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Kommentar zum vampster-Artikel IN FLAMES, SENTENCED, DARK TRANQUILLITY, TO/DIE/FOR - Frankfurt, Batschkapp - 10.September 2000
Das Konzert in der Batschkapp war recht lustig: To Die For und Dark Tranquility sollten eine Aufwärmrunde für die eigentlichen Größen des Abends Sentenced und In Flames sein. Nachdem wir uns mit einigem schauspielerischen Talent (-einen Besoffen zu spielen ist nicht so einfach-) nach vorne gedrängelt hatten kam die erste Enttäuschung des Abends: To Die For! Vom Auftreten her etwas unpassend HIM ähnelnd vollführte der Sänger einen Bauchtanz am Microphon zu Musik der einfach die richtige Energie fehlte. Wie gut, daß sich dies mit Dark Tranquility änderte, denn diese Mr. Evil-Truppe fegte die Langeweile aus dem Saal. Die Menge war in Bewegung, das Publikum gefesselt und eine wieder mal total überfüllte Batschkapp platzte aus allen Nähten. Sentenced konnten nicht noch einen draufsetzen, führten aber gekonnt das weiter, was von ihrer Vorband aufgebaut wurde: schließlich ist für jede Meute irgendwann mal der Punkt erreicht wo die Stimmung nicht besser werden kann. Sie verzichteten also auf Rülpser zwischen ihren Stücken, zogen ihre Show gut durch und bereiteten den Weg für die Headliner IN FLAMES. Diese Band nimmt sich - was sie in meinen Augen sympathisch macht - wohl alles andere als ernst, brachten teilweise recht niveaulose Bemerkungen über Britney Spears (-...OK...wir wissen alle, was wir gerne mit ihr machen würden...-) aber konnten sich auch sonst recht gut behaupten. Für mich ein Beispiel wie eine bekannte Black Metal Formation mit guter Laune das ersetzen kann, was ihre Kollegen aus der True Black Metal Ecke gerne mit weniger Melodie und mehr gespielter Bösartigkeit erreichen wollen. KEIN SCHLECHTER ABEND... |
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Gast
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Hi Boxi!
Ist mir für Death Metal einfach nicht genug Gegrunze in den Vocals, aber das ist denke ich ansichtssache, denn es gibt da denke ich noch kein Nachschlagewerk für. Dagegen würde sprechen, daß man die Texte ohne Booklet verstehen kann, aber da bin ich mal großzügig... Mach et jut! Daemion |
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#4 (permalink) |
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Gast
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Die Begriffe kannst Du halten wie Du willst; ich denke einfach, daß man sich bei einem Begriff wie Black Metal auch ein wenig an dem orientieren muß, was die breite Masse damit assoziiert und mir kommt Venom bei dem Wort in den Sinn, denn das sind die Ursprünge. Bands wie CoF, Emperor, Mayhem u.s.w. hätten sich ohne Venom nie gebildet. Natürlich klingen Heavy Metal Alben heute anders, als vor 16 Jahren, aber es käme niemand darauf "Master of Puppets" aus dieser Ecke rausdrängen zu wollen. Da bin ich flexibel. Venom SIND Black Metal und In Flames sind es nach der handwerklichen Seite auch. Ich finde In Flames auch sehr gut als Band, auch wenn sie nicht auf der gothisch-altertümlich sondern auf der modernen Science Fiction Schiene arbeiten. However...diese Fachsimpeleien von Black Metal oder nicht Black Metal sind doch eigentlich unerheblich: ich war beim Konzert und kann sagen...IT ROCKS!
CU Daemion |
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#5 (permalink) |
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Gast
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Hi Daemion,
natürlich meinte ich mit "Black Metal" nicht den Venom-Black Metal, sondern die norwegische Schiene... und damit haben In Flames einfach überhaupt nichts zu tun. Genausowenig wie Children Of Bodom übrigens. Der Black Metal, den ich meine, hat viel mit den Begriffen "Underground" und "Kunst" zu tun... Ich dachte eigentlich immer, du seist einer der Menschen, die diese besondere Aura des Black Metals spüren würden, und nicht nur nach Kriterien wie "Gesangsstil" oder "Gitarrenarbeit" gehen. *s* Gruß, Andi |
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#6 (permalink) |
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Gast
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Hmmm...daß man bei Black Metal eine besondere Aura feststellen muß haben schon Venom widerlegt und die haben den Musikstil letztendlich begründet. Für mich sind "In Flames" auch keine Allerweltsmusik. Die Vocals sind mir persönlich zu Gekrischen für Death Metal. Liegt vielleicht daran, daß ich kein Instrument spielen kann, daß ich das am ehesten am Gesang festmache: wird sich ändern, wenn ich irgendwann mal gelernt habe nichtmehr nur Akkorde zu zupfen. Das ist für mich handwerklich Black Metal mit viel Melodie in der Gitarre. Bei "The Kovenant" ist die Stimmung oftmals ebensowenig düster und da spricht die Presse glaube ich von "Black Space Metal". Das kannst Du drehen und wenden wie Du willst. Da gibts kaum Festlegungen für; daß man sie nicht mit Emperor vergleichen kann weiß ich selbst...
