NOEKK - The Grimalkin
„Die Musik von NOEKK entsteht als totale Intuition. Sie fließt mir zu, wenn ich ganz alleine bin und meiner inneren Stimme Gehör schenken kann.“ Funghus Baldachin, seines Zeichens treibende Kraft hinter dem deutschen Prog Rock Duo NOEKK möchte in seinen Liedern „die Magie des Augenblicks einfangen und lange, verrückte Geschichten erzählen“. Jeglicher Erwartungshaltung Schnippchen schlagend hat er mit seinem Kompagnon F.F.Yugoth drei musikalisch weit verzweigte Wanderungen aufgenommen, auf denen dem stimmkräftigen Sänger zu Folge „Abenteuer an allen Stellen des Weges möglich sind“. Wer sich wohl von dem Duo an die Hand nehmen lassen möchte? „Für Prog Rock Fans ist ‚The Grimalkin“ grundsätzlich ein spannendes Album“, so Baldachin. „Wir machen Schlenker beim alten Hard Rock, verlaufen uns im folkloristischen Dickicht, folgen der Einladung des Doom Metal und…“ – der vielseitige Musiker gibt es amüsiert zu Protokoll: „…wir halten uns mit schleimiger Epik wahrlich nicht zurück!“
Dichteten Kritiker dem vor Jahresfrist veröffentlichtem Debut „The Water Sprite“ zaghaft ein Retro-Klangbild an, so dürfen sie dieses Mal aus dem Vollen schöpfen: „Fast alle Gesangsaufnahmen sind First Takes“, erzählt Baldachin und räumt freimütig ein, dass „The Grimalkin“ nach zeitgenössischen Maßstäben klangtechnisch keineswegs perfekt, will heißen: klinisch sauber klingt. Dafür entwickeln die nichtsdestotrotz mit viel Feingefühl von Markus Stock (Studio E) begleiteten Aufnahmen einen Charme, der den ungewöhnlich langen Liedern einmal mehr ein geisterhaftes Eigenleben ermöglicht. Fragt man den ehemaligen EMPYRIUM-Musiker Funghus Baldachin nach seiner Inspiration, so gesteht er offenherzig, dass ihn nach wie vor eine kindliche Faszination für alles Verborgene antreibt. So wurde das Titelstück von einem Bild des norwegischen Geistermalers Theodor Kittelsen inspiriert, dessen Anblick dem Musiker offenbar Schauder über den Rücken treibt: „Man sieht eine Hexe an einem Berghang am Webstuhl sitzen und die Schlechtigkeit hinab in die Welt spinnen“, so der Komponist. „Mit ganz dezenten Verweisen auf H.P.Lovecraft stellen wir in diesem Lied fest, dass das Böse immer schon Teil dieser Welt war – und selbst wenn uns nach einer langen Nacht die Morgendämmerung begrüßt, es bleibt die Ahnung: die nächste Nacht kommt bestimmt. Diese Ahnung, dass wir uns immer ganz nah an der Zwischenwelt bewegen, ist in der Musik NOEKKs allgegenwärtig.“
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