THE GATHERING: Buchhaltung ist nicht Rock´n´Roll…

THE GATHERING: Buchhaltung ist nicht Rock´n´Roll…

Mutig sind sie, die Holländer von THE GATHERING. Nach den Businessquerelen mit Century Media wagten sie den Sprung zur Selbständigkeit und gründeten ihr eigenes Label Psychonaut Records. Mutig sind sie auch, wenn es um ihre Musik geht. Kaum ein anderer Act zeigt sich so offen gegenüber allen möglichen Einflüssen und bleibt sich dennoch treu dabei. Mit Monsters ist nun eine EP erschienen, auf der einige Remixe wiederum neue Facetten im Sound der unbeugsamen Fünf aufzeigen. Grund genug, mit Sängerin Anneke van Giersbergen einen Plausch über die neue EP, die Doppelbelastung Band und Label sowie die bisherige Bandgeschichte abzuhalten.

Was gab den Ausschlag dafür, Monsters als EP rauszubringen?

Tja, gute Frage (lacht). Wir müssen uns nicht irgendwelchen Gesetzen des Mainstreams unterwerfen. Wir sind keine Band, die einen Hit landet mit einer Single. Und nachdem die erste Auskopplung von Souvenirs You Learn about It war, also ein ruhiger, eingängiger Song, fanden wir, dass nichts dagegen sprach, mit Monsters einen rockigeren Track als Single rauszubringen. Wir wollten aber, dass es mehr als eine schnöde Single wird, weshalb auf der EP Remixe und ein CD-ROM-Teil als Extras drauf sind.

Aber warum so spät? Souvenirs ist mittlerweile ja schon einige Monate draußen …

Naja, es ist ja schon die zweite Single des Albums. Ich muss gestehen, dass ich nicht weiß, ob es einen besonders geeigneten Zeitrahmen gibt, in dem man Singles rausbringen sollte. Wir wollen uns wie gesagt nicht zwangsweise den Konventionen des Geschäfts unterwerfen. Wir machen etwas einfach, wenn wir es für richtig halten. Klar beschäftigen wir uns auch mit Planungen, aber es gibt keinen speziellen Grund für den Zeitpunkt. Wir wollen einfach ein gutes Produkt machen und es rausbringen, sobald es fertig ist.

Nun ist es ja üblich, eine Singleauskopplung mit einem Video zu unterstützen, habt ihr zu Monsters auch eins gedreht?

Ja, das war eine schöne Geschichte, wir baten einige Studenten aus aller Welt, sich ein Video zu Monsters einfallen zu lassen. Genommen haben wir das Video eines brasilianischen Kunststudenten, der sehr gute Arbeit geleistet hat. Kennst du TOOL?

Ja.

Deren Videoclips sind immer dunkel angehaucht, sehr atmosphärisch und organisch. Bei seinem Entwurf ist das ähnlich. Zwar sind da manchmal Menschen zu erkennen, die sind dann aber gemalt. Alles in allem also sehr schräg. Ich hoffe, das macht neugierig drauf, den Clip zu sehen, so richtig erklären kann ich nämlich nicht, wie er wirkt. Wir werden ihn rausbringen und schauen, was passiert.

Habt ihr denn Hoffnung, dass das Video bei den Musiksendern gespielt werden wird?

Keine Ahnung! Andererseits: Das Video zu You Learn about It war lediglich aus verschiedenen Livesequenzen von unserer Europatour zusammengebaut, und es wurde im Fernsehen gespielt, wenn auch nicht überall. Dieses Video jetzt ist ausgereifter, dunkler und einfach spannender. Daher glaube ich schon, dass es die nötige Aufmerksamkeit bekommen wird.

Werdet ihr es auch auf eurer Homepage zum Runterladen anbieten?

Wahrscheinlich schon. Allerdings wollen wir erst damit die Musikkanäle abklappern. Danach wird das Video entweder auf unserer Homepage oder quasi als B-Seite unserer nächsten Single zu bekommen sein.

