CRYPTIC TALES: VII Dogmata of Mercy [Re-Release]

Keine allzu kryptische Kost aus Polen…

Seit HERMH ist klar, dass Polen mehr als nur VESANIA im melodiös-keyboardlastigen Schwarzmetallsektor zu bieten hat. Dies beweisen nun auch die 1989 gegründeten – und seit 1996 still gewesenen – CRYPTIC TALES, die mit VII Dogmata of Mercy ihr viertes Full Length-Album am Start haben. Die Produktion ist anständig und kommt der stilistischen Ausrichtung der Band gut entgegen.

Melodiöser Black Metal mit viel Keyboardeinsatz verpackt in Songs jenseits der 6-Minutengrenze ist es fortan, was CRYPTIC TALES auf VII Dogmata of Mercy bieten. Spielerisch gibt es nichts zu mäkeln und dass die Polen weniger zuckersüss als ihre Landsmänner von VESANIA sind, macht das Album nicht schlechter. Ganz um gängige Klischees kommt man indes dennoch nicht herum, wie etwa der arg standardisierte Beginn von Valley Of The Dolls II beweist. Überdeutlich orientieren sich CRYPTIC TALES man sich an den alten Zeiten von DIMMU BORGIR, CRYPTIC WINTERMOON und CRADLE OF FILTH, ohne Songs mit eigenem Stempelaufdruck zu schaffen – was denn auch die Absenz von echten Anspieltipps erklärt.

Fazit: Wie so oft kann man CRYPTIC TALES handwerklich nichts vorwerfen. Das Problem mit VII Dogmata of Mercy ist einfach, dass das Songwriting nicht überzeugt – und so den Polen den Sprung über die Durchschnittslatte verwehrt. Für die Zukunft sind somit mehr Mut, Innovation und Eigenständigkeit dringend nötig – wie das etwa die Taiwanesen von CHTHONIC vormachen…

Veröffentlichungstermin: 07.04.2009

Spielzeit: 59:21 Min.

Line-Up:
Piotr Kopko – Gitarre, Vocals
Jacek Fall – Gitarre
Mateusz Bernardyn – Bass
Bartlomiej Filipinski – Keyboards
Jaroslaw Maciuszek – Drums

Label: Crash Music

Homepage: http://www.cryptictales.pl/

MySpace: http://www.myspace.com/cryptictalesband

Tracklist:
1. Purgatory
2. Towards Modern Darkness
3. Valley Of The Dolls II
4. Set The Unholy Icons Free
5. In Immortality
6. Like In The Darkest Stormy Nights
7. VII Dogma Of Mercy