Musikvideo des Monats: Oktober 2010
Veröffentlicht: 10.11.2010 um 17:19 von Schaffi
Stichworte clip, musikvideo, oktober, video, videoclip

Nüchtern betrachtet war der Oktober ein Monat der Enttäuschungen und das ist nicht nur auf das Wetter gemünzt. In Sachen Videos gab es kaum Nennenswertes, gerade mal eine Hand voll Produktionen waren wirklich erwähnenswert. Insofern trifft es sich also gut, dass ich zeitlich momentan sowieso kaum Spielraum habe und ich die wenigen relevanten Clips diesmal im Schnelldurchlauf abfertigen kann.
In die Schublade "okay, aber nicht außergewöhnlich" fallen etwa "Meet Me On The Darkside" von MELISSA AUF DER MAUR und "Clinic For Dolls" von UNSUN. Beide Videos sind hochwertig produziert und nett anzusehen, Begeisterungsstürme werden sie aber kaum entfachen. DARK FORTRESS haben Teile von "Ylem" in einer Tropfsteinhöhle gefilmt. Besagte Szenen sind dann auch wirklich atmosphärisch, nur leider kann man das von den übrigen Greenscreen-Aufnahmen nur eingeschränkt behaupten. Klar, das Gepose gehört dazu, einfallsreich ist das alles aber nicht unbedingt. FILTER haben mit "Fades Like A Photograph" wieder einen soliden Clip im Gepäck, der sich mit dem Thema Vergangenheit und Erinnerung beschäftigt, während ROOGA in "Face To Face" die Rotkäppchen-Geschichte mit ein paar anderen Märchen vermengen. Weil es davon abgesehen nur die übliche Stangenware gegeben hat, springen wir gleich zur Top 5:
#5 | AIRBOURNE - Bottom Of The Well
Die Australier haben mit "Bottom Of The Well" den gefühlt zehnten Clip zu ihrem Aktuellen Album "No Guts, No Glory" veröffentlicht. Qualitativ bleibt das Ergebnis trotzdem ganz ordentlich, auch wenn die Handlung über einen ziemlichen Normalo, der nach ungewöhnlichem Training einen Boxchampion im Ring besiegt, etwas abgedroschen sein mag.
# 4 | TRIPTYKON - Shatter
"Shatter" dürfte wohl der stimmungsvollste Clip in diesem Monat sein. In stilvoller Monochrom-Optik verfolgen TRIPTYKON einen ästhetischen wie kunstvollen Ansatz, der dem schleppenden Stück enorm zugute kommt.
#3 | IMPALED NAZARENE - Enlightenment Process
Horrorfilme sind immer gut. Und wenn sie so anstandslos umgesetzt sind wie "Enlightenment Process" dann sowieso. Was anfangs noch wie ein freakiges, aber doch normales Bild eines jungen Pärchens aussieht, wird schnell zu besagtem Horrorszenario. Fakt ist, dass zum Ende wohl nur ein Exorzist noch helfen könnte.
#2 | TRICK OR TREAT - Loser Song
Castingshows wurden schon viel zu oft schlecht parodiert. Da sticht "Loser Song" dagegen geradezu beispielhaft hervor, denn TRICK OR TREAT versammeln gleich eine Schar Castingversager, um sie anschließend eine Band gründen zu lassen. Natürlich einzig mit dem Ziel, es der harten Jury diesmal richtig zu zeigen. Spaßig und humorvoll - nicht zuletzt wegen dem gesteigerten Nerdfaktor inklusive Skeletor T-Shirt!
#1 | DANKO JONES - Had Enough
Mit dem zweiten Teil seiner Videotrilogie knüpft DANKO JONES direkt an das Ende von "Full Of Regret" an. Diesmal geht es gegen einen zwielichtigen Wissenschaftler und seine Klonarmee; nicht ganz so stark wie der Vorgängerclip, aber immer noch hochwertig produziert, unterhaltsam und alles andere als langweilige Fließbandware.
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