CREASE: Vindication

CREASE: Vindication

Ich muss gestehen: Ich bin überrascht! Hatte ich erwartet, mich durch ein langweiliges Album, voller moderner „Pop-Punk Hymnen“ (so wie es schon mal höchst verdächtig angekündigt wird) zu quälen, bin ich nun eines besseren belehrt worden. Die Bezeichnung Pop-Punk Hymnen ist für die Songs auf „Vindication“ zwar eine gar nicht so falsche Bezeichnung, dennoch hat das Album etwas, das es angenehm aus der Masse an Radio- & MTV-tauglichen härteren Bands heraushebt. Im Grunde machen die Jungs aus Floridas Fort Lauderdale stinknormalen, etwas gemäßigten und ziemlich modernen Punkrock. Aber dennoch versprüht das Album eine Stimmung wie man sie nur auf eine CD bannen kann, wenn man viel Spaß hat und sich an mindestens 400 von 365 Tagen im Jahr die Sonne auf die Birne bratzeln lässt. Und das Schöne daran: CREASE schaffen es trotzdem, nicht durch einen ätzenden Plastik-Punk wie den der Kollegen The Offspring oder Green Day zu langweilen. So sind also einige nette Songs entstanden, die zwar bestimmt nicht durch Originalität bestechen aber genau das richtige für den entspannten Sommernachmittag mit einem Glas Campari Orange in der Hand auf dem Balkon sind. Der Metallgehalt von Crease ist zwar gleich null, dennoch macht „Vindication“ Spaß und bringt etwas unbeschwerte Sommerstimmung in die heimische Bude.

Tracklist:

Vindication

Gravity

Frustration

Just For A Second

I’m The One

Spin Around

Jenny (867-5309)

Making Progress

Butterfly Stitches

Building Up

Non-User

Stuck Like Chuck

Watch What You Wish For

Line-Up:

Kelly Meister – vocals

Greg Gershengorn – bass

Fritz Dorigo – guitars

Eric Dorigo – drums

Spielzeit: 51:01

Label: Roadrunner

Veröffentlichungstermin: 31.07.2000

Markus
Markus ("boxhamster") hat das Magazin 1999 gegründet und kümmert sich um die Technik und die Weiterentwicklung von vampster, schreibt ab und zu Reviews und fotografiert bei Festivals und Konzerten.