DESTINY DREAMING: Water breaks Stone

DESTINY DREAMING: Water breaks Stone

Na, den Vergleich mit Fates Warning werden sich DESTINY DREAMING aus Karlsruhe wohl auf jeden Fall gefallen lassen müssen, wobei sich der Vergleich eher auf die Post-‚No Exit‘-Phase bezieht.

Nun, dies ist aber beileibe nicht gerade der schlechteste Vergleich, und wenn man die Sache dann noch so ausschmückt wie DESTINY DREAMING, mutiert der Vergleich auch sofort zum Lob.

Um nun gleich zum fünften mal das Wort Vergleich im dritten Satz zu benutzen, so trägt zu diesem Vergleich (6) in erster Linie Sänger Sascha Kratzer bei, der es tatächlich schafft, die gefühlvollen Gesangslinien eine Ray Alder so nachzuempfinden, daß auch er jedem einzelnen Song das i-Tüpfelchen aufsetzt.

Im Underground hat sich die Band ja schon seit längerer Zeit einen guten Namen gemacht, aber daß DESTINY DREAMING bereits auf ihrem Debut-Album auf einer so hohen Stufe stehen würden, hätte ich nicht gedacht. Alles hört sich so an, als handle es sich bei den Badensern um alte Haasen, dabei besteht auch diese Band erst seit 1994.

Im Gegensatz zu FATES WARNING gehen DESTINY DREAMING jedoch noch ´ne ganze Spur härter zu Werke, was viele aber wohl eher als Bonuspunkt sehen werden. So kann man den Musikstil wirklich noch Progressive-METAL nennen, der sowohl technisch versiert, als auch sehr gefühlvoll gehalten ist.

Die Songs sind nie zu verschachtelt und überladen lediglich das Songwriting ist noch etwas zu wenig ‚catchy‘, es bleibt also auch bei DESTINY DREAMING das Problem, das zu wenig hängenbleibt und zu selten Akzente gesetzt werden.

Aber dieses Manko macht einfach das Gefühl wett, in das man beim Hören von ‚Water breaks Stone‘ eintauchen und einfach davonschweben kann.

Warum die Band nur immer wieder betont, ein breites Publikum anzusprechen und auch Rock und Pop-Einflüsse zu besitzen, kann ich einfach nicht ganz nachvollziehen. Dazu sind die Karlsruher auf ihrem Debut einfach zu gut, um sich auf solche Weise anzubiedern.

Egal, von einem Debut wie ‚Water Breaks Stone‘ können die meisten Newcomer-Bands nur träumen und im deutschen Progressive-Metal werden DESTINY DREAMING gemeinsam mit Innovatoren wie PAYNES GRAY sicher bald die Szene anführen.

Fierce

Veröffentlichungstermin:
23.02.98

Spielzeit:
53.10 min.

Sascha Kratzer
Vocals

Andreas Essig
Guitar

Danny Fundinger
Guitar

Sascha D´Agano
Bass

Fierce
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