BLACK ABYSS: Land Of Darkness

BLACK ABYSS: Land Of Darkness

Hier wartet die schon seit 10 Jahren bestehende Band Black Abyss mit ihrem zweiten Album “Land Of Darkness” auf. Man könnte dem Bandnamen nach annehmen, dass hier eine Black oder Death Metal- Formation ihre Songs auf CD gepresst hat. Nein, falsch gedacht. Black Abyss spielen melodischen Heavy Metal/ Power Metal im 80er- Gewand. Rauh, aber immer melodisch mit eingängigen Refrains.

So bleibt der Opener „Eye of the storm“ durch den markanten Ohrwurmrefrain dem Hörer schnell in den Gehörgängen hängen. Das folgende „Burning Bridges“ ballert mit Doublebass- Attacken und hymnenhafter Melodieführung. Ist da im Hintergrund etwa ein Keyboard zu hören? Der nächste Song „Chainbreaker“ ist ein Midtemposong, der sich gut durch die fünfeinhalb Minuten groovt und mich ein wenig an Grave Digger erinnert. Weiter geht es mit einem typischen Doublebass- Metalsong, welcher durch langsamere Zwischenparts aufgelockert wird. „Betrayer“ ist dann wieder ein „Stampfer“, der die Nackenmuskulatur jedes 80er Heavy Metal- Fans strapazieren wird.

Beim Titelsong „Land of darkness“ oder ist es „Black Mirror“ (ab hier stimmt die Tracklist nicht mehr mit den Songs der Promo-CD überein) schlagen die Süddeutschen ruhigere Töne an. Der Track beginnt mit Akkustikparts und verwandelt sich dann im Laufe der Zeit in ein treibendes „Metalmonster“.

Black Abyss wagten sich auch daran, den Iron Maiden- Klassiker „The Trooper“ auf CD zu verewigen. Das haben sie eigentlich auch ganz ordentlich gemacht. Nur fehlt den beiden Sängern (der Gesang ist bei diesem Song gesplittet) noch einiges an Übung, um an die Klasse von Bruce Dickinson heranzureichen. Die restlichen verbleibenden Tracks reihen sich stilistisch zum Rest der Scheibe ein.

Der Gesang von Oliver Hornung ist gewöhnungsbedürftig, aber relativ eigenständig. Ich behaupte mal eine melodischere Ausführung von Chris Boltendahl. Bleibt abzuwarten, wie sich die Band in Zukunft entwickeln wird, um nicht in der Schwemme von klassischen Metal- Bands zu versinken.

Abschließend wäre zu bemerken, dass Black Abyss gut gemachten typisch deutschen Heavy Metal/ Power Metal spielen, der nicht sehr spektakulär ist, aber sicherlich Fans von Bands wie Grave Digger oder Blind Guardian gefallen könnte. Black Abyss versuchen immerhin Abwechslung in ihre Songs zu bringen. Mir persönlich fehlen jedoch die Überraschungsmomente.

Fans des sogenannten True Metals sollten hier auf alle Fälle auch mal ein Ohr riskieren (schließlich hat man ja zwei).

Spielzeit: 48:59 Min.

Line-Up:
Oliver Hornung- vocals

Markus Weiser- guitars

Stefan Röder- guitars

Bernd Gerosa- bass

Andreas Heidmann- drums

Label: B.O. Records

Tracklist:
Eye of the storm

Burning bridges

Chainbreaker

Hunted Forever

Betrayer

Black Mirror

Land of darkness

The trooper

Frozen tears

The missing link

Psycho