die unterschiedlichen Genres ganz gut, aber der Rote Faden kommt dem Hörer beim Durchhören des Albums einfach abhanden. Wenn Songs wie „Selfmade Warfare“ sich in einem Genre bewegen – in diesem Fall Nu Metal -, geht es schon in Ordnung. Doch wird die Stilmixtur übertrieben, dann leidet der Song unter einer gewissen Unruhe.

I SET FIRE müssen sich nicht verstecken, sich aber selbst noch finden

Ein weiterer Unruhe-Herd ist Sängerin Maike. Doch der Variantenreichtum bei den Vocals ist kein negativer Aspekt. Die Frontfrau packt bissigen Schrei-Gesang aus, der in unterschiedlichen Tonlagen zum Besten gegeben wird. Hinzu setzt die Sängerin dann und wann auch noch Clean-Gesang ein. Letzterer kann nicht vollständig überzeugen, als dass er in Sachen Ausdruckskraft klar hinter den Growls und Screams zurückbleibt. Dennoch müssen sich I SET FIRE nicht verstecken – nur sich irgendwie selbst noch finden. Gute Ansätze sind auf „Destroy – Create – Transform“ durchaus vorhanden, als dass die Münchner von Haus aus eine gewisse Grund-Aggressivität mitbringen und auch so manch guten Einfall für die jeweiligen Stilrichtungen haben.

Veröffentlichungstermin: 11.05.2019

Spielzeit: 38:00 Min.

Line-Up:
Manu – Gitarre
Chris – Gitarre
Flo – Schlagzeug
Rainer – Bass
Maike – Gesang

Label: Eigenproduktion

Homepage: http://www.isetfire.com

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/isetfireofficial/
Mehr im Netz: https://isetfire.bandcamp.com/

I SET FIRE „Destroy – Create – Transform“ Tracklist

1. Sucker MTF
2. Brain Drain
3. Dead But Breathing
4. Selfmade Warfare
5. The Offering
6. Call Me Satan
7. Wasted
8. Devil Machine
9. Babylon
10. Failvation

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Doom / Death / Black / Thrash und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Death Metal, Doom-Death Metal, Doom Metal, Symphonic Metal, Gothic Metal, Sludge.