Kommentar zum vampster-Artikel AUTUMN CLAN: Requiem To The Sun
Ladies und gentlemen, aufgepasst! Voller Überzeugung darf ich Ihnen einen der wohl beeindruckendsten Newcomer dieses Jahres vorstellen: Autumn Clan. Gänzlich ohne Patriotismus gehört hervorgehoben, dass die werten Herren aus Österreich stammen, was bezüglich dessen sagenumwober dunkel düsteren Hauptstadt einiges erklärt.
Die Mannen um Sänger Jens, dem man unumstritten eine einnehmende Stimme zusprechen kann, geben sich dem vertraut melodiösen Gothic Rock hin und wecken leise Assoziationen mit HIM. Allerdings wissen Autumn Clan um einiges besser mit ihren Gitarren umzugehen als die Finnen und entlocken ihren Saiteninstrumenten teils wunderbar brachiale Attacken, teils Manifest-artige Hooklines. Auf elektronische Spielereien und digitale Mätzchen wird gänzlich verzichtet, stattdessen bedient man sich neben klassischer Gloom-Elemente auch der ein oder anderen NuMetal-Anleihe, die sich nahtlos in das rabenschwarze Gespinst aus Melancholie, Trauer und zurückhaltender Wut einfügt.
Der Debütant "Requiem To The Sun", seines Zeichens Nachfolger zweier selbst produzierter Demo-CDs, wartet mit 14 Tracks auf, von denen jeder nahezu zwanghaft zu fanatischen Gesten - sei es das rhythmische Haare schütteln oder bestimmtes Mitsummen - verleitet. Prädikat: Empfehlenswert. Definitiv.