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	<title>FILMKRITIK (KINO) Archiv | vampster - Metal Magazin</title>
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	<description>Dein Metal Webzine. Seit 1999.</description>
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	<item>
		<title>BLACK DEATH [Filmkritik Kino]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/black-death-filmkritik-kino/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 13:24:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="&#34;../../images/cdreviews/black_death_poster.jpg&#34;" border="&#34;0&#34;" alt="&#34;multimedia" width="&#34;75&#34;" align="&#34;left&#34;" />Ein ungesch&#246;nter, rauer Mystery / Horror /&#160; Thriller / Drama-Mix im pestgeplagten Mittelalter. Nichts f&#252;r Romantiker und Genre-Puristen, aber in seiner brutalen Konsequenz daf&#252;r umso erfrischender.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es dürfte hinlänglich bekannt sein, dass das Mittelalter alles andere als eine spaßige Zeit gewesen ist. Anders als es uns die party-betonten Mittelalter und Folk Rock-Bands wie <a href="../../search/show/index.php4?searchString=schandmaul">SCHANDMAUL</a>, <a href="../../search/show/index.php4?searchString=die+streuner">DIE STREUNER</a>, oder <a href="../../search/show/index.php4?searchString=feuerschwanz">FEUERSCHWANZ</a> suggerieren, war das tägliche Leben damals geprägt von Härte, Grausamkeit und dem Kampf ums nackte Überleben. In eben diese Welt platziert Christopher Smith (&#8222;Severance&#8220;, &#8222;Creep&#8220;) seinen neuen Film &#8222;Black Death&#8220;, der trotz Anleihen an Mystery, Horror und Action, sowie einigen Thrillerelementen in keine der genannten Kategorien so richtig hineinpassen will.</p>
<p>Wir schreiben das Jahr 1348. Die Pest wütet im gesamten Land. In den Städten und in den Straßen türmen sich die Leichen, längst scheinen auch die Klosterwände keinen Schutz mehr vor dieser &#8222;göttlichen Plage&#8220;, wie es die Geistlichkeit ehrfürchtig proklamiert, zu bieten. Das Vertrauen der Bevölkerung in ihren vermeintlich rachsüchtigen Gott droht zu zerrütten und zu allem Überfluss geht auch noch die Kunde durch das Land, dass ein kleines Dorf jenseits der weitläufigen Moore mittels okkulter Rituale die tödliche Seuche aus seinen Mauern verbannen konnte. Zumindest ist das die größte Befürchtung der Kirche, die somit mit dem gezeichneten wie standfesten Ritter Ulric (Sean Bean) einen erfahrenen Mann mit seinem Gefolge entsendet, dem mysteriösen Treiben dort auf den Grund zu gehen. Geführt werden sie von einem ortskundigen jungen Novizen des Klosters, der jedoch selbst seine Gründe hatte, sich für diese Aufgabe als Freiwilliger anzubieten&#8230;</p>
<h2>Die Handkamera erhöht in &#8222;Black Death&#8220; die Intensität der Gefechte</h2>
<p>Schon früh wird eines deutlich: Die Welt, die Christopher Smith zeichnet, ist kalt, dreckig, ungeschönt, kurz erschreckend realistisch. Hervorgehoben wird dies durch die ebenso trostlose Optik. Die körnigen Aufnahmen der Handkamera passen mit ihren kalten Farben perfekt zu dieser rauen Welt und gleichen sich zudem dem Tempo des Films an. In den wenigen actiongeprägten Momenten wirft sich die Kamera mitten ins Geschehen und mimt dank schneller Schnitte und verwackelter Bilder das Kampfgetümmel in seinem ganzen Chaos.</p>
<p>Was normalerweise schnell anstrengend wird, erhöht in &#8222;Black Death&#8220; jedoch die Intensität und vermittelt bestens den Kern des erbarmungslosen Gefechts, ohne aufgrund expliziter Gewaltdarstellung zum Selbstzweck zu verkommen. Zumeist legt der Film aber einen weitaus ruhigeren Gang ein. So dient die erste Hälfte im Grunde vorwiegend der Charaktereinführung und dem Spannungsaufbau, indem man als Zuschauer die ruppige Gefolgschaft Ulrics auf ihrem unbequemen Weg besser kennen lernt.</p>
<h2>Sean Bean verleiht seiner Figur eine enorme physische Präsenz</h2>
<p>Strahlende Helden gibt es in der Welt von &#8222;Black Death&#8220; derweil nicht. Sogar der aufrechte Ulric hat in seinem Wissen um die Grausamkeit dieses Zeitalters ein romantisches Weltbild längst abgelegt und zeigt wenig Skrupel, wenn eine Entscheidung zwischen Moral und Schadensminimierung getroffen werden will. Ein kurzer, schmerzloser Tod ist immer noch besser als ein langsamer wie qualvoller. Sean Bean (&#8222;Der Herr der Ringe&#8220;, &#8222;James Bond &#8211; GoldenEye&#8220;, &#8222;Silent Hill&#8220;) verleiht seiner Figur eine enorme physische Präsenz, die allein Aufgrund der Statur schon einen gealterten Boromir (&#8222;Der Herr der Ringe&#8220;) ins Gedächtnis ruft, und ist neben Hauptdarsteller Eddie Redmayne (&#8222;Die Schwester der Königin&#8220;) klar die zweite tragende Figur in &#8222;Black Death&#8220;.</p>
<p>Dessen Novize Osmund ist ein anfangs naiver, aber doch entschlossener Bursche, der im Laufe der Handlung immer mehr zum Mann reift, nur um dann doch nicht die Erwartungshaltung des Zuschauers zu bedienen. Dabei ist er eigentlich schon längst ein solcher, hat er sein Herz doch an die junge Averill (Kimberly Nixon) verloren, die er anfangs aus Sorge um ihre Gesundheit aus der Stadt schickte und nun hofft, sich alsbald wieder mit ihr vereint zu sehen. Die dritte im Bunde ist die mysteriöse Heilerin Langiva (Candice van Houten, &#8222;Operation Walküre&#8220;), bei der man lange nicht weiß, auf welcher Seite sie wirklich steht. In der Tat begleitet ihre Figur eine ambivalente und stets unbehagliche Aura, die geschickt die Wahrheit zwischen Schein und Sein verschleiert. Der restliche Cast bleibt dagegen blass und besteht im Prinzip aus relativ stereotypen Haudraufgängern, respektive besseren Statisten.</p>
<h2>Das Finale von &#8222;Black Death&#8220; ist so konsequent wie stimmig</h2>
<p>Mit der Ankunft in besagtem Dorf nimmt &#8222;Black Death&#8220; schließlich eine entscheidende Wendung, die sich vor allem im Ton des Films niederschlägt. Eine idyllische kleine Siedlung am Rande der Sümpfe, bewohnt von einfachen, aber höflichen Landleuten erwartet dort die kirchliche Vorhut. Und doch scheint trotz aller Gastfreundlichkeit irgendetwas im Busch zu sein. Von der Pest keine Spur, die örtliche Kirche steht verlassen und verfallen, und die Dorfbewohner scheinen die Heilerin Langiva als ihr Oberhaupt anzuerkennen. Klar, hier ist etwas faul, auch wenn es nicht die Gliedmaßen der lokalen Einwohner sind.</p>
<p>Und so muss der Zuschauer mit ansehen, wie sich die Schlinge um den Hals von Ulric langsam, aber stetig zusammenzieht. So einfach diese Erzählung sein mag, so effektiv ist sie. Denn mit Erreichen des Dorfs zieht &#8222;Black Death&#8220; die Daumenschrauben an und treibt den Spannungsbogen rapide in die Höhe, um schließlich in einem Finale zu kumulieren, das gleichermaßen konsequent wie stimmig ist und das &#8211; wie das komplette Mittelalter auch &#8211; keine Sieger kennt.</p>
<p>&#8222;Black Death&#8220; wird sicherlich nicht den Geschmack eines jeden Kinogängers treffen. Horror- und Mystery-Fans dürften bei entsprechend puristischer Erwartungshaltung etwa enttäuscht sein, denn so gut sich die Story für einen trashigen Genrefilm eignen würde, &#8222;Black Death&#8220; verfolgt einen anderen Ansatz: einen ruhigen, nüchternen und ungeschönten. Der Film legt sich nicht auf ein Genre fest, sondern bewegt sich zwischen Drama, Thriller, Mystery und vorsichtigen Actioneinlagen in einer Welt, in der es keinen Platz für ausgelassene Lacher gibt. In einer Welt, die von Tod regiert wird und in der nicht einmal Gott den Menschen Zuflucht und Erlösung bietet. Und das ist verdammt noch mal ungemein erfrischend.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 09.09.2010</p>
<p>Spielzeit: 102 Min.</p>
<p>Line-Up:</p>
<p>FSK: Freigegeben ab 16 Jahren</p>
<p>Regie: Christopher Smith<br />
Drehbuch: Dario Poloni</p>
<p>Cast:<br />
Sean Bean &#8211; Ulric<br />
Eddie Redmayne &#8211; Osmund<br />
Carice van Houten &#8211; Langiva<br />
Kimberly Nixon &#8211; Averill<br />
Andy Nyman &#8211; Dalywag<br />
Tim McInnerny &#8211; Hob</p>
<p>Label: Central</p>
<p>Homepage: <a href="http://blackdeathmovie.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">http://blackdeathmovie.com</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118465</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>PREDATORS [Filmkritik Kino]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/predators-filmkritik-kino/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 10:38:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="&#34;../../images/cdreviews/predators.jpg&#34;" border="&#34;0&#34;" alt="&#34;multimedia" width="&#34;75&#34;" align="&#34;left&#34;" />Die Vergewaltigung einer einst respektablen Reihe geht weiter...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vergewaltigung einer einst respektablen Reihe geht weiter. Mit dem ersten &#8222;Predator&#8220; samt Action-Ikone Arnold Schwarzenegger schuf John McTiernan 1987 nicht nur eine Parabel auf den Vietnam-Konflikt, sondern auch einen wahren Klassiker des 80er Actionkinos. Danach zog es im gelungenen Nachfolger Danny Glover in die Großstadt, bevor knapp anderthalb Dekaden später Paul W. S. Anderson das umstrittene Crossover &#8222;Alien Vs. Predator&#8220; realisierte. Unterboten wurde dieses zuletzt vom unterirdischen Sequel &#8222;Aliens Vs. Predator 2: Requiem&#8220;, bevor die Ankündigung eines neuen Predator-Streifens die Hoffnungen der Fans wieder aufflammen ließ.</p>
<p>Kein geringerer als Robert Rodriguez trat als Produzent in Erscheinung und mit Nimród Antal nahm ein Mann auf dem Regiestuhl Platz, der mit &#8222;Motel&#8220; mindestens einen beachtenswerten Horrorfilm vorzuweisen hat. Ein gutes Team also, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen, aber wie so oft wurde diese Rechnung ohne die Drehbuchautoren gemacht. In der Tat ist &#8222;Predators&#8220; so katastrophal geschrieben, dabei langatmig und durchweg inkohärent, dass man ernsthaft darüber nachdenken muss, ob dieser Serienneustart nicht noch schwächer ausgefallen ist als der unsägliche &#8222;AvP 2&#8220;.</p>
<h2>&#8222;Predators&#8220; ist nicht das erhoffte Actionfeuerwerk</h2>
<p>Die ohnehin kaum existente Handlung ist dabei schnell zusammengefasst: Ein Haufen verwegener Kriegsveteranen und abgebrühter Berufskrimineller erwacht im freien Fall über einem dicht bewachsenen Dschungelgebiet, abgeworfen von einer ihnen unbekannten Instanz, die sie gnädigerweise vorher mit Fallschirmen ausstattete. In der harten Realität angekommen, raufen sich die Draufgänger zusammen, erkunden die Umgebung und verschaffen sich darüber Sicherheit, was ohnehin schon im Hinterkopf schlummerte: Dieser Planet ist nicht ihr eigener. Schlimmer noch: Sie sind nicht allein, denn das, was sie her gebracht hat, tat das mit einem klaren Ziel vor Augen, nämlich Jagd auf die bewaffnete Truppe zu machen&#8230;</p>
<p>Eigentlich unfassbar also, dass die Autoren Alex Litvak und Michael Finch es geschafft haben, das Skript mit so vielen Logikfehlern, Handlungslücken und so viel Stumpfsinn anzureichern, dass man am liebsten vorzeitig den Saal wieder verlassen möchte. Zumal es sich bei &#8222;Predators&#8220; im Grunde genommen um eine grobe Themaverfehlung handelt, denn das von vielen erhoffte Action-Feuerwerk ist dieser Film ganz bestimmt nicht.</p>
<h2>&#8222;Predators&#8220; nimmt sich selbst bierernst</h2>
<p>Die Ausgangssituation ist bekannt, das, was folgt, sowieso. Und trotzdem wird ausführlich jedes Klischee breitgetreten, jeder Stereotyp durchgekaut. Der sympathische Russe Nikolai (Oleg Taktarov), der schießwütige Südamerikaner Cuchillo (Danny Trejo), der wortkarge Yakuza Hanzo (Louis Ozawa Changchien), die toughe Amazone Isabelle (Alice Braga), der unberechenbare Psychopath Stans (Walton Goggins) und natürlich der coole, auf das eigene Überleben fixierte amerikanische Söldner Royce (Adrien Brody). Nichts von alledem wird ausgelassen und zugleich mit einer Ernsthaftigkeit begegnet, die jegliches Augenzwinkern missen lässt. Wo man den Ur-Predator mit jeder Menge Charme und coolen Sprüchen (&#8222;If it bleeds, we can kill it.&#8220;) einfach gern haben musste, nimmt sich Predators bierernst und sorgt mit gezwungenen Einzeilern höchstens für verdrehte Augen.</p>
<p>Den Schauspielern selbst will ich gar keinen Vorwurf machen. Oscar-Preisträger Adrien Brody spielt seinen Royce zurückgenommen und unterkühlt, verleiht ihm überraschenderweise eine starke physische Präsenz, ist ansonsten jedoch selbstverständlich kaum gefordert. Aber wie soll er seinem profillosen Abziehbild von einem Protagonisten auch Tiefe verleihen? Lawrence Fishburne bewegt sich mit seinem Einsiedler Noland am Rande der Karikatur und der restliche Cast krallt sich bereitwillig an die platten Stereotypen, die der Film ihm hinwirft.</p>
<h2>Der Film wird von endlosen Strecken des Leerlaufs dominiert</h2>
<p>Der Handlungsaufbau ist, wie bereits erwähnt, sehr unglücklich. Die titelgebenden Predators spielen in der ersten Hälfte des Films überhaupt keine Rolle, stattdessen wird man mit ermüdenden, testosterongeschwängerten  Wort- und Faustgefechten sowie einem Rudel Predator-Hunden hingehalten, wobei Letzteres nicht nur ziemlich enttäuschend eingeführt wird und ohnehin nur als Kanonenfutter dient, sondern zudem keinerlei Daseinsberechtigung besitzt. Die zweite unbekannte Spezies im Bunde, um die der Film zunächst noch ein Mysterium zeichnet, kommt dann gleich mal auf geschätzte fünf Sekunden Leinwandzeit samt riesigem Plotloch. Natürlich erwartet man bei solch einem Film weder ausgefeilte Charaktere noch eine erzähltechnische Meisterleistung, aber eine gewisse Kohärenz sollte gegeben sein.</p>
<p>Aber ist ja egal, solange die Action stimmt! Das mag sein, nur ist das bei Predators leider auch nicht der Fall. Der Film wird dominiert von endlosen Strecken des Leerlaufs, in denen rein gar nichts passiert, nur um dazwischen ziemlich mäßig inszenierte Action-Happen zu streuen, die vorhersehbarer und abgedroschener nicht sein können. Statt spannendem Guerilla-Krieg gibt es einen konstruierten, unspektakulären Schwertkampf; statt aus dem eigentlich ungleichen Kräfteverhältnis der beiden Parteien eine spannende Ausgangsposition zu schaffen, weiß man nach einer Weile nicht mehr, welche der Seiten sich nun dümmer anstellt.</p>
<p>Die Effekte sind zudem durchgehend schwach und fügen sich zu keiner Zeit in die oft ebenfalls erschreckend künstlich wirkende Umgebung ein. Das ist letztlich ohnehin egal, denn Spaß kommt bei der lahmen Umsetzung und dem durchwachsenen Schnitt ohnehin nie auf. Der Gewaltgrad des hierzulande ungeschnitten startenden Films hält sich übrigens im Rahmen und lässt auch wegen der klar erkennbaren CGI-Effekte ohnehin kein Splatterfest zu.</p>
<h2>&#8222;Sie sind Predators, genau wie wir.&#8220;</h2>
<p>So lächerlich und sinnfrei dieses Zitat von Filmamazone Isabelle in der deutschen Synchronisation klingt, so treffend spiegelt es den Kern des neuen &#8222;Predators&#8220; wider. Selbstverliebt, kopflos inszeniert und voller Ungereimtheiten spuckt dieses Werk auf seinen eigenen Namen und bringt es nicht einmal zustande, eine hirnfreie Actionorgie auf die Leinwand zu zaubern. &#8222;Predators&#8220; fehlt die Seele, fehlen die Ideen, fehlt alles, was einen guten Film ausmacht und wenn einem dann mitten im Finale der dümmste Twist aller Zeiten vorgesetzt wird, dann möchte man die Verantwortlichen am liebsten eigenhändig verprügeln.</p>
<p>Ja, das Fazit könnte nicht eindeutiger sein, denn sogar &#8222;Aliens Vs. Predator 2&#8220; ist im Vergleich ein kurzweiliges Erlebnis und anstatt Adrien Brodys verzweifeltem Kampf gegen das Skript beizuwohnen, kann ich jedem nur nahe legen, sich mit Arnie im Dschungel von Guatemala zu verabreden. Da gibt es die cooleren Sprüche und die sympathischeren Darsteller. Dort hat man zeitlose Effekte, eine tadellose Inszenierung, einen überzeugenden Spannungsbogen und selbstverständlich keine Zeit zu bluten.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 08.07.2010</p>
<p>Spielzeit: 106 Min.</p>
<p>Line-Up:</p>
<p>FSK: Keine Jugendfreigabe</p>
<p>Regie: Nimród Antal<br />
Drehbuch: Alex Litvak, Michael Finch</p>
<p>Cast:<br />
Adrien Brody &#8211; Royce<br />
Topher Grace &#8211; Edwin<br />
Alice Braga &#8211; Isabelle<br />
Walton Goggins &#8211; Stans<br />
Oleg Taktarov &#8211; Nikolai<br />
Laurence Fishburne &#8211; Noland<br />
Danny Trejo &#8211; Cuchillo<br />
Louis Ozawa Changchien &#8211; Hanzo<br />
Mahershalalhashbaz Ali &#8211; Mombasa</p>
<p>Produziert von Robert Rodriguez<br />
Label: 20th Century Fox</p>
<p>Homepage: <a href="http://www.predators-movie.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">http://www.predators-movie.com</a></p>
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		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
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	</item>
		<item>
		<title>From Paris With Love [Kino]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/from-paris-with-love-kino/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 07:57:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Titel klingt nach einer weiteren Liebeskom&#246;die. Ha, von wegen!</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es kann nur einen geben. Das gilt f&uuml;r den Highlander, aber auch f&uuml;r John Travolta. Wenn der einen Film dreht, ist der Star klar. So auch in From Paris With Love, einem knallhart gefilmten Action-Buddymovie, bei dem Tempo Trumpf ist.</p>
<p> Ums kurz zu machen: From Paris With Love ist ein brutaler, gewaltverherrlichender, sexistischer, rassistischer, geschmackloser und schlecht rasierter Action-Streifen. Leider aber auch ein sehr unterhaltsamer.</p>
<p> Als CIA-Agent Charlie Wax macht uns Travolta den p&ouml;belnden Captain America, der auf der Jagd nach chinesischen Drogendealern und pakistanischen Terroristen eine Schneise der Verw&uuml;stung durch Paris zieht und das restliche Personal zu Stichwortgebern degradiert (Jonathan Rhys-Meyers als ambitionierter Junior-Agent). Wie immer verl&auml;sst sich Travolta (mit Glatze, Ohrring, Kinnbart und Pal&auml;stinensertuch) dabei ganz auf sich, seine Coolness, seine Leinwandpr&auml;senz und zum Gl&uuml;ck auch einen Schuss Selbstironie.</p>
<p> Zwar ist die Story (nach einer Idee von Luc Besson) hauchd&uuml;nn, doch Regisseur Pierre Morel dr&uuml;ckt das Gaspedal so stetig ins Bodenblech, dass gar nicht gro&szlig; Zeit bleibt, nachzudenken. Gut und b&ouml;se bleiben bei dieser 93min&uuml;tigen Gro&szlig;stadthatz klar definiert: Wer nicht aus Amerika kommt, ist per se schon mal verd&auml;chtig. Menschen aus dem asiatischen und arabischen Lebensraum fallen bei dieser eindimensionalen Haudrauf-Nummer am St&uuml;ck hinten runter, aber was soll&rsquo;s. Als Leinwandschurken-erprobter Teutone darf man sich hier gem&uuml;tlich zur&uuml;cklehnen und zur Abwechslung mal die anderen das Kanonenfutter stellen lassen. Doch auch das Alte Europa kommt nicht ungeschoren davon. Wax zum franz&ouml;sischen Zollbeamten: Da retten wir in zwei Weltkriegen Eueren Arsch, und dann sowas.</p>
<p> Ansonsten ist From Paris With Love einer jener Fastfood-Actionstreifen, in dem die Helden atemberaubende Frauen im Arm halten und S&auml;tze sagen wie Lass uns die Hauptspeise &uuml;berspringen und gleich zum Nachtisch kommen, Baby. Manchmal l&auml;uft es auch im Kino ganz einfach: Hirn am Eingang abgeben und die Versorgung mit Fingerfood und k&uuml;hlen Getr&auml;nken sicherstellen &#8211; dann kann man hier Spa&szlig; haben. Gesetzt dem Fall, man mag Vorbilder wie Crank, Rush Hour  und die The Transporter-Reihe.</p>
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		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
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	</item>
		<item>
		<title>Alice im Wunderland [Filmkritik Kino]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/alice-im-wunderland-filmkritik-kino/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 16:21:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Er kann einfach nicht aus seiner Haut. Stil-Ikone Tim Burton legt seine Lesart der Romane &#34;Alice im Wunderland&#34; und &#34;Alice hinter den Spiegeln&#34; vor. Das Ergebnis auf gro&#223;er Leinwand ist exakt so geworden, wie man es sich erwartet hat&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Er kann einfach nicht aus seiner Haut. Stil-Ikone Tim Burton legt seine Lesart der Romane Alice im Wunderland und Alice hinter den Spiegeln vor. Das Ergebnis auf gro&szlig;er Leinwand ist exakt so geworden, wie man es sich erwartet hat&#8230;</p>
<p>Burton rollt den Klassiker gleichsam von hinten auf. Schon als kleines M&auml;dchen wurde Alice Kingsley (tadellos: Mia Wasikowska) von den immergleichen Wunderland-Tr&auml;umen geplagt. Jetzt ist sie 20 Jahre alt und auf dem Weg zu einem Fest, das sich als ihre Verlobungsfeier entpuppt. Doch die Kindfrau fl&uuml;chtet kurzerhand vor der feinen Gesellschaft. Von einem majest&auml;tischen Soundtrack (Danny Elfman) vorw&auml;rtsgepeitscht, geht es kopf&uuml;ber durch das Kaninchenloch zur&uuml;ck ins Land ihrer Tr&auml;ume. Doch auch dort ist nichts mehr so, wie es einst war&#8230;</p>
<p>Mit allem, was die moderne Tricktechnik hergibt, kreiert Burton das Wunderland neu. Vor allem die Detailfreude ist dabei unglaublich: Am Hof der roten K&ouml;nigin sind selbst die Glieder der Hundeketten in Herzform geschmiedet &#8211; was in der das Kinoabenteuer unterst&uuml;tzenden 3-D-Technik nat&uuml;rlich bestens zur Geltung kommt.</p>
<p>Leider bleibt bei diesem formvollendeten Augenschmaus die Geschichte auf der Strecke. Nach vielversprechendem Einstieg kippt &bdquo;Alice im Wunderland&rdquo; nach dem ersten Drittel in ein v&ouml;llig voraussehbares Fantasy-M&auml;rchen Marke &bdquo;Der Herr der Ringe light trifft auf Jeanne d&rsquo;Arc&rdquo;: Hol dir das m&auml;chtige Vorpal-Schwert und t&ouml;te den b&ouml;sen Drachen, auf dass der M&auml;rchenwald von der b&ouml;sen K&ouml;nigin befreit werde!</p>
<p>Immer neue Figuren tauchen auf und werden durchgereicht, selbst ein schwer greifbarer Charakter wie die Grinsekatze mutiert flugs zum geselligen Kumpel im Kampf gegen das B&ouml;se. Der Kitschalarm schwillt min&uuml;tlich an.</p>
<p>Obgleich es vorab hie&szlig;, dass sich Burton eng an die literarische Vorgabe gehalten habe, wirkt das Ergebnis halbgar, blutleer, zerfahren und mutlos. Viele liebgewonnene Szenen aus dem Buch fehlen, was verschmerzlich w&auml;re &#8211; g&auml;be es denn ad&auml;quaten Ersatz. Doch Burton denkt nur noch mit dem Auge. Als Geschichtenerz&auml;hler noch nie sonderlich stark, punktet der Vision&auml;r allein dank computergenerierter Perfektion. Doch auch hier stellt sich die Frage: Muss ich noch mit lebenden Schauspielern arbeiten, wenn die Figuren auf der Leinwand ohnehin bis zur Unkenntlichkeit am Computer nachbearbeitet werden (Matt Lucas gespiegelt als Zwillingspaar Diedeldum &amp; Diedeldei)?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div style=text-align: center><img src=../../images/gallery2/AliceimWunderland_DiedeldumDiedeldei.jpg border=0 alt=alice im wunderland - kino - filmkritk @ vampster title=alice im wunderland - kino - filmkritk @ vampster width=420 height=251 /></div>
<p>Hinzu kommt, dass Tim Burtons &bdquo;Alice&rdquo; erschreckend brav und gef&auml;llig geworden ist. Das Verr&uuml;ckte und Verdrehte bei Lewis Carroll, sein Humor, das Verst&ouml;rende, die Halluzinationen und das Grausame der literarischen Vorlage werden bereitwillig dem uramerikanischen Credo &bdquo;du musst nur deinem Herzen folgen, dann wird alles gut&rdquo; geopfert. Willkommen zur&uuml;ck bei der blitzsauberen Familienunterhaltung Marke Disney, die g&auml;nzlich ohne Ecken und Kanten auskommt und von der man gedacht hatte, der Konzern h&auml;tte sie zumindest ein St&uuml;ck weit hinter sich gelassen.</p>
<p>Burtons Lebensgef&auml;hrtin Helena Bonham Carter als b&ouml;se Herzk&ouml;nigin ist vorz&uuml;glich und setzt neben Alice-Darstellerin Mia Wasikowska die Glanzlichter das Films. Johnny Depp als verr&uuml;ckter Hutmacher hingegen beschr&auml;nkt sich v&ouml;llig darauf, Johnny Depp zu sein und einen Aufguss seiner bekannten Rollen zu geben. Ach hier kommt nichts mehr Neues nach.</p>
<p>Nach &bdquo;Planet der Affen&rdquo;, &bdquo;Charlie und die Schokoladenfabrik&rdquo; und &bdquo;Sweeney Todd &#8211; Der teuflische Barbier aus der Fleet Street&rdquo; verhebt sich Tim Burton erneut an einer gro&szlig;en Vorlage. Man soll K&uuml;nstlern ihre Produktivit&auml;t nicht vorwerfen, aber vielleicht w&auml;re das einstige Ausnahmetalent gut beraten, einfach mal einen Gang zur&uuml;ck zu schalten. Und vor allem sein langsam erm&uuml;dendes Personal zu wechseln.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118462</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>ZOMBIELAND [Kinokritik]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/zombieland-kinokritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 11:57:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://vampster.com/news/zombieland-kinokritik/</guid>

