ALVENRAD: Im Wald der Kontraste

ALVENRAD: Im Wald der Kontraste
 
In der heutigen Zeit lösen Mp3-Downloadlinks und Streamingeinladungen die per Mail zugeschickten Promo-CDs mehr und mehr ab. So bekam ich vor einigen Wochen die aktuelle Scheibe der niederländischen Band ALVENRAD von TROLLMUSIC in mein Mailfach. Das schöne Cover und die Idee, Folk Metal mit niederländischen Texten zu versehen, waren Grund genug, bei ALVENRADHabitat rein zuhören – und bereut habe ich es kein einziges Mal, denn die Gelderländer agieren scheuklappenfrei und spannend. Zeit also, sich per E-Mail bei Mark und Jasper zu melden.

Erst mal danke für euer Album Habitat, welches mir sehr gefällt. Was bedeutet Habitat für euch? Ist es auch ein Lehnwort im Niederländischen?
Mark: Danke Arlette! Es ist toll zu hören, dass dir unser Album gefällt. Ursprünglich kommt das Wort ja aus dem Lateinischen. Für mich bedeutet Habitat, dass du von deiner Umgebung geformt wirst, was sind deine Wurzeln bezüglich deines Intellekts und deiner Überzeugungen. Mit unserem Album Habitat platzieren wir den Begriff in einem naturromantischen, spirituell-poetischen Kontext. Die Idee ist es, sich über den Begriff Gedanken zu machen, darüber zu meditieren, woher man kommt. Für Habitat habe ich meine eigenen Meditationen zu diesem Thema niedergeschrieben. Ich hoffe, dass es andere Menschen dazu inspiriert, sich über ihren eigenen Habitat Gedanken zu machen und so ihren Lebensweg zu finden.
Eure Heimat – die Niederlande – ist ja primär bekannt für ihren Death Metal und ihre Female-fronted Metalbands. Was hat euch dazu motiviert, Folk Metal zu machen?
Mark: Nun, es macht keinen Sinn, in die Garde der Female-fronted Metalbands einzutreten, wenn du diesbezüglich deine Band nicht vergrössern willst. Wir hörten uns früher beide einige dieser Bands an, etwa THE GATHERING und AFTER FOREVER. Ihre alten Sachen sind sehr gut. Als diese Bands sich erhoben, fühlte ich einen kollektiv-inspirierenden Geist beim Hören ihrer Musik. Leider sind alle solche Bands, die berühmt wurden, rasch Opfer des Kommerztreibsands geworden. Ich kann nur hoffen, dass einige starke Ladies sich erheben und es wagen, die ausgetretenen Pfade zu verlassen und die Niederlande stolz machen, haha!
Irgendwie ist das Gleiche mit dem Folk Metal passiert – einfach weltweit. Ich denke, es braucht Bands, die das Genre ausdehnen. Obwohl wir das Grenzen sprengen nicht als Ziel hatten, wurde unsere Musik einfach so, ganz natürlich. Ich selber wuchs mit viel Prog auf – die Musik von Bands wie GENESISJETHRO TULL und EARTH & FIRE kenne ich schon lang. Übrigens hatten wohl EARTH & FIRE einen grossen Einfluss auf all die holländischen Female-fronted Metalbands. Ich selber fühlte halt immer die größte Verbindung zu JETHRO TULL, weil sie eben Folk Rock so definieren, dass das Genre das Potential hat, viele verschiedene Stile und Inhalte in sich zu vereinen. Genau so sehen wir es. Wir spielen einfach die Musik, die wir mögen, und so sind viele verschiedene Stile hörbar in unserer Musik. Wir mögen es, diese verschiedenen Themen und Emotionen zu kombinieren, weil wir möchten, dass unsere Musik eine Trägerin der Menschen als Ganzes ist.
Jasper: Das Folk-Element unserer Musik basiert auf unserer Liebe zur Folklore. Folk Music ist eine großartige Plattform, um sein Habitat darauf zu projizieren, und das wird schon ewig so gemacht. Der Grund, warum wir Folk Metal machen, ist jedoch, dass wir sowohl Wurzeln im der Folk Music wie auch im Metal haben, und das hört man unserer Musik auch an. Ich selber habe keine großartige Verwurzelung zu bestimmter Musik von meinen Eltern her, deswegen musste ich meine Vorlieben und Wurzeln selber finden. Ich wurde in Norwegen geboren, also suchte ich vor allem nach skandinavischen Bands, und diese mag ich sehr! Für mich fühlte sich folk music in verschiedenen Genres einfach immer als Zuhause an.
