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vampster-Team
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"Die meisten Leute denken, daß es möglich ist, seine Gefühle ohne eine adäquate Sprache auszudrücken, daß man also im Bereich der Musik nicht gut spielen müsse oder sogar dürfe, um Emotionen rüberzubringen. Das hieße aber im übertragenen Sinne, daß der perfekte Weg, sich auszudrücken der wäre, ein Baby zu sein, nur zu herumzuschreien und erst gar keine Sprache zu erlernen. Doch je mehr sprachliche Fertigkeiten man erlernt, umso detaillierter und präziser wird Dein Ausdruck sein. [...] Für mich ist es beim Songwriting wichtig, daß ich auch in der Lage bin, das, was ich ausdrücken möchte, auch umsetzen zu könne, daß ich alles spielen kann, was ich dazu benötige. Man benutzt dann nicht mehr nur drei Akkorde innerhalb eines Songs, weil es die einzigen sind, die man beherrscht, sondern man hat sich ganz speziell für diese drei Akkorde entschieden."
(Daniel Gildenlöw von Pain of Salvation im Interview mit Vampster) In diesem Kontext macht die Aussage von Jim Matheos, daß er mit den ersten Alben nichts mehr anfangen kann, durchaus Sinn, denke ich. Denn erst bei "Parallels" hatte ich das Gefühl, daß er (und die Band) in erster Linie das macht, was er will, nicht was er kann. "Perfect Symmetry" besitzt meiner Meinung nach auf der einen Seite einige sehr faszinierende Stücke ("Through Different Eyes", "Chasing Time"), auf der anderen Seite aber auch eine Menge doch sehr statischen Progmetal ("Static (!) Acts" und überhaupt alles von Aresti). "Parallels" hingegen ist bis auf kleinste "nur sehr gute" Stellen genial. Auf der B-Seite gibt es einfach nichts, aber auch gar nichts zu bemängeln. Für ein gutes Lied braucht es eben keine 341 Akkorde. Deswegen ist mir die "Parallels"-Scheibe wesentlich sympathischer, zumal sie auch textlich unglaublich direkt ist. "Perfect Symmetry" war noch sehr introvertiert, was sicherlich auch seinen Reiz hat. Aber das, was Matheos auf "Parallels" über zwischenmenschliche Beziehungen schreibt, hat mich geprägt. "Eye To Eye" war mein erster Kontakt mit Fates Warning überhaupt, und ich dachte, es sei eben ein Liebeslied. Nett. Ist es aber nicht. Wie auch "Don't Follow Me" geht es um die Beziehung zu den Fans. Aber auch "We Only Say Goodbye" hat es in sich, hat mich zu einem offeneren, ehrlicheren, direkteren Menschen gemacht. Und... äh, mh, vielleicht sollte ich jetzt doch besser ein eigenes Review schreiben... wäre da nicht diese unglaublich belanglose Freternia-CD, die eigentlich schon am Montag hätte besprochen worden sein. Argh. (Only) Goodbye, Jutze |
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vampster-Team
Registriert seit: 03.09.2006
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Beiträge: 700
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Hi Jutze!
> Hehe, wenn das wirklich der Fall ist, dann will Basti garantiert in die Hölle, selbst wenn da 24- Stunden am Tag Josie and the Pussycats rumdudeln. < Da wäre der Rachendrachen sicher nicht der einzige, aber einprügeln kann man den Leuten die Weisheit halt nicht... ;-) > (der Album No. 3 wesentlich mehr mag als "The Spectre Within", und der sofort ein Review über DAS BESTE Fates Warning-Album, nämlich "Parallels", schreiben würde, hätte er nicht noch lauter neue CDs zu besprechen) < Parallels??? Also Parallels ist ja wirklich ein hervorragendes Album, aber neben "Inside Out" (das in meinen Augen Parallels übrigens mindestens ebenbürtig ist) wäre das für mich eigentlich die letzte Wahl für das beste FATES WARNING-Album...wenn schon aus diesem Zeitabschnitt, dann doch wohl eher "Perfect Symmetry" - das ist "Parallels" doch um einiges überlegen! Cheers, Fierce |
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vampster-Team
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Kommentar zum vampster-Artikel FATES WARNING: The Spectre Within [Re-Release]
:: John Archs engelsgleiche Gesänge (und genau so stell ich mir den Gesang von Engeln vor - wunderschön und doch mit einer gnadenlosen Kompromisslosigkeit und Emotionalität versehen) :: Hehe, wenn das wirklich der Fall ist, dann will Basti garantiert in die Hölle, selbst wenn da 24-Stunden am Tag Josie and the Pussycats rumdudeln. Jutze (der Album No. 3 wesentlich mehr mag als "The Spectre Within", und der sofort ein Review über DAS BESTE Fates Warning-Album, nämlich "Parallels", schreiben würde, hätte er nicht noch lauter neue CDs zu besprechen) |
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vampster-Team
Registriert seit: 03.09.2006
Ort: Steinheim a. d. Murr
Alter: 39
Beiträge: 700
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> In diesem Kontext macht die Aussage von Jim Matheos, daß er mit den ersten Alben nichts mehr anfangen kann, durchaus Sinn, denke ich. Denn erst bei "Parallels" hatte ich das Gefühl, daß er (und die Band) in erster Linie das macht, was er will, nicht was er kann. <
Also ich gehör echt nicht zu den Leuten, die sich furchtbar darüber aufregen, was Matheos über seine alten Werke gesagt hat. Ich kann es sogar auf eine gewisse Art verstehen. Wenn du als reifer Musiker, stets auf deine Frühwerke eingeschränkt wirst, dann kann das sicher irgendwann sehr nervig werden. Und du magst mit deiner Aussage recht haben, aber das macht die früheren Alben nicht zu schlechteren! Ein Song aus 341 Akkorden kann technisch perfekt sein, aber ohne jedes Gefühl daherkommen, aber man kann solchen Stücken doch nicht von vorne herein jedes Gefühl absprechen. Das eine kann und darf doch nie das andere ausschließen. Und "Perfect Symmetry" erweckt in mir um einiges mehr Emotionen als "Parallels", was natürlich eine rein subjektive Angelegenheit ist. Wenn man sich gerade die Interviews zu "No Exit" durchliest, dann habe ich einfach das Gefühl, dass die Band noch viel mehr eine Vision von ihrer Musik hatte, als heute. Alles war so extrem detailverliebt, gleichzeitig hungrig und "unschuldig". Ich will nicht behaupten, dass FATES WARNING heute keine Vision mehr hätten, aber ich denke auf eine andere, nicht mehr so enthusiastische Weise - man wird eben reifer und "ruhiger", wenn du verstehst, was ich meine... So, und jetzt wart ich auf deinen Hell of Fame-Artikel... *g* Cheers, Fierce |
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