DISILLUSION: Zurück zu den herrlichen Zeiten

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DISILLUSION sind Perfektionisten. Das wissen wir spätestens seit dem 2004er Album „Back To Times Of Splendor„, bei dem die Band ungeheuer konsequent an die Arbeit ging. 2006 folgte mit „Gloria“ ein Album, das für DISILLUSION-Verhältnisse etwas aus dem Rahmen fiel. Danach wurde es erstmal ruhiger um die Leipziger. 2016 gab es endlich ein neues Lebenszeichen und „Alea“ schlug ein wie die viel zitierte Bombe: Ein Song; 10 Minuten und 21 Sekunden Gänsehaut – damit war klar, DISILLUSION sind zurück.

Die Rufe nach einem neuen Album wurden laut und DISILLUSION ließen nicht lange bitten: Ein Aufruf bei Patreon machte klar, wohin die Reise geht: DISILLUSION bitten die Fans um Unterstützung für ein neues Album – und 166 Patreons spenden rund 2.700 Dollar im Monat, damit ein neues Album realisiert werden kann. Starke Sache – und Sänger und Songschreiber Andy Schmitt reagierte damals in unserem Interview zunächst entsprechend ungläubig darauf. Etwas mehr als ein Jahr ist vergangen, als DISILLUSION uns fragen, ob wir sie im Proton Studio in Geislingen bei den Schlagzeugaufnahmen besuchen möchten. Natürlich möchten wir! So, here we go, Andy und der neue Schlagzeuger Josh haben das Wort. Wie läuft’s denn im Studio?

Andy: Bei uns ist alles gut. Es ist nur brutal viel Arbeit. Wenn wir uns vor drei Tagen getroffen hätten, wäre die Stimmung angespannter gewesen. Es gibt zwei Lieder, die spielen wir hier im Studio das erste Mal. Dann drückst du nach den Aufnahmen auf Play und stellst fest: Das klingt irgendwie anders als geplant. Aber das kriegen wir am Ende alles hin. Wir haben uns zehn Tage für das Schlagzeug eingeplant und nach jedem Take wird es runder. Und nach diesen zwei Songs wird es für uns auch entspannter, dann wird es energetisch nicht mehr so intensiv werden. Wir sind jetzt auch nur zu zweit im Studio. Für den Bandkontext ist das natürlich ein bisschen doof, aber wenn wir hier als ganze Band rumeiern würden, wäre das nicht gut. Aber sobald du mit der Band zusammen bist, oder auch nur ein Bild der Band vor Augen hast, schweifen deine Gedanken ab und du bist aus der Atmosphäre raus. Plötzlich wird es weltlich und du bist wieder „hier“. Es geht bei den Aufnahmen am Ende um jeden einzelnen Tom-Schlag. Klar habe ich manchmal die Hoffnung, wir rocken dier Nummer jetzt kurz runter, aber das klappt so bei DISILLUSION einfach nicht.

JOSH kommt aus Dubai. Und landet bei DISILLUSION

Disillusion-Interview-2018-Studio-Josh-02Josh erzählt: Ich komme aus Indien, habe aber mein ganzes Leben in Dubai gelebt. Das Leben dort ist sehr künstlich. Es ist eigentlich ein tolles Land aber für mich ist es nicht nicht der beste Ort zum Leben. Auch die Musikszene ist sehr klein und es ist nicht einfach, etwas mit Musik zu machen. Es gibt dort viele Einschränkungen. Besonders wenn du Metal machst ist es schwierig. Metal gilt dort noch als Teufelsmusik. Es gibt auch viel Ungerechtigkeit im Land, zum Beispiel was die Bezahlung von Menschen angeht. Aber sie sagen einfach: Wenn es dir hier nicht gefällt, geh.

Wie habt ihr euch denn kennengelernt?

Josh: Ich kam letztes Jahr im Mai nach Leipzig. Ich habe einen Freund, der das Studio mit Andy teilt und er hat Andy von mir erzählt. So haben wir uns getroffen und ich fand die Musik von DISILLUSION sehr interessant. Es ist die Art von Musik, die ich immer spielen wollte aber ich habe nie die Leute dazu gefunden. So war es auch eine Portion Glück und das Timing hat auch sehr gut gepasst.

Andy: Kurz zuvor hatte sich Jens  entschieden, aufzuhören. Er war zwar bereit, das Album einzuspielen, aber das wäre natürlich nicht die perfekte Lösung für uns gewesen, wenn er kurz darauf die Band verlässt.