Niederländische Death Metal-Bands und Female-fronted Metalbands singen meist englische Texte. Warum singt ihr in eurer heimischen Sprache, die ja nicht die Lingua Franca unserer Zeit ist? Würdet ihr jemals auf Englisch singen wollen?
Mark: Nun, ich bin nicht englischsprachig aufgewachsen. Englisch ist nicht meine Muttersprache, also würden sich Lyrics auf Englisch erzwungen anhören. Ich mag zwar die Konsequenz, dass man mit englischen Texten mehr Leute erreicht, was sich natürlich auch gut mit unseren künstlerischen Ambitionen vereinen ließe, aber momentan denke ich, dass es uns Authentizität kosten würde. Also werde ich weiterhin auf Holländisch schreiben. Selbstverständlich habe ich nichts gegen die Sprache Englisch und ich habe auch keine Probleme damit, auf Englisch zu singen. Wir werden sehen, ob wir in der Zukunft auch englische Texte haben werden. 
Jasper: Es ist wahr, dass 99% der niederländischen Bands auf Englisch singen. Wir sind so ans Englische gewöhnt und haben uns dem Fakt angepasst, dass niemand unsere eigene Sprache spricht. Wir hatten letzthin eine Diskussion darüber mit einigen Freunden und theoretisierten darüber, dass dies wohl mit der holländischen Wanderlust und der Handelskultur zu tun hat. Und das könnte wirklich sein! Ich denke, unsere Sprache ist verwaist worden durch unser Volk, teilweise wegen der Globalisierung, teilweise aus Faulheit. Es ist wahr, dass Englisch in der Musik sehr gut funktioniert, aber schau mal, wie viele Bands aus Europa in ihrer – nichtenglischen – Muttersprache singen, etwa Bands aus Deutschland, Norwegen, Schweden. Irgendwann hatten wir nur noch Geringschätzung für unsere eigene Sprache, übersahen ihre Schönheit und wollten auf den gleichen Zug aufspringen, auf dem schon alle anderen Bands waren, nur um ja jedem Klischee zu entsprechen. 
Es gibt nur wenige unausgetretene Pfade bezüglich englischer Texte und ich würde allen holländischen Bands empfehlen, ihrer eigenen Sprache nochmals eine Chance zu geben und wegzukommen von den englischen Texten, auf denen sie nur herum kauen, obwohl schon sämtlicher Tiefgang lang verloren gegangen ist.
Welches Wort ist in dem Fall das am brutalsten klingende Wort auf Holländisch (also wirklich nur vom Klang, nicht von der Bedeutung her)? Und was ist euer niederländisches Lieblingswort?
Jasper: Ich denke balg (bellen) tönt ziemlich brutal. Als würde man sich übergeben, wenn man das Wort sagt, haha. Eines meiner Lieblingswörter ist wohl dageraad (Morgengrauen), das so etwas wie Rat des Tages bedeutet.
Mark: Gnoe, das niederländische Wort für Gnu, tönt ziemlich brutal, haha! Die tolle Phonetik passt sich dem Erscheinungsbild dieses Tieres an. Ich habe kein solches Lieblingswort, ich denke, ich nehme unsere Sprache zu ernst, haha. Aber ein Wort, das ich sehr mag, ist windvang, das als Fänger des Windes übersetzt werden könnte. Ein windvang ist die Nase eines Rehs.
ALVENRAD_mark_©trollzorn 
 
 
Gibt es eigentlich irgendwelche heimischen Death Metal-Bands, die ihr mögt, die auf Holländisch singen?
Mark: Ich weiß nicht. Natürlich gibt es ein paar komödiantische Grindcore Bands mit holländischen Lyrics, aber ich weiß nicht, ob es auch Death Metal-Bands gibt, die holländische Texte habe. Es ist nicht so üblich wie im Black Metal, würde ich meinen. Also sorry – keine Beispielbands von meiner Warte aus.