Die B-Seite von Monsters besteht aus vier Remix-Versionen. Was hältst du von ihnen?

Ich mag sie, so wie sie sind. Zwei von ihnen wurden von unserem Produzenten Zlaya Hadzich und seinem Freund Robert Moorman gefertigt, sie haben ein Händchen für gute Remixes. Dann ist da noch der Remix von einem Typen namens Yigeal Roos, der mir gut gefällt mit seiner ruhigen Grundstimmung. Ich bin ziemlich glücklich mit den Versionen.

Welche gefällt dir persönlich am besten?

Die Gauzy-Version mit ihren indischen Tempelklängen mag ich am meisten.


Wollt ihr mit den Remixes auch Fans aus anderen Stilrichtungen für THE GATHERING interessieren?

Schon auch. Das Genre Pop ist heutzutage sehr, sehr breitgefächert, und überall gibt es gute Sachen. Fans schauen inzwischen eher mal über den Tellerrand raus, und wir wollen sie zu unserem Sound hinführen. Es sind ja auch nicht die ersten Remixes, die wir veröffentlicht haben, auf Amity waren ebenfalls schon welche zu hören.

Es ist vermutlich eine lästige Frage für euch, aber was antwortet ihr einem Fan der ersten Stunde, der sich über eure Entwicklung hin zu trippigen Sounds beklagt?

Wir werden damit fast täglich konfrontiert, kein Witz. Das ist aber schon o.k., ich verstehe es. Andererseits gibt es die Band mittlerweile schon 13 Jahre! Das ist eine verdammt lange Zeit! Dass da eine Entwicklung über die verschiedenen Alben hinweg stattgefunden hat, ist nur logisch, finde ich. Es wäre furchtbar langweilig, immer wieder das gleiche Album zu machen. Klar, Mandylion ist nach wie vor unser meistverkauftes Album, wir mögen es auch alle nach wie vor sehr. Ich war damals gerade neu in der Band, wir waren froh über die gute Chemie, die zwischen uns herrschte. Uns war auch klar, dass wir ein besonderes Album aufgenommen hatten. Das wäre es aber nicht mehr gewesen, wenn wir danach nach dem gleichen Muster weiter verfahren wären. Außerdem ist es ja so, dass man älter wird, man öffnet sich neuen Musikarten, sieht viel von der Welt … Das Leben hält soviel Überraschungen und Wendungen parat, und das hört man unserer Musik an, denke ich, da wir aus dem Herzen raus unsere Musik schreiben. Hinzu kommt, dass jeder von uns über die Jahre hinweg sein Instrument bzw. in meinem Fall seine Stimme besser kennen lernt und sie besser einzusetzen lernt. Manchen Leuten gefallen unsere frühen Sachen, manchen unsere neuen, manchen sogar alles. Das passt so, wie es ist. Wichtig ist uns halt, dass wir Freude an unserer Musik haben und dies bei den Leuten ankommt.

Letztlich werden ja viele Fans auch über die Jahre hinweg reifer und gehen diesen Prozess bei euch mit …

Das ist wahr, wir haben viele Fans, die uns über all die Jahre hinweg auf unserem Weg begleitet haben.

Wie hilfreich ist es denn, auf diesem Weg euer eigener Herr zu sein, nun da ihr mit Psychonaut Records euer eigenes Label am Laufen habt, so dass euch keiner reinredet?

Der Gedanke, der am Anfang von Psychonaut Records stand, war der, unsere kreative Freiheit zu haben, und es funktioniert mittlerweile sehr gut. Es gibt keinen, der aus kommerziellen Gründen versucht, Einfluss auf unsere Musik auszuüben. Klar wollen auch wir, dass sich unsere Alben gut verkaufen, aber eben nicht zum kommerziellen Selbstzweck. Wir haben nun halt etwas mehr mit der geschäftlichen Seite einer Band zu tun, bekommen aber im Gegenzug auch keine Steine in den Weg gelegt, wenn es um unsere musikalische Entwicklung geht. Und solange die Musik immer an erster Stelle steht, ist das gut so.

