VAUXDVIHL: To Dimension Logic

VAUXDVIHL: To Dimension Logic

Mehr als zehn Jahre ist es her, dass in der Prog-Metal-Szene erstmals der Name VAUXDVIHL auftauchte. Dabei wurde er stets in einem Atemzug mit DREAM THEATER, FATES WARNING und QUEENSRYCHE genannt. Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die australischen Newcomer zu den weltweiten Spitzencombos gezählt werden würden. Doch die nachfolgenden Demos stießen mit ihrer experimentellen Ausrichtung die Fans und hatten leider nicht das Niveau der Debüt-CD To Dimension Logic. Diese wurde amtlich produziert und bietet Progressive Metal auf allerhöchstem Niveau. Das gilt nicht nur für die Spieltechnik, sondern besonders für das Songwriting. Traditionelle Songstrukturen werden mühelos aufgebrochen und zu vielschichtigen, ungemein dichten Arrangements neu zusammengefügt. Hier sitzt jeder Schlag, jede Note, jedes Break. Die Band agiert dabei extrovertierter als FATES WARNING, wesentlich komplexer als QUEENSRYCHE und mindestens ebenso eigenständig wie einst DREAM THEATER. Das heißt im Klartext, dass die CD die Vergleiche mit anderen Klassikeralben nicht scheuen braucht. Natürlich machen solche Vergleiche ohnehin nur begrenzt Sinn. Denn VAUXDVIHL haben es nicht nötig, andere Bands nachzuahmen.

Die Musik erschafft eine beeindruckende Atmosphäre, die eine perfekte Symbiose von Heaviness und Harmonie darstellt. Einerseits bestimmen Klangflächen und hallüberladene Gitarren das Bild. Andererseits treiben das präzise Drumming und die facettenreichen Rhythmusgitarren die einzelnen Stücke immer wieder nach vorne. Gerade wenn die Musik ins Disharmonische oder Chaotische abzudriften droht, kommt eine Wende hin zu eingängigen Melodien. Die Übergange sind stets fließend und wirken bei aller Unmittelbarkeit ausgesprochen mühelos.

Da es sich bei The Weapon und Questions Or Misanthropy um Ein- bzw. Überleitungen handelt, enthält das Album eigentlich nur sechs Lieder, wobei das balladeske In Seach Of Forever seinerseits aus dem Rahmen fällt. Es hat zwar seinen Reiz, kann aber nicht mit dem restlichen Songmaterial mithalten. Denn die übrigen fünf Stücke sind allesamt geniale Kompositionen, die voller Überraschungen und Gänsehautmelodien stecken. Der Gesang von Stacy Handchild setzt dem ganzen schließlich die Krone auf. Seine klare Stimme hat Charisma und meistert mühelos auch größere Höhen. Die meiste Zeit über bewegt sich der Gesang jedoch in mittleren Lagen und wird gerne auch mehrstimmig eingesetzt. Passend zur Musik sind die Texte ebenfalls sehr originell ausgefallen.

Es ist ein Jammer, dass es seinerzeit keine Tour gab, da ich Stücke wie To Dimension Logic und Philosophia Mosaica äußerst gerne auch live erlebt hätte. So bleibt mir die CD, die ich allen Fans des Genres bedingungslos empfehlen kann.

Veröffentlichungsjahr: 1994

Spielzeit: 40:55 Min.

Line-Up:
Frederic Leduc: Gitarre
Fab Gallen: Gitarre, Gesang bei The Weapon
Edward Katz: Bass, Keyboards
Chris Delov: Schlagzeug, Keyboards bei Question Or Misanthropy

Stacy Handchild: Gesang

Produziert von VAUXDVIHL
Label: Advent

Tracklist:
1. The Weapon
2. To Dimension Logic
3. Questions Or Misanthropy
4. Separate Ends
5. Comedy Of Errors
6. Philosophia Mosaica
7. In Search Of Forever
8. Minus Absence

Jutze
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