Zugaben als Qualitätsindex
Veröffentlicht: 13.07.2009 um 10:54 von Schaffi
Vielleicht kennt ihr das ja auch. Da trifft man einen Bekannten oder Freund, von dem man weiß, dass er vor ein paar Tagen auf einem Pop-/Rock-Konzert der Band XY war, und fragt ihn mehr aus Höflichkeit als aus wirklichem Interesse, wie es denn war.
Die Antwort lautet in solchen Fällen meistens in etwa: "Richtig geil, die haben sogar 6(!!!!) Zugaben gespielt!"
Nun, das ist ja an und für sich eine tolle Sache, aber sagt es wirklich viel über die Qualität einer Band aus, weil sie ihr Set so gestaltet hat, dass es ganze sechs geplante Zugaben umfasst?
Damit kommen wir auch gleich zum nächsten Thema: Was soll eigentlich diese Unsitte mit den geplanten Zugaben? So etwas sollte spontan kommen und nicht nur dazu dienen, mehr Applaus bei gleichzeitiger Dehnung der "Spielzeit" einzuheimsen. Sozusagen als Belohnung für eine besonders tolle Show.
Mir ist schon klar, dass manche Bands die Zugaben wegen ihres Showfaktors nutzen. Die Musiker sind von der Bühne; man kann somit nochmal die Atmosphäre des Beginns erzeugen. Aber muss das sein? Richtig traurig wird es erst, wenn Bands wie SCHANDMAUL auf Open-Air Festivals einen Zugabenblock einplanen. Da geht die Band nach 40 Minuten von der Bühne, nur um sich für zwei Songs zurückrufen zu lassen. Als ob sie sonst die 50 Minuten Spielzeit nicht ausgefüllt hätten...
Deshalb ein Lob an DARK TRANQUILLITY. Bei ihrer Show im vergangenen November in München erklärte Frontmann Mikael Stanne nach gut drei Viertel der Spielzeit nebenbei, dass die Band nicht viel von geplanten Zugaben hält und dass sie deshalb einfach noch ein paar Songs spielen werden, bevor sie sich verabschieden. Sympathisch und ehrlich; aber eigentlich auch schade, dass man so etwas überhaupt erwähnen muss. Denn sonst hätten nachher bestimmt wieder einige gemeckert, die Schweden wären nichtmal für eine Zugabe zurückgekommen...
Die Antwort lautet in solchen Fällen meistens in etwa: "Richtig geil, die haben sogar 6(!!!!) Zugaben gespielt!"
Nun, das ist ja an und für sich eine tolle Sache, aber sagt es wirklich viel über die Qualität einer Band aus, weil sie ihr Set so gestaltet hat, dass es ganze sechs geplante Zugaben umfasst?
Damit kommen wir auch gleich zum nächsten Thema: Was soll eigentlich diese Unsitte mit den geplanten Zugaben? So etwas sollte spontan kommen und nicht nur dazu dienen, mehr Applaus bei gleichzeitiger Dehnung der "Spielzeit" einzuheimsen. Sozusagen als Belohnung für eine besonders tolle Show.
Mir ist schon klar, dass manche Bands die Zugaben wegen ihres Showfaktors nutzen. Die Musiker sind von der Bühne; man kann somit nochmal die Atmosphäre des Beginns erzeugen. Aber muss das sein? Richtig traurig wird es erst, wenn Bands wie SCHANDMAUL auf Open-Air Festivals einen Zugabenblock einplanen. Da geht die Band nach 40 Minuten von der Bühne, nur um sich für zwei Songs zurückrufen zu lassen. Als ob sie sonst die 50 Minuten Spielzeit nicht ausgefüllt hätten...
Deshalb ein Lob an DARK TRANQUILLITY. Bei ihrer Show im vergangenen November in München erklärte Frontmann Mikael Stanne nach gut drei Viertel der Spielzeit nebenbei, dass die Band nicht viel von geplanten Zugaben hält und dass sie deshalb einfach noch ein paar Songs spielen werden, bevor sie sich verabschieden. Sympathisch und ehrlich; aber eigentlich auch schade, dass man so etwas überhaupt erwähnen muss. Denn sonst hätten nachher bestimmt wieder einige gemeckert, die Schweden wären nichtmal für eine Zugabe zurückgekommen...
Kommentare 3
Kommentare
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Tja, die Sache mit den ZUgaben hat sich halt irgendwie echt eingebürgert und ist zum Standard geworden, so dass man quasi schon überrascht ist wenn es KEINE Zugaben gibt. Bei regulären Konzerten finde ich das akzeptabel, es gehört halt wie du ja selber geschrieben hast irgendwie zur Show dazu. Wobei ich es auch cool finde wenn eine Band sagt: Wir spielen einfach 90 Minuten und nicht 75 Minuten + 5 Minuten Pause + 10 Minuten Zugaben...
Aber auf Festivals finde ich eingeplante Zugabenblöcke einfach nur peinlich wenn es sich nicht gerade um den Headliner handelt der ja normalerweise etwas flexiblere Zeiten hat. Hab ich auch schon oft genug erlebt, dass eine Band nach vierzig Minuten von der Bühne ist um noch mal wieder zu kommen. Wenn das Publikum nach der kompletten regulären Zeit mehr fordert und es sich irgendwie machen lässt finde ich das ne coole Sache wenn die Band noch mal für eine SPONTANE Zugabe raus kommt (bzw. kommen darf), ansonsten ist es echt lahm...Veröffentlicht: 13.07.2009 um 11:46 von agony&ecstasy
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Veröffentlicht: 13.07.2009 um 12:34 von boxhamster
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Dass es auch anders geht...
... hatten damals beim DOOM SHALL RISE III WARNING gezeigt.
Die hatten niemals mit so euphorischen Reaktionen gerechnet und standen fast mit Tränen in den Augen am Bühnenrand.
Da musste man einfach auf den Zeitplan sch..ßen, auch wenn ein weiterer WARNING-Song natürlich 10 Minuten heißt...
Ein unvergessbares Erlebnis!
Die fest geplanten Zugabenblöcke sind absolut albern.
Ein Set mit 1-2 Songs gehört als Goody dazu, die Band will sich ja auch feiern lassen.
Aber wenn man seine Show dem Zugabenblock angemessen plant, ist das echt nicht Rock`n´Roll!Veröffentlicht: 13.07.2009 um 12:55 von WOSFrank
Aktualisiert: 13.07.2009 um 12:59 von WOSFrank
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