BABY WOODROSE: Love Comes Down [Re-Release]

BABY WOODROSE: Love Comes Down [Re-Release]

Bereits 2006 erschien „Love Comes Down“ via Playground Music zuhause in Dänemark als limitierte LP, bevor die Band BABY WOODROSE um Bandkopf Lorenzo Woodrose auch außerhalb des hohen Nordens durch die letzten beiden Alben „Baby Woodrose“ und dessen Vorgänger „Chasing Rainbows“ sowie zahlreiche Shows, unter anderem 2010 live beim CROSSROADS-Festival, richtig durchstarten konnten. Nun machen Bad Afro Records alle Fans glücklich, die damals nicht zufällig in Kopenhagen gespielt haben und in einem rumpeligen Plattenladen eines der 500 Exemplare ergattern konnte.
 
Mit ihrem Mix aus Garage, 60ies-Rock und einer Prise Psychedelic macht die Band nicht erst seit dem aktuellen Retro-Boom Hippie-Musik vom Feinsten, und  das zeigt auch dieses lange nicht mehr gehörte Juwel – die letzten CDs landen halt doch mal eher im Player. Nicht so knackig wie das letzte Album „Baby Woodrose„, eher hörbar der Vorgänger des 2007er „Chasing Rainbows„, findet man hier alles, was einen an den Kopenhagenern so fasziniert. Der Opener „What Ya Gonna Do?“ entführt umgehend in die typische Klangwelt der Dänen inklusive coolen Female Backings, bei „Kitty Galore“ oder „Chemical Buzz“ will man gern hemmungslos das Tanzbein schwingen, das sehr schöne „No Other Girl“ oder auch „Growing Younger“ bringen diese beschwingte Leichtigkeit mit, die einen von über bunte Wiesen tänzelnde Hippiemiezen träumen lässt, natürlich mit Gänseblümchenkranz im Haar und das bunte Kleidchen so kurz, dass man ganz kirre wird. Und wer immer mal hören wollte, wie MOTÖRHEAD klingen würden, wenn sie statt Rumpelrocker echte Hippies geworden wären, der sollte sich „Born To Lose“ anhören. Einzig „Nobody Knows“ scheint mir fremd, auf der LP war ein anderer Song, sofern ich mich recht entsinne. Der Sound ist noch etwas kratziger und Höhenlästiger als auf dem ein Jahr später erschienenen Album „Baby Woodrose„, dadurch auch weitaus mehr 60ies, nach zeitgemäßen oder gar modernen Tönen braucht man hier nicht suchen. Und das ist gut so, denn dafür liebt man BABY WOODROSE. Zumal man sich nicht unbedingt mit der namensgebenden indischen Buschrose huschig machen muss, ein Kräutertee und Räucherstäbchen reichen auch, den Rest macht wie gewohnt die tolle Musik und die charmant einlullende Stimme vom Bandkopf Lorenzo.

BABY WOODROSE-Fans müssen zugreifen, gut, dass Bad Afro das Album nun für jeden zugänglich machen. Wer sich die Neuauflage als Vinylversion sichert, der bekommt zudem noch eine 7er-Single dazu mit den Songs „Cherry Bomb“ und „The Keeper“. Wer die Band nicht kennt und auf 60/70er Rock mit reichlich Hippie-Flair steht, der macht auch nichts falsch, kann aber auch zu den beiden genannten Folgealben greifen.

Veröffentlichungstermin: 23.10.2011

Spielzeit: 38:31 Min.

Line-Up:
Lorenzo Woodrose – Vocals, Guitars, Orgel
The Moody Guru – Bass, Tambura
Fuzz Daddy – Drums, Percussion

Gäste:
Ski Williamson – Lead Guitar (11)
Manoj Ramdas – Noise Guitar (14)
Jürgen Hendlmeier – Organ (3,4,5,12)
Martin Budde – Organ (8,9)
Jeppe Juul – Organ (14)
Suffeli Rapinoja – Backing Vocals (1,6,9)
Maria Hakkarainen – Backing Vocals (1,6,9)
Maria Hänninen – Backing Vocals (1,3)

Produziert von Jürgen Hendlmeier und Baby Woodrose
Label: Bad Afro Records

Mehr im Netz: http://www.myspace.com/babywoodrose

Tracklist:
1. What Ya Gonna Do?
2. Found My Way Out
3. Kitty Galore
4. No Other Girl
5. Lights Are Changing
6. Growing Younger
7. All Over Now
8. Chemical Buzz
9. Christine
10. Do Right
11. Born To Lose
12. Roses
13. Merry Go Round
14. Love Comes Down

Frank Hellweg
Frank (“WOSFrank”) ist seit 2002 bei vampster und alt genug, um all die spannenden Bands live gesehen zu haben, als die selber noch jung und wild waren! Er kümmert sich um Reviews, News und andere Artikel sowie um interne Hintergrundarbeit. Lieblingsbands: TROUBLE, CANDLEMASS, BLACK SABBATH, SWALLOW THE SUN. Genres: Doom, Stoner, Classic/Retro/Hard Rock, US/Power Metal, Southern/Blues Rock, Psychedelic/Progressive Rock, Singer/Songwriter.