Wie verhindert ihr, dass die geschäftlichen Aufgaben als Labelinhaber das eigentlich Zentrale, nämlich eben die Musik, in den Hintergrund treten lassen?

Das kann durchaus ein ernstes Problem sein. In den letzten Jahren waren wir da immer parallel beschäftigt. Wir gehen alle mittlerweile auf dem Zahnfleisch, wir sind alle übermüdet durch die Doppelbelastung, aber wir fühlen uns gut dabei. Außerdem scheint es so langsam besser zu werden, einiges läuft nach gewisser Zeit von alleine. Wir können mittlerweile auch Leute für das Label einstellen, die uns die langweiligen Arbeiten abnehmen (lacht), so dass wir uns wieder mehr um die Musik kümmern können.

Welches sind denn die nervigen Jobs, die ein Label so mit sich bringt?

Nun, was für uns öde ist, mag für andere wiederum sehr interessant sein. Was wir alle nicht mögen, sind so Sachen wie Buchhaltung, Personalführung und so, halt die Rechenaufgaben. Wir haben uns das zwar draufgeschafft, aber manchmal kommt da halt die Frage auf, warum man so was machen soll, wenn man doch in der Zeit auch Musik machen könnte! Deshalb sind wir jetzt sehr froh, dafür Leute zu haben, die sich damit auskennen.

Naja, Buchhaltung ist nun nicht gerade die Inkarnation von Rock´n´Roll, hehe…

Nein, das ist es definitiv nicht (lacht)!

Kommt ihr nicht manchmal dennoch in einen Zwiespalt? Als Labelmenschen müsst ihr an Termine, Geschäftsstrategien und Kosten denken, während ihr als Bandmitglieder in erster Linie an die Musik denken solltet?

Wir haben darüber witzigerweise grad heute gesprochen. Es hat schon was von Dr. Jekyll and Mr. Hyde. Man läuft quasi mit zwei Köpfen rum, der eine fällt Entscheidungen aus Labelsicht, der andere aus Bandsicht. Das kann schon manchmal seltsam sein, aber es muss halt sein. Letzten Endes sind aber sowohl THE GATHERING als auch Psychonaut Records für die Musik da, das machen wir uns immer wieder bewusst.

Gibt es eine richtige Arbeitsteilung bei euch?

Die allgemeinen Managementaufgaben erledigen Hugo und Hans, unser Bassist und unser Schlagzeuger. Sie haben ein Händchen für so was. Hugo kümmert sich auch um die Buchhaltung. Ich kümmere mich zusammen mit Inge, unserer Angestellten, um die PR-Arbeit, arbeite also viel mit Leuten von außerhalb. Unser Keyboarder Frank, unser Gitarrist René und ich, wir kümmern uns auch ums Merchandising und darum, eingegangene Demos anzuhören. Oft macht aber auch jeder alles mal. Jeder springt mal für den anderen ein.


Wo nehmt ihr die Energie für zwei Jobs her?

Aus der Musik hauptsächlich! Schließlich geht es um unser Herzblut. Daher haben wir in der Musik ein unerschöpfliches Energiereservoir.

Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass in absehbarer Zeit ein THE GATHERING-Album wieder über ein großes Label rauskommt?

Nun, man kann ja auch mit einem großen Label kooperieren. So eine Zusammenarbeit könnte auch funktionieren. Aber da müssten wir vorsichtig sein.

Themawechsel. Zeitreise war ja schon öfters ein Thema in euren Texten. Ich würde dich nun gerne auf eine Zeitreise durch die Bandgeschichte von THE GATHERING nehmen. Wann hast du dir das Debüt …Always zum letzten Mal angehört?

Das ist gar nicht lange her. Wir haben vor kurzem eine halbakustische Show gespielt, bei der wir ein Livealbum aufgenommen haben. Dafür haben wir einige der alten Songs ausgegraben und in neue Fassungen gebracht. Deshalb kam ich vor ein paar Wochen gar nicht umhin, mir …Always mal wieder anzuhören.

Wie sehr wurden die alten Songs denn verändert?

