ATHORN: Necropolis

ATHORN: Necropolis

Eine endzeitliche Zombie-Geschichte bildet das konzeptionelle Grundgerüst für das zweiten Album von ATHORN. Necropolis verweigert sich dabei aber, sich in ein bestimmtes Genre hineindrücken zu lassen, als dass das Album zwischen Power, Melodic Death und Thrash Metal herumhüpft. Diese Mixtur gibt dem Album eine gewisse Dynamik, die Necropolis kurzweilig erscheinen lässt. So gehen die Tracks mühelos mit entsprechendem Groove ins Ohr, doch bleibt von ihnen etwas gar wenig hängen.

Der Mangel an Highlights manifestiert sich in der Vorhersehbarkeit der Lieder, egal ob sie mehr auf der deathigeren Seite (The Dark Breed) oder der Power Metal-Linie (Path Of Sorrow) liegen. Dennoch haben ATHORN die Fähigkeit, treibende Riffs und Rhythmen einzuarbeiten, die Songs wie Another Day In Hell ordentlich abgehen lassen. Aber selbst in den stärkeren Songs gibt es immer wieder auch Passagen, denen es an Seele fehlt – tja, was auch am Zombie-Konzept liegen könnte.

Gesanglich überrascht Carsten Frank (Ex-GALLOGLASS, Ex-HUMAN FORTRESS) mit sehr gelungenen Growls, die er mit etwas müderen, jedoch durchaus variantenreichen Clean-Vocals (Final Destination) abwechselt. Somit fällt es auch nicht leicht, sich für eine Tendenz zu entscheiden, ob man Necropolis mag oder nicht. Das Album hat schon seine Passagen, die Gefallen hervorrufen, doch muss man immer wieder einmal mit Leerläufen rechnen, die die Songs erschlaffen (End Of Days).

Veröffentlichungstermin: 16.09.2016

Spielzeit: 52:49 Min.

Line-Up:
Carsten Frank – Gesang
Björn Spier – Gesang
Tobias Liedke – Gesang
Matthias Brandt – Bass
Philipp Horst – Schlagzeug

Produziert von Carsten Frank @ Waveland Productions Studio
Label: Dr. Music Records / Soulfood

Homepage: http://www.athorn.de

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/athornmetal

Tracklist:
1. 11111011000
2. Another Day In Hell
3. The Dark Breed
4. Cabin On The Hill
5. Forgotten Souls
6. Ghost Brigade
7. Path Of Sorrow
8. Final Destination
9. End Of Days
10. Born In Flames
11. Of Pawns And Dragons

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Symphonic Metal, Doom, Melodic Death und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Symphonic Metal, Gothic Metal, Melodic Death Metal, Doom.