Jasper: Ich kenne keine coole holländische Death Metal-Band, weil ich mir Musik dieses Genres nicht anhöre. Es könnte gut sein, dass es keine einzige gibt, zu der diese Beschreibung passt.
Kommen wir zu eurer Band. Was bedeutet eigentlich der Bandname ALVENRAD?
Mark: Es ist eine freie holländische Übersetzung eines Kennings (zweiwortige Metapher) für die Sonne (etwa Elfenrad, Anm. der Übersetzerin). Dieser Kenning wird von einigen Poeten in der Edda benutzt. Wir geben dem Ganzen noch die Konnotation des spirituellen Laufs.
Gibt es eigentlich ein Konzept, welches alle Lieder auf Habitat verbindet?
Mark: Es ist so, wie vorhin erwähnt. Die Bedeutung des Begriffs Habitat ist das Konzept. Er gibt Raum für viele verschiedene Themen, da die persönliche Annäherung mich in verschiedene Richtungen getrieben hat. Trotzdem – all diese verschiedenen Überlegungen und Geschichten sind aneinander gebunden, denn sie spielen sich in einem natürlichen, waldigen Umfeld ab.
Bezieht sich 1911 auf das Jahr 1911? Wenn ja, auf welches Ereignis in diesem Jahr?
Mark: Yeah! 1911 bezieht sich gleich auf zwei Ereignisse: den Tod von Gustav Mahler und den Tod von Gust van de Wall Perné. Mahlers Tod symbolisiert Europas philosophischen Tod und van de Wall Pernés Tod ist das Symbol für den Tod der Folklore bzw. der Naturromantik in unserer geliebten Heimatregion Veluwe. Beide haben zwei beherzte Werke kreiert, die über den Tod hinaus gehen: Mahlers siebte Symphonie und Van de Wall Pernés Gemälde Mystical Paths. Darum geht es in unseren Lyrics.
In 1911 habt ihr auch ein paar Black Metal-mäßige Vocals. Habt ihr eine schwarzmetallische Vergangenheit?
Mark: Nein und nein. In der Vergangenheit habe ich nie nur Black Metal gehört. Und es gibt keinen Grund, Black Metal mit der Vergangenheit zu verknüpfen, denn ich höre mir noch immer Black Metal an.
Im Song Verweven Klauwen gibt es Frauengesang. Wer waren eure GastmusikerInnen auf Habitat und wie kam die Zusammenarbeit zustande?
Mark: Hanna van Gorcum hat die Vocals für diesen Song beigesteuert. Ich hatte früher ein Folk Duo mit ihr. Wir spielten traditionelle Sachen unter dem Banner STORMSTERK. Allerdings nahmen wir nie was auf und hatten auch keine Gigs mit STORMSTERK. Als ich später mit Jasper das Projekt wieder aufnahm und eigenes folkloristisches Material schrieb, veröffentlichten wir auch Wild en Bijster Land. Hanna spielt sonst in der Folkgruppe AMMA. Auf Habitat spielt ausserdem Erik Sprooten (ANCIENT RITES) zwei Gitarrensoli – ich kenne ihn von Metalkonzerten. Einige Grunts auf Habitat stammen von Koen de Graaf – er ist ein alter Freund der Band und ist für seine Live-Musikeraktivitäten für THRONAR und BURNING HATRED bekannt. Schließlich haben wir noch Arjan Hoekstra, der Bass spielt und Backing Vocals übernimmt. Er ist ein leidenschaftlicher Multiinstrumentalist, der sonst bei den verheißungsvollen Bands THE GOOD HAND und MIRNA´S FLING aktiv ist. MIRNA´S FLING hat zudem just einen Vertrag bei TROLLMUSIC unterschrieben.
Mir sind auf Habitat der JETHRO TULL-Einfluss und ein paar JON LORD-mäßige Passagen aufgefallen. Welche Bands haben euch zum (Hard) Rock und Metal gebracht?
Mark: Wie ich vorher erwähnt habe, bin ich mit JETHRO TULLGENESIS und einigen anderen Prog Rock Bands aufgewachsen. Später lernte ich dann die Musik von METALLICAIRON MAIDEN und GUNS´N´ROSES kennen – die großartigen Alten, sozusagen.
