DEATH ANGEL, WARBRINGER, Sublind: 10.07.2017, Esch sur Alzette/ Luxembur

Endlich wieder ein DEATH ANGEL-Konzert in meiner Nähe! Am 10.7.2017 war es soweit. Gastgeber war die Kulturfabrik in Esch sur Alzette/ Luxemburg. Die Kulturfabrik ist ein altes Fabrikgebäude mit Biergarten, vor allem im Sommer eine wirklich schöne Location. Da es ein heißer Tag war, war ich, wie einige andere auch, rechtzeitig da, um noch ein Pre-Bierchen zu trinken.

Pünktlich ging es um acht Uhr mit der ersten Support Band los. SUBLIND aus Luxemburg durften den Abend thrashmäßig eröffnen. Songs wie der Thrash Hammer „Thrashing Dylirium“ heizten den  vor der Bühne bangenden Fans ordentlich ein. SUBLIND feierten gemeinsam mit ihrem Publikum die Show, es wurde von der Bühne aus, mit dem ein oder anderen Bier in der Hand, zugeprostet. Einen neuen Song gab es auch noch auf die Ohren, „High Speed Hangover“, ein weiterer Thrasher. Und nach einer halben Stunde war die kurzweilige Performance auch schon vorbei. Einige SUBLINDs mischten sich unmittelbar nach der Show unters Volk. Der Frontman verbrachte den Rest des Abends im inzwischen angenehm kühlen Außenbereich mit Fans und Freunden.

Und nach kurzem Umbau war Stagetime für die Thrash Metaller WARBRINGER aus Los Angeles, die von Beginn an tropfend auf der Bühne standen. Vor allem Basser Jessie Sanchez ließ es beim headbangen über den vorderen Reihen ordentlich regnen. Es war extrem heiß im Club und es gelang mir, mir einzureden, dass er bestimmt gerade aus der Dusche kam.
Die Spielfreude der Amerikaner war beeindruckend. Es wurden ältere Songs gethrasht, die vom , nun etwas zahlreicheren Publikum mitgegröhlt wurden. Aber auch Titel des aktuellen Albums „Woe to the Vanquished“ hämmerten mit ihren harten Riffs direkt ins Ohr. WARBRINGER gaben alles, die Temperatur im Club stieg weiter und mittlerweile tropfte nicht nur die Band. Sänger John Kevill bedankte sich für die Treue , die die Fans ihm und der Band halten und versprach bald wiederzukommen.

Setlist WARBRINGER
1. Silhouettes
2. Woe to the Vanquished
3. Remain Violent
4. Shellfire
5. Descending Blade
6. Shattered Like Glass
7. Living in a Whirl Wind
8. Combat Shock

Und dann was es endlich soweit: DEATH ANGEL betraten nach kurzem „The Ultra Violence“-Intro die Bühne. Los ging’s mit „Evil Priest“ als Opener und der bei weitem nicht ausverkaufte Saal tobte. Bereits nach zwei oder drei weiteren Songs, darunter auch „Father Of Lies“ vom aktuellen Album „The Evil Divide“, bildete sich der erste Pit vor der Bühne. Da die Band zum allerersten Mal in Luxemburg auftrat, wurden die Musiker von Frontman Mark Osegueda einzeln vorgestellt. Er lachte: „Weil man das ja so macht, wenn man zum ersten Mal irgendwo ist!“. Und da es DEATH ANGEL ja an hammermäßigen Thrashern nicht mangelt, jagte einer den nächten. Songs wie z.B. „Son Of The Morning“, „Caster Of Shame“ und „Seemingly Endless Time“ ließen die Fans vor der Bühne bangen, trinken und feiern.

Von der Bühne aus prostete Sänger Mark Osegueda der tobenden Metalhorde mit einer Flasche Bombay Gin zu. Der Rest der Band blieb beim Bier, was Basser Damien Sisson dazu bewegte, sämtliche noch auf der Bühne stehende Wasserflaschen ins Publikum zu werfen. Ja, heiß genug für eine kleine Abkühlung war es definitiv. Weiter gings mit „Lost“, ebenfalls vom aktuellen Album. Kurz vor Schluss gab es es von der Front noch eine kleine politisch angehauchte Ansage bezüglich der Separierung von Menschen anderer Herkünfte, was als “Bullshit!“ angesehen und auch schnell wieder abgehakt worden ist. „Falling Off The Edge Of The World“, das BLACK SABBATH Cover wurde von vielen lauthals mitgegröhlt.

Stimmlich gab Sänger Mark Osegueda an diesem Abend offensichtlich alles. Auch wer mit Ear Plugs darauf vorbereitet war, konnte seinen unendlich lauten und sehr treffsicheren Screams nicht entkommen. Es wurde kurz vor Schluss noch geklärt, dass es keinen Sinn macht, wenn Bands die Bühne verlassen, dann warten bis die Fans gröhlen und pfeifen, um dann die Titel, die sie sowieso noch gespielt hätten, noch zu spielen. Auch hierfür gibt’s wieder die „Bullshit!“ Ansage und die letzen beiden Songs „Relentless Revolution“ und „The Moth“ folgten. Zugabe gab es draufhin natürlich keine mehr- Bullshit! Dafür aber das Versprechen, dass es keinen weiteren 30 Jahre dauern wird, bis DEATH ANGEL wieder nach Luxemburg kommen werden!
Alles in allem ein sehr gelungener thrashiger Konzertabend, der wirklich Spaß gemacht hat.

Setlist DEATH ANGEL
1. The Ultra Violence
2. Evil Priest
3. Claws in so Deep
4. Left for Dead
5. Father of Lies
6. Son of the Morning
7. Caster of Shame
8. Thrown to the Wolves
9. Seemingly Endless Time
10. Break away
11. Lost
12. Falling off the Edge of the World (BLACK SABBATH Cover)
13. Kill as One
14. Relentless Revolution
15. The Moth

 

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