Josh: Ich kam dazu, als das Songwriting im vollen Gange war und ich mich noch daran beteiligen konnte. Teilweise waren es damals noch 15-Sekunden-Clips, die sich nun zu 14-Minuten-Songs entwickelt haben (lacht). Die Arbeit hier im Studio ist trotzdem neu für mich. Wir nehmen zehn Tage lang nur das Schlagzeug auf und wir haben jedes Detail besprochen und festgelegt. Und nun müssen wir auf all die kleinen Details achten. Ich bin es gewohnt, dass jemand sagt, hey, wir brauchen hier ein Schlagzeug, mach einfach mal. So aufzunehmen ist nicht immer natürlich für mich aber für die Songs ist es perfekt.

Andy: Bei den Gitarren wird es genauso. Ich habe jede Note niedergeschrieben. Teilweise ist es schwer, es nach der langen Zeit wieder rauszuhören, „was zur Hölle haben wir da gespielt?!“. Einerseits ist es verdammt kompliziertes Zeugs, andererseits ist es auf eine bestimmte Art einfach. Einen Song haben wir auch wieder komplett fallengelassen. Wir haben versucht, mit den Teilen zu arbeiten, am Ende war aber ein leeres MP3 in der Dropbox, über die wir uns als Band austauschen.

Was können wir vom neuen DISILLUSION-Album erwarten?

Andy: Inhaltlich sind etwa zehn Jahre vergangen, aber auf eine bestimmte Art setzen wir „Back To Times Of Splendor“ fort. Wir haben viel an der Reihenfolge der Lieder gearbeitet. Wenn wir zum Beispiel die Reihenfolge von zwei Songs ändern, haben wir ein komplett anderes Feeling auf dem gesamten Album. So wie wir es jetzt geplant haben, wird das  Album dichter und dichter und dichter, es wird immer einsamer und dunkler. Aber am Ende mit einem Gefühl des Wissens, auf eine spirituelle Art.

(längeres Schweigen. Gelächter.) Ich versuche es gerade im Kopf zusammenzubekommen. Einerseits die Perfektion bei der Aufnahme, andererseits bin ich mir sicher, wird es am Ende wieder ein intensives und emotionales Album werden. Wie geht das für euch zusammen?

Josh: Als ich „Back To Times Of Splendor“ das erste Mal hörte, dachte ich, die Band hat sich sehr lange zusammen entwickelt. Die Bandbreite der Gefühle, die Komplexität, die verschiedenen Ebenen, das ist schon ungewöhnlich. Andy: Bei „Back To Times Of Splendor“ haben wir die romantische Seite und wir haben realistische psychologische Aspekte. Die virtuelle Person, um die es auf dem Album ging, hat sich weiterentwickelt und wir setzen die Geschichte zehn Jahre später fort. Es ist natürlich eine erfundene Geschichte, aber natürlich reflektiert sie unsere Leben. „Back To Times Of Splendor“ startete und endete irgendwo, so wird es beim neuen Album auch sein. Es wird kein großes Finale oder etwas Ähnliches geben. Es gibt eine Geschichte drumrum, aber sie ist nicht so wichtig. Es wird einen roten Faden geben aber am Ende ist wichtiger, was in den einzelnen Songs passiert. Deshalb war es auch so wichtig, wo die Lieder ihren Platz auf dem Album finden. Mit der Reihenfolge verändert sich die gesamte Atmosphäre des Albums.

Welche Rolle spielen in dem Zusammenhang digitale Musikplattformen für euch, wo ihr keinen Einfluss mehr auf die Reihenfolge der Songs habt beziehungsweise häufig nur noch einzelne Songs herausgegriffen und angehört werden?

Andy: Wir haben keinen Einfluss darauf, wie die Leute Musik beim Duschen oder Sport hören. Aber worauf wir einen Einfluss haben, ist der erste Eindruck. Und es wird diese vierzehneinhalb Minuten Songs auf dem neuen Album geben. Wenn das jemand entdeckt und interessant findet, wird er sich vielleicht das nächste und übernächste Lied auch anhören, ohne zu wissen, was ihn erwartet.

Was tun mit überlangen Songs?

Habt ihr euch schonmal überlegt, ein Album wie „Light Of Day, Day Of Darkness“ von GREEN CARNATION mit 60 Minuten Spielzeit oder Winter’s Gate von INSOMNIUM mit 40 Minuten Spielzeit zu machen? Entspricht das nicht auch eurer Idee, Musik zu machen oder zu präsentieren?

green-carnation-light-of-day-of-darknessJosh: Oh nein, bitte nicht! (Gelächter). Andy: Ich denke, in Zukunft werden wir auf zwei Arten arbeiten. Wir werden sehr lange Songs machen aber auch schauen, was der Band Chancen ermöglicht. Lange Lieder sind großartig aber ich bin mir sicher, das folgende Album wird mehr Material beinhalten, das mehr auf den Punkt ist.