					<description><![CDATA[<img src=&#34;../../images/cdreviews/Zombieland_banner.jpg&#34; border=&#34;0&#34; alt=&#34;multimedia - ZOMBIELAND&#34; width=&#34;75&#34; align=&#34;left&#34; />Das Zombiefilm-Genre, haben Filmwissenschaftler irgendwann mal festgestellt, gedeiht in Rezessionszeiten besonders gut. Nimmt man &#34;Zombieland&#34; als Ma&#223;stab f&#252;r diese Theorie, dann mu&#223; es uns ganz sch&#246;n dreckig gehen . . .]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kann ein Zombiefilm heute noch neue Impulse setzen? Nat&uuml;rlich nicht. Die derbe Splatter-Kom&ouml;die Zombieland versucht auch gar nicht erst, das Genre neu zu erfinden, sondern ist einfach nur ein schneller blutiger Spa&szlig;. . . </p>
<p>Irgendein Penner hat in einen kontaminierten Burger gebissen, wenig sp&auml;ter haben die Vereinigten Staaten ein verdammtes Zombieproblem am Hals. Die Epidemie rafft die Bev&ouml;lkerung in Windeseile hinfort. Mittendrin statt nur dabei: Vollzeit-Nerd Columbus (Jesse Eisenberg), der die Ereignisse in seiner Studentenbude beim World Of Warcraft-Spielen glatt verpasst hat.</p>
<p>Erst als ihm die scharfe, aber leider infizierte Kommilitonin aus dem Nachbar-Appartement an die Gurgel will, sieht er klar. Er trifft den Redneck Tallahassee (gro&szlig;artig: Woody Harrelson als Natural Born-Zombiekiller), den au&szlig;er Zombiesschlachten und die Aussicht auf seine Lieblings-Sahnet&ouml;rtchen nur wenig aus der Reserve locken kann. Als das ungleiche Duo von zwei Schwestern &uuml;ber den Tisch gezogen wird, ist das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.</p>
<p>Zombieland ist so ziemlich das genaue Gegenst&uuml;ck zu George A. Romeros &bdquo;Diary Of The Dead&ldquo;. Wo sich der Altmeister des Genres in seinem letzten (leider nur auf DVD erschienenen und v&ouml;llig unterbewerteten) Gesellschaftsst&uuml;ck dem Menschen widmet, der im Auge der Katastrophe zu des Menschen Wolf wird, setzt Zombieland auf plumpen, geistfreien Horror-Partyspa&szlig; mit feurigem Soundtrack (MOZART, <a href=../../search/show/index.php4?searchString=metallica>METALLICA</a>, WILLIE NELSON), ironischen Popkultur-Zitaten und jeder Menge saftiger Splatter-Einlagen.</p>
<p>Die Untoten sind hier nur Kanonenfutter, daf&uuml;r zaubert Regisseur Ruben Fleischer eine Handvoll wunderbar-skurriler Leinwandmomente, wie jene Szene, in der die Gef&auml;hrten in der Villa eines alten Hollywood-Stars mit dem Mimen h&ouml;chstpers&ouml;nlich(!) zu den Kl&auml;ngen &lsquo;ner alten BLUE &Ouml;YSTER CULT-Platte kiffen.</p>
<p>Das Gag-Feuerwerk dieses herzhaften No-Brainers ist zwar nicht ganz so dicht wie die erste H&auml;lfte der (&auml;hnlich gestrickten) Zombie-Kom&ouml;die Shaun Of The Dead, daf&uuml;r reicht der Spannungsbogen hier &uuml;ber die komplette Spielzeit. Columbus&acute; 47 &Uuml;berlebensregeln f&uuml;r Zombieland stellen den Rahmen f&uuml;r den kurzweiligen Roadtrip durchs endzeitliche Amerika: Achte auf Deine Fitness, Spar niemals an Munition, Reise stets mit leichtem Gep&auml;ck und vor allem Spiel nicht den Helden!</p>
<p>Ein prima Film zum Gabenfest &#8211; zumindest f&uuml;r Freunde des abseitigen Geschmacks. Und Zombie-Regel 32 sollte dann sogar zur Jahreszeit passen: Freu&acute; Dich auch an den kleinen Dingen im Leben!</p>
<p>Spielzeit: 88 Min.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118461</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>Twilight &#8211; New Moon [Filmkritik Kino]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/twilight-new-moon-filmkritik-kino/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Arlette Huguenin Dumittan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 08:38:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://vampster.com/news/twilight-new-moon-filmkritik-kino/</guid>

					<description><![CDATA[<img src=&#34;../../images/cdreviews/NEWMOONposter.jpg&#34; border=&#34;0&#34; alt=&#34;multimedia - Twilight - New Moon [Filmkritik Kino]&#34; width=&#34;75&#34; align=&#34;left&#34; />Innert zwei Tagen den Film zwei Mal im Kino gesehen. Und das v&#246;llig kritiklose Verdikt bleibt - schwer atmend gehaucht - dasselbe wie beim ersten Teil: Suck my blood and fuck my soul, Edward Cullen...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einen langen Sommer musste frau es einzig mit der DVD von <a href=../../artikel/show/30198_Multimedia_.html>Twilight</a>, den Postern und der Buchtetralogie von Stephenie Meyers aushalten. Doch am 25.11. endlich die vorl&auml;ufige Erl&ouml;sung aus der medial aufgebauschten und bis zur Unertr&auml;glichkeit gepushten Vorfreudevorspielfolter. Ein Kinosaal voller Frauen &#8211; drei M&auml;nner lassen sich ausmachen, offenbar von Freundinnen verschleppte &#8211; fiebert dem zweiten Teil der im amerikanischen Forks (Washington) situierten Saga entgegen. Werbung. Buhrufe. Ein Vorfilm &#8211; Pfiffe aus dem Publikum, man f&uuml;hlt sich beinahe wie bei einem <a href=../../search/show/index.php4?searchString=iron+maiden>IRON MAIDEN</a>-Gig, wenn die Vorband spielt. Und dann &#8211; das Logo von Summit Entertainment. Kreischen. Kichern. Sogar in der 20:30 Uhr-Vorstellung der englischen Originalfassung (mit deutschen und franz&ouml;sischen Untertiteln) sind die unter 20j&auml;hrigen in der &Uuml;berzahl.</p>
<p> Die er&ouml;ffnende Szene &#8211; Bella in der Mission, Edward in Italien zu retten &#8211; wird nur kurz angeschnitten. Edward Cullen (Robert Pattinson &#8211; erneut ein Traum) erscheint auf der Leinwand. Einige Kreischer im Saal. Ein paar St&ouml;hnlaute. Ein paar Seufzer. Danach f&auml;hrt der Film dort fort, wo <a href=../../artikel/show/30198_Multimedia_.html>Teil 1</a> aufgeh&ouml;rt hatte. Sichtlich verbessert die Effekte (vor allem die diamantene Haut der Vampire im Sonnenlicht), die Kampfszenen sind beeindruckend, die W&ouml;lfe beben regelrecht durch die W&auml;lder. Man merkt, dass mehr Geld vorhanden war beim Dreh und nun Chris Weitz Regie f&uuml;hrt. Die Handlung der B&uuml;cher wird befolgt, auch wenn dies f&uuml;r Nicht-Buchkenner den Film langatmig erscheinen lassen mag. Aber gibt es &uuml;berhaupt Leute in diesem Kinosaal, die diese B&uuml;cher nicht gelesen haben? Wohl kaum. H&ouml;chstens die drei mitgeschleppten M&auml;nnchen, aber die haben nichts zu sagen.</p>
<p> In der Pause &#8211; eine uns&auml;gliche Tradition in Schweizer Kinos &#8211; dann der Sturm aufs Klo. Die Schlange vor dem Frauenklo ist so lange, dass die Twilight-J&uuml;ngerinnen kurzerhand das M&auml;nnerklo einnehmen. Es ist Zeit f&uuml;r Emanzipation. Schlie&szlig;lich folgt Bella (&uuml;berzeugend und bisweilen erschreckend schlank: Kristen Stewart) im Film auch ihrem Herzen, auch wenn dies bedeutet, dass sie dauernd zwischen ihrem besten Freund Jacob (sehr sehr muskul&ouml;s und bis zum Verlust seiner Matte einigermassen metalkompatibel: Taylor Lautner), ihrem Menschendasein und ihrer gro&szlig;en Liebe Edward Cullen (auch leidend eine Augenweide &#8211; Robert Pattinson) hin- und hergerissen wird. </p>
<p> Stilvoll wird Bellas lange Zeit ohne Edward dargestellt, s&uuml;ndhaft erscheinen die italienischen Volturi und absolut atem(be)raubend die Szene, in der sich Edward outen will um sein Todesurteil zu provozieren. Das Kreischbarometer beim Zeigen des nackten Oberk&ouml;rpers ist zwar lauter bei Jacob, doch Edwards Auftritt wird so in Szene gesetzt, dass frau unm&ouml;glich nicht in Wallung geraten kann. Hier und da lockern witzige Spr&uuml;che und Insidergags die Verfilmung auf, doch das Hauptaugenmerk liegt auf der Story und darauf, den Zuschauerinnen ein Versinken in die wunderbare Twilight-Welt zu erm&ouml;glichen &#8211; und sie ganz am Schluss atemlos auf die Credits starren zu lassen. Genau dies tut der Film, nicht mehr. Nicht-Fans sind dazu bestimmt, 130 Minuten zu leiden. Fans erleben jedoch einen wahren Augenschmaus &#8211; und den Freund kann man ja immernoch in der 2012-M&auml;nnerkrippe abgeben, damit der New Moon-Genuss ohne eifers&uuml;chtige Der ist doch eh schwul-Kommentare zelebriert werden kann&#8230;</p>
<p>Ver&ouml;ffentlichungstermin: 25.11.2009</p>
<p>Spielzeit: 130:00 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />Regie: Chris Weitz<br /> Darsteller: Kristen Stewart, Christina Jastrzembska, Robert Pattinson, Billy Burke, Anna Kendrick, Michael Welch, Justin Chon, Christian Serratos, Taylor Lautner, Ashley Greene, Jackson Rathbone, Russell Roberts, Cam Gigandet, Michael Sheen, Dakota Fanning u.a.<br />Label: Summit Entertainment</p>
<p>Homepage: <a href=http://www.twilightthemovie.com/ target=_blank>http://www.twilightthemovie.com/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118460</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>Home [Filmkritik Kino]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/home-filmkritik-kino/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Arlette Huguenin Dumittan]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 10:09:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://vampster.com/news/home-filmkritik-kino/</guid>

					<description><![CDATA[<br /><img src=&#34;../../images/cdreviews/HOMEfilmposter.jpg&#34; border=&#34;0&#34; alt=&#34;multimedia - Home [Filmkritik Kino]&#34; width=&#34;75&#34; align=&#34;left&#34; />L&#228;rm als Folter?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die schweizerisch-franz&ouml;sisch-belgische Koproduktion ist nicht einfach zu klassifizieren. Einerseits geht Home als Drama durch, andererseits pendelt der Film der Schweizer Regisseurin Ursula Meier so zwischen Komik, Tragik und Absurdit&auml;t, dass eine klare Klassifizierung schwierig wird. Die Handlung ist rasch erz&auml;hlt: Eine franz&ouml;sische Familie lebt irgendwo im l&auml;ndlichen Nirgendwo neben einer stillgelegten Autobahn. Pl&ouml;tzlich wird das sommerliche Idyll gest&ouml;rt. Die E57 wird neu geteert und neu er&ouml;ffnet, 5000 Autos fahren fortan t&auml;glich am kleinen Haus vorbei und der L&auml;rm treibt die Familie in den Wahnsinn.</p>
<p> Zwar ist der Independent Film teilweise etwas langatmig, doch lebt er von seinen authentischen Darstellern. Ich kann mich zwar immer wieder dar&uuml;ber aufregen, dass glatzk&ouml;pfige, unattraktive &auml;ltere M&auml;nner in franz&ouml;sischen Filmen immer &#8211; aber wirklich immer &#8211; hei&szlig;e, viel j&uuml;ngere Ehefrauen haben (die den lieben langen Tag nur in hochhackigen Schuhen rumlaufen &#8211; wie hier auch die grandiose Isabelle Huppert). Aber die hier dargestellte Familie ist so authentisch-liebenswert, dass man sogleich wissen will, wie sie mit der akustischen Folter umgehen wird. Dabei sind insbesondere die drei Kinder interessant &#8211; Julien, der quirlinge Junge (fantastisch gespielt von Kacey Mottet Klein), die nerdige Marion und die herrlich abgel&ouml;schte Judith. Letztere macht nichts anderes, als sich drau&szlig;en zu sonnen &#8211; und dabei die Familie mit ihrer Musikwahl zu nerven. Am liebsten h&ouml;rt sich das rauchende Fr&auml;ulein n&auml;mlich die Schweizer Truppen <a href=../../search/show/index.php4?searchString=kruger>KRUGER</a> und <a href=../../search/show/index.php4?searchString=cataract>CATARACT</a> an. Zwar werden diese nicht so ausgedehnt pr&auml;sentiert wie damals <a href=../../search/show/index.php4?searchString=cannibal+corpse>CANNIBAL CORPSE</a> in Ace Ventura &#8211; aber trotzdem ein kleines, reizvolles Detail.</p>
<p> Der Film pendelt zwischen den Gegens&auml;tzen. Ruhe versus L&auml;rm, Heimat versus Reise. Immer wieder gibt es skurrile Momente zu entdecken, gleichzeitig regt der Film zum Nachdenken an. Nein, nicht die platte alle Autobahnen sind b&ouml;se-Assoziation. Vielmehr weckt Home Gedanken dazu, was einem sein Zuhause, seine Heimat bedeutet. Soll man an einem Ort bleiben, obwohl die &auml;u&szlig;eren Umst&auml;nde die eigene Familie zerst&ouml;ren? Oder soll man alles aufgeben und anderswo neu anfangen? Ob Home darauf eine Antwort liefern kann, muss jeder Zuschauer indes selbst entscheiden&#8230;</p>
<p>Ver&ouml;ffentlichungstermin: 23.01.2009</p>
<p>Spielzeit: 95:00 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />Regisseurin: Ursula Meier<br /> Writers: Antoine Jaccoud, Olivier Lorelle<br /> Schauspieler:<br /> Isabelle Huppert. Marthe <br /> Olivier Gourmet: Michel <br /> Ad&eacute;la&iuml;de Leroux: Judith <br /> Madeleine Budd: Marion <br /> Kacey Mottet Klein: Julien</p>
<p>Produziert von Denis Delcampe (u.a.)<br />Label: Box Productions (CH)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118459</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>TWILIGHT [Filmkritik Kino]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/twilight-filmkritik-kino/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Arlette Huguenin Dumittan]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 10:21:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://vampster.com/news/twilight-filmkritik-kino/</guid>

					<description><![CDATA[<img src=&#34;../../images/cdreviews/TWILIGHTcover.jpg&#34; border=&#34;0&#34; alt=&#34;multimedia - TWILIGHT [Filmkritik Kino]&#34; width=&#34;75&#34; align=&#34;left&#34; />W&#228;lder, Volvos und vegetarische Vampire...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>B&uuml;cher werden immer wieder als sterbendes Medium bezeichnet. Die ach so schlimme Jugend w&uuml;rde h&ouml;chstens einen PISA-Test &uuml;ber Bravo-Artikel schaffen, ein Artikel mit mehr als drei Seiten &uuml;berfordert die Konzentration der Nullerjahrejugend. Aber die B&uuml;cher lassen sich nicht totkriegen. Nach dem Erfolg der Harry Potter-Schunkenreihe aus England ist es nun wieder eine Mutter, die &uuml;ber Nacht zu Schriftstellerruhm kommt. Stephenie Meyers Vision von Edward dem Vampir kam ihr in einem Traum und die Buchreihe der Mormonin ist mittlerweile zur Tetralogie angewachsen. Und endlich kommt die Verfilmung des ersten Twilight-Bandes (Bis(s) zum Morgengrauen) auch in Europa in die Kinos.</p>
<p>  Edward Cullen (Robert Pattinson) und Bella Swan (Kristen Stewart) zieren die Bravotitelseite, Informationen &uuml;ber Vampire finden sich im Heft gleich neben Einzelheiten zu High School Musical und Dr. Sommer. Klar &#8211; Twilight ist wie die B&uuml;cherreihe auf (zumeist weibliche) Teenager zugeschnitten. Die Besetzung der Schauspieler ist perfekt, der Hauptschauplatz &#8211; die High School in Forks, Washington &#8211; entspricht dem typischen amerikanischen Teenie-Filmklischee. Und doch ist da mehr &#8211; stilvolle, neblige Naturimpressionen (die W&auml;lder scheinen einem Black Metal-Cover entsprungen), einige witzige Dialoge, die auch bei &Uuml;30-Zuschauern m&auml;nnlichen Geschlechts f&uuml;r Schmunzeln sorgen und eben &#8211; die romantische Geschichte von Bella und Edward.</p>
<p>  Bella zieht in der Mitte des Semesters zu ihrem Vater und lernt an der High School den zauberhaft bleichen und mysteri&ouml;sen Edward Cullen kennen. Dieser versucht sich erst von ihr fernzuhalten, rettet ihr wenig sp&auml;ter heroisch das Leben und l&auml;sst die Liebe zu Bella schliesslich doch zu. Romeo und Julia 2008. Er ist ein Vampir, sie eine Sterbliche; statt auf dem Pferd kommt der Held der Sch&ouml;nen mit einem silbrigen Volvo zu Hilfe. Anders als bei Romeo und Julia sind sich die Familien nicht spinnefeind, doch das Umfeld der Liebenden f&uuml;hrt dennoch zu Komplikationen.</p>
<p>  Twilight gl&auml;nzt durch eine gef&uuml;hlvolle Adaption des Buches, einem G&auml;nsehautsoundtrack (unter anderem mit dem Klassesong Supermassive Black Hole von <a href=../../search/show/index.php4?searchString=MUSE&amp;&amp;value=4046>MUSE</a>) und reizvollen Br&uuml;chen mit den typischen Vampirklischees &#8211; so spielen die Cullens Baseball und sehen sich als Vegetarier, da sie sich von Tierblut ern&auml;hren. Gruselig ist das Ganze nie, sondern romantisch-&auml;sthetisch d&uuml;ster, eine Art Interview with a vampire, nach welchem auch Dreizehnj&auml;hrige ohne Alptr&auml;ume schlafen k&ouml;nnen. Hartgesottene Brutalofans d&uuml;rfen sich von so viel Lieblichkeit angeekelt abwenden. Ich f&uuml;r meinen Teil kann mich nur v&ouml;llig von Objektivit&auml;t befreit erneut ins Kino begeben und frei nach <a href=http://www.vampster.com/search/show/index.php4?searchString=cradle+of+filth>CRADLE OF FILTH</a> begeistert ausrufen: Suck my blood and fuck my soul, Edward Cullen!</p>
<p>Ver&ouml;ffentlichungstermin: 05.02.2009</p>
<p>Spielzeit: 122:00 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />Regisseurin: Catherine Hardwicke<br />  Darsteller:<br />  Robert Pattinson: Edward Cullen<br />  Kristen Stewart: Bella Swan</p>
<p>Label: Summit Entertainment / Goldcrest Films</p>
<p>Homepage: <a href=http://www.twilightthemovie.com target=_blank>http://www.twilightthemovie.com</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118458</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>SAW V [Filmkritik Kino]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/saw-v-filmkritik-kino/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florian Schaffer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Dec 2008 18:23:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://vampster.com/news/saw-v-filmkritik-kino/</guid>