CU Daemion |
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#7 (permalink) |
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Gast
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Hi Daemion,
In Flames sind deshalb kein Black Metal, weil sie keinen Black Metal spielen. Tut mir leid, besser kann man das nicht begründen. *g* Nein, im Ernst, Black Metal hat für mich was mit Dunkelheit, Erhabenheit, Blastbeat-Geknüppel und abgefahrenem Gekreische zu tun - findest du sowas bei In Flames? Da fehlt einfach die Aura, auch wenn sich das jetzt blöd anhört. Black Metal muß immer irgendwie mystisch, künstlerisch oder sonstwie *anders* sein - In Flames sind einfach nur Allerweltsmusik. Gruß, Andi |
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#8 (permalink) |
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Gast
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Halli Hallo Hallöle....
Ich denke Du betrachtest die Sache einfach unter einem anderen Blickwinkel, weil Du mit dem Metal der 80er von Grund auf recht wenig anfangen kannst. Ich interessiere mich zunehmened dafür, angefangen bei Metallica und Megadeth arbeite ich nun Stück für Stück meine Bildungslücken in diesem Bereich auf. Ich denke es gibt sehr viele Menschen, die Venom mit Black Metal assoziieren, wenn sie mit diesem Begriff überhaupt etwas anfangen können: jene nämlich, denen es als eine kleine Bewegung von handwerklich schlechten aber dafür sehr lauten Musikern am Rande des wirklichen Metal in Erinnerung geblieben ist. Nochmals das Beispiel: niemand spricht einem Album wie "Master of Puppets" ab, daß es Heavy Metal ist, auch wenn heutige Heavy- bzw. Power-Metal-Bands wie Blind Guardian, Gamma Ray u.s.w. vollkommen anders klingen. Da habe ich leichte Kritik an Deiner Einstellung anzumelden, denn schließlich liegt die Wahrheit weder bei Dir noch bei mir im Vorgarten begraben und wenn ein Gothic von 40 Jahren Lebensalter Sisters of Mercy gut findet, dann ist er damit keinen Deut weniger gruftig als ein Jungspund von 15, der sich gerne Lacrimosa und Goethes Erben anhört. Schwer ist es sicher gute Musik zu machen, aber für mich hat gute Musik nur sekundär etwas mit dem Genre zutun. Natürlich kann ich mir nur schwer vorstellen im Techno-Genre eine gute Melodie vorzufinden, aber Stücke wie "On the other side" von Silke Bischoff laufen in normalen Discos und sind für mich trotzdem ein schönes Stück Musik! Mit In Flames assoziiere ich Black Metal! Schade für Dein Weltbild, denn auch ich bin ein Mensch! Findest Du den Vergleich mit The Kovenants "Animatronic" so weit hergeholt? Ich persönlich denke das kann man vergleichen und bei The Kovenant sprach man auch seit jeher von starken Black Metal Elementen... Mach et jut! Daemion |
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#9 (permalink) |
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Gast
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Hi Daemion,
gut, daß es rockt, ist natürlich wichtig, aber es ist auch nun wirklich nicht schwer, jemanden zu einem Ausspruch wie "IT ROCKS!" zu bewegen - schwer ist es, gute Musik zu machen. ;-) Und was In Flames angeht: Kein Mensch assoziiert mit denen Black Metal - genausowenig wie das die "breite Masse" mit Venom macht. Venom sind sicherlich der Ursprung, aber was sich daraus entwickelt hat, ist etwas gänzlich anderes... Andi |
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#10 (permalink) |
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Gast
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Hi Daemion,
ich mache mir ernsthafte Sorgen um dich. Erst die Haare ab, dann Korn und jetzt "Halli Hallo Hallöle"... Hilfe! Ich will das alte Dämonenherz wiederhaben!!! ;-) Im übrigen hast du natürlich in jedem Punkt Recht in deiner Message, darum ging es mir ja auch gar nicht. Ich wollte eben nur sagen, daß "Black Metal" mehr ist als Venom. Und wieso "Schade um dein Weltbild"? Das hast DU mir doch zerstört. *g* Nein, im Ernst, natürlich bist auch du ein Mensch, und zwar im positiven Sinne. Habe ich das jemals bestritten? Und was The Kovenant angeht - die kenne ich nicht. Gruß, Andi |
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