Josh: Es war auch nicht von vorneherein geplant, dass manche Lieder so lang wurden. Es hat sich so entwickelt. Die Geschichte musste einfach zu Ende erzählt werden. Eines der Lieder hatte in seiner Rohform fünfeinhalb Minuten und als wir fertig damit waren, war es über 14 Minuten lang. Es passierte einfach.

Andy: Und was wir nicht vergessen haben: Das Album ist eine von Fans finanzierte Geschichte. Da möchten wir am Ende etwas sehr cooles bieten. Ganz direkt für die, die dafür bezahlt haben. Dies ist eine Idee, die sich wie ein roter Faden durchzieht. Uns ist klar, dass das Album an „Back to Times Of Splendor“ gemessen wird. Wir wollen später stolz auf das Album sein und sagen können: Wir haben getan was wir wollten und was wir vermutlich tun sollten.

Eine Art Übergangsalbum, für das die richtigen Worte noch fehlen

Andy: Auf eine Art ist es ein Übergangsalbum, was immer das bedeutet. Aber es ist auch ein sehr intensives Album. Schwer zu sagen, warum. Es ist wie das Gefühl, wenn du drei Monate nach einem wichtigen Ereignis mit deinem besten Freund darüber sprichst. Ich habe die Texte noch nicht geschrieben. Das wird noch interessant werden, sie dazuzufügen. Die Geschichte dahinter ist klar, ich muss nur noch die richtigen Worte dafür finden. Aber es war die richtige Entscheidung, jetzt schon das Studio zu buchen. Wenn wir zurück kommen, nehmen wir die Gitarren und Bass und den Gesang auf. Wir könnten wahrscheinlich auch noch Wochen an den Songs weiterarbeiten. Es würde sich nur nicht mehr viel weiterentwickeln. Wir sind aber noch voll im Entstehungsprozess. Jetzt nehmen wir das Schlagzeug auf, dann geht es Stück für Stück weiter…

Bei „Gloria“ hattet ihr einen anderen Weg eingeschlagen, wenn ich mich richtig erinnere?

Andy: Als wir „Back To Times Of Splendor“ fertig hatten, ging es Schlag auf Schlag weiter: Bamm – Video. Bamm – Tour mit AMON AMARTH – Bamm: Neues Album. Es fühlte sich nicht so an, als könnte ich einfach so weiter machen. Es gab eine Entscheidung zu treffen, etwas anders zu machen. Es konnte in dem Moment keine Fortsetzung von „Back To Times Of Splendor“ geben. So entstand „Gloria“. Ich habe nun zweieinhalb Monate in Tschechien in einem einsamen Haus verbracht, um mir über das neue Album klar zu werden.

Was ist denn eigentlich aufwendiger? Das Schreiben der Songs oder das Aufnehmen?

Josh: Das Schreiben. Andy kam zurück mit verrücktem Zeug, das kam für uns wie aus dem Nichts. Er ging ins Nirgendwo in der Tschechischen Republik und kam mit einer Tasche voller Material zurück. Und das brauchte dann Zeit. Beim Songschreiben geht es um das, was du fühlst, darum, wie du das in Musik umsetzt. Es ist wichtig, dass das erledigt ist, bis du ins Studio gehst. Es ist nicht unbedingt der einfachere Weg aber nur so funktioniert es bei DISILUSSION.

Aufnehmen wie bei einem Orchester

Wenn ihr auf diese so gut vorbereitete Art aufnehmt, ist da überhaupt noch Platz für Überraschungen?

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Josh und Andy mit Matthias vom PROTON Studio, Geislingen.

Andy: Vielleicht werden am Ende noch Überraschungen passieren. Das, was wir zur Vorbereitung als Demo aufgenommen haben, kannst du eigentlich nicht Demo nennen, es ist schon sehr gut aufgenommen. Wir haben es an ein paar Labels geschickt und gutes Feedback erhalten und ich sehe gerade keinen Grund, daran grundsätzlich etwas zu ändern. Es ist ja schon noch viel zu machen, das Cello muss noch aufgenommen werden, etwas Keyboard und atmosphärisches Zeug. Die Hauptriffs der Gitarren nimmt nun jeder bei sich zuhause auf und wir bringen es dann zusammen, für die Melodien treffen wir uns dann nochmal. Hier darf sich aber nichts mehr ändern, damit es am Ende wie geplant klingt. Alle Lieder sind für drei Gitarren geschrieben und wir werden auch nur diese drei Gitarrenspuren aufnehmen. Wir wollten das Album so Aufnehmen, damit wir es live so spielen können, wie es ist. Das klappt nun auch. Wir haben Proben gehabt, da klangen die Songs exakt wie sie auf dem Album klingen werden. Bei den Stücken von „Back To Times Of Splendor“ war das schwierig. Ich hatte auch gar nicht mehr den kompletten Überblick. Auf dem Album sind Gitarrenspuren enthalten, die du live nicht abbilden kannst. Für das neue Album habe ich die Noten der Songs aufgeschrieben. Du kannst es nicht einfach ändern, sonst fällt alles auseinander. Das ist wie bei einem Orchester.