					<description><![CDATA[<img src="&#34;../../images/cdreviews/saw5.jpg&#34;" border="&#34;0&#34;" alt="&#34;multimedia" width="&#34;75&#34;" align="&#34;left&#34;" />&#34;Saw V&#34; bietet der Fangemeinde solide Horrorkost, die nach den nicht gerade berauschenden letzten Teilen endlich wieder in die richtige Richtung schielt. Der Weg aus der Mittelm&#228;&#223;igkeit ist zwar noch lang, aber ein Anfang ist immerhin gemacht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die &#8222;Saw&#8220;-Franchise ist schon ein kleines Phänomen. Aus dem Low-Budget Geheimtipp, welcher der erste &#8222;Saw&#8220;-Streifen ursprünglich war, ist mittlerweile eine der beliebtesten Horrorreihen der Neuzeit geworden. Mit dem nunmehr fünften Teil, der bereits im Oktober Premiere in den USA feierte, kratzt man in punkto Fortsetzungen schön langsam an den Dimensionen von großen Horrorikonen wie Freddy Kruger oder Michael Myers. Dass dabei jedes Jahr von allen Seiten die stets sinkende Qualität der Filme aufs Neue bemängelt wird, scheint dem Erfolg nichts anzuhaben. Im Gegenteil, die Anhänger rennen trotzdem scharenweise ins Kino. Teil Fünf betreffend kann in dieser Hinsicht zumindest teilweise aufgeatmet werden, denn erstmals kann im Vergleich zum direkten Vorgänger das Niveau gehalten werden, ja sogar minimal wieder zulegen. Einen guten Streifen macht das aus dem neuen Ableger aber noch lange nicht, war doch &#8222;Saw IV&#8220; schon bestenfalls im Durchschnitt anzusiedeln.</p>
<h2>&#8222;Saw V&#8220; ist ein Film für Fans der Reihe</h2>
<p>Eines der interessantesten Merkmale der Reihe ist wohl die Tatsache, dass alle Episoden aufeinander aufbauen und anders als in den &#8222;Nightmare on Elm Street&#8220;- bzw. &#8222;Freitag der 13.&#8220;-Filmen eine fortlaufende Geschichte erzählen. Die einzelnen Filme werden somit nicht einfach nur durch den Bösewicht zusammengehalten. Das lässt zwar Neueinsteiger außen vor, gestaltet das Ganze aber für Fans umso interessanter &#8211; und allein für die ist &#8222;Saw V&#8220; auch gedacht.</p>
<p>Die Handlung schließt auch dieses Mal unmittelbar an die Geschehnisse des Vorgängers an. Jigsaw ist tot, der Fall offiziell abgeschlossen. Einzig FBI-Agent Peter Strahm (Scott Patterson), der durch den Puzzlemörder seine Partnerin verlor, wittert Verdacht und stellt auf eigene Faust Nachforschungen an. Er sieht in Detective Mark Hoffman (Costas Mandylor), der sich dem Zuschauer am Ende von &#8222;Saw IV&#8220; als dessen Drahtzieher entpuppte, einen mutmaßlichen Jünger und Komplizen Jigsaws. Noch weiß er nicht, wie recht er doch mit dieser Vermutung hat. So dreht sich dann auch die zentrale Handlung des Films um die Hetzjagd zwischen Rigg und Hoffman, während in Rückblenden nicht nur Hoffmans Werdegang beschrieben wird, sondern auch ein paar Logiklöcher der bisherigen Teile gestopft werden.</p>
<h2>Der Blutzoll wurde ein wenig zurückgeschraubt</h2>
<p>Natürlich haben in so einer Geschichte nur schwer blutrünstige Fallen Platz, welche ja bekanntlich zu den größten Markenzeichen der Franchise gehören. Also ließ man Hoffman seinerseits einen Parcours aus mehreren Räumen errichten, die allerlei unangenehmes Spielzeug für fünf unfreiwillige Teilnehmer enthalten. Dass diese Episoden im Gesamtkontext nahezu im luftleeren Raum stehen und nur wenig mit der eigentlichen Story zu tun haben, wird völlig außer Acht gelassen. Aber der Hunger der Gorehounds muss eben gestillt werden.</p>
<p>Die dürften wieder auf ihre Kosten kommen, wenngleich der Blutzoll im Vergleich zum übertriebenen dritten Teil und dem direkten Vorgänger glücklicherweise wieder zurückgeschraubt wurde. Auch wenn es mit einem scharfen Pendel frei nach Edgar Allan Poe sowie einer Gerätschaft mit eingebauter Kreissäge gleich zwei besonders einschneidende Erlebnisse zu verzeichnen gibt, stellt Regisseur David Hackl endlich wieder die eigentliche Handlung in den Vordergrund. An dieser Stelle sei im Übrigen angemerkt, dass deutsche Kinogänger den neuesten Ableger im Gegensatz zum gekürzten &#8222;Saw IV&#8220; wieder in voller Länge genießen dürfen.</p>
<h2>Optisch reiht sich der fünfte Teil nahtlos in den dreckig-modernen Look der &#8222;Saw&#8220;-Reihe ein</h2>
<p>Auf darstellerischer Seite gibt es für Horrorfilm-Maßstäbe wenig zu meckern. Die beiden Hauptrollen, gespielt von Scott Patterson und Costas Mandylor, machen ihre Sache durchaus ordentlich, richtig glänzen können sie in ihren Rollen aber nicht. Insbesondere Costas Mandylor vermag seinen Charakter nicht annähernd so diabolisch darzustellen, wie es Tobin Bell in seiner knapp bemessenen Leinwandzeit tut. So wird er von diesem in all ihren gemeinsamen Szenen deutlich an die Wand gespielt. Dem Original kann man eben doch nicht so einfach das Wasser reichen.</p>
<p>David Hackl, der hier sein Regiedebüt absolviert, liefert insgesamt eine saubere Arbeit ab. Die Optik des Films reiht sich nahtlos in den dreckig-modernen Look der &#8222;Saw&#8220;-Reihe ein, ergötzt sich aber weitaus weniger an dargestellten Folterwerkzeugen und Blutorgien. Soll heißen, dass trotz der nicht zimperlichen Gewaltdarstellung das Hauptaugenmerk der Kamera nicht mehr darauf liegt, brechende Knochen und Blutfontänen mit schnellen Schnitten besonders cool in Szene zusetzen.</p>
<h2>Zum Schluss leistet sich &#8222;Saw V&#8220; einen Schnitzer</h2>
<p>Einen großen inszenatorischen Fehltritt leistet sich der Film am Ende aber doch noch. So ist es mittlerweile ungeschriebenes Gesetz, dass ein &#8222;Saw&#8220;-Film mit einem großen Story-Twist abschließen muss. Und genau hier liegt das große Problem, denn das, was einem die Drehbuchschreiber als große Wendung in einem ausgeklügelten Spiel verkaufen wollen, ist in Wahrheit viel zu vorhersehbar und zuvor schon zu offensichtlich angekündigt worden. Das Ende an sich mag vielleicht passend sein und den neuesten Sprössling des &#8222;Saw&#8220;-Universums konsequent zu Ende führen. Dass man es aber als den großen Clou &#8211; natürlich inklusive des typischen Saw-Themes &#8211; hinstellen will, entlockt dem Zuschauer bestenfalls ein genervtes Stöhnen.</p>
<p>Saw V bietet der Fangemeinde somit solide Horrorkost, die nach den nicht gerade berauschenden letzten Teilen endlich wieder in die richtige Richtung schielt. Der Weg aus der Mittelmäßigkeit ist zwar noch lang, aber ein Anfang ist immerhin gemacht. Mal sehen, was der bereits angekündigte sechste Teil bringen wird, schließlich wirft auch die neueste Episode wieder einige zu klärende Fragen auf&#8230;</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 15.01.2009</p>
<p>Spielzeit: 95 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />
FSK: Keine Jugendfreigabe</p>
<p>Regie: David Hackl<br />
Drehbuch: Patrick Melton, Marcus Dunstan</p>
<h3>Cast</h3>
<p>Tobin Bell &#8211; Jigsaw / John Kramer<br />
Costas Mandylor &#8211; Mark Hoffman<br />
Scott Patterson &#8211; Peter Strahm<br />
Betsy Russell &#8211; Jill<br />
Mark Rolston &#8211; Dan Erickson<br />
Julie Benz &#8211; Brit<br />
Carlo Rota &#8211; Charles<br />
Mike Butters &#8211; Paul<br />
Meagan Good &#8211; Luba</p>
<p>Produziert von Greg Hoffman, Oren Koules, Mark Burg<br />
Label: Kinowelt</p>
<p>Homepage: <a href="http://www.saw5.kinowelt.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.saw5.kinowelt.de</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<genres><![CDATA[SONSTIGE]]></genres>
<wpid>118457</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>RELIGULOUS [Filmkritik Kino]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/religulous-filmkritik-kino/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Arlette Huguenin Dumittan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Nov 2008 14:09:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://vampster.com/news/religulous-filmkritik-kino/</guid>

					<description><![CDATA[<img src=&#34;../../images/cdreviews/RELIGULOUSfilm2008.jpg&#34; border=&#34;0&#34; alt=&#34;multimedia - RELIGULOUS [Filmkritik Kino]&#34; width=&#34;75&#34; align=&#34;left&#34; />Intelligente Fragen, Religionskritik, der Regisseur von &#34;Borat&#34;, eine Prise Michael Moore-Dokumentarfilmtechnik - und das Resultat kann sich sehen lassen...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Religionen mitunter mehr Schaden anrichten, statt Seelenheil bescheren, d&uuml;rfte angesichts des kriegerischen Treibens der Menschheit in Vergangenheit und Gegenwart ein offenes Geheimnis sein. Dass Larry Charles, Regisseur von Borat, keine Tabus kennt, wenn es darum geht, einen Pseudodokumentarfilm zu drehen, ist ebenfalls zu Gen&uuml;ge bekannt. Nun hat sich Larry Charles mit dem bekannten Comedian Bill Maher zusammengetan, um dessen gehegte und gepflegte Religionskritik filmisch unter die Leute zu bringen. </p>
<p>Maher betreibt auf dem amerikanischen Privatsender HBO mit Leidenschaft seine kritische und witzige Polit-Satire-Show Real Time With Bill Maher und zeigt damit seit Jahren, dass es ein anderes Amerika neben demjenigen von George W. Bush gibt und macht keinen Hehl daraus, dass er dank seiner Vergangenheit in einer katholischen Schule das Kiffen den Katholiken vorzieht.</p>
<p>Religulous (eine Kreation aus religious und ridiculous) ist w&auml;hrend seiner gesamten 101 Minuten spritzig, interessant und spannend. Maher erz&auml;hlt aus seinem Leben und provoziert mit seinen intelligenten Fragen manch ungew&ouml;hnliche Reaktion. Dabei kriegen vor allem die drei monotheistischen Weltreligionen t&uuml;chtig ihr Fett weg, Buddhismus, Satanismus und Hinduismus (um nur drei zu nennen) bleiben mehrheitlich unbehelligt. Maher reist von North Carolina nach Florida, von Holland nach Italien und Israel. Im Vatikan und vor der Mormonenkirche in Salt Lake City wird der kritische Fragegeist verjagt, im Bibelvergn&uuml;gungsparkt nur knapp geduldet. Hier l&auml;uft der Amerikaner zur H&ouml;chstform auf und diskutiert lang und breit mit dem dort angestellten Jesusdarsteller.</p>
<p>Obwohl sich Maher sonst&nbsp;am liebsten auf die Hardcorechristen seines Heimatlandes st&uuml;rzt, macht er dieses Mal auch vor Juden und Moslems nicht Halt und konfrontiert sie ebenfalls mit unangenehmen, philosophischen Fragen. Dabei bleibt einem manchmal das Lachen im Hals stecken &#8211; zum einen, weil man bef&uuml;rchtet, dass der sympathische Maher in der n&auml;chsten Sekunde eine reingehauen kriegt. Zum anderen, weil die Ignoranz und &Uuml;berzeugung manch eines Relifizi&ouml;sen tats&auml;chlich Angst macht. Neben Kuriosit&auml;ten (etwa die homosexuelle Islamaktivistengruppe, der kiffende Hanfpriester in Amsterdam, der Astronom des Vatikans oder die christliche Umerziehungsinstitution f&uuml;r Homosexuelle) liefert der Film zahlreiche saftige Pointen und Fragen, &uuml;ber die man auch nach dem Film nachdenken und diskutieren kann.</p>
<p>Maher gibt sich als unbequemer Freigeist und radikaler Agnostiker (frei nach dem Motto: I don`t know and neither do you), der mit seinen Fragen den Anspruch erhebt, die Wahrheit finden zu wollen. Nat&uuml;rlich ist dieser Film weder eine objektive Behandlung des Themas Religion noch wirklich fair gegen&uuml;ber den Befragten &#8211; Borat l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en, wenn auch der Humor von Bill Maher auf einem h&ouml;heren Niveau angesiedelt ist. Das typische wilde Zusammenschneiden von Kriegsbildern und relifizi&ouml;sem Wahnsinn darf ebenfalls nicht fehlen und man merkt vor allem am Ende, dass es dem Humoristen bei allem Lachen eben doch ein ernstes Anliegen ist, die Menschen zum Denken statt zum blinden Glauben zu bringen.</p>
<p>Fazit: F&uuml;r alle kritischen Geister ist Religulous ein Genuss. Richtig lustig und realit&auml;tsnah wird es, wenn man sich mit einem <a href=../../search/show/index.php4?searchString=marduk>MARDUK</a>-Shirt inklusive provokativem Artwork und blutverschmierter Popcornt&uuml;te in den Kinosaal begibt. Fragen &agrave; la Und in welche Kirche gehen Sie? bleiben nicht aus&#8230;</p>
<p>Ver&ouml;ffentlichungstermin: 13.11.2008</p>
<p>Spielzeit: 101:00 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />Regie: Larry Charles<br />Mitwirkenden (u.a.): Bill Maher, Jose Luis De Jesus Miranda, Andrew Newberg<br />Drehbuch: Bill Maher<br />Kamera: Anthony Hardwick<br />Schnitt: Jeff Groth, Christian Kinnard, Jeffrey M. Werner<br />Ton: Jason George, Geoffrey G. Rubay</p>
<p>Produziert von Bill Maher, Jonah Smith, Palmer West<br />Label: Lionsgate</p>
<p>Homepage: <a href=http://www.lionsgate.com/religulous/ target=_blank>http://www.lionsgate.com/religulous/</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118456</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>FAR CRY [Filmkritik Kino]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/far-cry-filmkritik-kino/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 09:04:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[<br /><img src=&#34;../../images/cdreviews/FarCry.jpg&#34; border=&#34;0&#34; alt=&#34;multimedia - FAR CRY [Filmkritik Kino]&#34; width=&#34;75&#34; align=&#34;left&#34; />Alle Mann in Deckung, der boxende Fimemacher Doc Boll hat ein weiteres Computerspiel verfilmt. Erneut wird es wohl nicht ganz f&#252;r die Academy Awards reichen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Doc Boll schl&auml;gt wieder zu. Der ungekr&ouml;nte K&ouml;nig der schlechten Videospiel-Verfilmungen hat sich erneut einem Computerspiel angenommen, dieses Mal hat es den Ego-Shooter und Mega-Seller Far Cry erwischt. Ganz ehrlich, ich respektiere Uwe Boll daf&uuml;r, dass er seine Filme stets komplett selbst finanziert, immer eine ordentliche Besetzung zusammen bekommt und offensichtlich mit seinen Filmen auch stets erfolgreich ist, aber Schoten wie Hous Of The Dead oder Alone In The Dark waren einfach nur furchtbar schlecht. Bei ersterem habe ich nichts anderes erwartet, war doch das Spiel schon nicht gerade ein Fundus f&uuml;r gewitzte Storylines, aber das Ergebnis unterbot selbst die Erwartungen an diesen Film noch. Bei Alone In he Dark wiederum hatte ich &ndash; auch Dank Christian Slater &ndash; ein wenig Hoffnung. Doch auch diese wurde entt&auml;uscht. Nun also Far Cry. Wieder so ein Spiel, bei dem man sich fragt, wo denn da die Story f&uuml;r einen Film herkommen soll. Aber gut, bereiten wir uns auf hirnloses Action-Kino vor und immerhin hat der Film mit Till Schweiger einen wirklichen Top-Darsteller und mit Udo Kier auch eine Ikone des Films zu bieten.</p>
<p> Einen Uwe Boll-Film zu verrei&szlig;en, ist einfach, sehr einfach. Der Doc bietet mit jedem seiner Machwerke einfach so viel Angriffsfl&auml;che, dass es fast schon <em>zu</em> einfach ist. Als ob man einem Kind den Lutscher klauen w&uuml;rde. Und ich meine keine genmanipulierten Zombie-Kinder sondern die 08/15-Variante mit Gebrabbel und voll geschissener Hose. Und wenn ihm alles zu bint wird, l&auml;dt Herr Boll halt seine Kritiker zum Boxkampf ein und f&uuml;hlt sich im Interview dann noch als Sieger, weil keiner drauf eingegangen ist. Die Kritiker sind nicht fern geblieben, weil Sie nach erneuter Betrachtung das Genie hinter deinen Filmen doch erkannt haben Uwe. Nein, wirklich nicht. </p>
<p> Kommen wir also zu Far Cry, dem neuesten Auswurf des nimmerm&uuml;den Herrn Doktor Boll. Die Story ist schnell erz&auml;hlt. Jack Carver, Ex-Soldat, wird von der Reporterin Valerie angeheuert, sie auf eine Insel zu bringen, wo der b&ouml;se Dr. Krieger fiese Experimente macht, um den genmanipulierten Super-Soldaten zu erschaffen. Klappt soweit auch ganz gut, bis auf die Tatsache, dass den Killermaschinen nat&uuml;rlich jegliches Denkverm&ouml;gen fl&ouml;ten geht und sie letztendlich ausbrechen und alles zu Klump hauen. Mittendrin Valerie und Jack sowie der Essenslieferant Emilio, den Jack mal eben zwischendurch aufgelesen hat und der wohl das kom&ouml;diantische Element darstellen soll. Dabei kommen dann derma&szlig;en flache und erzwungene Witze raus, dass man wirklich lacht &ndash; vor schierer Verzweiflung. Und diese Dialoge und Oneliner. Wow. Ich gehe ja generell nicht mit der Erwartung in einen Actionfilm, dass mir in den Dialogen die gro&szlig;e Kunst der Poesie n&auml;her gebracht wird. Mein Favorit gleich zu Beginn, als junge Soldaten im Wald unwissentlich zu Versuchskaninchen des Dr. Krieger werden. Der junge Soldat: Eine Wegfahrsperre. Jemand will nicht, dass wir weg fahren. Wow, der hat studiert. Aber Gott sei Dank wird gleich darauf geballert, so dass man sich nicht mehr mit derlei rhetorischen Meisterleistungen abgeben muss. Die Actionszenen sind zum Teil gar nicht mal &uuml;bel. Die Anfangsszene mit den Soldaten im Wald ist nett geschnitten, auch wenn man leider die entscheidenden (= blutigen) Details nicht zu sehen bekommt. Die Verfolgungsjagd per Auto durch den Dschungel geht auch noch in Ordnung, die sp&auml;teren Kampfszenen sind aber leider v&ouml;llig undynamisch und somit misslungen. Und au&szlig;erhalb der Action wird es sowieso zu jeder Zeit verdammt d&uuml;nn. Alles wirkt irgendwie bem&uuml;ht, gek&uuml;nstelt und so werden selbst einige wenige Ans&auml;tze zu netten Jokes in den Sand gesetzt. Selbst Till Schweiger, der ja eigentlich kein schlechter Schauspieler ist, bleibt hier meilenweit unter dem, was er durchaus zu leisten im Stande ist. Und auch Udo Kier hat man schon deutlich &uuml;berzeugender gesehen. </p>
<p> Fazit: Nichts gegen hirnloses Geballer aber dann sollten wenigstens die Jokes lustig, die Spr&uuml;che cool und die K&auml;mpfe gut choreographiert sein. All das fehlt Far Cry aber leider und so wird dieser Film zu einem weiteren klassischen Uwe Boll-Film, bei dem man sich als Filmfan wirklich nur fragen kann, wie dieser Mann es immer wieder schafft, seine Filme zu finanzieren und vor allem immer wieder durchaus hochkar&auml;tige Schauspieler vor die Kamera zu bekommen. Respekt Herr Doktor. </p>
<p>Ver&ouml;ffentlichungstermin: 02.10.2008</p>
<p>Spielzeit: 94min Min.</p>
<p>Line-Up:<br />Produktion und Regie: Uwe Boll</p>
<p> Drehbuch: Michael Roesch, Peter Scheerer und Masaji Takei</p>
<p> Darsteller:<br /> Till Schweiger &ndash; Jack Carver<br /> Emmanuelle Vaugier &ndash; Valerie Cardinal<br /> Udo Kier &ndash; Dr. Lucas Krieger<br /> Natalia Avelon &ndash; Katia Chernov<br /> Michael Pare&acute; &ndash; Paul Summer<br /> Craig Fairbrass &ndash; Jason Parker<br /> Ralf Moeller &ndash; Max Cardinal<br /> Chris Coppola &ndash; Emilio</p>
<p>Produziert von Uwe Boll<br />Label: Twentieth Century Fox</p>
<p>Homepage: <a href=http://www.farcry-film.de/ target=_blank>http://www.farcry-film.de</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118455</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>PRINZ KASPIAN VON NARNIA (Filmkritik)</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/prinz-kaspian-von-narnia-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Aug 2008 15:37:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Manchmal mu&#223; man im Leben Dinge tun, um mitreden zu k&#246;nnen. &#34;Die Chroniken von Narnia&#34; sind so ein Fall: Auch, wenn s&#228;mtliche seiner Bekannten die erste Verfilmung der Saga nach C. S. Lewis unisono schrecklich fanden, l&#246;ste der gnadiator nun halt auch mal ein Kinoticket und ging guter Dinge den zweiten Streich &#34;Prinz Kaspian von Narnia&#34; gucken.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Verzweifelt ist Hollywood auf der Suche nach einem dollarschweren Nachfolgemodell zu Peter Jacksons erfolgreicher Verfilmung von J.R.R. Tolkiens Kultbuch Der Herr der Ringe. Ein hei&szlig;er Kandidat: Die Chroniken von Narnia nach den sieben Romanen des britischen Schriftstellers und Tolkien-Epigonen C. S. Lewis, der ein wenig schneller publizierte als sein ber&uuml;hmter Zeitgenosse, Kollege und Freund (durch Tolkien fand Lewis zum christlichen Glauben, sp&auml;ter zerstritt man sich, als dieser dem Narnia- Sch&ouml;pfer dringend davon abriet, seine Freizeitfantastereien zu ver&ouml;ffentlichen).</p>
<p>Die Handlung des zweiten Leinwand-Abenteuers Prinz Kaspian von Narnia ist bereits in den ersten Filmminuten erz&auml;hlt: Dem penetrant &auml;in&auml;n unmoglisch&auml;&auml;&auml;n osteurop&auml;isch&auml;&auml;&auml;n Dial&auml;kt sprrr&auml;ch&auml;nd&auml;n Bos&auml;&auml;&auml;wicht Miraz wird ein Sohn geboren. Noch in derselben Nacht versucht er, seinen Neffen, den rechtm&auml;&szlig;igen Thronfolger Prinz Kaspian, ermorden zu lassen. Doch der sch&ouml;ne J&uuml;ngling entschwindet in die W&auml;lder, wo das unterdr&uuml;ckte Volk der Narniaren lebt. Mit einer vereinten Armee unter Anf&uuml;hrung von vier K&ouml;nigskindern aus der Zukunft(!) und einem heiligen L&ouml;wen(!!) geht es daran, den fiesen Onkel zur Strecke zu bringen.</p>
<p>Noch dreister geklaut als in diesem Herr der Ringe f&uuml;r Arme geht gar nicht! In der &uuml;berlangen, v&ouml;llig sinn- und spannungsfreien Buchadaption treffen die Gef&auml;hrten &hellip; Verzeihung: die Geschwister Pevensie (w&uuml;rde man den L&ouml;wen durch einen Hund ersetzen, dann k&ouml;nnten es gut und gerne auch Enid Blytons F&uuml;nf Freunde sein) auf einen ganzen Fantasy-Recyclinghof. Das Auenland hei&szlig;t hier Narnia, in dem die klassische Mantel- und Degen-Romantik auf pseudoreligi&ouml;se Erl&ouml;sungssymbolik und das einschl&auml;gig-verd&auml;chtige Fabelwesen-Personal trifft. </p>
<p>Die lustige Musketier-Maus wurde als Filmfigur eins zu eins aus Shrek kopiert (wen wundert&acute;s, is&acute; der gleicher Regisseur), die Rolle von Simba &#8230; Korrektur: Von Aslan dem L&ouml;wen k&ouml;nnte gut und gerne auch der Gl&uuml;cksdrache Fuchur aus Wolfgang Petersens unvergessen-widerlicher Die Unendliche Geschichte-Verfilmung &uuml;bernehmen. Robin Hood l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en, das nervt&ouml;tende Finale mit zehntausend Verabschiedungen h&auml;tte Peter Jackson nicht lahmer hinbekommen.</p>
<p>Gro&szlig;r&auml;umig meiden, diesen christlich verbr&auml;mten Vollschmarrn.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118454</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>THE DIXIE CHICKS: Shut up &#038; Sing</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/the-dixie-chicks-shut-up-sing/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Aug 2007 17:17:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Diese Doku hat mit Metal erst mal nix zu tun...und zeigt uns doch mal wieder auf, wie seltsam dieser ganze Musikzirkus doch so oft läuft...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir schämen uns, dass der Präsident der Vereinigten Staaten aus Texas stammt — eigentlich eine Belanglosigkeit, die DIXIE CHICKS-Sängerin Natalie Maines bei einem Auftritt in London über die Lippen kommt. Die stramm auf patriotischem Kriegskurs segelnde Heimat sieht das anders: Verräter und Schlampen sind noch die freundlichsten Beleidigungen, die der bis dato erfolgreichsten Frauenband der jüngeren US-Geschichte aus rechtskonservativen Kreisen entgegenschlagen. Die drei Musikerinnen reagieren entsetzt, entschuldigen sich prompt &#8211; und werden trotzdem boykottiert. Wenig später bricht der 2. Irak-Krieg los, zu Hause in Amerika zerstören stramme Südstaatler öffentlich CDs des harmlosen Mädchen-Dreiers. Die US-Country-Radiosender nehmen ihre Musik landesweit aus dem Programm.</p>
<p>Shut Up &#038; Sing zeichnet die Geschichte einer leidlich interessanten US-Mainstream-Countrykapelle nach, die im Frühjahr 2003 dank einer Lapalie zum Politikum wurde. Doch man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben: Als frischgebackene Mütter mit mächtig viel Wut im Bauch (und dem genialen Produzentenguru Rick Rubin im Hintergrund) drängen die Bangles des Country-Pop zurück ins Rampenlicht. Der runderneuerte Sound kann kommerziell zwar nicht an alte Erfolge anknüpfen, zumindest jedoch bei den Kritikern punkten.</p>
<p>Drei Jahre lang haben Cecilia Peck und Barbara Kopple die DIXIE CHICKS und den sie umgebenden Zirkus aus Managern, Beratern und Klugscheißern begleitet. Leider weiß man bei ihren sauber eingefangenen und clever montierten Bildern nie, was echt und was inszeniert ist. Gefühlt wirkt hier viel getrimmt, scheinen die Damen bis zum tränenreichen Finale stets perfekt gestylt und in Szene gesetzt. Was Shut Up &#038; Sing in verdächtige Nähe von jenen semi-kritischen Popumentarys rückt, wie man sie von MTV &#038; Co. kennt.</p>
<p>Als Lehrfilm in Sachen Musikgeschäft und Medienrummel ist der Streifen zumindest ganz brauchbar. Richtig auf ihre Kosten kommen hier jedoch vor allem DIXIE CHICKS-Fans und <a href=http://www.vampster.com/search/show/index.php4?searchString=Michael+Moore>MICHAEL MOORE</a>-Anhänger.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118453</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>28 WEEKS LATER [Filmkritik Kino]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/28-weeks-later-filmkritik-kino/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jun 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://vampster.com/news/28-weeks-later-filmkritik-kino/</guid>

