CRY MY NAME: Letting Go Of Yesterday [EP] [Eigenproduktion]

CRY MY NAME: Letting Go Of Yesterday [EP] [Eigenproduktion]

THE BLACKOUT ARGUMENT sind nicht mehr. Die Lücke, welche die Münchner hinterließen, war zu spüren, doch nun steht mit CRY MY NAME vielleicht ein legitimer Nachfolger auf dem Parkett. Zwischen Melodic Hardcore, Metalcore und ein wenig Alternative-Flair bedienen die Jungs eine ähnliche Nische wie einst die Süddeutschen, schaffen es sogar spielend die viel zitierte Balance zwischen Härte und eingängigen Strukturen zu halten.

„Letting Go Of Yesterday“ ist angenehm druckvoll produziert, verschluckt derweil keine Details und lässt folglich einen heimlichen Hit wie den Opener „Empty Throne“ auch zu einem solchen heranwachsen. Der Klargesang ist ausgesprochen gut und kraftvoll, die Screams so furios, wie es einer Metalcore-Veröffentlichung gebührt. Dass die regelmäßigen Gangshouts auf der EP zudem natürlich und ungezwungen umgesetzt wurden, unterstreicht den Ersteindruck einer gefestigten wie kompetenten Band.

„Letting Go Of Yesterday“ ist von außergewöhnlicher Qualität

Im Fahrwasser von THE BLACKOUT ARGUMENT und neueren ARCHITECTS verschwendet „Letting Go Of Yesterday“ keine Zeit: Die Songs sind meist schnurgerade, die Umsetzung hingegen verspielt genug, um dem direkten Ansatz entsprechende Tiefe entgegenzusetzen. Melodische Riffings in „Icy Clear“ und mächtige Gitarrenwände im nachfolgenden „Set Your Goals“ kehren die Vielschichtigkeit hervor, während das blitzsaubere Fundament seitens Drummer Thomas die Gitarrenarbeit im Vordergrund umso mehr glänzen lässt.

Für ein Drittwerk bei erst einem Full-Length-Album ist „Letting Go Of Yesterday“ schlicht von außergewöhnlicher Qualität. Ein neues Kapitel schlagen CRY MY NAME im melodischen Hardcore freilich nicht auf. Wer es aber mit „I Am The King schafft“, die komplette Essenz eines Genres in einem einzigen Song punktgenau zusammenzufassen – wir sprechen hier von Moshwänden, melodischen Riffs, verspielten Leads, hymnischem Klargesang und einem plötzlichen Moment der Nachdenklichkeit, welcher sich zu einem mächtigen Finale samt choraler Gangshouts erhebt -, der hat ohne Zweifel die Aufmerksamkeit all jener verdient, die den Begriff „Cry My Name“ nicht unweigerlich und auf ewig mit den Schweden von BLOODBATH in Verbindung bringen.

Veröffentlichungstermin: 22.06.2012

Spielzeit: 25:55 Min.

Line-Up:
Cedric – Vocals
Sascha – Guitar
Patrick – Guitar
Tim – Bass
Thomas – Drums

Produziert von Oliver Carell
Label: Eigenproduktion

Homepage: http://www.crymyname.de/
Mehr im Netz: http://www.facebook.com/crymynamemetal

CRY MY NAME „Letting Go Of Yesterday“ Tracklist

01. Empty Throne
02. Icy Clear
03. Set Your Goals
04. As Thick As Thieves
05. Interlude
06. Octopus Snakebite
07. I Am The King

Florian Schaffer
Genres: Black Metal, Death Metal, Melodic Death Metal, Metalcore, Post Metal, Progressive, Rock, Thrash Metal.