Sehr stark! Wir nahmen ein paar Songs von ….Always und ein paar von Almost a Dance neu auf bei dieser Show. Stonegarden, The Mirror Waters und Like Fountains waren darunter. Sie klingen in den neuen Versionen ganz anders, nicht zuletzt, weil ich sie singe. Ich musste für einige erst mir komplett neue Gesangslinien überlegen, weil es beim Grunzgesang auf …Always gar keine gab …und im Grunzen bin ich ziemlich mies, musst du wissen (lacht). Die Tatsache, dass die Show halbakustisch war, hatte auch zur Folge, dass die Songs nicht so heavy sind, sondern eher ruhiger wurden. Außerdem haben wir hier und da Teile und Riffs rausgeschmissen. Die Songs waren meistens um die sieben Minuten lang, jetzt sind sie kompakter. Aber die Songs stecken voller wunderschöner Melodien, wir konnten gar nichts falsch machen, egal, was wir probierten, diese wunderbare Grundlage war immer da. Wir sind sehr glücklich, dass diese Songs so überleben. Wir freuen uns schon darauf zu hören, was die alten Fans dazu sagen. Anfang nächsten Jahres wird es soweit sein.

Was um alles in der Welt ist denn überhaupt eine halbakustische Show?

(Lacht) Naja, wenn man eine reine Akustikshow spielt, denken die Leute gleich, es wäre nur noch Gesang und Gitarre oder Klavier und Gesang oder so.

Stimmt schon, ich würde da als erstes an ERIC CLAPTON denken …

Genau. Und so was fanden wir langweilig. Wir haben viele Samples, Riffs und Soundflächen drin, auf die wir nicht verzichten wollten, weshalb die Show eben nur halbakustisch war.


Zurück zu unserer Reise in die Vergangenheit. Was genau hast du damals gedacht, als du dir …Always zum allerersten Mal angehört hast? Du warst ja damals noch nicht in der Band …

Oh je, ist das lange her. Ich mochte es damals schon sehr, weil es eine ganz besondere Atmosphäre hat.

Habt ihr noch Kontakt zu den Musikern von damals, die die Band inzwischen verlassen haben?

Ja, vor allem mit Jelmer, unserem alten Gitarristen. Er ist nach wie vor in unserem Umfeld tätig als Livemischer. Also treffen wir ihn oft bei Festivals. Außerdem ist Holland ein kleines Land, da rennt man sich immer wieder mal über den Weg.

Gab es eigentlich verwirrte Reaktionen von neueren Fans, die sich die wiederveröffentlichten ersten Alben zugelegt hatten, ohne zu wissen, dass ihr damals komplett anders geklungen habt?

Nicht wirklich. Die meisten wissen, dass THE GATHERING einen anderen Sound hatte, bevor ich zur Band stieß. Wir bekamen viele Anfragen nach den ersten beiden Alben, nachdem diese vergriffen waren, deshalb entschlossen wir uns dazu, …Always und Almost a Dance neu zu veröffentlichen.

Du hast es erwähnt, Mandylion war euer erfolgreichstes Album. Kamt ihr da nie in die Versuchung, später mit einer Art Mandylion, Teil 2 den Erfolg zu wiederholen?

Nie! Ehrlich! Als die beiden Sänger vor mir THE GATHERING verließen, hatten die anderen viel Zeit, um neue Songs zu schreiben … etwa ein Jahr oder so. Dann erst stieß ich zur Band und wir arbeiteten das Material weiter aus. Es steckte also sehr viel Zeit in Mandylion. Wir hielten zwar Nighttime Birds danach in einem ähnlichen musikalischen Rahmen, aber wir waren schon da auf der Suche nach neuen Sounds und neuen Wegen. Nach Mandylion bekamen wir soviel von der Welt zu sehen und saugten uns dermaßen mit neuen Einflüssen voll, dass einfach etwas anderes folgen musste, spätestens dann mit How to Measure a Planet?. Da waren wir nicht mehr zu stoppen. Wir experimentierten mit Computern ebenso wie mit analogen Aufnahmearten. Wir waren so voller neuer Ideen, dass es ja dann auch ein Doppelalbum wurde. Es ist soviel spannender, etwas Neues zu erschaffen, als etwas Vorhandenes noch mal zu kopieren. Außer Geld gibt es keinen Grund, letzteres zu tun, und das kommt für uns nicht in Frage.