					<description><![CDATA[<br><img src=../../images/cdreviews/28WEEKSLATER.jpg align=left width=75 alt=&#34;multimedia - 28 WEEKS LATER [Filmkritik Kino]&#34;>Die Wut-Zombies sind wieder los. Gelungene Fortsetzung des großartigen 28 DAYS LATER.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>2002 landete Regisseur Danny Boyle mit 28 Days Later, einem Drehbuch aus der Feder von Alex Garland einen Volltreffer. Der intelligent gemachte Horror Schocker überzeugte nicht nur durch brachiale Schockeffekte und literweise Blut, sondern auch und vor allem durch die hintergründige Botschaft: Wozu sind Menschen unter Extrem-Situationen in der Lage? Was könne sich Menschen gegenseitig antun? Nun, fünf Jahre später steht mit 28 Weeks Later die Fortsetzung in den Startlöchern. Diesmal überließ Danny Boyle, der vor kurzem mit Sunshine eher wenig Begeisterung bei mir auslöste, den Regiestuhl dem Spanier Juan Carlos Fresnadillo. Auch das Drehbuch wurde nicht mehr vom Original-Drehbuchschreiber geschrieben, wobei sowohl Boyle als auch Garland daran mitgearbeitet haben. </p>
<p>Die Story des zweiten Teils spielt, wie der Titel es andeutet, ein gutes halbes Jahr nach dem Ausbruch des Wut-Virus in England. Die Vereinten Nationen haben unter der Führung der US-Armee das Virus wie es scheint mehr oder weniger unter Kontrolle gebracht. Der letzte Infizierte ist vor vielen Monaten gestorben und jetzt läuft der Wideraufbau und die Reinigung. Die Leichen der Infizierten werden verbrannt und die Überlebenden in einen abgesperrten Bezirk in London gebracht. Dort lebt auch Don, der den Infizierten entkommen konnte, aber seine Frau wenig heldenhaft zurück gelassen hat. Er nimmt seine beiden Kinder, die ebenfalls überlebt haben, in Empfang und überbringt ihnen die traurige Nachricht vom Tod ihrer Mutter. Seine unrühmliche Rolle hierbei lässt er geflissentlich unter den Tisch fallen. Die Dinge ändern sich, als seine beiden Kinder Andy und Tammy ausbüxen, um zu ihrem alten Haus, mitten im Sperrgebiet zu gehen und dort ein paar persönliche Dinge abzuholen. Sie treffen auf ihre tot geglaubte und ziemlich verstörte Mutter. Diese scheint immun gegen das Virus zu sein, trägt sie es doch in sich, ohne die üblichen Symptome zu zeigen. Dass sie immun ist, heißt natürlich nicht, dass sie nicht in der Lage ist, andere mehr oder weniger versehentlich zu infizieren. Der langen Rede kurzer Sinn: Kurz nachdem Mama gefunden wird ist auch schon der erste Neuinfizierte unterwegs und verbreitet die Seuche wie ein Lauffeuer. Die aufkommende Panik macht es für die Armee nicht wirklich einfacher die Situation unter Kontrolle zu bringen, und somit ändern sich die Befehle recht zügig von Schießt nur auf die Infizierten zu Schießt auf alles, was sich bewegt. Die junge Armee-Ärztin Scarlet versucht in all dem Chaos die beiden  Kinder in Sicherheit zu bringen, da sie in ihrer DNA, die eventuell &#8211; wie die ihrer Mutter &#8211; immun gegen das Virus ist, die einzige Hoffnung gegen das Virus sieht. Unterstützung erhält sie von Doyle, einem Scharfschützen, der im ganzen Chaos auch lieber überleben will, anstatt Befehle zu befolgen.  </p>
<p>Der Hintergrund für ein neuerliches Blutbad ist also gelegt. Wie schon der Vorgänger, spart 28 Weeks Later nicht an Blut. Wie es sich für einen guten Zombie-Film gehört, wird ordentlich gemetzelt, auch wenn das Blutvergießen zumindest in der Szene in der Harrold Lost Perrineau mit seinem Helikopter-Rotor ala Braindead durch die Infizierten mäht, schon ein wenig in Richting Fun-Splatter abdriftet. Auch ansonsten geling es den Filmemachern nicht ganz so gut wie beim ersten Teil, den Zuschauer wirksam zu terrorisieren. Klar, auch Teil Zwei hat jede Menge Schock-Momente, reicht aber nicht an den großen Vorgänger heran. Muss er auch gar nicht, denn an sich ist 28 Weeks Later2 ein guter Film und durchaus eine gelungene Fortsetzung. Dieses Mal steht das rücksichtslose Vorgehen der Armee im Fokus. Ob man hier Parallelen zu aktuellem Krieggeschehen ziehen wollte? Man möchte es fast meinen und wenn dann die Kamera beim Besuch des alten Hauses der Familie noch einen Moment auf das NOFX-The War On Errorism-Poster in Tammys Zimmer hält, ist man sich dieser Sache schon ziemlich sicher. Erneut herausragend ist die musikalische Untermalung von John Murphy, der auch schon den Vorgänger soundtrack-technisch veredelte. Alles in allem ist 28 Weeks later also durchaus ein empfehlenswerter Film für Genre-Fans. </p>
<p>Veröffentlichungstermin: 19.07.2007</p>
<p>Spielzeit: 99min Min.</p>
<p>Line-Up:<br />Robert Carlyle – Don<br />
Rose Byrne – Scarlet<br />
Jeremy Renner – Doyle<br />
Harrold Perrineau – Flynn<br />
Imogen Poots – Tammy<br />
Mackintosh Muggleton – Andy<br />
Catherine McCormack – Alice</p>
<p>Regie: <br />
Juan Carlos Fresnadillo</p>
<p>Drehbuch:<br />
Rowan Joffe, Juan Carlos Fresnadillo, Jesus Olmo, Enrique Lopez Lavigne</p>
<p>Produziert von Danny Boyle &#038; Alex Garland<br />Label: Fox Atomic</p>
<p>Homepage: <a href=http://www.28weekslater-derfilm.de target=_blank>http://www.28weekslater-derfilm.de</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118452</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>FLUCH DER KARIBIK 3: Am Ende der Welt [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/fluch-der-karibik-3-am-ende-der-welt-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 May 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Noch mal schnell austreten vor dem nachtfüllenden Kino-Epos ... und peng: Du bist der einzige ohne Kostüm auf der gut frequentierten Toilette. Allein unter Piraten oder was?!!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwo ist es nachvollziehbar, wenn die ältere Kinogeneration nicht so recht warm wird mit diesem Jack Sparrow, seines Zeichens Pirat, Kapitän der Black Pearl und Held der Disney-Saga „Pirates Of The Caribbean“. Zu weich, zu linkisch, zu tuntig scheint dieser Johnny Depp, als dass er ein Publikum ernsthaft beeindrucken könnte, das mit Errol Flynn und Burt Lancaster über die sieben Weltmeere gesegelt ist.</p>
<p>Doch ähnlich, wie Depp schon 1995 in Jim Jarmuschs „Dead Man“ dem klassischen Western eine neue, höchst eigenwillige Sichtweise abtrotzte, schaffte es 2003 auch der erste Teil von „Fluch der Karibik“, dem Piratenfilm-Genre frischen Wind einzuhauchen. Wobei das weniger der soliden Regie von Gore Verbinski zu verdanken war als Johnny Depp selbst, der seine Sichtweise der Heldenfigur erst gegen die mächtigen Disney-Studiobosse durchboxen musste. Mit Erfolg: Sparrow ist längst eine neue Leinwand-Ikone, der sich jetzt im dritten Teil noch exzentrischer, noch abgedrehter und zwischendrin schon fast psychedelisch („Jetzt werden wir schon von einem Stein verfolgt – das hatten wir auch noch nie!“) präsentiert, den Film aber dennoch nie zu seinem Solostück umfunktioniert. Im Gegenteil: Depp macht sich rar. Taucht erst nach einer guten halben Stunde zum ersten Mal auf und hält sich auch den Rest des Reigens über sehr im Hintergrund.</p>
<p>Aber Gott sei Dank ist ja sonst jede Menge geboten, wird zum Abschluss der Trilogie noch mal das volle Programm aufgefahren. Teil 2 (2006) war nix, beschränkte sich darauf, die Geschichte des ersten Films selbstverliebt noch einmal zu erzählen. Doch mit Teil 3 „Am Ende der Welt“ wird die Fangemeinde nun final versöhnt. Und: Der Kreis schließt sich.</p>
<p>Von einem gigantischen Kranken verschlungen findet sich Sparrow im Jenseits wieder. Derweil machen sich Will Turner (Orlando Bloom) und Elizabeth Swann (Keira Knightley) mit ihrem einstigen Gegenspieler Captain Barbossa (Geoffrey Rush) auf, eine internationale Piratenkonferenz einzuberufen, um Jack zurück ins Leben zu holen. Die verhasste East India Trading Company wiederum hat sich mit dem Fliegenden Holländer Davy Jones (Bill Nighy) zusammengetan und an die Fersen der Helden geklemmt &#8230;</p>
<p>Starke Schauspieler, opulente Bilder, wahnwitzige Spezialeffekte, pointierte Gags, blitzsauberes Timing, ein ergreifender Score (Altmeister Hans Zimmer) und schreiend witzige Gastauftritte (<a href=http://www.vampster.com/search/show/index.php4?searchString=rolling+stones>ROLLING STONES</a>-Gesichtsruine Keith Richards als Piratenpapa mit Totenkopfring) sorgen für Kurzweil auf Deck. Das ist großes Kino, da kommt keine Flaute auf &#8211; trotz satter Überlänge (170 Minuten) und einer reichlich diffusen Handlung, die sich vor allem davon nährt, dass hier jede und jeder eigene Ziele verfolgt und sich die Zweckbündnisse in dieser ewigen Zwangsgemeinschaft quasi im Minutentakt ändern. So geht es mit dem längst lieb gewonnenen Piratenpersonal über das Eismeer, durch die Wüste und über den Rand der Erdenscheibe. Und bei so viel Bewegung bleibt sogar für die obligatorische Lovestory – gerne auch mal Sand im gut geschmierten Action-Getriebe – bemerkenswert wenig Platz.</p>
<p>Das Ergebnis ist ein einziger Bilderrausch: ein kauziger Abenteuertrip mit starkem Fantasy-Einschlag und gepflegtem, familientauglichen Piratengrusel. Oder anders ausgedrückt: Zum Finale noch mal alles richtig gemacht. Mit Verlaub, Herr Kapitän: So macht Popcornkino Spaß!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118451</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>FULL METAL VILLAGE</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/full-metal-village/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://vampster.com/news/full-metal-village/</guid>

					<description><![CDATA[Wacken erhält den feuilletonistischen Ritterschlag - wer hätte das gedacht?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wenig schräg geguckt haben die Macher des <a href=http://www.vampster.com/search/show/index.php4?searchString=ignite>WACKEN+OPEN+AIR</a> schon, als Sung-Hyung Cho um eine Drehgenehmigung bat — kommt die junge Südkoreanerin doch gar nicht aus der Szene, geschweige denn aus dem sonst so gerne in sich geschlossenen Heavy Metal-Mikrokosmos. Nun hat ihr einfühlsames Dorfporträt Full Metal Village tatsächlich den renommierten Max Ophüls-Preis gewonnen. </p>
<p>Um das Festival &#8211; das größte seiner Art in Europa, vielleicht der ganzen Welt &#8211; geht es in dem Dokumentarfilm jedoch nur am Rande. Sung-Hyung Cho interessiert die Bevölkerung in diesem verschlafenen 1900-Seelen-Kaff hoch droben im Norden vorbei an Hamburg und dann noch mal ein ganzes Stück hinter Itzehoe auf dem platten Land, in das jeden Sommer 60.000 Heavy Metal-Fans aus aller Welt einfallen. Wie ticken die Menschen da oben? Wie gehen sie damit um, wenn die Schwarzen, die Satanisten anrücken? Und was treiben sie den Rest des Jahres über?</p>
<p>Weil die guten Geschichten bekanntlich auf der Straße liegen, die 41-Jährige die richtigen Fragen stellt und auch ihr Kameramann Marcus Winterbauer den Blick für das Wesentliche hat, funktioniert dieser selbst ernannte Heimatfilm auf ganzer Linie. Die Offenheit der Eingeborenen ist umwerfend: Sung-Hyung Cho besucht Wirtshaus und Wohnzimmer, spricht mit Teenagern über die Tristesse auf dem Land, erfährt den Unterschied zwischen Kuh und Kalb und Bulle und Ochse und dass man als Geistlicher früher hierher strafversetzt wurde. Und ist live dabei, wenn sich das Dörfchen für den Ansturm rüstet, das Kriegerdenkmal abgesperrt und das Ortsschild &#8211; Königstrophäe der Schlachtenbummler &#8211; abmontiert wird. </p>
<p>Man darf dem Geld nicht nachlaufen, man muss ihm entgegengehen, erklärt Bauer Trede und spricht von der Biogasanlage hinter seinem Haus. Wer wagt, gewinnt &#8211; die Formel gilt natürlich auch für das Open Air, das die Gemeinde weltberühmt gemacht hat. Heute ernährt das Musikspektakel das halbe Dorf. So gesehen ist Full Metal Village auch ein Film über ein deutsches Erfolgsmodell, der aber die Kehrseite nicht ausspart: Norbert war einst Mitbegründer, stieg jedoch aus, als 1994 mit den BÖHSEN ONKELZ das erste Schwergewicht verpflichtet wurde und die Veranstalter zur Sicherung der Künstlergage Hypotheken aufnahmen. Heute bereut er es: er ist arbeitslos, sein Sohn trägt ein Made in Wacken-Shirt. Hier passt wirklich alles zusammen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118450</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>SPIDER-MAN 3</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/spider-man-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 May 2007 09:30:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Leinwand-Saga um den coolsten aller Marvel-Superhelden geht in die dritte Runde ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wohl dem, der seiner Flamme mal eben kurz ein lauschiges Liebesnetz in den Wipfeln der Bäume spinnen kann. Peter Parker alias Spider-Man weiß, wie’s geht: Er packt sich seine Mary Jane (schön blass: Kirsten Dunst) hinten auf’s Moped, und schon geht es raus aus der Stadt ins Grüne, wo man verträumt in der selbstgesprühten Hängematte die Sternschnuppen zählt. Doch da ist noch Highschool-Kumpel Harry Osborn (James Franco), dessen Vater der Grüne Kobold war, den der Netzschwinger im ersten Teil zur Strecke gebracht hat. Osborn kennt Parkers Geheimnis. Als er in die Fußstapfen seines Papas tritt und Rache an Spider-Man üben will, prügeln sich die einstigen Weggefährten munter durch die Häuserschluchten von New York City &#8211; in einem derart rasanten Tempo, dass das Auge kaum mehr folgen mag. Doch es kommt noch dicker: Sandman alias Flint Marko (irre gut animiert: Thomas Haden Church), der in Teil 1 Peters Onkel Ben umgebracht hat, und Venom, Spider-Mans fieser schwarzer Zwilling, treten an, um New York &#8230; na, Ihr wißt schon.</p>
<p>Soweit zwei von gefühlten zwanzig Handlungssträngen im dritten Teil der Saga um The Amazing Spider-Man, und man darf getrost konstatieren: Es wird immer verworrener. Und immer doofer. Ein Großteil der diesmal äußerst länglichen 140 Minuten geht drauf für endloses Gelaber über Schuld und Sühne, Rache, Sehnsüchte, Karriere, Beziehungsfrust, Familienbanden &#8211; da stöhnt der Kinosaal nicht nur auf, wenn sich der Mann im knallbunten Ganzkörperkondom (rot und blau ist dem Kaspar sei’ Frau) vor dem Sternenbanner in Pose wirft. Doch derartige patriotische Schützenhilfe in politisch harten Zeiten ist ja längst fester Teil der Außenpolitik Hollywoods, die nur im alten Europa nicht so richtig ankommt.</p>
<p>Aber auch als Rächer steckt Spidey mächtig in der Krise: Zum einen steigt ihm sein wachsender Ruhm zu Kopf, zum anderen nimmt er zunehmend private Probleme mit auf die Arbeit – und schafft sich so sein böses Alter-Ego Venom. Wirkliche Tiefe gewinnt die Spinne trotz dieses Bündels an allzu menschlichen Verhaltensmustern nicht – zumindest nicht auf der Leinwand. </p>
<p>Dort macht Tobey Maguire als latent-trotteliger Normalo Peter Parker noch immer eine gute Figur, doch abgesehen von einer Handvoll witziger Szenen ist im dritten Teil erschreckend viel Leerlauf am Start. Das omnipräsente sinnfreie Gequatsche geht auf Kosten der (noch sinnfreieren) Action und zeigt überdeutlich auf, wie inhaltlich dürftig das ganze Marvel-Comicuniversum trotz all der rührigen Interpretationsversuche des Fandoms doch ist. </p>
<p>Nach dem anständigen zweiten Teil verzettelt sich Regisseur Sam Raimi (The Evil Dead) diesmal hoffnungslos in den zahlreichen Nebenhandlungen, liefert zum Teil haarsträubende Erklärungsansätze ab und legt unterm Strich eine verworrene, aufgeblasene und vor allem sagenhaft langatmige Geschichte vor, in der am Ende nicht mal mehr die wahnwitzigen Spezialeffekte zünden. Selten so gelangweilt im Kinosessel.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118449</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>300 [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/300-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jutze]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Apr 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[<br><img src=../../images/cdreviews/300film.jpg align=left width=75 alt=&#34;multimedia - 300&#34;>In diesem Film werden sämtliche Heavy Metal-Songtexte über antike Schlachten, Schwertkämpfe, Freiheit, Ruhm und Ehre zum Leben erweckt, und zwar auf eine dermaßen überstilisierte und fesselnde Art, dass MANOWAR, HAMMERFALL und Kollegen nicht einfach nur blass, sondern geradezu lächerlich wirken.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die spartanische Filmkritik: In diesem Film werden sämtliche Heavy Metal-Songtexte über antike Schlachten, Schwertkämpfe, Freiheit, Ruhm und Ehre zum Leben erweckt, und zwar auf eine dermaßen überstilisierte und fesselnde Art, dass <a href=http://www.vampster.com/search/show/index.php4?searchString=manowar>MANOWAR</a>, <a href=http://www.vampster.com/search/show/index.php4?searchString=HAMMERFALL>HAMMERFALL</a> und Kollegen nicht einfach nur blass, sondern geradezu lächerlich wirken.</p>
<p>Eigentlich sollte diese Zusammenfassung völlig ausreichen. Ach so, die Handlung! Griechenland, 480 v. Chr.: Spartas König Leonidas (Gerard Butler) trotzt mit 300 (beneidenswert durchtrainierten) Soldaten einem zahlenmäßig weit überlegenen persischen Invasionsheer. Das ist im Prinzip auch schon alles, was man wissen muss. Wer blutige (aber nicht blutrünstige) Unterhaltung sucht, sollte sich schleunigst auf den Weg ins Kino machen!</p>
<p>Immer noch nicht genug? Mh. Für Kenner des Comics von Frank Miller und Lynn Varley sei angemerkt, dass die Geschichte nahezu Bild für Bild umgesetzt wurde. Zusätzlich wurde noch Handlungsstrang um Leonidas´ Frau Gorgo (Lena Headey) eingeflochten, der wesentlich zielsicherer und überzeugender umgesetzt wurde als etwa das Politikgefasel in den drei Star Wars-Prequels. An diesem sowie an anderen Punkten werden die Meinungen über den Film sicherlich auseinandergehen. Aber am Ende sollten sich alle einig sein, dass Butler als Leonidas Arsch tritt wie kein anderer Leinwandheld vor ihm. Die Originalfassung ist dabei der deutschen Synchronisation vorzuziehen, da die Originalstimmen von Butler und besonders von Headey wesentlich natürlicher und überzeugender klingen.</p>
<p>Manch einer mag nach der Message des Films fragen. Dazu gibt es herzlich wenig zu sagen, da diese genau so tiefgründig ist wie die eingangs erwähnten Metal-Songtexte. Auf den ersten Blick übersieht man vielleicht, dass die ganze Filmgeschichte von Dilios (David Wenham) erzählt wird, dem einzigen Überlebenden der 300. Das erklärt die verklärte Darstellung und ermöglicht außerdem eine atemberaubende Schlussszene. Und Apropos Schluss: Jetzt ist wirklich Schluss, denn der Film wirkt noch besser, wenn man vorher nicht schon jedes Detail kennt.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 05.04.2007</p>
<p>Spielzeit: 117:00 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />Gerard Butler: König Leonidas<br />
Lena Headey: Königin Gorgo<br />
Dominic West: Theron<br />
David Wenham: Dilios</p>
<p>Produziert von Mark Canton, Bernie Goldmann, Gianni Nunnari, Jeffrey Silver<br />Label: Warner Bros. Pictures</p>
<p>Homepage: <a href=http://www.300-derfilm.de target=_blank>http://www.300-derfilm.de</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118448</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>THE HILLS HAVE EYES 2 [Filmkritik Kino]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/the-hills-have-eyes-2-filmkritik-kino/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Mar 2007 20:18:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[<br><img src=../../images/cdreviews/TheHillsHaveEyes2.JPG align=left width=75 alt=&#34;multimedia - THE HILLS HAVE EYES 2 [Filmkritik Kino]&#34;>Teil zwei der lustigen Mutantenhatz kommt vom Gore- und Unterhaltungslevel nicht ganz an den Vorgänger heran, bleibt aber ein unterhaltsamer Film.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Letztes Jahr machte sich Regisseur Alexandre Aja an das Remake von Wes Cravens 1977er Horrorstreifen The Hills Have Eyes und reihte sich somit brav in die Reihe der Widerverwerter bewährten Stoffes ein. Man muss ihm für sein Werk gute Arbeit bescheinigen. Der Wüstentrip der Carter-Familie um die bezaubernde Emilie de Ravin (LOST) entpuppte sich zur blutigen Tour-De-Force, die trotz teilweise knallharter Szenen und damit verbundener FSK18-Freigabe erfolgreich genug war, um eine Fortsetzung zu gewährleisten. Besonders hervor tat sich der Film durch die &#8211; selbst für Horrorfilm-Charaktere &#8211; teilweise unbeschreibliche Dummheit einiger Protagonisten, was den Film allerdings nicht weniger sehenswert machte. Nun, fast auf den Tag genau ein Jahr später kommt auch der zweite Teil in die deutschen Kinos. Bei diesem handelt es sich allerdings nicht um ein Remake des ursprünglichen zweiten Teils von 1985, sondern um ein komplett neues Drehbuch aus der Feder von Wes Craven und dessen Sohn Jonathan. Keiner der Überlebenden aus Teil 1 taucht hier wieder auf, was natürlicher ärgerlicherweise heißt, dass man auf Emilie de Ravin verzichten muss. Den blondes Babe-Part übernimmt dafür die hierzulande bisher noch unbekannte Jessica Stroup. </p>
<p>Aber der Reihe nach: Nach der kurzen Einleitungssequenz, die eine ans Bett gefesselte Frau beim Gebären eines kleinen Jung-Mutanten zeigt, geht es mal wieder in die Wüste. Ein Forscher-Team ist gerade in der Mitte einer Arbeit eines Projekt, als &#8211; man ahnt es kaum &#8211; die Mutanten-Bande über sie herfällt und relativ kurz, aber sicher nicht schmerzlos ihren Herrschaftsanspruch auf dieses malerische Stück Staub geltend macht. Das erste Blut ist verspritzt, Szenenwechsel. Nun verschlägt es uns ins ferne Kandahar, wo ein kleiner Trupp junger Rekruten sich gegen böse Araber zur Wehr setzt. Ja, die Cravens lieben das Spiel mit dem Klischee. Schon schnell stellt sich das Ganze als Trainingsmission heraus. Die Nachwuchs-Heimatschützer stellen sich dabei so unbeschreiblich dämlich an, dass es vom Sergeant erst mal ordentlich eins auf die Mütze gibt. Dann folgt eine neue Beschäftigungstherapie. Ab in die Wüste und Nachschub an ein Forschungsteam der Armee liefern. Dass keiner mehr da ist, als die Nationalgardisten eintreffen, muss wohl nicht erwähnt werden. Und ab hier nimmt die Geschichte den erwarteten Verlauf. Nach dem Zehn kleine Negerlein-Prinzip wird die Truppe langsam aber sicher dezimiert. Hervorragend ausgebildete, junge Soldaten mit automatischen Waffen gegen tumbe Mutanten mit Stöcken und Steinen? Klingt nach einer klaren Sache, oder? Fast&#8230; Denn abgesehen davon, dass sich das Mutantenpack als äußerst resistent gegen Gewalt und erschreckend gut organisiert erweist, helfen die jungen Rekruten durch Dummheit, die selbst jene von Papa Carter im ersten Teil in den Schatten stellt, bereitwillig bei der eigenen Dezimierung mit. Da lässt man die Waffen unbeaufsichtigt liegen, trennt sich so häufig wie nur irgend möglich und, wenn gar nichts mehr hilft, schießt man sich halt gegenseitig über den Haufen. Zwischendurch gibt es immer wieder mal ein paar markige Sprüche und ansonsten natürlich ordentlich Blut und Gedärme. So will es die Zielgruppe und so bekommt sie es auch. </p>
<p>Wer hier clever aufgebaute Spannungsbögen oder subtilen Horror erwartet, ist ungefähr so falsch wie als Prog-Rocker auf einem <a href=http://www.vampster.com/search/show/index.php4?searchString=napalm+death>NAPALM DEATH</a>-Konzert. Dafür gibt es Schock-Effekte, die man zwar teilweise auch schon so früh kommen sieht, wie den Sonntagsbesuch in Holland, die aber dadurch kaum an Effektivität verlieren. Abgehackte Gliedmaßen, eingeschlagene Schädel und die schon in Teil 1 obligatorische Vergewaltigung. Nein, für schwache Nerven ist dieser Film sicherlich nichts. Was das Gore-Level angeht, würde ich sagen, dass die Fortsetzung knapp hinter dem ersten Teil durchs Ziel läuft, was auch für den Unterhaltungswert gilt. Mit dem Erstling kann man nicht mithalten, unterhaltsam ist The Hills Have Eyes 2 aber trotzdem. Popcorn-Kino zum Hirn-Ausschalten. Schade nur, dass die Mutanten, im Vergleich zum ersten Teil mit noch weniger Individualität versehen wurden. Zeichneten sich einige der Mutanten aus dem Vorgänger noch durch menschliche Verhaltenszüge und eine gewisse Individualität aus, sind sie hier zu einem Haufen austauschbarer Killermaschinen verkommen. Die einzige Ausnahme ist der, aus unnachvollziehbaren Gründen hilfsbereite Mutant, der aber fünf Minuten später auch schon wieder verschwunden ist. Da hat man wohl den eigenen Fehler bemerkt und wollte doch noch schnell eine menschliche Komponente ins Drehbuch zwängen. Das hätte man sich dann auch sparen können. Aber das sind eben die kleinen Schwächen, die man den Filmemachern als Genre-Fan auch schon mal verzeiht. Wer also schon den ersten Teil ins Herz geschlossen hat, kann sich auch den zweiten Teil ansehen.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 29.03.2007</p>
<p>Spielzeit: 89:00 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />Michael McMillian &#8211; PFC Napoleon Napoli <br />
Jessica Stroup &#8211; PFC Amber Johnson <br />
Daniella Alonso &#8211; PFC Missy <br />
Jacob Vargas &#8211; PFC Crank <br />
Lee Thompson Young &#8211; PFC Delmar <br />
Ben Crowley &#8211; PFC Stump <br />
Eric Edelstein &#8211; Cpl.Splitter <br />
Flex Alexander &#8211; Sgt. Jeffrey Sarge Millstone <br />
Reshad Strik &#8211; PFC Mickey <br />
Michael Bailey Smith &#8211; Hades <br />
David Reynolds &#8211; Hansel <br />
Derek Mears &#8211; Chameleon <br />
Tyrell Kemlo &#8211; Stabber <br />
Jason Oettle &#8211; Letch <br />
Gáspár Szabó – Grabber</p>
<p>Regie:<br />
Martin Weisz</p>
<p>Drehbuch:<br />
Jonathan Craven <br />
Wes Craven</p>
<p>Label: 20th Century Fox / Fox Atomic</p>
<p>Homepage: <a href=http://www.thehillshaveeyes2-derfilm.de target=_blank>http://www.thehillshaveeyes2-derfilm.de</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118447</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>Eragon [Filmkritik Kino]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/eragon-filmkritik-kino/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Arlette Huguenin Dumittan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Dec 2006 14:26:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Schöne Landschaften, schöne Fantasy-Story - das Rezept für einen guten Film?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Dezember und wer in den vergangenen Jahren zu dieser Zeit stets mehr Vorfreude auf den neuesten Teil von Lord of the Rings als auf Weihnachten verspürte, den dürstet es auch dieses Jahr wieder nach einem Epos mit hehren Kriegern, blutigen Schlachten, Schwertern und ordentlich phantastischer Grundatmosphäre. Dieses Jahr verspricht Eragon die übergrosse Lücke zu füllen, welche das Meisterwerk von Peter Jackson hinterlassen hat. Doch haben die Drachen mit ihren Drachenreitern wirklich die Kraft dazu? Oder knechtet der eine Ring auch sie und verteidigt seinen erkämpften Thron?</p>
<p>Vom Prolog an ist klar, dass die Fußstapfen des Ring-Epos mehr als eine Nummer zu groß sind für Eragon. Der Bauernjunge Eragon (Ed Speleers), der in einem unbestimmten, bergigen Land am liebsten mit Pfeil und Bogen jagen geht (Legolas, ick hör` dich trapsen), kommt eines Nachts in Besitz eines blauen Steins, welcher eigentlich dem tyrannischen König Galbatorix (John Malkovich) gehört. Der Stein entpuppt sich bald als Drachenei und der kleine weibliche Drache Saphira ist alsbald geboren und wird zu Eragons Bestimmung. Zusammen mit dem grummligen Brom (Jeremy Irons) macht er sich auf zu den rebellischen Valden, die irgendwo hinter den Bergen, wo auch noch Elfen und Zwerge zu Hause sind, leben und auf die Rückkehr der Drachenreiter und Drachen hoffen. Doch das alles ist schwieriger als es scheint, denn Galbatorix setzt alles daran, die Rebellen zu unterdrücken und Eragon zu töten (da mit seinem Tod auch das Leben seines Drachens zu Ende wäre).</p>
<p>Während also Galbatorix in seinem dunklen, Minas Morgul-lässt-grüßen-Palast sitzt und seine Landkarte anschaut, die wie aus Tolkiens Original herauskopiert scheint, heftet sich sein dunkler Magier Durza an die Fersen von Eragon und Brom. Doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail – obschon die Rolle des Durza vom kompetenten Bösewichtdarsteller Robert Carlyle übernommen wurde (schließlich hat er James Bond schon in The World is not Enough als schmerzunempfindlicher Terrorist das Leben schwer gemacht), kann man sich zeitweise ein Grinsen nicht verkneifen, da der fiese Schattenmagier etwas an Dani Filth nach einer missratenen Rottönung beim Friseur erinnert. </p>
<p>Doch viel schwerer als dies wirken sich andere Faktoren negativ auf Eragon aus. So ist die Filmmusik viel zu lasch und wirkt uninspiriert und der Song von AVRIL LAVIGNE könnte seichter nicht sein. Ed Speleers wirkt als Hauptdarsteller zudem etwas unbeholfen, eine Art junger Luke Skywalker, der jedoch nicht das Charisma eines Mark Hamill besitzt. Jeremy Irons versucht immerhin das beste aus seiner Rolle herauszuholen, doch seine Performance im Ritterfilm <a href=http://www.vampster.com/artikel/show/?id=15978>Kingdom of Heaven</a> war eindeutig überzeugender. Und gerade von John Malkovich, der dem Film noch etwas Klasse verleiht, sieht man leider ziemlich wenig, was der schauspielerischen Qualität zusätzlich abträglich ist. Ebenfalls blass bleibt die hübsche Arya (Sienna Guillory), die wohl irgendwie die Position von Galadriel und Arwen auf einmal füllen soll, allerdings kaum große Schlachten schlagen darf und so weitaus weniger emanzipiert scheint als Eowyn im großen Vorbildsfilm. </p>
<p>Das weitaus größte Problem sind jedoch die offenen, ja fast Plagiat-gefährdeten Parallelen zu Lord of the Rings: Szeneeinstellungen, Ritte über Bergkämme, magische Worte und eine Arya, welche den Namen Eragon fast wie Aragorn ausspricht – zuviel gemahnt an den unerreichten Vorgänger, und immer muss man bei Eragon Abstriche machen. Wenn dann der verhinderte Dani Filth-Durza seine primitiven Krieger, die wie eine Kreuzung aus Ork und Black Metaller aussehen, vor der Schlacht à la Saruman adressiert und statt To war das Wort Annihilate benutzen muss, weil sonst der Szeneklau zu offensichtlich wäre, dann macht sich beinahe Mitleid breit für die Macher des Drachenreiterwerkes. Beinahe der ganze Film wirkt wie ein verzweifeltes Zusammensuchen der Reste, die bei Lord of the Rings unter den Schneidetisch gefallen sind – nur, die Story ist schlicht zu wenig durchdacht, die linguistischen Eigenheiten der Fantasywelt sind wild zusammengewürfelt und vollkommen arbiträr und auch die Kostüme lassen die Liebe zum Detail arg vermissen. Letzteres wird offensichtlich, wenn Eragon nach einer leicht homoerotischen Wasserszene (Frodo und Sam, ick hör euch trapsen) zu den Valden kommt. Diese sehen aus wie ein wild zusammengewürfelter DSHINGHIS KHAN und VILLAGE PEOPLE-Fanclub aus den 70ern und werden von einem Nubier angeführt, der so einen ganz anderen Akzent aufweist als der ebenfalls in seinem Club existente Quoten-<a href=http://www.vampster.com/search/show/index.php4?searchString=amon+amarth>AMON AMARTH</a>-Wikinger. Spätestens jetzt wartet man auf das Ende des Filmes, doch in Sachen Schlacht gibt es hier Abstriche zu machen und wenn Eragon etwas à la Up to the sky, to fight and die ruft, weiß man, warum <a href=http://www.vampster.com/search/show/index.php4?searchString=manowar>MANOWAR</a>-Videos nur einige Minuten dauern und nicht zwei Stunden. </p>
<p>Insgesamt schafft es Eragon also trotz fleißiger Filmemacherei und schöner Landschaften nicht zu überzeugen. Zu hoch hat Peter Jackson die Latte angesetzt, unerreicht bleibt Tolkiens Werk und die filmische Umsetzung des Neuseeländers. Da hilft es dem Drachenabenteuer auch nicht weiter, wenn einige der technischen Effektspielereien aus den WETA Workshops kommen. Schade.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 14.12.2006</p>
<p>Spielzeit: 115:00 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />Ed Speleers: Eragon<br />
Jeremy Irons: Brom<br />
John Malkovich: König Galbatorix<br />
Robert Carlyle: Durza<br />
Sienna Guillory: Arya</p>
<p>Stefen Fangmeier: Regie <br />
Peter Buchman, Lawrence Konner, Christopher Paolini, Mark Rosenthal: Drehbuch<br />
Hugh Johnson: Kamera </p>
<p>Label: Fox / Warner </p>
<p>Homepage: <a href=http://www.eragonmovie.com target=_blank>http://www.eragonmovie.com</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118446</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>PIRATES OF THE CARIBBEAN 2 &#8211; Dead Man`s Chest [Filmkritik KINO]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/pirates-of-the-caribbean-2-dead-mans-chest-filmkritik-kino/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Arlette Huguenin Dumittan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jul 2006 16:34:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://vampster.com/news/pirates-of-the-caribbean-2-dead-mans-chest-filmkritik-kino/</guid>

