Nordic War King

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THE WANTED: The Scarcollector [ausgemustert]

Es gibt Veröffentlichungen, die kann man sich durchaus sparen. Sie kosten bloß wertvolle Zeit des Lebens, welche wesentlich sinnreicher investierbar gewesen wäre. THE WANTED sind eine dieser Veröffentlichungen, die man getrost übersehen kann. Der Produktion fehlt leider jegliche Durchschlagskraft, der Frontmann wirkt wie ein drittklassiger Shouter und hinter dem Schlagzeug sitzt ein Mann, der nicht gerade durch Rhythmenvielfalt und spielerischen Reichtum auffällt. Kurz gesagt: THE WANTED klingen nach einer besseren Schülerband, aber auch nicht mehr. Die Musiker sollten noch einmal Nachhilfeunterricht nehmen und sich im Anschluss in den Proberaum zurückziehen und gründlich an ihrem Songmaterial feilen.

KERNEL: Servant Of God [ausgemustert]

Italien ist nicht gerade bekannt dafür, eine Brutstätte für besonders herausragende Thrash Metal-Bands zu sein. Durch KERNEL wird sich das auch in Zukunft nicht ändern. Zu den Erkennungsmerkmalen der Band zählt eine heisere Stimme à la Tom Angelripper, anfängerkompatibles Riffing und ein innovationsloses Schlagzeugspiel. Gelegentlich findet sich ein auch mal ein Gitarrensolo ein, das die Qualität des Albums jedoch nicht steigern kann. Zudem macht die miserable Produktion jeglichen Hörgenuss kaputt. Wem also nach Oldschool Thrash zumute ist, greift lieber auf altbewährte Platten aus den Achtzigern zurück, denn für "Servant Of God" lohnt es sich nicht, Geld auszugeben.

TAISH: Footprints [Eigenproduktion] [ausgemustert]

Groovige Gitarrenriffs, dazu ein tiefer gutturaler Gesang. Hatten wir das nicht schon? Aber klar doch. Natürlich ist es in der heutigen Zeit nicht mehr möglich, das Rad neu zu erfinden. Genauso wenig lässt sich der Death Metal heutzutage besonders innovativ gestalten. Selbst eine technisch herausragende Leistung an den Instrumenten gibt dem Hörer keine Garantie, eine besonders hörenswerte Veröffentlichung vor sich zu haben. Die Österreicher TAISH belassen es sogar bei der ganz simplen Variante. Wo Barnes und Co. bereits zu langweilen wissen, legen TAISH noch einen drauf und können leider zu keinem Zeitpunkt begeistern. Zu lustlos, zu ausgelutscht und zu beliebig klingt die in Eigenregie veröffentlichte EP namens "Footprints". Zudem sorgt die mäßige Produktion für einen weiteren Minuspunkt, der mir den Spaß am Hören leider völlig versagt.