Jasper: Ich wurde genau umgekehrt ein Mitglied der Metal / Rock-Szene in meiner Jugend. Zuerst hörte ich vor allem Female-fronted, Symphonic und Melodic Metal. Später entdeckte ich dann Bands wie URIAH HEEPDEEP PURPLEGENESISJETHRO TULLPINK FLOYD und LED ZEPPELIN.
Wenn du einen Musiker / eine Band wiederauferstehen lassen könntest in seinem/ihrem alten Glanz – wer wäre es?
Mark: DIO! Ich habe ihn nie live gesehen und jetzt ist es zu spät. Aber vielleicht wäre es noch aufregender, Franz Liszt wiederauferstehen zu lassen, hehe…
Jasper: Wow, das ist schwierig. Viele der großartigen Musiker sind noch immer am Leben, hehe! Es wäre toll, die gloriosen Zeiten von URIAH HEEP und DEEP PURPLE erleben zu dürfen – die Meister der Hammondorgel zu erleben, mit anderen Worten.
Mit welcher Band würdet ihr am liebsten auf Tour gehen?
Mark: VINTERSORG oder BORKNAGAR, weil es von den Ideen her passen würde.
Jasper: Ich stimme Mark zu. Mit SKYCLAD wäre es sicher ebenfalls lustig!
ALVENRAD_habitat_cover_©troll 
Ich würde gerne nochmals auf Habitat zurückkommen. Wer war eigentlich verantwortlich für das wunderschöne Coverartwork? Es hat eine sehr Natur-bezogene Atmosphäre meiner Meinung nach. 
Mark: Es ist ein Motiv von Gust van de Wall Perné, einer der wichtigsten folkloristisch-inspirierten Künstler von Veluwe. Als wir unser Habitat auf folkloristische und naturromantische Art und Weise erforschten, lernten wir sehr viel durch seine Arbeiten.
Jasper: In Form gebracht hat das Cover dann unser Labelmanager Thor, in dem er das Gust van de Wall Perné-Motiv mit unserem Logo, das von Benjamin König (SPERBER ILLUSTRATIONEN) stammt, in Einklang gebracht hat.
Es gibt auf eurem Cover zwar keine, aber die Niederlande sind bezüglich Natur ja primär für Tulpen und Hors-sol-Gemüse bekannt. Was ist für euch das charakteristische Merkmal bezüglich der Natur im Gelderland? Spielen in Gelderland die Holland-Klischees eine Rolle?
Mark: Nun, Tulpen sind vermutlich ein Symbol für die Niederlande, aber nicht für die Provinz Gelderland oder unsere Heimatregion Veluwe. Ich werde hier ein bisschen nostalgisch, aber über die Jahre hinweg ist ein großer Teil unserer schönen Landschaft verschwunden. Ich bin konservativ eingestellt, wenn es um Landschaftserhaltung geht. Unsere Heimatregion, die ich besser kenne als die Provinz, in der sie liegt, ist definiert durch das Heideland und die Wälder. Wenn man das Ganze etymologisch betrachtet, kann man den Namen Veluwe von Vale Ouwe herleiten, was frei übersetzt das bleiche Alte bedeutet. Dieser Begriff bezieht sich auf die karge Landschaft des Heidelands. Für mich ist es das, was Veluwe definiert. Außerdem muss man anmerken, dass Veluwe den größten Teil der geldischen / holländischen Natur ausmacht.
Jasper: Ja, Tulpen – und denk nur, dass sie ursprünglich aus der Türkei kamen, ha! Wenn ich an Veluwe im Speziellen denke, so stellt man fest, dass die Landschaft sehr abwechslungsreich ist. Das Heideland wechselt sich mit verträumten Wäldern ab, es hat sowohl Nadel- als auch Laubwälder. Außerdem hat es einige Versandungen. Obwohl man praktisch überall den Einfluss der Menschen sieht, hat Veluwe doch einen rauen Geist, und wenn man es mit der restlichen Natur in den Niederlanden vergleicht, wirkt es so ursprünglich. Die Landschaft wurde von Gletschern geformt und von Menschen missbraucht, somit sind die kargen Felder und Versandungen sehr charakteristisch. Der größte Teil unseres Landes ist flach und zwei Drittel davon werden für die Agrokultur genutzt, also sind die übrigen 90000 Acres Natur doch sehr speziell!