					<description><![CDATA[Ein genial agierender Johnny Depp, ein Schmacht-Alarm auslösender Orlando Bloom und ganz viel Piraten-Action mit Witz und Leidenschaft - der zweite Teil der Seeräubermär bietet Popcorn-Kino der Extraklasse und katapultiert sich zurecht an die Spitze der Filmcharts. Darum wird das Ende hier auch nicht verraten...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch die Filmindustrie hat ihre eigenen Regeln. Eine davon besagt, dass auf einen erfolgreichen Film, auf einen Blockbuster, der diesen Namen auch verdient, ein Sequel folgen muss. Ein Sequel soll die Goldgrube quasi vergrössern, einen weiteren Claim schaffen, wo diejenigen, die bereits in den ersten Teil investiert haben, sich nochmals eine goldene Nase verdienen können. Klar gibt es Filme, wo sich eine Fortsetzung grundsätzlich nicht anbietet – die Titanic ist bekannterweise für immer im Meer untergegangen, und da kommt sie nie mehr rauf, auch wenn Leonardo di Caprio kryogenisch am Meeresgrund überdauert. Vielen Sequels ist indes ein ähnlicher Untergang bestimmt – man denke etwa an die wenig überzeugenden zweiten Teile wie <a href=http://www.vampster.com/artikel/show/?id=15884>xXx 2 – The Next Level</a> oder die von einigen Fans leidenschaftlich gehasste Prequel-Trilogie von Star Wars. Doch es gibt auch Erfolgsstories, wer möchte schon ohne die Die Hard, Lethal Weapon, Beverly Hills Cop oder Star Wars Episode V + VI leben. In diese zweite Kategorie reiht sich nun auch die Fortsetzung von <a href=http://www.vampster.com/artikel/show/?id=9786>Pirates of the Caribbean</a> ein und hier kann man mit Begeisterung ausrufen: Das Warten hat sich gelohnt! </p>
<p>Denn Regisseur Gore Verbinski hält sich an eine erfolgsversprechende Regel: Never change a winning team. So wurden wiederum Johnny Depp als Captain Jack Sparrow, Orlando Bloom als Will Turner und Keira Knightley als Elizabeth Swann verpflichtet. Die Heiratspläne letzterer werden von der Obrigkeit durchkreuzt, um seine Braut und sich selbst zu retten, muss sich Will Turner dazu verpflichten, Captain Jack Sparrows magischen Kompass als Befreiungspfand zu beschaffen. Damit ist die Jagd eröffnet, bei der jeder Charakter etwas anderes sucht, um wiederum für sich oder für eine geliebte Person etwas zu erreichen – und dabei kommt es natürlich zu Interessenkonflikten, die hier und da in urkomischen Szenen gipfeln. Faszinierend hierbei ist, dass die Spannung und der Groove des Films über die gesamten 150 (!) Minuten anhält, ja er entwickelt sogar einen Sog, den einen schon sehnsüchtig nach dem (inzwischen bereits abgedrehten) dritten Teil lechzen lässt. Johnny Depp spielt den exzentrischen und egozentrischen Jack Sparrow genial und hinreissend komisch, ohne jemals plump zu wirken. Orlando Bloom gibt sich als aufopfernder, liebender Will Turner, während Keira Knightleys Charakter ihre kämpferische Seite entdeckt und sich trotz Korsett mit Schwert und Schlauheit in der Männer-Piratenwelt behauptet.</p>
<p>Als mindestens so wichtig wie die schauspielerischen Leistungen in diesem Film erweisen sich die Spezialeffekte und die gesamte Umsetzung. Hans Zimmers Soundtrack ist gewohnt bombastisch und untermalt die Handlung perfekt – wäre man hier noch mit einigen verzerrten Gitarren gekonnt drübergerast, wäre das symphonische Schwarzmetall-Werk des Jahres wohl hier geboren worden. Die Spezialeffekte lassen ebenfalls keine Wünsche offen. Sei es die schauerliche und mit dem Schiff zu verwachsen scheinende Mannschaft des Flying Dutchman, ihr Fantomas-artig Orgel-spielender Kapitän Davy Jones oder die zahlreichen, tollen Schwertkampfszenen, die immer wieder durch ungewohnte Elemente ergänzt werden und so eine ganz eigene Note bekommen – hier werden Spezialeffekte gut eingesetzt und zwar so, dass sie weder erzwungen wirken noch die Leistungen der Schauspieler in den Schatten stellen. Klar erinnern die Szenen auf der Kannibaleninsel hier und da an <a href=http://www.vampster.com/artikel/show/?id=17893>King Kong</a>, doch Pirates of the Caribbean 2 – Dead Man`s Chest ist ungleich humorvoller, leichtfüssiger und letzten Endes auch mitreissender. Da macht es auch nichts, dass man sich manchmal in der Filmfassung von Monkey Island wähnt – denn wie das Computerspiel macht dieser Film einfach Spass auf der ganzen Linie und bietet Popcorn-Kino der Extraklasse. Mit anderen Worten: Es schadet nichts, sich diesen Streifen mit hohem Suchtfaktor mehr als einmal anzusehen, denn ansonsten übersteht man die Wartezeit bis zum dritten Teil nicht. </p>
<p>Veröffentlichungstermin: 27.07.2006</p>
<p>Spielzeit: 150:00 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />Jack Sparrow: Johnny Depp<br />
Will Turner: Orlando Bloom<br />
Elisabeth Swann: Keira Knightley</p>
<p>Regie: Gore Verbinski  <br />
Musik: Hans Zimmer</p>
<p>Produziert von Jerry Bruckheimer<br />Label: Walt Disney</p>
<p>Homepage: <a href=http://disney.go.com/disneypictures/pirates target=_blank>http://disney.go.com/disneypictures/pirates</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118445</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>THE DA VINCI CODE [Filmkritik Kino]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/the-da-vinci-code-filmkritik-kino/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Arlette Huguenin Dumittan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 May 2006 09:38:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine religiöse Schnitzeljagd, die der katholischen Kirche so ganz und gar nicht gefällt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die katholische Kirche hat es nicht leicht in letzter Zeit. Erst erobert das verrückte Popetown MTV und nun wird auch noch Dan Browns ketzerischer Bestseller Sakrileg verfilmt und mittels großangelegter Medienoffensive jedem ans Herz gelegt. Und die Katholiken lassen sich ungewollt in die Werbemaschinerie einspannen, indem sie sich schockiert zu Wort melden, die neue Blasphemie verkünden und so nicht nur Black Metaller geradezu in die Kinosäle treiben. Doch ist The Da Vinci Code wirklich ein Film, welcher der Kirche ernsthaft diejenigen Schäfchen abspenstig macht, welche sie in letzter Zeit noch nicht selber verloren hat?</p>
<p>Wohl kaum. Denn The Da Vinci Code ist geradezu brav ausgefallen im Vergleich zu religionskritischen Episoden von Southpark. Ein auf religiöse Symbole spezialisierter Professor, Robert Langdon (Tom Hanks), der sich auf multimediale Vorlesungen versteht, wird widerwillig zu einer Morduntersuchung im Pariser Louvre miteinbezogen. Dort trifft er auf den zwielichtigen Kommisar Fache (ewig grumlig: Jean Reno) und auf die attraktive Kryptologin Sophie Neveu (Audrey Tautou), mit der er bald darauf in einem Smart reisaus nimmt und immer tiefer in die mysteriösen Geschehnisse hineinschlittert. Die darauf folgende religiöse Schnitzeljagd erinnert dank Zahlen- und Buchstabencodes knacken an National Treasure, hin und wieder denkt man sich allerdings auch, dass man es bei diesem Ron Howard-Film mit einer Art Indiana Jones für Erwachsene zu tun hat – eben Minus den Spass- und Mitreißfaktor der Lucas / Spielberg-Trilogie. </p>
<p>Genau dieser Mitreiß-Faktor fehlt The Da Vinci Code merklich. Es wird viel überlegt, geredet und intellektuell schwadroniert, der Herr Professor bleibt auch angesichts des bleichen, mordenden Mönchs Silas (Paul Bettany) relativ gelassen und man erfährt auch, dass ein Grals-interessierter Professor, wie der exzentrische Sir Leigh Teabing (Ian Gandalf McKellen), sich ein Schloss und einen Privatjet leisten kann von seinem Gehalt. Immerhin wird man von einer Liebesgeschichte verschont (soviel sei verraten), dafür kriegt der homoerotische Männerclub der katholischen Kirche (eine Beobachtung, welche schon die zu bekehrenden Nordmänner vor einigen hundert Jahren geäußert hatten, als sie das Christentum als Frauenreligion abtaten aufgrund der weibischen Gewänder der Priester) tüchtig sein Fett weg. Der Opus Dei (bei dem auch Doc Ock-Darsteller Alfred Molina aus Spiderman II dabei ist) gesellt sich zu anderen mordenden Geheimlogen hinzu, stets dafür kämpfend, dass die katholische Kirche eben ein Männerclub bleibt und nicht plötzlich die Frauen das Sagen übernehmen könnten. Es wird im Verlauf des Filmes mehr als einmal klar, wer warum etwas gegen diese Story haben könnte – und warum Verschwörungstheorien halt nie ihren Reiz verlieren. </p>
<p>Die Umsetzung des Stoffes fällt indes teilweise eher bieder aus. Der Soundtrack von Hans Zimmer fesselt nicht wirklich, zudem wurde der Film sehr frontal abgemischt und die sonst im Kino zu genießenden Surround-Effekte kommen nicht groß zum Zuge. Die schauspielerischen Leistungen sind solide, aber nicht überwältigend ausgefallen (abgesehen vom Mönch, der nicht nur durch sein krankes Aussehen überzeugt). Man merkt deutlich, dass der Plot an sich im Zentrum steht und konzentriert sich auf die Rätsel und Hinweise, die es zu entdecken gibt – anstatt in den Figuren signifikante Entwicklungen zu bemerken. Wesentlich unterhaltsamer für historisch Interessierte sind die zeitweise auftauchenden Ungereimtheiten: Seien es die Lateinfehler der fleißig auf Latein telefonierenden Katholiken oder die Bibliothek in Frankreich, wo tatsächlich sämtliche Dokumente seit 2000 Jahren fein säuberlich archiviert sind und die leidige Quellenfragen gar nicht erst aufkommen (der Traum eines jeden Historikers und Altphilologen). In diesen Szenen kann man sich dann ein Schmunzeln doch nicht verkneifen. </p>
<p>Insgesamt also ein schönes Filmvergnügen mit einer gewissen Bücherwurm-Note statt freudigem Gemetzel. Für infernalische Anhänger von Omen und Exorcist also definitiv kein empfehlenswertes, actiongeladenes Teufelswerk. </p>
<p>Veröffentlichungstermin: 18.05.2006</p>
<p>Spielzeit: 149:00 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />Ron Howard: Regie<br />
Hans Zimmer: Musik</p>
<p>Tom Hanks: Robert Langdon <br />
Audrey Tautou: Sophie Neveu <br />
Ian McKellen: Sir Leigh Teabing <br />
Jean Reno: Kommissar Fache <br />
Paul Bettany: Silas <br />
Alfred Molina: Bischof Aringarosa<br />
u.a.<br />Label: Sony Pictures</p>
<p>Homepage: <a href=http://www.davincicode-derfilm.de target=_blank>http://www.davincicode-derfilm.de</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118444</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>V wie Vendetta [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/v-wie-vendetta-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jutze]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Mar 2006 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[V wie Vendetta dürfte für den Film das sein, was &#34;Master of Puppets&#34; für den Heavy Metal ist. V wie Vendetta ist großes Kino, ist Zündstoff, ist brillant!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>V wie Vendetta handelt vom Kampf des maskierten Phantoms V (Hugo Weaving) gegen das totalitäre Regime eines zukünftigen Englands. Gleich zu Beginn des Films rettet er die junge Evey Hammond (Natalie Portman) aus den Klauen der Geheimpolizei. Nach und nach taucht sie in die Welt des mysteriösen Maskenträgers ein. Auf der anderen Seite versucht Inspektor Finch (Stephen Rea, der Keyboarder von <a href=http://www.vampster.com/artikel/show/?id=1852>STRANGE FRUIT</a>!) das Geheimnis von Vs Identität zu lüften. Beim Ergründen von Vs Motiven erwarten sowohl Evey als auch Finch zahlreiche, häufig sehr schmerzhafte Überraschungen.</p>
<p>Der letzte Satz deutet bereits eine Stärke des Films an, die mir große Probleme bereitet: Es ist nahezu unmöglich, über den Film zu schreiben, ohne weite Teile der Handlung zu verraten. Denn V wie Vendetta lebt in erster Linie von der fesselnden Geschichte, die voller unerwarteter Wendungen steckt. Das Drehbuch der Gebrüder Wachowski besticht dabei durch Spannung und Vielschichtigkeit. Die Unterschiede zur Comicvorlage sind oftmals frappierend. Im Endeffekt sagt mir der Film allerdings mehr zu, da die Charaktere reifer wirken und ihre Motive schlüssiger dargelegt werden. Besonders Natalie Portman profitiert von einer wesentlich selbstbewussteren Evey. Wie es sich für einen richtig guten Film gehört, sticht ihre Leistung aber nicht heraus. Denn auch Stephen Rea spielt seine Rolle hervorragend und die Nebenrollen sind exzellent besetzt. Und selbst V hat vom ersten Moment, dank seinem Hang zur Literatur und dem permanenten Maskenlächeln, an eine ungewohnt starke Ausstrahlung.</p>
<p>Nicht selten erinnert mich V wie Vendetta deshalb an Natalie Portmans ersten Film Léon, der Profi. Auch dort stand die persönliche Entwicklung der Charaktere im Vordergrund. Manchmal bewundert man sie für ihre Stärke, manchmal für ihre Menschlichkeit. Manchmal möchte man sie anschreien, ob ihrer unbarmherzigen Handlungen. Die sporadischen Action-Sequenzen sind atemberaubend, brutal und kurz. Sie entfalten ihren ganzen Reiz aber erst im Gesamtzusammenhang, Vs Ein-Mann-Rebellion. Dabei geht es dem Mann hinter der Guy Fawkes-Maske nicht nur um seine konkrete Vendetta, die Rache an denen, die sein Leben (und &#8211; ohne dass er etwas dagegen hätte unternehmen können &#8211; das vieler anderer) einst zerstörten. Es geht ihm um die Rache an Justitia, seiner ehemaligen Geliebten, für ihren Verrat an der Freiheit. Spätestens hier hört die Léon-Analogie natürlich auf.</p>
<p>V wie Vendetta ist ein sehr schneller Film. Jede Sekunde zählt. Die Regie von James McTeigue verhindert jedoch, dass der Film hektisch oder gar konfus wird. Ein, zwei kleine Ungereimtheiten haben sich zwar eingeschlichen, fallen aber nicht weiter ins Gewicht. Die Dialoge haben eine hohe Bedeutungsdichte, wie man sie in der Realität selten antrifft. Im Filmformat geht es hingegen gar nicht anders, ohne dass der Umfang explodiert. Es passiert sehr viel, aber nicht alles auf einmal. Für die gesamte Dauer des Films ist man ein Sklave der Leinwand. Gebannt verfolgt man, wie die Dominosteine nach und nach umfallen.</p>
<p>Bislang klingt der Film also nach einem klassischen Action-Thriller mit einer minimalen Prise Science-Fiction. Wie kommt es aber, dass V wie Vendetta andernorts als einer der politisch gewagtesten Hollywood-Filme, die je gedreht wurden (<a href=http://www.hollywood-elsewhere.com/archives/2006/01/vendetta_days.php target=_blank>Jeffrey Wells</a>) oder sogar als der gefährlichste Film des Jahres (<a href=http://www.chud.com/index.php?type=news&#038;id=6034 target=_blank>Devin Faraci</a>) bezeichnet wird?</p>
<p>So wie die Stärke des Films im erstklassigen Mischverhältnis von Spannung, Action und Gefühlen liegt, so liegt seine Brisanz in der Kombination aus Aktualität, Extremismus und den daraus resultierenden Implikationen. Bei aller Fiktion sind Themen wie Überwachung der Bevölkerung und Anschläge in der Londener U-Bahn durchaus real. Und bevor die Rolling Stones im Abspann mit ihrem Lied fertig sind, grübelt man über die Frage, worin genau der Unterschied zwischen einem Freiheitskämpfer und einem Terroristen besteht.</p>
<p>Fazit: V wie Vendetta ist großes Kino, ist Zündstoff, ist brillant!</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 16.03.2006</p>
<p>Spielzeit: 132:00 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />Natalie Portman: Evey Hammond<br />
<br />
Hugo Weaving: V<br />
<br />
Stephen Rea: Finch<br />
<br />
Stephen Fry: Deitrich<br />
<br />
John Hurt: Adam Sutler<br />
<br />
Tim Pigott-Smith: Creedy<br />
<br />
Rupert Graves: Dominic<br />
<br />
Roger Allam: Lewis Prothero<br />
<br />
Ben Miles: Dascomb<br />
<br />
Sinéad Cusack: Delia Surridge<br />
<br />
Natasha Wightman: Valerie</p>
<p>Produziert von Joel Silver, Andy Wachowski, Larry Wachowski, Grant Hill<br />Label: Warner</p>
<p>Homepage: <a href=http://www.vwievendetta.de target=_blank>http://www.vwievendetta.de</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
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	</item>
		<item>
		<title>KING KONG [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/king-kong-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Arlette Huguenin Dumittan]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Dec 2005 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Die ganze Affenbande brüllt: &#34;Für diese Technik gibt es einen Oscar - mindestens...&#34;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem weltweiten und verdienten Erfolg seiner Lord of the Rings-Trilogie hat sich Peter Jackson einen Jugendtraum erfüllt und statt eines Hobbit-Films ein Remake des King Kong-Klassikers gedreht. Schauplatz ist das New York der 1930er Jahre, hier kommt es zum verhängnisvollen Treffen zwischen der hungrigen, zarten, arbeitslosen Schauspielerin Ann Darrows (Naomi Watts) und dem schmierigen, betrügerischen, idealistischen Regisseur Carl Denham (Jack Black mal in einer ernstzunehmenden Rolle). Er überredet sie dazu, bei seinem Film mitzuwirken, in Nacht und Nebel legt das Schiff zum vorgegebenen Drehort Singapur ab. In Wirklichkeit zieht es Carl jedoch zum sagenumwobenen Skull Island, da stört es ihn auch nicht, dass er seinen Drehbuchschreiber Jack Driscoll (Adrien Brody) gerade mitentführt. Humorvoll zeichnet Jackson die einzelnen Charaktere der Schiffscrew, beinahe satirisch wirkt der kurze Seitenhieb Richtung Titanic, als Ann im Abendrot am Heck steht (zum Glück ohne Leonardo di Caprio). Die Liebesgeschichte, welche sich zwischen Ann und Jack ergibt ist weder kitschig noch plakativ, kaum sind sie in der Kussphase angekommen, läuft das Schiff in einer nebligen Nacht auf Skull Island auf. Carl schippert mit seiner Crew zur Insel, um seinen Film zu drehen, der sämtliche Sensationsgelüste des Publikums befriedigen soll. </p>
<p>Doch es kommt anders, eindeutig kannibalisch veranlagte Eingeborene vergreifen sich am kleinen Filmgrüppchen. In letzter Sekunde retten Kapitän und Schiffscrew die Denham &#038; Co., doch der ist weiterhin unbesonnen. Nachdem Ann nachts entführt wird, macht sich die gesamte Männertruppe auf die Suche nach ihr, doch die Opferung von ihr an den von der Urbevölkerung vergötterten Kong können sie nicht verhindern. Der erste Auftritt des Riesengorillas wird von Jackson horrorfilmtechnisch spannungserzeugend gelöst: Auf eine Komplettaufnahme wartet man erst vergeblich, nur Teile von Kong sind erkennbar, unter anderem sein schön gebürstetes Fell. </p>
<p>Beim darauffolgenden Wettlauf zieht Jackson alle Trickregister: perfekt animierte, realistische Brontosaurier rasen durch Schluchten, Kong legt sich mit gleich drei Tyrannosaurus Rex an, in einem Schlammloch hausen die schleimigen Verwandten der Raketenwürmer aus Tremors mit den kleinen Schwestern von Shelob, und sämtliche Krabbelviecher, welche seit Braindead in Jacksons Schränken hausen, dürfen auch wieder mal mitspielen. Im tricktechnischen Bereich zeigen sich in jeder Szene, wie weit der Fortschritt seit Jurassic Park gekommen ist, King Kong setzt neue Standards. Dennoch geht dem Film die Seele nicht verloren: Immer wieder kommen Reminiszenzen an die Ästhetik von Lord of the Rings auf, sei es wegen der Landschaften (Fangorn lässt grüssen), der typischen Kamerafahrten oder der grandiosen musikalischen Untermalung von Howard Shore. Man merkt, dass Jackson wieder auf sein WETA-Team vertraut hat und im Musikbereich seinem Komponisten und den Park Road Post Studios (wo bereits The Return of the King abgemischt wurde) treu geblieben ist. </p>
<p>Schließlich findet der unermüdliche Jack seine Ann in den Armen von Kong und entkommt mit ihr auf das rettende Schiff. Der haarige Verfolger wird mit genügend Chloroform betäubt, um sämtliche Messgeräte für krebserregende Substanzen zu sprengen und als achtes Weltwunder nach New York City verschleppt. Und dass es nicht gut kommen kann, einen acht Meter grossen Gorilla auf einer Bühne mit echten-Chromstahlketten zur Schau zu stellen, versteht sich von selbst&#8230;</p>
<p>Verdient King Kong also eine uneingeschränkte Filmempfehlung? Für Männer vermutlich. Nicht nur blonde Frauen dürften sich jedoch an der archaischen Machogeschichte stören. Die Opferungsszene von Ann auf Skull Island ist von Männerphantasien geprägt, die einen wie testosterongeladene Ausdünstungen benebeln. Ihr Dasein als zappelnde Barbiepuppe für den Riesengorilla ohne Goldkettchen quält, trotz der ablenkenden fulminanten Regiearbeit von Peter Jackson. Auch Anns hirnlose Klettertouren auf der phallischen Spitze des Empire State Building im weißen Kleid mit hochhackigen Schuhen lassen die Zuschauer ernsthaft an ihrem Geisteszustand zweifeln und die Blondinenwitze frohlocken. Einzige positive Ablenkung für das weibliche Gemüt ist der sich aufopfernde, aufrichtig an ihr interessierte und von Liebe getriebene Jack, ein wahrer Lichtblick. </p>
<p>Fazit: Peter Jackson hat sich einen Traum erfüllt und setzt mit seinem King Kong Referenzwerte für Tricktechnik, Animation und dafür, wie man in über dreieinhalb Stunden keine Sekunde Langeweile verspürt. Ausserdem vermag er es etwa in der Eisteich-Szene, nur mit Bildern und Musik grosse Emotionen zu erzeugen. Sensible, emanzipierte Frauen, welche sich nicht für Adrien Brody begeistern können, dürften allerdings kaum restlos begeistert sein von diesem Werk. Da hilft auch eine Verschleppung ins Kino nicht.</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 14.12.2005</p>
<p>Line-Up:<br />Naomi Watts: Ann Darrow<br />
<br />
Jack Black: Carl Denham<br />
<br />
Adrien Brody: Jack Driscoll</p>
<p>Regie: Peter Jackson<br />
<br />
Drehbuch: Peter Jackson, Fran Walsh u.a.<br />
<br />
Musik: Howard Shore</p>
<p>Produziert von Peter Jackson<br />Label: Universal</p>
<p>Homepage: <a href=http://www.kingkongmovie.com target=_blank>http://www.kingkongmovie.com</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118442</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>CRY_WOLF [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/cry_wolf-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[ruuud]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Dec 2005 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://vampster.com/news/cry_wolf-filmkritik/</guid>

