Alt 07.03.2004   #1 (permalink)
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Ich meine garnicht mal so sehr den technischen Aspekt. Auch technisch miese Sänger können eine sehr angenehme Singstimme haben.

Ich verfolge die Entwicklung von MDB nun seit "The Angel And The Dark River". Damals hatte ich mir das Album aufgrund der ausnahmslos jubilierenden Reviews in den Magazinen (Internet war ja noch nicht aktuell...) blind gekauft. Spätestens bei Song zwei musste ich mich dann sehr über den hundsmiserablen, teils wirklich nervigen Gesang wundern. In den Reviews wurde er nirgends erwähnt.

Trotz des Gesangs mochte ich die Musik von MDB immer sehr gern, also hoffte ich von Album zu Album auf besseren Gesang. Mit Ausnahme des fantastischen "The Light Az The End Of The World"-Albums hoffte ich stets vergebens.

Und in sämtlichen Reviews zu diesen CDs wurde niemals die Qualität des Gesangs erwähnt.

Es in Reviews einfach nicht anzusprechen, weil man sich bereits ganz privat damit abgefunden hat, finde ich schade. Denn auch die Band bzw. Aaron selbst bräuchte vielleicht mal einen kleinen Anstoss, um vermehrt an sich zu arbeiten.
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Alt 07.03.2004   #2 (permalink)
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Hi Sven!

Die Sache ist für mich ganz einfach: Aaron kann einfach nicht gut "singen". Zu dem Schluss bin ich ehrlich gesagt aber schon vor einiger Zeit gekommen und bei der neuen Platte sah ich keine Veranlassung, jetzt nochmals darauf hinzuweisen, was für mich schon seit Jahren als Tatsache feststeht. Das ändert aber nichts daran, dass ich auch den klaren Gesang von Aaron mag, denn dieses zerbrechliche in seiner Stimme passt nunmal perfekt zu My Dying Bride. Eine unantastbare Angelegenheit ist das für mich absolut nicht - im Gegenteil, ich seh´s als Tatsache, dass Aaron kein technisch guter Sänger ist.

Cheers,

Fierce
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Alt 07.03.2004   #3 (permalink)
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man erwartet von ihm nunmal keinen glasklaren gesang, das wäre gewöhnlich und MDb sind nicht gewöhnlich, deshalb..also ich liebe den gesang wirklich (sowohl klar als auch gegrunzt)
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Alt 07.03.2004   #4 (permalink)
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Kommentar zum vampster-Artikel MY DYING BRIDE: Songs of Darkness, Words of Light

Ich verstehe nicht so ganz, warum bei Reviews zu MDB-Alben nie auf Aaron´s doch sehr gewöhnungsbedürftigen Gesang (Grunzen und Keifen kann er ja, ich spreche hier also eher vom ´normalen´ Gesang...) hingewiesen wird.

Nach ihrem späten Meisterwerk "The Light At The End Of The World", bei dem ja auch der Gesang sehr erträglich war, hätte ich eigentlich mit einer diesbezüglichen Fortsetzung gerechnet. Doch leider - wie schon beim letzten Album - ist der Gesang auf "Songs Of Darkness..." in meinen Ohren wieder absolut grauenvoll.

Ich spreche MDB keinesfalls ihre künstlerische Großartigkeit ab. Ausserdem kann man den Gesang ja durchaus auch als ausdrucksstark bezeichnen. Aber irgendwie hatten MDB schon so lange ich denken kann eine Art "Unantastbar"-Status. Man muss sie einfach uneingeschränkt toll finden und darf ihre künstlerische Erhabenheit nicht herabsenken.
Aber sein wir doch mal ehrlich: Trotz aller Ausdruckskraft ist der gute Aaron einfach ein mieser Sänger, der einem mit seinem teils faktisch schiefen Gejammere ganz schön auf den Senkel gehen kann.

Warum traut sich kein Redakteur, mal Kritik am Gesang zu üben? Und so polarisierend wie er nun einmal ist, glaube ich auf keinen Fall, dass er wirklich allerorten geliebt wird. Trotzdem habe ich noch nie ein Review gelesen, in dem auf die Gewöhnungsbedürftigkeit des Gesanges hingewiesen wird.
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Alt 08.03.2004   #5 (permalink)
Fierce
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Hmmm, ist jetzt natürlich relativ schwierig - einige sind wir uns ja beide darüber, dass Aaron technisch einfach kein guter Sänger ist *G*. Im Gegensatz zu dir empfinde ich den klaren Gesang aber nicht nervig, sondern sehr stimmig in der Musik von MY DYING BRIDE. Ich mag es, wenn Aarons Stimme bei den klaren Teilen fast zusammenbricht, gerade auf dem neuen Album ist dieser Kontrast für mich phänomenal. Da ist auf der einen Seite dieser zerbrechliche, unperfekte Gesang und auf der anderen Seite dieses übermächtige, selbstsichere Gegrunze - krasser könnte man das nicht heraus arbeiten. Für mich ist der Gesang von Aaron eine Facette von MY DYING BRIDE, die für mich die Einmaligkeit der Band ausmacht.

Ich geb dir aber von daher recht, als dass ich in meinem Review tatsächlich nicht auf den klaren Gesang eingegangen bin - hätte ich wirklich machen können....
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Alt 14.02.2008   #6 (permalink)
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Wenn man sich mal so richtig schön scheiße fühlen will,;sei es,weil die Freundin abgehauen is,oder einfach nur so,so ist das Album perfekt geeignet.Hier ist nichts auch nur ansatzweise schönes oder positives zu hören.Nicht in dem Kontext,daß es nicht funktioniert;wahrscheinlich besser als bei jeder anderen Depri-Metal-Scheibe.Nein,hier ist kein Licht,nichts,was Dich wieder aufbaut;nur pure,nackte,kalte Dunkelheit;welche sich zu der bereits beim ersten Ton gefühlten bleiernen Einsamkeit gesellt;die einen umschlingt und bis zum letzten Ton von´A doomed Lover´nicht mehr losläßt. Technischer Anspruch oder solcher Schnickschnack sind Sachen,über die man hier nicht diskutieren muß.Jedes Stück dieser Scheibe ist ein Schnitt in die Haut,je nach Gefühlslage ein bißchen tiefer;und doch kann man sich dieser Scheibe nicht entziehen.Schnell ist hier auch nichts,Doom,wie er sein sollte,mit einer Stimme,die Dir die Eier nicht abbeißt,sondern Dich an selbigen packt und mitnimmt und Dich so runterzieht,daß es schon wieder schön ist.
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