Ist How to Measure a Planet? nach wie vor euer bislang experimentellstes und anspruchsvollstes Album?


Schon, wobei ich finde, dass Souvenirs noch um einiges komplexer ist. In How to Measure a Planet? steckt aber auf alle Fälle viel harte Arbeit. Souvenirs ist jedoch vielschichtiger.

Auf alle Fälle sind beide Alben sehr emotional und persönlich. Wie schwer fällt es dir, wildfremde Menschen, die auf eure Konzerte kommen oder sich eure CDs kaufen, so nah an dein Innenleben heranzulassen?

Persönlich zu sein ist doch das Natürlichste der Welt. Gerade wenn man vor einem Publikum steht, möchte man sich dem mitteilen. Ich fühle mich auf der Bühne wohl, wenn ich in Kontakt mit dem Publikum trete. Das ist sehr natürlich für mich. Es wäre viel schwieriger und auch dumm, sich zu verstellen oder abzublocken. Wir sind schließlich Menschen.

Wieviel von How to Measure a Planet? entstand in Jam-Sessions?

Als wir ins Studio kamen, hatten wir nur wenige Songs bereits fertig arrangiert und geschrieben. Daher jammten wir viel, der Titeltrack ist ja eine einzige lange Jamsession. Als wir den aufnahmen, löschten wir in dem kleinen Studio alle Lichter, legten 2001 – Odyssee im Weltall in den Videorecorder ein und spielten immer weiter.

Wieviel von If_Then_Else und Souvenirs war negativ von dem Ärger im Businessbereich beeinflusst?

Die Probleme hatten schon Auswirkungen auf uns zu der Zeit. Das hat uns sehr beschäftigt, was lag also näher, als es auch in die Musik und die Texte einfließen zu lassen? Der Businesskram ist an sich ein notwendiges Übel, doch wenn er plötzlich beginnt, dein Leben zu bestimmen und sich auf dich auszuwirken, musst du das verarbeiten und rauslassen.

Ein Song auf If_Then_Else trägt den Namen Bad Movie Scene. Wie sähe denn eine gute Filmszene aus, zu der der Soundtrack von THE GATHERING stammt?

Die sollten wir mal filmen (lacht). Der Song handelt von schlechten Menschen, bei denen man sich eben wie im falschen Film vorkommt. Man will nur noch raus aus der Szene.

Bevor wir die Leser wieder in die Gegenwart entlassen, muss ich noch eine Frage loswerden: Welcher Teufel hat euren Gitarristen René beim letztjährigen Summer Breeze-Open Air geritten, dass er mit einem weißen Bauarbeiterhelm auf die Bühne kam!?!?

(Lacht) Damit du jetzt danach fragen kannst! Die Geschichte mit dem Helm ist die, dass er ständig in unserem Tourbus oder unserem Proberaum auftaucht. Aus irgendeinem Grund folgt er uns (lacht). Der Helm ist immer mit dabei. Wenn René irgendwohin mit dem Auto fährt, findet er ihn plötzlich auf seiner Rückbank und so weiter. Also meinten wir zu René, er solle ihn einfach mal aufsetzen bei einem Gig. Und das Summer Breeze bot sich an. Auf solchen Festivals treten wir ja meistens zwischen irgendwelchen heftigen, bierernsten Combos auf, die alle ihren Dresscode haben. Vor allem in der Gothicszene ist das ja extrem. Mir gefällt der Stil zwar, aber der Gruppenzwang ist schon heftig. Also meinte ich zu René: Wenn du den Helm aufsetzt, haben wir auch unseren eigenen Kleidungsstil! (lacht).

Layout: Uwe Möllers (axiser)

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