ÆPOCH: The Scryer [Eigenproduktion]

ÆPOCH: The Scryer [Eigenproduktion]

Sowohl ÆPOCHs Debüt-EP „Æpochalypse“ (2015) als auch deren Debütalbum „Awakening Inception“ (2018) gingen an mir unbeachtet vorbei. Somit mache ich erst anhand der aktuellen EP „The Scryer“ Bekanntschaft mit den Kanadiern. Und ja, es ist schade, dass ich ÆPOCH erst jetzt kennenlernen durfte. Denn der (Progressive / Technical) Death Metal des Trios weiß zu überzeugen.

Angelehnt an Bands wie ABYSMAL DAWN, BLOOD INCANTATION oder wegen dem kanadischen Ursprung auch BEYOND CREATION versuchen sich ÆPOCH an der richtigen Balance von technischem und doch auch eingängig treibendem Death Metal. Und das gelingt der Band großteils.

„The Scryer“ hat einen etwas unglücklichen Einstieg

Dabei beginnt „The Scryer“ ganz anders, wie man es sich erwartet hätte: mit einem ruhigen Akustik-Intro, das zwar nett ist, aber rein musikalisch wenig Sinn macht. Denn selbst der Übergang zu „Devil Twin Pt. II The Death Of A Man“ ist nicht vorhanden und somit nicht nachvollziehbar. Der zweite Track an sich hat dann aber teilweise ordentlich Groove, ist aber noch nicht so packend wie die späteren Tracks.

Ab dem dritten Song der EP zünden ÆPOCH

Denn spätetens mit dem Titeltrack beginnen ÆPOCH ihr Feuerwerk zu zünden. Denn dieser Song geht – sogar etwas thrashig – richtig gut ab und überzeugt auch gesanglich, als dass hier in den growlenden Tonlagen gut variiert wird. Aber auch „Shrapnel Baptized“ – der mit über acht Minuten längste Track der EP – überzeugt. Gerade in Progressive Death Metal-Hinsicht. Mit ein Grund dafür sind die Bass-Leads von Brett MacIntosh am Anfang und am Ende des Songs. Weiterhin punktet „Ozonihilation“ mit dem Progressive-Thema, wenngleich manche Übergänge noch etwas zu holprig wirken. Dafür liefert dieser Song mit die besten Gitarren-Riffs und -Leads der Scheibe.

„The Scryer von ÆPOCH weiß über weite Strecken zu überzeugen

Generell weiß „The Scryer“ über weite Strecken sehr zu überzeugen. Mitunter dürfen sich ÆPOCH noch etwas an Feinschliff abholen, um den Hörer auch emotional besser abholen zu können. Doch ich bin vorerst einmal zufrieden damit, (endlich) Bekanntschaft mit einer weiteren spannenden Band aus Kanada gemacht zu haben

Veröffentlichungstermin: 31.07.2020

Spielzeit: 29:47 Min.

Line-Up:
Brett MacIntosh – Fretless Bass & Gesang
Greg Carvalho – Schlagzeug
Marcus Arar – Gitarre & Backing Vocals
Ira Lehtovaara – Gitarre

Gast-Musiker
Layne Richardson (BECOMES ASTRAL) – Gitarre („Shrapnel Baptized“)

Produziert von Alex Snape (GURTHANG) @ Nomadic Arts Studio

Label: Eigenproduktion

Mehr im Netz: https://aepochmetal.bandcamp.com
Mehr im Netz: https://www.www.facebook.com/AepochMetal

ÆPOCH „The Scryer“ Tracklist

1.) Devil Twin Pt. I The Birth Of A Demon
2.) Devil Twin Pt. II The Death Of A Man
3.) The Scryer (Audio bei YouTube)
4.) Shrapnel Baptized
5.) Ozonihilation (Audio bei YouTube)
6.) A Brainwashed Civilization (Audio bei YouTube)

Christian Wögerbauer
Christian ist seit 2005 unser Vertreter der Österreicher Metalszene, rezensiert gern im Bereich Doom / Death / Black / Thrash und auffallend gern Bands mit Sängerin. Genres: Death Metal, Doom-Death Metal, Doom Metal, Symphonic Metal, Gothic Metal, Sludge.