					<description><![CDATA[<br><img src=../../images/cdreviews/crywolf.jpg align=left width=75 alt=&#34;multimedia - CRY_WOLF [Filmkritik]&#34;>&#34;Wer ist der Wolf?&#34; fragt sich eine Schülerclique in diesem Teenie-Horror-Streifen mit B-Movie Scharm.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Gruppe Jugendlicher vertreibt sich die Zeit an der traditionsreichen Westlake Preparatory Academy mit Lügenspielen, in denen es darum geht, eine zuvor markierte Person durch Intrigieren, Manipulieren und Beschuldigen zu enttarnen. Doch die nächtlichen Treffs in der Kapelle der Internats-High-School sind der Gruppe bald zu wenig. Die geheimnisvolle Dodger (Lindy Booth) und der gerade erst auf die Westlake Preparatory Academy gewechselte Owen (Julian Morris) erfinden gemeinsam den Serienkiller The Wolf und bringen ihn mit einem realen Mord in der Gegend in Verbindung. Gemeinsam mit ihren Verbündeten verbreiten sie die Meldung unter den Schülern mit dem Hinweis, dass The Wolf am Campus der High-School sein nächstes Opfer sucht. Die Schüler schenken der Meldung Glauben und auch auf die Warnung des Lehrers Rich Walker (<a href=http://www.vampster.com/search/show/index.php4?searchString=BON+JOVI&#038;&#038;value=1804>Jon Bon Jovi</a>), dass so ein Hoax unabsehbare Risiken birgt, zieht der Liar`s Club die Geschichte durch. Als dann jedoch Randall (Jesse Janzen) spurlos verschwindet, scheint die Fiktion zur Realität zu werden. Erlaubt sich jemand einen makaberen Spaß oder gibt es tatsächlich einen Wolf? Ein Verwirrspiel, das von Intrigen und Geheimnissen durchzogen ist, beginnt.</p>
<p>Leider handelt Cry_Wolf ein interessantes Thema des Films nur am Rande ab: der Unterschied zwischen Strategie und Taktik, ein geradezu philosophisches Thema, spielt nur eine Nebenrolle in diesem Teenie-Horror-Film. Vergleiche mit The Skulls, Scream oder Final Destination sind nicht von der Hand zu weisen, doch zeichnet Cry_Wolf ein gewisser B-Movie Charakter aus, den der Film aus seiner Kameraführung, manchem Humor (die Bibliothekarin zu Owen und Dodger: Knutscht doch in der Abteilung alte, deutsche Philosophie, dort ist fast nie jemand) und den nicht in der ersten Garde der Hollywoodschauspieler stehenden Darsteller bezieht. Während der Ausgang der Story am Anfang nicht annähernd absehbar ist, schafft man es doch dem Plot manchmal kurz voraus zu sein. Nicht immer, aber an manchen Stellen geht die Überraschung dadurch etwas verloren. Es ist wirklich schwierig, in diesem etwas belächelten Genre hervorzustechen, aber Cry_Wolf hat definitiv seine Momente und darf als eher ungewöhnlicher Vertreter seiner Zunft angesehen werden. Leider bleibt Bon Jovi in seiner Rolle weitestgehend blass.</p>
<p>Filmstart: 08.12.2005</p>
<p>Veröffentlichungstermin: 08.12.2005</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118441</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>WAR OF THE WORLDS [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/war-of-the-worlds-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Arlette Huguenin Dumittan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jul 2005 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://vampster.com/news/war-of-the-worlds-filmkritik/</guid>

					<description><![CDATA[&#34;War Of The Worlds&#34; - Innovative Effektschlacht oder pures Recycling?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Steven Spielberg versucht sich nach Knuddelaliens à la E.T. nun an den bösen Besuchern aus dem All. Basierend auf dem literarischen Werk War of the Worlds von H.G. Wells, welches dank Radiohörspiel von Orson Welles im Amerika der 30er Jahre bereits eine Massenpanik ausgelöst hat, schmiedet Spielberg sein neuestes Action-Monumentalwerk, in dem Tom Cruise als zufälliger Held gegen die Außerirdischen kämpfen darf. </p>
<p>Hafenarbeiter Ray Ferrier (Cruise) muss an einem Wochenende seinen Pflichten als geschiedener Vater nachkommen und beherbergt seine Kinder Rachel (Dakota Fanning) und Robbie (Justin Chatwin). Als von merkwürdigen Gewittern in der Ukraine berichtet wird, denkt sich niemand etwas dabei. Erst als ein Sturm mit abartigen Blitzen und ohne Donner auch Amerika heimsucht und sowohl die Stromversorgung als auch sämtliche Autos lahm legt, nimmt das Grauen Gestalt an. Ray gehört zu den Gaffern, welche sich das von elf Blitzen in den Boden geschlagene Loch genauer anschauen, aus dem wenige Minuten später der erste gigantische, außerirdische Tripod ausbricht und sogleich damit beginnt, gezielt Menschen zu pulverisieren. Von Bildern gejagt, welche an das reale Horror-Szenario 9/11 erinnern, rennt Ray nach Hause, schnappt sich seine Kinder und seine Knarre (die NRA wird sich freuen), klaut den einzigen Chrylser Van, der noch funktioniert und macht sich aus dem Staub, bevor sein ehemaliges Zuhause zu solchem zerfällt. Ziel der Odyssee ist Boston, wo die Mutter mit ihrem neuen Partner bei ihren Eltern zu Besuch ist. </p>
<p>Der Rest des Films folgt dem Motto Der Weg ist das Ziel. Die Exterminierung der USA hat offensichtlich mittels Tripods, welche sich von menschlichem Blut ernähren, begonnen. Munter klaut Spielberg Effekte, Bilder und Erklärungen von sich selbst und von anderen Sci-Fi Werken vergangener Jahre. Maschinen, die sich in düsterer Art und Weise von Menschen ernähren? Alles in der <a href=http://www.vampster.com/artikel/show/?id=10373>Matrix</a>-Trilogie schon eindrücklicher und mit besseren Erklärungen genossen. Roboterfühler, welche Menschen in dunklen Kellern aufspüren? Spielberg hat es in Minority Report schon gezeigt. Menschen, die zwecks Gefangennahme von unheimlichen Maschinen in die Höhe gehievt werden? In abgewandelter Manier bereits in A.I. zu genüge gesehen. Der amerikanische Mann Cruise, der von einem überdimensionalen Gebärmutterhals in den außerirdischen Uterus gesaugt wird und so die von Freud erklärte Urangst des Mannes widerspiegelt? Die Möglichkeit, für alle psychoanalytisch veranlagten FilmwissenschaftlerInnen zu sagen Ich habe es schon immer gewusst und sogleich eine Semesterarbeit dazu zu verfassen. Beklemmende Bilder, wie vom Himmel fallende Kleider pulverisierter Mitmenschen und im Fluss schwimmende Leichen? Diese Szenen tragen zwar die Spielbergsche Handschrift, waren in ähnlicher Manier in Schindler´s List jedoch eindrücklicher. </p>
<p>War of the Worlds bietet nicht munter patriotisches Popcorn-Kino wie das überragende Independence Day neun Jahre zuvor. Zu tief sitzen Terrorangst und 9/11. Politisch korrekt werden keine Wolkenkratzer bombardiert, dafür kommt ein Flugzeug vom Himmel. Die US-Armee verteidigt tapfer die Heimat und Sohnemann Bobbie fragt seinen Vater gleich nach Beginn der ersten Alien-Attacke: Is it the terrorists? – Vater: No, it´s from somewhere else. – Sohn: From Europe?. Hier weiß man als Europäer in der Tat nicht, ob man lachen oder weinen soll angesichts der aktuellen politischen Lage. Beim an das Fenster geklebten Peanutbutter-Toast fällt diese Entscheidung um einiges leichter. </p>
<p>Was am Ende bleibt ist ein düsteres Multimillionen Effekt-Spektakel mit einem kitschig-schlechten Schluss (davor war bereits Minority Report nicht gefeit) und reichlich Material für die Movie Mistakes-Sammlung. Plot- und ideenmäßig hat man alles in der Matrix-Trilogie schon tausendmal besser gesehen, Cruise bleibt auf eine Art immer Cruise, die stilistischen Soundtrackfeinheiten bei John Williams werden sich wohl auch nie mehr ändern. Schauspierisch fesselt Dakota Fenning auf jeden Fall mehr und die bange Frage Wie viele Therapiestunden braucht Rachel nach dem Erlebten? steht nach dem Filmschluss noch im Raum. Dann wird man allerdings auch das Gefühl nicht los, dass Spielberg in War of the Worlds einfach zum Eigenrecycling übergegangen ist, statt mit neuen Ideen zu fesseln. Und sich in seiner Freizeit offenbar lieber Matrix und aktuelle Werbespots der US-Armee reinzieht als Independence Day. </p>
<p>Veröffentlichungstermin: 29.06.2005</p>
<p>Spielzeit: 117:00 Min.</p>
<p>Line-Up:<br />Steven Spielberg: Regie<br />
<br />
Tom Cruise: Ray Ferrier<br />
<br />
Rachel: Dakota Fanning<br />
<br />
Robbie: Justin Chatwin</p>
<p>Als Erzähler wirkt zudem Morgan Freeman mit, auch Tim Robbins hat eine kleinere Rolle.</p>
<p>Produziert von Steven Spielberg<br />Label: DreamWorks Distribution LLC</p>
<p>Homepage: <a href=http://www.waroftheworlds.com target=_blank>http://www.waroftheworlds.com</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118440</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>KINGDOM OF HEAVEN [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/news/kingdom-of-heaven-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Arlette Huguenin Dumittan]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 May 2005 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://vampster.com/news/kingdom-of-heaven-filmkritik/</guid>