Diese moderne Art des Songwritings und des Aufnehmens, wie funktioniert sie für euch als Band?

Andy: Das ist Fluch und Segen zugleich. Wir entschieden uns für das Patreon-Ding und sagten uns, jetzt oder nie. Und dann fragten wir uns: Und nun? was machen wir jetzt, wie gehen wir vor? Wir hatten viele Ideen aber dann wurde schnell klar, wir brauchen konkrete Pläne. Wie oft treffen wir uns, wie oft proben wir? Wie machen wir dies, wie machen wir das? Wir mussten einen Weg finden, alles in einem engen Zeitplan unter einen Hut zu bringen. Heute kann ein Teil einer Band hier sitzen und der Gitarrist in Kolumbien. Keine Ahnung, wie wir das in der Zukunft handhaben werden. Wenn wir mit diesem Album fertig sind, werden wir uns etwas Zeit und ein paar Bier nehmen und uns anschauen, wie alles gelaufen ist.

Ein Album nach dem neuen Album?

Du sagtest, es gibt bereits Material für ein weiteres Album? Ist also schon klar, dass es ein neues Album nach dem neuen Album geben wird?

Andy: Es waren viele Leute in die Entstehung des Albums involviert. Aber am Ende liegt die Entscheidung bei mir, kommt das Material auf das Album oder nicht. Dabei kommt es nicht auf die technische Qualität an. Wenn ich fühle, dass es passt, arbeiten wir damit. So gab es auch viel Material, das nicht zur Stimmung des neuen Albums gepasst hat. Es ist aber trotzdem DISILLUSION-Material. Ich denke definitiv an ein weiteres DISILLUSION-Album, ja. Das „neue“ Album. Es gibt sogar schon einen Ordner dafür in meiner Dropbox, haha.

Josh: Wir haben an jeder Menge Material gearbeitet. Es hat mich als Schlagzeuger auch richtig gepusht. Es ist seht intensives Zeug, das mich als Drummer gefordert hat. An den letzten beiden Tagen hier im Studio wurde mir klar, es ist das beste, was ich jemals als Schlagzeuger gespielt habe. Es ist wirklich toll und ich bin sehr stolz darauf. Ich kann es kaum erwarten, das ganze Album zu hören.

Wenn der Köper beim Spielen „nein“ sagt

Ist es für dich jetzt im Moment schon befriedigend, nur die Schlagzeugaufnahmen zu hören?

Josh: Es ist wirklich sehr interessant. Für mich war es bislang immer sehr natürlich, was ich spielte. Auf diesem Album sind manche Dinge aber so strange. Ich denke, niemand sonst spielt solche Dinge. Die meisten Bands würden das aufnehmen was ein Schlagzeuger eben so spielt. Aber das ist manchmal auch langweilig. In Dubai spielte ich in verschiedenen Bands – in Prog Metal Bands ebenso wie in Funk, Pop und Reagge-Bands. Trotzdem gab es Momente bei DISILLUSION wo mein Hirn sagte, ich muss das auf diese bestimmte Art spielen aber mein Körper sagte: Nein, haha! Wir sprechen hier die ganze Zeit darüber. Später werden die Leute vielleicht sagen, dieser indische Typ aus Dubai mit seinen seltsamen Rhythmen, dabei ist es meistens Andy, der mit den Ideen ankommt. Das ist aber sehr cool.

Andy: Wir haben indsch klingendes Zeug auf dem Album, etwas Tango, einen Jazz-Teil, funky Dinge, einen Stevie Wonder Teil, ein Toto-Break, haha… Josh: Du wirst das vielleicht nicht sofort hören, wenn du nicht direkt involviert bist, manchmal ist es nur eine Umschreibung für uns. Andy: Der PARADISE LOST-Part! Er hat nichts mit PARADISE LOST zu tun, er klingt nur wie diese typischen PARADISE LOST Gitarrenmelodien.

Greg Macintosh ist großartig… Man erkennt ihn sofort.

Andy: Ich mag ihn sehr. Ich mag auch das neue Album „Medusa“ sehr.

Abschließend: Wie sieht euer weiterer Zeitplan nun aus?

Andy: Wir möchten das Album vor dem Sommer und vor der Festivalsaisson herausbringen. Und die Jungs warten schon auf uns in Leipzig, damit sie weiter machen können.

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Interview: Andrea & Markus
Bilder: Markus
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Markus
"Kümmere mich um die Technik und die Weiterentwicklung von vampster, schreibe ab und zu Reviews und schieße bei Festivals und Konzerten Fotos für vampster. Habe das Magazin 1999 mit gegründet."