EOHUM: Revelations, Aurora of An Epoch

EOHUM: Revelations, Aurora of An Epoch

Es ist wieder einmal an der Zeit für etwas Neuartiges: das mag sich auch J.R. Perkins gedacht haben, als er sich 2010 den Kopf zerbrach, wie er seine zukünftige Band zusammenstellen könnte. Denn mit Annie Perrault nahm der Kanadier auch eine Musikerin mit ins Boot, die den Klang von Horn und Trompete in den Blackened Doom Metal EOHUMs bringt. Und somit den Sound der Band ganz klar prägt und aus der Masse herausstechen lässt.

Flankiert wird das Debütalbum von den einleitenden, gesprochenen Worten von Lana Edwards (Leaving Harbour, Give Us O´ Rain), ehe mit Rooted Deep Within die erste Geschmacksprobe in Sachen Horn im Heavy Metal folgt. Hier zeigt sich, wie die Verknüpfung von treibendem Riffing und einem zur Jagd rufenden Horn aufwühlen kann. Mit Equitorial Rains steigt dann erstmals auch Sänger Matt McGachy (CRYPTOPSY) ein, der den Songs mit Growls Härte und insbesondere mit seinen Clean-Vocals Seele einhaucht. Das Album lebt von seinen Black / Death Metal-inspirierten Gitarren, die oftmals vom Horn gedoppelt werden. Dazu gesellt sich gedrosseltes Tempo, was eine Genre-Zuordnung schwierig macht, als dass dann auch mühsamere (Defined Sacredness) respektive progressivere (Wiser Every Sunrise) Songs auf Revelations, Aurora of An Epoch vertreten sind.

Man darf nicht verschweigen, dass die Hauptattraktion EOHUMs wohl die Blasinstrumente sind, die sehr gut in das Kozept der Band eingearbeitet wurden. Nicht umsonst fallen Songs, die nicht auf dieses Instrument zurückgreifen (wie das doomige und keineswegs schwache Thus Spewed Thy Infectious Reign), auch etwas ab in puncto Interesse. Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass allzu sperrige Songs wie Defined Sacredness entwirrt werden könnten und das Horn seinen Fixplatz in den Tracks hat. Ansonsten bitte weiter so – auch wenn es nur einen Funken Innovation bedurft hat, um das Gefühl zu entfachen, etwas Neuartigeres gehört zu haben.

Veröffentlichungstermin: 07.04.2015

Spielzeit: 36:48 Min.

Line-Up:
J.R. Perkins – Gitarre & Bass
Nick Wybo – Schlagzeg
Annie Perrault – Horn & Trompete
Sylvain Dumont – Gitarre

Gast-Musiker:
Matt McGachy (CRYPTOPSY) – Gesang
Lana Edwards – Gesang
Phillippe Rieder – Gesang

Produziert von J.R. Perkins @ Red Rhino Studios, Montreal (CAN)
Label: Mycelium Networks

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/pages/%C3%89ohum/821823887910583

Tracklist:
1. Leaving Harbour
2. Rooted Deep Within
3. Equitorial Rains
4. Defined Sacredness
5. Revelations, Aurora of an Epoch
6. Wiser Every Sunrise
7. Thus Spewed Thy Infectious Reign
8. Give Us O´ Rain

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.