					<description><![CDATA[Wie Orlando Bloom zum Ritter wird und auch ohne blonde Perücke überzeugt...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem die Lord of the Rings-Trilogie leider ein Ende gefunden hat und eine ansprechende Verfilmung sämtlicher altisländischer Sagas noch nicht in Sicht ist, wagt sich der Freund langhaariger Krieger und garstiger Schwertkämpfe in das neue Epos Kingdom of Heaven von Ridley Scott. Obschon Kreuzritter nicht gerade zu den Helden von Black Metal-Songs gehören, schiebt man die Furcht vor Christentumsglorifizierungen in den Hinterkopf und tröstet sich damit, dass mit Orlando Bloom immerhin ein ehemaliger Elbe als Hauptdarsteller gewählt wurde. </p>
<p>Schmied Balian (Bloom) trauert um seine verstorbene Ehefrau und wird in seinem kleinen Kaff mehr und mehr zum Außenseiter. Eines Tages taucht Kreuzritter Godfrey von Ibelin (Liam Neson) auf und eröffnet ihm, sein Vater zu sein und aus ihm einen würdigen Ritter machen zu wollen, damit er eines Tages seine Position in Jerusalem übernehmen könne. Balian winkt ab, doch weil er einen kriminellen Akt begeht (alles soll hier nicht verraten werden), muss er fliehen und schließt sich Godfreys Männern an. Hier kommt es zu den ersten, metallisch überkorrekten Schwertkämpfen im Wald, selbstverständlich erst nur zu Übungszwecken. Als Balian jedoch verhaftet werden soll, nehmen seinen neuen Freunde ihn in Schutz und darauf folgt ein Kampf, welcher genauso gut als Videoclip für eine Viking Metal-Band hätte dienen können, wilder <a href=http://www.vampster.com/search/show/index.php4?searchString=amon+amarth>AMON AMARTH</a>-Fan mit Zöpfen inbegriffen. </p>
<p>Im Heiligen Land angekommen, wird Balian als Erbe von Godfrey von Ibelin bald in die dortigen politischen Machenschaften verstrickt. Da er das Wohl der einfachen Menschen als höchste Priorität ansieht und es sich zum Ziel gemacht hat, ein perfekter Ritter zu sein, ergeben sich bald Interessenskonflikte mit den machtgierigen Kreuzrittern um Guy de Lusignan (Marton Csokas), welche den geschwächten König Jerusalems stürzen wollen. Im Statthalter Tiberius (Jeremy Irons) findet Balian einen wertvollen Verbündeten, der ihm mit Rat und Tat zur Seite steht. </p>
<p>Natürlich fehlt es im weiteren Verlauf des Films nicht an Schlachten. Die große Endschlacht um Jerusalem erinnert verdächtig an diejenige um Minas Tirith in Lord of the Rings, denn offenbar haben die Sarazenen dieselben rollenden Holztürme eingekauft wie Saurons Orks. Auch ein Legolas, Pardon, Balian, welcher seine Bogenschützen auf den Zinnen kommandiert, erscheint allzu bekannt, vor allem wenn die computergenerierten Gegner in der Masse genau so aussehen wie unselige Horden in Middle Earth. Anders als bei Peter Jacksons Filmepos wird bei Kingdom of Heaven mit der Zeit unklar, wer gegen wen aus welchen Gründen kämpft, man kann sich nur noch dem sinnfreien Schlachtgetümmel hingeben (irgendwo im Sand ist vermutlich auch der rote Faden verschwunden). Schwerter hat es auf jeden Fall genug, sich statt der Filmtonspur im Discman <a href=http://www.vampster.com/search/show/index.php4?searchString=saxorior>SAXORIOR</a> reinzuziehen bringt es also auch. </p>
<p>Was positiv ins Gewicht fällt, ist insgesamt die starke Leistung von Bloom, dessen Figur man wirklich anmerkt, dass sie eine Entwicklung durchmacht und sich charakterlich verändert – dabei jedoch stets glaubhaft bleibt. Ridley Scott verzichtet auf historische Genauigkeiten (damit hat er es ja auch bei Gladiator nicht so genau genommen) und auf den moralischen Zeigefinger. Die fehlende christliche Moralpredigt hat ihm in den USA die eine oder andere böse Kritik beschert, doch die unterschwellige Botschaft des Films, dass sich die verschiedenen Glaubensparteien Jerusalem teilen könnten, wenn sie respektvoll miteinander umgingen und Probleme ausdiskutierten, scheint dem europäischen Beobachter irgendwie nicht ganz so verkehrt.</p>
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		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
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		<title>xXx 2 &#8211; The Next Level</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/xxx-2-the-next-level/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 May 2005 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
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					<description><![CDATA[Neues Heldengesicht, ansonsten bleibt alles beim Alten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Statt Vin Diesel (war zu teuer) gibt diesmal Rapper Ice Cube den Geheimagenten Triple-X. Was den Effekt hat, dass statt <a href=http://www.vampster.com/search/show/index.php4?searchString=Rammstein>RAMMSTEIN</a> nun eine massive HipHop-Breitwand den Soundtrack regiert. Soviel zu den Neuerungen. Ansonsten ist hier zum zweiten Mal James Bond für Bettelarme angesagt: Böse schwarze (Samuel L. Jackson) und nicht minder finstere weiße Männer (William Dafoe) pflügen mit aufgemotzten Nobelkarossen durch die urbane Botanik, legen mit allem zur Verfügung stehenden Kriegsgerät halb Washington in Schutt und Asche und setzen zwischendrin (wenn nachgeladen wird) immer mal wieder ein wichtiges Gesicht auf, um abwechselnd den scheinbar handlungstragenden Satz „Lasst uns diesen Job endlich zu Ende bringen“ abzusondern. Und das alles nur, weil der Außenminister den Präsidenten umbringen will.</p>
<p>Für derart grenzdebile Nullnummern hat ein Bekannter neulich mal die neue Schublade No-Brainer aufgemacht. Was auch für einen verschwörungstheoriegetränkten Patrioten-Käse wie „xXx 2 – The Next Level“ (verantwortlich: Bond-Regisseur Lee Tamahori) perfekt passt. Zur Erinnerung: Wegen solchen Filmen verkaufen sie im Kino Bier.</p>
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		<title>WENN TRÄUME FLIEGEN LERNEN</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/wenn-traeume-fliegen-lernen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Feb 2005 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
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					<description><![CDATA[Netter Versuch, die Geschichte um Peter Pan neue aufleben zu lassen, doch für das Staunen zum hundertsten Geburtstag des kleinen grünen Chaoten führt nach wie vor kein Weg an der Lektüre vorbei.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einem Jahrhundert weigert er sich beharrlich, erwachsen zu werden – was seiner ungebrochenen Faszination keinen Abbruch tut. Zu Peter Pans 100. Geburtstag wärmt Regisseur Marc Forster die sattsam bekannten Nimmerland-Nummer nicht noch einmal neu auf, sondern widmet sich statt dessen der Entstehungsgeschichte des zeitlosen Kinderbuchklassikers. Basierend auf dem Theaterstück The Man Who Was Peter Pan von Allan Knee inszeniert der gebürtige Ulmer (Monster’s Ball) James Matthew Barries Meisterwerk als hübsche halbfiktive Werkstattschau.</p>
<p>Auf der Suche nach Inspiration trifft der mäßig erfolgreiche schottische Bühnenautor Barrie 1903 in einem Londoner Park auf die junge Witwe Sylvia Llewellyn-Davies und ihre vier Söhne. Für die unbeschwerten Buben denkt sich der Schriftsteller fantastische Spiele aus und findet darüber den Weg in die Traumwelt Nimmerland. Die vaterlose Familie wird seine Muse, über die er – kritisch beäugt von Sylvias garstiger Mutter Emma (Julie Christie) – seine eigene Ehefrau zunehmend vernachlässigt.</p>
<p>Neben diversen zumeist werkgetreuen Adaptionen scheiterten in der Vergangenheit schon namhafte Regisseure wie Steven Spielberg (Hook, 1991) an dem Versuch, Peter Pans Abenteuer zu visualisieren. Wo Nimmerland stets nur eine Tür weit entfernt und Glöckchen keine zickige Girlie-Elfe ist, sondern ein rastlos umherschwirrendes Licht, räumt Finding Neverland (so der Originaltitel von Wenn Träume fliegen lernen) der grenzenlosen Fantasie Barries den gebührenden Platz ein. </p>
<p>Trotz ästhetischer Bilder und gewitzten Zappings von der Real- in die Traumwelt und zurück segelt das brave gradlinige Melodram jedoch hart am Abgrund zum Kitsch und bleibt, was seine Charaktere angeht, erschreckend oberflächlich. Sämtliche Brüche und Untiefen werden nur angedeutet. Dafür punktet die großartige Besetzung: Johnny Depp als J. M. Barrie bestätigt einmal mehr den Erfahrungswert, dass Hauptrollen mit ihm nie wirklich schlecht besetzt sind. Mit Kate Winslet als aufopferungsvoller Mutter, Dustin Hoffman als verständnisvollem Theatermäzen und dem gerade mal zwölfjährigen Freddie Highmore als merkwürdig-verschlossenen Peter Davies steht ihm ein starkes Ensemble zur Seite. Dennoch hat die Fantasieschlacht merkliche Längen. Das überzogene Finale lässt den Film vollends in ein schwer sentimentales Rührstück kippen, die finale Aussage pendelt sich einmal mehr auf die hollywood-übliche alles ist möglich, wenn du nur fest genug daran glaubst-Lesart ein. Als wäre Käpt’n Hook höchstpersönlich mit seinem Piratenschiff am Morgen vorbei in die Realwelt gesegelt und hätte dort eine zuckersüße Klischeefalle aufgestellt, auf dass jeder Regisseur, der sich an dem zeitlosen Stoff versucht, hineintappen möge. Netter Versuch, doch für das Staunen zum hundertsten Geburtstag des kleinen grünen Chaoten führt nach wie vor kein Weg an der Lektüre vorbei.</p>
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		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
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		<title>SHAUN OF THE DEAD</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/shaun-of-the-dead/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Feb 2005 01:00:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine köstliche Teenie-Horrorkomödie, die mit wenigen Fäkalscherzen auskommt und im Gegensatz zu vergleichbaren Streifen wie der &#34;Scary Movie&#34;-Reihe nicht nur auf eine wahllose Ansammlung von Filmzitaten setzt, sondern im Ganzen eine gelungene schwarzhumorige Verneigung vor George A. Romeros Klassiker &#34;Dawn Of The Dead&#34; gibt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Genre Zombiefilm erlebt seit geraumer Zeit ein erstaunliches Leinwand-Comeback. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis auch die zuckenden Widergänger ihre humorvolle Huldigung abbekommen.</p>
<p>Für Titelheld Shaun (Co-Autor Simon Pegg) und seinen WG-Kumpel Ed (Nick Frost) ist die Studentenzeit stehengeblieben: Zwischen Brotjob, Spielkonsole und Stammkneipe schlagen sich die beiden End-Zwanziger mit Beziehungsproblemen und Alltagssorgen herum und kriegen gar nicht mit, wie die Welt um sie herum im Chaos versinkt. Wobei kein wirklich großer Unterschied zwischen der brav robotenden Bevölkerung und dem stetig wachsenden Zombieheer besteht &#8230;</p>
<p>Mit entfesselter Kamera, einer erstaunlich hohen Gagdichte und viel Gespür für das sozialkritische Element im Genre legt der junge englische TV-Regisseur Edgar Wright eine köstliche Teenie-Horrorkomödie vor, die mit wenigen Fäkalscherzen auskommt und im Gegensatz zu vergleichbaren Streifen wie der Scary Movie-Reihe nicht nur auf eine wahllose Ansammlung von Filmzitaten setzt, sondern im Ganzen eine gelungene schwarzhumorige Verneigung vor George A. Romeros Klassiker Dawn Of The Dead gibt. Leider geht der furchtlosen Parodie nach furiosem Auftakt in der Mitte ein wenig der Atem aus. Nichtsdestotrotz: Für Horrorfans ein netter hirntoter Feierabendspaß. Und: Mit From Dusk Till Shaun wirft bereits ein Nachfolger seine Schatten voraus.</p>
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		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
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		<title>RESIDENT EVIL 2: Apocalypse [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/news/resident-evil-2-apocalypse-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Oct 2004 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Breitwand-Zombiegemetzel nach dem gleichnamigen Computerspiel geht in die zweite Runde.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Glücklich dem von Zombies bevölkerten unterirdischen Laborkomplex entronnen, wacht Heldin Alice im Krankenhaus von Raccoon City aus dem Koma auf. Doch das tödliche Virus, das Leichen zu gefräßigen Widergängern mutieren lässt, hat sich bereits in der Stadt ausgebreitet &#8230;</p>
<p>Vergessen wir Dialoge, Handlung, Charaktere – „Resident Evil: Apocalypse“ folgt, wie schon der gelungene erste Teil, der stringenten Schlüssel-Schloss-Logik des gleichnamigen Computerspiels. Und wie bei jedem PC-Abenteuer, so wartet auch hier der zweite Teil mit neuen Fähigkeiten für die Superheldin und einem noch mächtigeren Endgegner auf. Bauchnabelfrei im neckischen Netzhemdchen geht Ex-Modell Milla Jovovich dem Heer der zuckenden Untoten wahlweise mit Schrotflinte oder wildem Kung-Fu an den Kragen.<br />
<br />
Das völlig sinnfreie, erneut im kühlen Designerlook inszenierte Gemetzel ist diesmal jedoch näher dran am legendären „Thriller“-Video von Michael Jackson als an der apokalyptischen Hoffnungslosigkeit des Genreklassikers „Dawn Of The Dead“. Was dem stylischen Streifen trotz Kurzweiligkeit viel von seiner düsteren Grundstimmung raubt. Egal: Level 2 gemeistert, „Resident Evil: Afterlife“ folgt 2006.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
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		<title>I, Robot</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/i-robot/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Aug 2004 01:00:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Der SciFi-Klassiker von Isaac Asimov mit dem unsäglichen Will Smith in der Hauptrolle - ob das mal gutgeht?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alex Proyas bildstarke Visionen zukünftiger Metropolen animierten den Nürnberger Architektenclub BauLust e. V. vor Jahren dazu, seinen Fiction-Noir-Streifen „Dark City“ im Rahmen einer „Architektur &#038; Film“-Reihe im Filmhauskino noch einmal gesondert zu würdigen. Zu Recht: Was der 40-jährige Australier in seinen ratzedüsteren Leinwandspektakeln an städtebaulicher Ästhetik auffährt, ist ohne Frage eine Wucht &#8211; da weiß man auch, wo die Wachowski-Brüder für ihre „Matrix“-Trilogie gewildert haben. Proyas Problem ist jedoch ein anderes: Als Erzähler taugt er rein gar nix. </p>
<p>Fielen die hauchdünnen Stories bei „Dark City“ und auch „The Crow“ zu Gunsten einer faszinierend-dichten Grundstimmung nicht weiter ins Gewicht, so verkommt sein jüngster Dark-Future-Streich „I, Robot“ dank eines völlig eindimensionalen Hauptdarstellers zu einer handelsüblichen, durch und durch voraussehbaren Actionklamotte. Will Smith („Man In Black“) macht uns einmal mehr den lustigen Neger mit Polizeimarke, der als einziger nicht an Selbstmord glaubt, als Roboter-Chefkonstrukteur Dr. Alfred Lanning aus dem Wolkenkratzer des mächtigen U.S. Robotics-Konzerns in den Tod stürzt. Er vermutet, dass ein Bot der Mörder ist &#8211; im Chicago des Jahres 2035 ein absurder Gedanke. Längst sind die Haushalte des Landes flächendeckend mit hilfreichen Androiden versorgt, die als intelligente Diener per Programmierung alle den drei eisernen Robotergesetzen unterliegen. Und die besagen, dass kein Bot einem Menschen etwas tun darf. Doch scheinbar haben die Maschinen längst ihre eigene Evolution vorangetrieben &#8230;</p>
<p>Stoff für philosophische Gedankenspiele, wie sie „Blade Runner“ oder der erste Teil von „Matrix“ aufwarfen? Fehlanzeige. Statt Intelligenz regiert bei „I, Robot“ einmal mehr belangloses Haudrauf-Kino in Reinkultur, getreu dem ersten großen Popcornkino-Gesetz: „Erst schießen, dann fragen.“ Isaac Asimovs Kurzgeschichten aus den 50er Jahren mussten als sinnstiftender Vorwand für coole Sprüche, wilde Schießereien und rasende Verfolgungsjagden herhalten. Erschreckend bei dieser ideenlosen Umsetzung ist vor allem auch das bodenlos-dreiste produkt placement: Allein in der ersten Viertelstunde wird man das Gefühl nicht los, dass man versehentlich in eine flott geschnittene Dauerwerbesendung für Sportwagen, Stereoanlagen und hippe Turnschuhe geraten ist. Wenig Inhalt, aber tolle Verpackung – bei Alex Proyas bleibt alles wie gehabt.<br /></p>
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		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
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	</item>
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		<title>EINE ITALIENISCHE HOCHZEIT [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/eine-italienische-hochzeit-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Aug 2004 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Vorsicht: Hier ist mal wieder einer jener Filme, in die Mann unter Umständen mit muß, wenn die Freundin kürzlich in &#34;The Punisher&#34; geschleppt wurde...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Melbourne Mitte der 50er Jahre: Alles paletti in Little Italy, hätte nur endlich der schüchterne Kellner Angelo eine Frau zum Heiraten. Da sein smarter Bruder Gino erst zum Zug kommt, wenn der Stammhalter unter der Haube ist, nimmt die komplette italienische Gemeinde, die Tag für Tag das kleine „Café Latino“ bevölkert, Anteil am vergeblichen Werben des wortkargen Waschlappens. Eine Fernehe via Heiratsvermittlung soll´s richten, doch Angelo legt dem alles entscheidenden Brief kurzerhand das Foto seines Womanizer-Bruders bei. Mit zwei Koffern und einem Sack voller Träume segelt die bezaubernde Rosetta von Italien nach Down Under – um vor Ort festzustellen, dass nichts so ist, wie es schien.</p>
<p>Sanft, behäbig und mit aller Ruhe dieser Welt lotet Regisseur Jan Sardi die Irrungen und Wirrungen einer Liebe aus, die mit einer Lüge beginnt. Mit blassen Farben und Bildern wie aus einem Hochglanz-Ulaubsprospekt (Kamera: Andrew Lesnie/„Der Herr der Ringe“) streckt er die dünne Story und erzählt nicht ohne Charme eine leise Liebesgeschichte, die so voraussehbar ist wie der Belag einer Schinken-Champignon-Pizza. Dennoch: Schwer romantische Seelen, denen die Exil-Ethno-Komödie „My Big Fat Greek Wedding“ zu aufdringlich war, könnten hier auf ihre Kosten kommen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
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	</item>
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		<title>ROAD TO MEMPHIS</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/road-to-memphis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jul 2004 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Selbst in Memphis, der einstigen Hochburg schwarzer Musik, ist der Blues auf den Hund gekommen ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Selbst in der Beale Street, dem einstmals pulsierenden Zentrum heißer schwarzer Musik im Herzen von Memphis, das heute nur mehr aus Souvenirläden und Touristenlokalen besteht, mag sich keiner mehr an Rosco Gordon erinnern. Nur der Musiker am Eingang eines Restaurants, der Kunden herbeisingen soll, erkennt den alten Blueshelden, ganz selbstverständlich legen die beiden mitten auf dem Bürgersteig eine improvisierte Session hin.</p>
<p>Es ist einmal mehr der Zauber der gefundenen Bilder, der den Reiz dieser liebevollen Hommage ausmacht. Unter verschiedenen Kapitelüberschriften montiert Regisseur Richard Pearce mit feiner Hand unveröffentlichtes Archivmaterial und verwehte Erinnerungen in schwarz-weiß zu zeitgenössischen Aufnahmen und famosen Konzertmitschnitten von 2001. Die Kamera verfolgt die Protagonisten von einst zu den alten Schauplätzen, begleitet Ike Turner in Sam Philips legendäre Sun Studios, wo auch Elvis seine ersten musikalischen Gehversuche machte, geht mit Bobby Rush auf Tour und folgt dem großen B.B. King zu WDIA, der ersten Radiostation, die schwarze Musik spielte und schwarze Moderatoren (darunter King selbst) beschäftigte. </p>
<p>So entsteht das leise, spannende Portrait einer musikalischen Epoche, in der der Blues noch dem schwarzen Mann gehörte und das Ersetzen des Wortes „Jesus“ durch „Baby“ in den Liedtexten einer Revolution gleich kam. In der Musiker und Produzenten noch ganze Kerle waren und es dennoch genauso ums Geld ging wie heute. </p>
<p>Der Blues, soviel steht fest, ist selbst in Memphis auf den Hund gekommen – zumindest, was die alte Schule angeht. Früher, erinnert sich Gordon, der mit 15 seinen ersten Cadillac kaufte, nach dem Ende seiner Karriere in einer Reinigung arbeitete und sechs Wochen nach den Dreharbeiten starb, wurde der Blues von einem oder zweien gespielt, „da stand keine Armee auf der Bühne.“ Und: „Sie spielten ihn nicht so laut.“<br /></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
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	</item>
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		<title>Lautlos [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/news/lautlos-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 May 2004 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src=&#34;../../images/gallery2/lautlos_cover.jpg&#34; width=&#34;75&#34; align=&#34;left&#34;>
Ein deutscher Thriller? Aber hallo!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein asketischer Profi-Killer mit blutiger Kindheit (athletisch-kantig: Joachim Król) wird unvorsichtig, als er sich in die Beinahe-Zeugin Nina (geheimnisvoll: Nadja Uhl) verliebt. Die Polizei (Christian Berkel als exzentrischer Ermittler) heftet sich an seine Fersen, doch vor dem Ausstieg in ein neues Leben muss Viktor noch sein letzter Auftrag gelingen &#8230;</p>
<p>In der Schule wär’s ein Dreier, was Mennan Yapo hier unter den Fittichen von Tom Tykwer („Lola rennt“) als Regiedebüt abliefert: Kühl, flott und gar nicht mal so unspannend gelöst, doch Punktabzug wegen völlig hahnebüchender Dialoge. Beispiel gefällig? „Ich konnte es mir nicht nehmen“ – „Was?“ „Das Leben. Es war schon weg.“ Keine Ahnung, ob außer der neuen deutschen Pop-Hoffnung „Wir sind Helden“ im wirklichen Leben irgendwer so einen gequirlten Vollschmarrn ablässt – von dem gequälten Pathos in den Stimmen der Schauspieler ganz zu schweigen. Wer bitteschön redet so? In solchen Momenten wünscht man sich, die Macher hätten den Filmtitel ein Stück weit wörtlich genommen.</p>
<p>Beim Versuch, einen coolen deutschen Thriller vorzulegen, ist Yapo sichtlich bemüht, ja nicht in die Tatort-Falle zu tappen. Was soweit auch gelingt. Das Ergebnis ist ein handwerklich solides und ganz unterhaltsames wenngleich betont auf stylisch getrimmtes Katz und Maus-Spiel geworden, bei dem eine kühle Blonde zwischen einem einsamen Killer und einem eiskalten Bullen steht, ein paar finstere Osteuropäer die Fäden im Hintergrund ziehen, ein väterlicher Freund die Schlüsselposition einnimmt und es Charaktere gibt wie „der Russe“ und „die Kettenraucherin“. Keine ernsthafte Konkurrenz für „Léon &#8211; Der Profi“ und den „Eiskalten Engel“ also, aber zumindest eine nette Alternative aus heimischem Anbau.</p>
<p><b>Homepage:</b> <a href=http://www.lautlos-derfilm.de target=_blank>www.lautlos-derfilm.de</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
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	</item>
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		<title>BIG FISH [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/news/big-fish-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Apr 2004 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Tim Burton meldet sich zurück - und wie!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><center></center><br />Nach dem vielgescholtenen Remake des „Planet der Affen“ meldet sich Tim Burton („Nightmare Before Christmas“) als meisterlicher Märchenerzähler zurück. Mit dem ihm ureigenen comichaften Gothic Novel-Charme erzählt er von einer schwierigen Vater-Sohn-Beziehung. Will Bloom (Billy Crudup), Journalist und Vernunftsmensch, ist müde ob all der fantastischen Münchhauseniaden, die sein Erzeuger (verschmitzt: Albert Finney) bei jeder sich bietenden Gelegenheit gewinnbringend zum Besten gibt. Alle lieben ihn dafür, doch Will ist der Ansicht, dass er nie wirklich etwas über seinen vermeintlich so selbstgefälligen Erzeuger erfahren hat. Erst am Sterbebett des Vaters taut das Eis zwischen den beiden.</p>
<p>„Big Fish“ ist optisch wie inhaltlich ein dichter Trip, der uns in die geheimnisvolle Grenzwelt zwischen Wahrheit und Dichtung entführt. Hat Edward Bloom tatsächlich in das Auge einer Hexe geblickt, ein vergessenes Dorf gerettet und sich mit einem Riesen auf Wanderschaft begeben? Mit zahlreichen Einzelepisoden zündet Burton ein fulminantes Feuerwerk, das das Herz all jener rühren wird, die eine gute Geschichte zu schätzen wissen – und verstanden haben, dass es stets auf das rechte Maß an Dichtung und Augenzwinkern ankommt, um eine nette Episode so zu schmieden, dass sie den Alltag bunter macht. Ganz groß!<br /></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
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	</item>
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		<title>PETER PAN [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/news/peter-pan-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Apr 2004 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Schon wieder Peter Pan? Nichtsdestotrotz mußte der gnadiator gleich die allererste Kinovorstellung am Vormittag entern, um seinen Helden einmal mehr über die Leinwand toben zu sehen...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon wieder Peter Pan? Nach der völlig-sinnfreien Disney-Fortsetzung „Neue Abenteuer in Nimmerland“ drückt eine weitere Realverfilmung des Kinderbuchklassikers über den Jungen, der nie erwachsen werden will, in die Kinos und auf die Tränendrüse. Der Australier Paul John Hogan („Die Hochzeit meines besten Freundes“) inszeniert die sattsam-bekannte Geschichte von J. M. Barrie werkgetreu und streut dennoch ein paar liebenswerte Variationen ein. So ist Wendy (Rachel Hurd-Wood) hier ein aufgeweckter frühreifer Teenager, der sich kernig mit Piraten schlägt und ganz und gar nicht seinem spießigen viktorianischen Rollenklischee entspricht. Peter (Jeremy Sumpter) ist stolz und zart zugleich, Elfe Glöckchen (Ludivine Sagnier) erinnert an eine hektische VIVA-Moderatorin, die Indianer kommen so gut wie gar nicht mehr vor und Käpt’n Hook (Jason Isaacs) bleibt Käpt’n Hook. Herausgekommen ist eine kunterbunt-fröhliche wenngleich äußerst kalorienreiche Adaption mit deutlich zuviel Zuckerguss. Ohne Ecken und Kanten, Brüche und Abgründe wird mit allem, was die Trickkiste hergibt, 107 Minuten lang geklotzt nicht gekleckert. Dass einem hier vieles bekannt vorkommt, könnte an der latenten 90er-Jahre-Disneyland-Optik liegen &#8211; als hätten die Macher Kostüme und Kulissen komplett von Steven Spielbergs mieser „Hook“-Verfilmung (1991) übernommen! Nichtsdestotrotz: Für klischeeerprobte Peter Pan-Fans durchaus lohnenswert.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
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	</item>
		<item>
		<title>SCHOOL OF ROCK [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/news/school-of-rock-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2004 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Spätestens seit &#34;High Fidelity&#34; ist Jack Black bekannt als einer, der Ahnung hat vom Rockbiz. Und das nicht nur, weil er neben seiner Schauspielerei bei der obercoolen Comedy-Rock-Truppe Tenacious D. zockt...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vergessen wir Geschichte und Botschaft des Films – die ausgelutschte Nummer über Unkonventionalität, Mannschaftsgeist, die Überwindung eigener Schwächen und die entkrampfende Wirkung der Beatmusik wurde wirklich schon oft genug erzählt. Was als Sportfilm (bevorzugt als Portrait einer hoffnungslosen Baseballmannschaft, die am Ende den Pokal holt) klappt, funktioniert auch als Rock’n’Roll-Variante des „Clubs der toten Dichter“. </p>
<p>Dewey Finn, arbeitsloser Vollblut-Rockmusiker in Zahlungsschwierigkeiten, erschwindelt sich einen Job als Aushilfslehrer an einer Elite-Grundschule, um vor der versammelten Klasse entsetzt feststellen zu müssen, dass keiner der Dreikäsehochs jemals von <a href=http://www.vampster.com/search/show/index.php4?searchString=led+zeppelin>Led Zeppelin</a>, <a href=http://www.vampster.com/search/show/index.php4?searchString=ac%2Fdc>AC/DC</a> oder <a href=http://www.vampster.com/search/show/index.php4?searchString=motörhead>Motörhead</a> gehört hat. Das muss sich ändern: Statt Algebra und Grammatik stehen künftig Rocktheorie und Rockverständnis auf dem Stundenplan, als Hausaufgabe gibt´s Alben von Rush, Yes und Pink Floyd zum Analysieren mit, und den Nachmittag über wird das Erlernte dann handfest und praxisnah in die Tat umgesetzt. Mit der Schülerband will Finn am „Battle Of The Bands“-Wettbewerb teilnehmen, wo dem Sieger 20.000 Dollar winken&#8230;</p>
<p>„School Of Rock“ (Regie: Richard Linklater) lebt ganz klar von Hauptdarsteller Jack Black („High Fidelity“). Der singt im wirklichen Leben bei der anarchistischen Comedyrocktruppe Tenacious D. und kennt sich aus im Genre, entsprechend treffend sitzen Wortwitz und Situationskomik. „Ich diene der Gesellschaft an vorderster Front, indem ich die Menschen mit meiner Musik befreie“, erklärt der schwergewichtige Mit-Dreißiger und ermahnt den Streber am Klassenkeyboard: „Hey Lawrence, hör’ auf zu lesen &#8211; jetzt wird gerockt!“</p>
<p>Flach, völlig überraschungsfrei und mit der ein- oder anderen Länge, ist „School Of Rock“ für Rockfans dennoch ein liebevoller, respektloser und recht unterhaltsamer Schmarrn geworden.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118426</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>DEEP BLUE (Filmkritik)</title>
		<link>https://vampster.com/news/deep-blue-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2004 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[90 Minuten unter Wasser - wird das nicht langweilig? Mitnichten!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht erst seit „Findet Nemo“ weiß man, wie schwer es ist, einen spannenden Unterwasserfilm zu machen. Fünf Jahre lang filmten 20 Kamerateams im Auftrag der BBC an über 200 Drehorten rund um den Globus und brachten 7000 Stunden Rohmaterial mit. Bilder von Fischschwärmen, die blitzschnell wie auf ein geheimes Kommando die Richtung ändern. Von Eisbären, die im Ewigen Eis eingeschlossene Wale jagen, Tiefseebewohnern, die sich in bodenloser Finsternis ihr eigenes Licht machen, giftigen Vulkanen und dem größten Gebirge der Welt in vielen Tausend Metern Tiefe am Meeresgrund.</p>
<p>Das auf 90 Minuten zusammenkomponierte und mit einem flotten Schnitt versehene Material funktioniert auch ohne 3-D-Spielereien mit der alten Magie des Kinos und dem unverändert-fesselnden Zauber gefundener Bilder. Bei dem informativen Streifzug durch die Weltmeere braucht es kein Drehbuch für all die kleinen Geschichten, die auf, über und unter der endlosen Wasserwüste tagtäglich tausendfach passieren und bei denen es immer um Leben und Tod geht. Und vieler Worte bedarf es auch nicht: Hier und da eine erklärende Stimme aus dem Off, eine Handvoll dezenter Soundeffekte sowie der fette Score von George Fenton („Gandhi“) und den Berliner Philharmonikern machen diesen opulenten Bilderrausch zu einem faszinierenden Kinoerlebnis.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118425</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>DER EINSATZ [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/news/der-einsatz-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2004 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Al Pacino ist eigentlich ein Garant für gute Kinounterhaltung. Doch in diesem US-Geheimdienstthriller ist nichts so, wie es scheint...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Trau schau wem. Als sich IT-Spezialist James Clayton (Colin Farrell) im entlegenen Ausbildungslager des C.I.A. wiederfindet, verschwimmen schnell Schein und Wirklichkeit im Leben des jungen Geheimdienstanwärters: Was ist richtig, was ist falsch? Welche Rolle spielte James Vater beim C.I.A.? Und: Auf welcher Seite steht die schöne Layla (Bridget Moynahan)? Alles Fragen, die Clayton in seinen ersten richtigen Auftrag mitnimmt&#8230;</p>
<p>Was sich ganz nett anlässt, ist unterm Strich nur ein weiterer US-Propagandafilm &#8211; ein zutiefst patriotisches Spektakel im schmucken Thrillergewand. So erfährt der geneigte Zuschauer, dass der mächtige C.I.A. mitnichten „ein Haufen alter Männer ist, der uns gerade dann im Stich gelassen hat, als wir ihn am dringendsten gebraucht hätten“, sondern eine fleißige, weltweit operierende Firma, deren viele tolle Erfolge nur nie an die Öffentlichkeit gelangen. „Unsere Sache ist gerecht“, erklärt C.I.A.-Ausbildungschef Burke den neuen Agenten-Azubis mit todernstem Gesicht, „unsere Feinde haben uns umzingelt“. Als Zuschauer wartet man ob all dieser handfein servierten Botschaften vergeblich auf einen Bruch, auf Überraschungen, auf irgendeine geniale Finte. Doch auch inhaltlich ist in diesem wenig originellen Verwirrspiel nichts so, wie es scheint – was soweit zumindest schon mal konsequent ist. </p>
<p>Geschickt kaschiert der australische Regisseur Roger Donaldson („Dante´s Peak“, „Species”) die latente Einfallslosigkeit des Drehbuchs, variiert geschickt die wenigen Plotideen und strickt munter weiter am Mythos von Freiheit und Gerechtigkeit im Zeichen des Weißkopf-Seeadlers. So bleibt ein überraschungsarmer, mäßig spannender und nicht wirklich packender Thriller, der viel verspricht und wenig hält &#8211; von der tadellosen Besetzung mal abgesehen: Al Pacino als undurchsichtiger Ausbilder ist ein Selbstläufer, Collin Farrel („Daredevil“, „Nicht auflegen!“) empfiehlt sich einmal mehr als hoffnungsvoller Jungmime.</p>
<p>Bis zum enttäuschenden Finale führen Mentor und Adept viele konspirative Gespräche in Autos, auf Parkbänken und an der Würstelbude, imagegerecht flattert immer mal wieder die amerikanische Flagge in Großaufnahme durchs Bild, und Gut und Böse sind einmal mehr klar definiert. Wer’s mag.</p>
<p>Filmstart: 15.01.2004<br />
Länge: 115 Minuten</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118424</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>DAS SAMS IN GEFAHR [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/news/das-sams-in-gefahr-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Dec 2003 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Teil 2 der charmanten Kinderbuchreihe aus Bamberg - Paul Maar rulez!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
„Ich habe keine Freunde, nur Mitschüler“, klagt Martin. „Immerhin“, tröstet Papa Taschenbier – und vermag doch nichts an der Tatsache zu rütteln, dass wieder keiner zur Geburtstagsparty seines Sohns erschienen ist. Höchste Zeit, das Fläschchen mit den Sams-Rückholtropfen hervorzukramen, das seit zehn Jahren im Badezimmerschrank auf seinen Einsatz harrt. So bekommt Martin doch noch Besuch, aber der wirbelt mit seinen Wunschpunkten einmal mehr die beschauliche Kleinstadtordnung im verschlafenen Bamberg durcheinander.</p>
<p>Zwei Jahre liegt das erfolgreiche erste Sams-Kinoabenteuer zurück, dem nun eine anständige Fortsetzung folgt: „Das Sams in Gefahr“ ist ein geglückter, rundum unterhaltsamer Familienfilm geworden, der die erfolgreiche Kinderbuchserie kongenial auf die Leinwand hievt. Ja, so ungefähr hatte man sich das Sams bei der Lektüre vorgestellt!</p>
<p>Das Wiedersehen mit dem schrägen Rotschopf im quitscheblauen Ganzkörperkondom fußt auf dem fünften Band des Bamberger Autors Paul Maar, der seinen frechen unkonventionellen Helden mit Schweinsnase und Igelfrisur bereits vor über 30 Jahren erfand. Wieder hat der holländische Regisseur Ben Verbong ein vorzügliches Ensemble versammelt (Christine Urspruch als das Sams, Ulrich Noethen als Papa Taschenbier, Dominique Horwitz als sadistischer Sportlehrer Fitzgerald Daume) und legt einen wohldosierten, unaufdringlichen zweiten Teil vor. Der kokettiert charmant mit dem Humor der Schullümmelfilme, ist ein Stück weit Parabel auf die Gier der Menschen und mag gar nicht erst in Konkurrenz mit effektüberladenen Spektakeln der Marke Harry Potter treten. Ein bißl Magie darf freilich dennoch sein: Wer das Sams wunschpunkttechnisch wieder aufladen will, muss mit ihm in einer Vollmondnacht auf ein Hausdach steigen und es laut „Gatsmas“ (= Samstag rückwärts) rufen lassen. Nein, wir geben hier keine Sams-Geheimnisse preis – so was ist Sams-Grundwissen! Fazit: Rückholaktion geglückt – und Bamberg steht glücklicherweise auch noch.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118423</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>MATRIX REVOLUTIONS (Filmkritik)</title>
		<link>https://vampster.com/news/matrix-revolutions-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2003 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach dem genialen ersten Teil und der katastrophalen Fortsetzung geht die &#34;Matrix&#34;-Saga nun in die Schlußrunde. Flop oder top?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„MATRIX REVOLUTIONS“</p>
<p>Schon interessant: Trotz sich ständig überbietender Innovationen auf dem imaginären Waffenmarkt läuft es im Leinwandspiel Gut gegen Böse nach wie vor auf das klassische Finale hinaus. Jedes Mal stehen sich die beiden Hauptkontrahenten am Ende doch wieder Auge um Auge gegenüber und machen es mit Fäusten unter sich aus. Ganz herkömmlich, wie früher auf dem Schulhof. Das Finale der „Matrix“-Saga steht sinnbildlich für diese eklatante Einfallslosigkeit nicht nur im Science-Fiction-Genre: Dem Popkornkino geht die Luft aus.</p>
<p>Wo ein längst zum Klassiker avancierter erster Teil 1999 nicht nur in Sachen Optik Maßstäbe setzte und Gedankenfutter für abendelange Diskussionsrunden abwarf, ist Teil 3 glücklich nur noch Spektakel. Einziger Sinn von „Matrix Revolutions“: Es endlich zu Ende zu bringen. Mit dem bewährten Mix aus Esoterik, kruden Verschwörungstheorien und mächtig viel Pathos, der selbstkreierten Bildästhetik und einem fast schon absurden Feuerwerk aus Spezialeffekten versuchen die Gebrüder Andy und Larry Wachowski zu überspielen, dass ihnen für den Showdown nichts, aber auch gar nichts mehr eingefallen ist.</p>
<p>Doch wie heißt es so schön? „Wat mut, dat mut!“. So taumelt der Krieg der Menschen gegen die Maschinen in die letzte Runde, es gilt, Zion, die verbliebene Zufluchtsstätte der freien Welt, zu verteidigen. Erledigt wird diese Materialschlacht vom sattsam bekannten Personal: Rebellenführer Morpheus (gewohnt ausdruckslos: Laurence Fishburne), Lack- und Ledermietze Trinity (agiert mit der Leidenschaft eines toten Karpfens: Carrie-Anne Moss) und natürlich Neo, dem Messias unter den Powerhelden, der als „Auserwählter“ den Verkehr in der Matrix längst durch lockeres Handauflegen regelt (wie immer mit stoischem Gesicht am Weltretten: Keanu Reeves). Da werden sich selbst erklärte Science-Fiction-Fans schwer tun, den dürftigen Gehalt von „Matrix Revolutions“ schönzureden, denn mehr als ein Wiedersehen mit den Helden ist hier erneut nicht drin.</p>
<p>Wer indes Antworten auf die zahlreichen in den ersten beiden Teilen aufgeworfenen Probleme und Interpretationsmodelle erwartet, darf enttäuscht sein: „Matrix 3“, zeitgleich mit dem zweiten Teil abgedreht, verliert sich im dicht gepackten Dschungel moderner Mythenbildung, speist (wenn überhaupt) mit billigen Erklärungsversuchen ab und scheitert so sauber am selbstgewählten Anspruch. Dass das große Finale laut, banal, prahlerisch, geschwätzig und vor allem sengend langatmig daherkommt, war nach dem katastrophalen zweiten Teil abzusehen. Das eigentliche Drama von „Matrix Revolutions“ ist, dass hier erneut die Form über den Inhalt siegt. Große Geschichten gibt’s dann halt anderswo.<br />
<br />
So ist es jedoch zumindest ganz prima, zu sehen, wie sich der Mythos von selbst entzaubert. Nicht nur mit Dialogen hart an der Grenze zur Realsaitre entpuppt sich dieser Aufstand als das, was schon sein Vorgänger war: Ein überraschungsfreier, hoffnungslos aufgeblasener Actionstreifen mit einer widerlichen Portion Pseudoanspruch, die nicht mal im Ansatz das hält, was sie verspricht. Doch der Schein bestimmt nun mal das Bewusstsein, und so finden sich am Ende die Protagonisten superkraft getankt in der Schlammgrube zur visuell einmal mehr beeindruckenden, wenngleich längst nicht mehr sonderlich visionären Prügelnummer ein.</p>
<p>Kino als Computerspiel, alles wie gehabt. Bleiben auf der Habenseite und als reeler Gegenwert fürs Kinoticket einzig die zwanzig Minuten der famos in Szene gesetzten Abwehrschlacht um Zion, die isoliert betrachtet zumindest die Fans von riesigen, aus allen Rohren feuernden Kampfrobotern zufrieden stellen dürfte.<br /></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118422</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>HOLLYWOOD COPS [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/hollywood-cops-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Sep 2003 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://vampster.com/news/hollywood-cops-filmkritik/</guid>