 
ALVENRAD_bandinnatur_©trollzorn 
 
 
Was ist eure Lieblingslandschaft?
Mark: Ich mache jetzt einfach mit meinen nostalgischen Visionen des früheren Heidelands weiter. Die königliche Familie, respektive Königin Wilhelmina und Prinz Henry der Niederlande, haben viele Bäume in diese Moore gepflanzt, um bereits existierende Wälder miteinander zu verbinden und zu einem großen Wald zu machen. Als Malerin machte sich Wilhelmina durch ihre ästhetischen Vorlieben sozusagen zur Patronin der alten, mittelalterlichen Wälder mit verschlungenen Wegen. Während Henry regierte, wurden viele Nadelbäume gepflanzt für die Vergrößerung der Wälder. Henrys Wälder werden von langen, geraden Pfaden durchschnitten. Wenn man also durch den königlichen Besitz Het Loo geht, kann man diese verschiedenen Visionen in einem einzigen Wald vereint sehen – ein Wald voller Kontraste. Vermutlich kann man darin auch Parallelen zu unserer Musik finden!
Jasper: Sicher, unsere Heimat kann schön sein, aber ich hatte die Möglichkeit, für ein paar Monate in Neuseeland herumzureisen – diese Landschaften sind wirklich atemberaubend. Ich mag Berge sehr, was wohl damit zu tun hat, dass ich in Norwegen geboren wurde. Für mich haben die Southern Alps auf der Südinsel Neuseelands wohl einige der schönsten Passagen überhaupt. Kein Wunder, dass man The Lord Of The Rings und The Hobbit in Neuseeland gefilmt hat! Diese zwei (beziehungsweise drei) Inseln bieten wohl die abwechslungsreichste Natur, als wäre es eine Zusammenfassung der europäischen Naturhöhepunkte.
Ich vermute, dass euer Songtitel Zwartwildernis so viel wie schwarze Wildnis bedeutet. Um was geht es in diesem Song?
Mark: Nun, der Titel ist zuerst mal ein Zusammenschluss von zwei Wörtern: zwartwild und wildernis. Zwartwild ist ein Begriff, den Jäger benutzen, um über Wildschweine zu sprechen (also Schwarzwild). Wildernis bedeutet in der Tat Wildnis. Um 814 n.Chr. herum gab es in Veluwe einen Wald namens Silva suornum, was man frei als Wald der Wildschweine übersetzen könnte. Das hat mich zu diesem Songtitel inspiriert. In meiner Fantasie ist Silva suornum die Dekoration einer meiner Kindheitserinnerungen, was wiederum im Liedtext reflektiert wird. In der Erinnerung war ich mit meinem Vater im Wald, um Wildschweine zu verfolgen, und dann wurde es Nacht. Hanna van Gorcum hat englische Übersetzungen der Texte fürs Booklet gemacht, und sie übersetzt den Titel sowohl als Black Wilderness wie auch Wild Boar Domain. Also macht das wohl Sinn. Wildschweine werden oft als gefährlich eingestuft, aber meine persönlichen Erfahrungen weichen davon ab. Ich habe oft im Wald geschlafen und die Wildschweine waren um mich herum – sogar mit Frischlingen! Und mir haben sie nie etwas angetan.
Gibt es eigentlich irgendwelche Live-Pläne für ALVENRAD?
Jasper: Es sind noch keine Gigs geplant, weil wir erst gerade damit begonnen haben, Live-Musiker für ALVENRAD zu suchen. Mark und ich sind ein tolles Team, vor allem wenn wir unsere eigene Musik und Texte schreiben und an unseren Ideen arbeiten. Der nächste Schritt muss die Realisierung eines Live-Lineups sein, so dass wir unsere Musik zum Leben erwecken können in einer intimen Art und Weise. Wir suchen momentan nach einem Drummer, zwei Gitarristen und einem Bassisten. Falls du, lieber Leser / liebe Leserin, interessiert bist – besuche unsere Facebook-Page und kontaktiere uns!
 
Fotos: Label
Layout: Arlette Huguenin Dumittan 

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