					<description><![CDATA[Harrison Ford als saucooler Cop in einem actiongeladenen Buddy-Movie - ist doch mal was Neues. Spaß beiseite: Sein neuer Streifen taugt nicht wirklich etwas ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Er war mal so etwas wie ein Qualitätsgarant: Harrison Ford, unsterblich als raubeiniger Charterpilot Han Solo im Krieg der Sterne, als Draufgänger Indiana Jones und als Replikantenjäger Rick Deckard in Blade Runner. Doch spätestens seit Filmen wie Die Stunde der Patrioten mischt sich regelmäßig auch deutliches Mittelmaß in die umfangreiche Filmographie des 61-Jährigen. Sein neuester Streich Hollywood Cops“ (Regie: Ron Shelton, Weiße Jungs bringen´s nicht) fügt sich da prima ein.</p>
<p>Es geht um einen Mord: Vier hoffnungsvolle Nachwuchsrapper wurden erschossen, weil sie vorzeitig aus einem hochdotierten Plattenvertrag aussteigen wollten. Joe Gavilan (Harrison Ford) und sein junger Kollege K. C. Calden (Josh Hartnett, Pearl Harbor) vom Morddezernat Hollywood jagen den mächtigen Plattenboss quer durch Los Angeles &#8211; und müssen nebenher ihre zahlreichen Hobbys und Nebengeschäfte am Laufen halten. So klingeln die Handys im Minuten-Takt, die Helden verticken sogar am Mordschauplatz munter Immobilien. Mit zunehmender Laufzeit wird der Slalom zwischen Hamburgerhütten und Leichenschauhäusern, Verhören, Schauspielproben, esoterischen Yogakursen und himmelschreienden Verfolgungsjagden immer absurder.</p>
<p>An Ford selbst liegt´s nicht, dass dieses flache Buddy-Movie nicht so recht aus dem Quark kommt. Die Rolle als saucooler Cop schüttelt sich der Hollywood-Altstar lässig aus dem Ärmel, bringt sein unvergleichliches Augenzucken und hat damit schon gewonnen. Auch Josh Hartnett spielt tapfer gegen die verworrene und seltsam überladene Rahmenhandlung dieser farblosen 08/15-Actionklamotte an. Zumindest der Humorgehalt der Hollywood Cops ist jedoch überraschend hoch und hält die Zuschauer 116 Minuten lang einigermaßen bei Laune. Dass das unterm Strich dennoch alles nicht viel hermacht, hat wohl auch Harrison Ford gemerkt, der derzeit am vierten Teil der Indiana Jones-Saga bastelt. Und der wird hoffentlich wieder ein Treffer.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
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	</item>
		<item>
		<title>DER ZEHNTE SOMMER [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/news/der-zehnte-sommer-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Sep 2003 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Film über die schönste Zeit der Welt: Die Sommerferien!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sein Kiez ist sein Königreich: Karl Spielplatz (famos: Martin Stührk), neun Jahre alt, ist König Kalli von Küllerskamp. Mit seinem roten Tretroller rast das pfiffige Kerlchen durch die niederrheinische Siedlung, wo der Mief der 60er Jahre seine Zentrale hat. Doch allen Tagträumen zum Trotz: Etwas ist faul im Staate Küllerskamp! Warum darf Kalli nicht mit Nachbarstochter Franzi sprechen? Welches Geheimnis führt den Vater (Kai Wiesinger) in das verrufene Nachbarhaus? Und da ist dann noch die Geschichte mit dem Zoo, den Kalli und seine Kumpels gründen wollen und für den ihnen der Schrotthändler einen quicklebendigen Affen schenkt. Doch wohin mit der grünen Meerkatze? Nur die halbseidenen Damen von nebenan wissen Abhilfe&#8230;</p>
<p>Regisseur Jörg Grünler erzählt seine Geschichte (nach dem Buch von Dieter Bongartz) leise, locker und mit erstaunlich viel Einfühlungsvermögen. Als sonniger Familienfilm mit mächtig viel Abenteuercharme kommt „Der zehnte Sommer“ dem Geist jener unschuldigen Tage sehr nahe, als die Sommerferien unendlich lang, die Tage sorglos und die Träume noch nicht zurechtgestutzt waren. Sehenswert!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118420</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>FLUCH DER KARIBIK [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/news/fluch-der-karibik-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Aug 2003 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Ready for Boarding? Mit &#34;Fluch der Karibik&#34; feiert der Piratenfilm seine Rückkehr auf die Kinoleinwände dieser Welt ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Leute, holt Euere <a href=http://www.vampster.com/search/show/index.php4?searchString=Running+Wild&#038;imageField.x=0&#038;imageField.y=0>RUNNING WILD</a>-Scheiben raus: Der Piratenfilm ist zurück, und das mit jeder Menge Pulverdampf! Naturgemäß ist bei solch einem XXL-Spektakel die Verpackung das Maß der Dinge, dennoch wartet Regisseur Gore Verbinski (The Ring) mit feinem Humor und wohldosiertem Tempo, stimmigen Spezialeffekten, einem Augenschmaus an Bildern und nicht zuletzt einer famosen Besetzung auf. Johnny Depp als herrlich feminin-ausgebuffter Freibeuterkapitän mit Dachschaden empfiehlt sich einmal mehr als Qualitätsgarant, Legolas Orlando Bloom mimt tapfer den strahlenden Herzensbrecher, und bei Keira Knightley (Kick It Like Beckham) als beherzter Gouverneurstochter sitzt selbst im dichtesten Geschütznebel das Make-Up stets perfekt. So soll es sein!</p>
<p>Bei so viel versammeltem Bombast darf man für 135 Minuten wieder zwölf Jahre alt sein &#8211; und die Geschichte beherzt in die Tonne treten. Nur die letzte Goldmünze aus einem legendärem Piratenschatz kann den Fluch lösen, der Käpt´n Barbossa und seine untote Mannschaft zur ewigen Kaperfahrt verdammt. Das gesuchte Stück befindet sich im Besitz einer schönen Gouverneurstochter, deren Entführung prompt ein ungleiches Heldenpaar auf den Plan ruft &#8211; und natürlich die Royal Navy.</p>
<p>Fluch der Karibik hat alles, was das Genre ausmacht: Rasende Säbelduelle und fette Seeschlachten, üppige Kulissen, einen epischen Score, humorvolle Dialoge, latenten Geisterbahncharme und &#8211; naja, die obligatorische Lovestory. Mag da die Spannung nicht immer auf Kurs bleiben und auch die Logik mitunter mal kurz über Bord gehen &#8211; als Abenteuerfilm der Popcornklasse macht dieser Fluch der Karibik eine prima Figur! Und dank Disney als Produktionsfirma sind hier sogar die Zombiepiraten vergleichsweise familienfreundlich unterwegs.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
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	</item>
		<item>
		<title>NICHT AUFLEGEN! [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/nicht-auflegen-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Aug 2003 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://vampster.com/news/nicht-auflegen-filmkritik/</guid>

					<description><![CDATA[Ein urbaner Thriller über ein einziges Telefongespräch - mag das funktionieren??!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>81 Minuten lang dreht sich alles um ein einziges Telefongespräch. Am Rohr: Der derzeit omnipräsente Colin Farrell als arroganter Medienberater Stu Shepard, der den lieben langen Tag mit zwei Handys durch die Straßenschluchten von Manhattan hetzt und Kunden und Künstler, Zeitungsredakteure und Clubbesitzer nach allen Regeln der Kunst gegeneinander ausspielt. Ruhe vor seinem schweißtreibenden Job findet er nur in der letzten abschließbaren Telefonzelle auf der 53. Straße. Von hier aus ruft er täglich Pamela (Katie Holmes) an, eine junge Schauspielerin, mit der er seine Frau betrügt. Als Stu die Telefonzelle an diesem Tag wieder verlassen will, klingelt es. Instinktiv nimmt er den Hörer ab, am anderen Ende ist ein unbekannter Scharfschütze, der alles über Stu weiß &#8211; und ihn im Visier seines Präzisionsgewehrs hat. Seine Botschaft: Wenn du den Hörer auflegst, bist du tot!</p>
<p>Wer ist der unbekannte Anrufer? Ein von Shepard verprellter Schauspieler? Ein verbitterter Vietnam-Veteran? Oder ein perverser Serienkiller, der aus dem Off sein moralisch-verbrämtes Spiel treibt und Stu auf den Weg der Tugendhaftigkeit zurück zwingen will? Das urbane Kammerspiel gerät vollends aus den Fugen, als ein erster Mensch tot neben der Telefonzelle zusammenbricht &#8211; erschossen von dem unbekannten Sniper!</p>
<p>Regisseur Joel Schumacher (Flatliners, Batman &#038; Robin) hat sich in der Vergangenheit eher einen Ruf als biederer Handwerker gemacht hat denn als einer, den die Muse besonders innig geküsst hat. Dennoch legt der Mann hier einen gutklassigen und technisch tadellosen Thriller vor, bei dem die Zutaten passen und auch der Mix stimmt. So bleibt es am Ende das Geheimnis des Films, warum er es trotz luftiger Inszenierung und solidem Spannungsbogen, brauchbaren Darstellern und einer dramatischen Ausgangssituation nicht schafft, das Publikum so richtig in seinen Bann zu ziehen. Die Zuschauer nicht am Schlafittchen packt, ganz tief in die Kinosessel drückt und 80 Minuten lang in Atem hält. Vielleicht &#8211; und das ist eigentlich fast schon gemein, so etwas zu schreiben &#8211; weil Schumacher kein Hitchcock ist und ihm schlicht und einfach der Tick Genialität fehlt. Dennoch: Gelungen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
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	</item>
		<item>
		<title>NATÜRLICH BLOND 2 [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/news/natuerlich-blond-2-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2003 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://vampster.com/news/natuerlich-blond-2-filmkritik/</guid>

					<description><![CDATA[Prädikat ganz schlimm!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Elle Woods (Erkennungsfarbe pink: Reese Witherspoon) hat es geschafft: Der wandelnde Blondinenwitz hat sein Harvard-Studium absolviert, arbeitet als erfolgreiche Anwältin und plant die große Märchenhochzeit. Als jedoch die Mutter ihres schwulen(!) Schoßhündchens Bruiser in einem Testlabor aufgespürt wird, bläst Elle zum Sturm auf Washington. Ein Gesetz muss her, das derartige Versuche verbietet. Doch erst ein oller Hotelportier weiß, wie man im Schatten des Kapitols harte Politikerherz geschmeidig macht &#8230;<br />
<br />
Das schlimmste an dieser gleichermaßen fiesen wie sengend-langweiligen Girlieklamotte sind die dummdreisten Botschaften, die uns Regisseur Charles Herman-Wurmfeld („Dieser Film ist eine Anleitung zum politischen Engagement!“) hier allen Ernstes andrehen will. Zum Beispiel die sozialkritischen Anwandlungen, mit denen die Heldin dieser ätzenden Blondinennummer die Politik als ein durch und durch schmutziges Geschäft entlarvt: „Das ist nicht das, was das Volk will!“ Unter uns: Dieser Film aber auch nicht. Prädikat ganz schlimm! (Und wenn Eure Freundin zweimal mit mußte in „Terminator 3“, „28 Days“ oder „Resident Evil“ &#8211; Freunde, laßt Euch nicht einwickeln und im Gegenzug in diesen Streifen reinzerren! Das Grauen hat viele Gesichter, doch dieses hier ist eine seiner fiesesten Fratzen!!!)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
<wpid>118417</wpid>
	</item>
		<item>
		<title>HULK [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/multimedia/hulk-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jul 2003 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://vampster.com/news/hulk-filmkritik/</guid>

					<description><![CDATA[Was ist groß, grün und hüpft durch die Wüste? Richtig: Der Postfrosch. Oder THE INCREDIBLE HULK!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kraft, rasende Wut und das Gefühl von absoluter Freiheit spürt der Wissenschaftler Bruce Banner (ganz nett: Eric Bana/„Black Hawk Down“) immer dann, wenn er dank einer Überdosis Gammastrahlen zu dem grünen Titan Hulk mutiert und seine Umwelt kurz und klein kloppt. Kein Wunder, dass die US-Army, die schon seinen Vater David (Nick Nolte) im Visier hatte, heiß ist auf das sich selbst heilende Kraftpaket. Einzig Forscherkollegin Betty (supersüß, aber ständig am flennen: Jennifer Connelly) kann dem Monster Einhalt gebieten &#8230;</p>
<p>Nach „<a href=http://www.vampster.com/artikel/show/?id=6267>Spiderman</a>“ (ganz okay), „X-Men“ (durchwachsen) und „DareDevil“ (richtig mies) stürmt mit „The Incredible Hulk“ ein weiterer Marvel-Comicheld die Kinos. Von der Idee her ist diese Superheldengeschichte jedoch näher an Frankenstein als an einer modernen Rächersaga der Marke Superman, spielt mit den atomaren Ängsten der 60er und 70er Jahre und recycelt nebenher geschickt den klassischen Horrorfundus von King Kong bis Dr. Jekyll &#038; Mr. Hyde. Trotzdem enttäuscht die Leinwandadaption von Ang Lee. Der taiwanesische Filmemacher, in der Vergangenheit zuständig für feinfühlige Kinoepen wie „Sinn und Sinnlichkeit“ und „Tiger &#038; Dragon“, räumt der Verwandlung seines Helden zu viel Raum ein, verzettelt sich in wirren Psychogrammen und vergisst ob seiner gemächlichen Erzählweise völlig, einen soliden Spannungsbogen zu zimmern. </p>
<p>Quälende Rückblenden reizen die Konzentrationsspanne der Zuschauer aus, die Charaktere labern wie in den schlimmsten Beziehungsdramen, das Abenteuer kommt nicht aus dem Quark. Da vermag selbst das Finale, in dem der große grüne Mann Panzer und Hubschrauber vermöbelt und halb San Francisco in Schutt und Asche legt, nichts mehr zu reißen. „Hulk“ langweilt trotz innovativer Optik (eine entfesselte Kamera erzählt den platten Plot mit comichaften Bubblegumbildern, witzigen split screen-Einstellungen und tadellosen Spezialeffekten). Ein Streifen, den man am Besten gleich wieder vergisst.</p>
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		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
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		<title>GELEGENHEIT MACHT LIEBE [Filmkritik]</title>
		<link>https://vampster.com/news/gelegenheit-macht-liebe-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Jun 2003 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Interesse an Linda de Mol auf 45? Dann könnte diese US-Klamotte was für Euch sein ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Horror hat viele Gesichter: Probedinner für die Hochzeitsnacht, vorbereitender Tanzkurs, Besuch bei den Schwiegereltern. Kein Wunder, dass Paul (Jason Lee) bei all dem Stress mal eben kurz den Überblick verliert. Am Morgen nach seiner Junggesellen-Party wacht der Bräutigam in spe neben einer fremden Frau auf. Die ist zwar schnell aus der Wohnung hinauskomplimentiert, jedoch beginnen damit erst die denkbar schlimmsten Verwicklungen.</p>
<p>Regisseur Chris Koch hat eine blasse, geschwätzige Klamotte abgeliefert, die sich für keinen Schenkelklopfer zu schade ist. Da werden der Hochzeitsgesellschaft bewusstseinserweiternde Drogen in die Sauce gerührt, billige Furzwitze gerissen, und der einzige alte Mensch im Film ist natürlich notgeil und kifft, was das Zeug hält. Und das alles vor dem Hintergrund einer schwer romantischen Märchenhochzeit nach Hollywood-Modell. „Gelegenheit macht Liebe“ ist so was wie Linda de Mol auf 45 und auch ungefähr so unterhaltsam. Wer´s mag&#8230;</p>
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		<band><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></band>
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		<title>2FAST 2FURIOUS (Filmkritik)</title>
		<link>https://vampster.com/news/2fast-2furious-filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[gnadiator]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Jun 2003 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FILMKRITIK (KINO)]]></category>
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					<description><![CDATA[Selten so gelacht: &#34;2fast 2furious&#34; geht auf die Leinwandpiste. Da hilft nur eines: Hirn tieferlegen lassen!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schenkt man gängigen Kinoklischees Glauben, dann ist „2fast 2furious“ einer jener Filme, in die Frauen mitmüssen, wenn sie ihre Lebensabschnittspartner zuletzt in die jüngste Meg Ryan-Schnulze genötigt haben. Nachdem der erste Teil ein Erfolg war, folgt nun der Nachschlag &#8211; ohne Vin Diesel, dafür mit Rapper Tyrese.</p>
<p>Der fiese Action-Streifen handelt von schrillen Typen, die auf den Straßen von Miami illegale nächtliche Wettrennen veranstalten und irgendwann vom FBI zur Mitarbeit in einer Drogengeschichte verwickelt werden. Ist aber eigentlich auch völlig wurscht. „2fast 2furious“ (Regie: John Singleton/„Boyz N The Hood“; hinter der famosen Kameraarbeit steht Matthew F. Leonetti) ist so was wie ein verfilmter Motorsportkatalog und ungefähr so packend wie ein Porno mit Handlung. Wenigstens haben wir seit dem letzten „Scooter“-Video nicht mehr so herzhaft gelacht: Über vollbusige Bikini-Miezen, die leise stöhnend die Motorhauben hochgezüchteter Chromboliden wischen. Und über Männer, die, kurz bevor sie sich nach jahrelanger Feindschaft in die Arme fallen, Sätze sagen wie „Ich weiß noch – damals, als wir klein waren &#8230;“ Da hilft nur eines: Hirn tieferlegen lassen!</p>
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