Bewerten

Nö Sleep Till Steinheim

Veröffentlicht: 06.01.2012 um 23:07 von agony&ecstasy
Stichworte vampster

Mitte Dezember hatten wir mal wieder Redaktionstreffen. Das heißt, zwielichtige Gestalten aus allen Ecken des Landes (und auch mal von außerhalb, dieses Jahr allerdings nicht - mehr dazu weiter unten) machen sich auf den Weg ins schwäbische Steinheim an der Murr um dort in Workshops, Meetings und Arbeitskreisen die Zukunft von vampster zu gestalten. Oder es wird gesoffen - heraus zu finden, welche Version näher an der Wahrheit liegt, das überlassen wir euch, liebe Leser.

- Abfahrt in Köln. Per Smartphone halte ich mich über Facebook auf dem laufenden, was die Anreise anderer Vampsteraner betrifft. Wie schön. Kurzfristig wird ein Preis für denjenigen ausgelobt, der als erstes in Steinheim eintrifft. Ich will euch nicht mit Details nerven (tue es aber doch): Man sagt ja immer, dass die Leute mit der kürzesten Anreise am spätesten ankommen. Das wäre hiermit widerlegt. Familie Rachendrachen, die mehr oder weniger um die Ecke wohnt traf als erstes ein während das am weitesten entfernt wohnende Dröhn-Duo, bestehend aus Redaktions-Doomer WOSFrank (aus dem hohen Norden) und Maren (aus dem wilden Osten), ihres Zeichens große Bewunderin von MANOWAR und Female fronted Metal-Bands, ganz knapp als letztes eintraf.

- Zwischenstopp in Stuttgarts Noch-Kopfbahnhof. Tja, der ist wohl bald platt - und was aus dem Juchtenkäfer wird, das weiß auch noch keiner so recht.

- Ankunft in Marbach. Als ich Fierce sehe springe ich ihm freudig entgegen bis mir auffällt, wieso ich plötzlich so leichtfüßig unterwegs bin - die Hälfte meines Gepäcks (Schlafsack, Iso-Matte und Leoparen-Kissen – ja ihr habt richtig gelesen) liegen noch in der Bahn. Ein beherzter Sprint zurück verhindert so gerade noch, dass ein übereifriger Entsorgungs-Manager meine Habseligkeiten in den bereits offen gehaltenen Müllsack befördert. Schnell sind sie ja, die Schwaben.

- Unser eidesgenössisches Sturmgeschütz Arlette hat den weiten Weg aus der beschaulichen Schweiz, leider nicht antreten können, weil ein deutscher Panzer ihren neuen Wagen überrollt hat, worauf die Schweiz erst mal die Grenzen dicht gemacht hat. Oder so ähnlich…

- Jutze - auch genannt "IM Schult" notierte sich wie üblich sämtliche verbalen Entgleisungen der restlichen Teilnehmer um diese dann über sein Bett zu hängen. Zumindest kann ich bisher keine Neueintragungen bei unseren Sprüchen (für die nicht eingeweihten - das Geschreibsel unter den Autoren-Bildern neben jedem Artikel) feststellen. Gott sei dank.

- Beim Kickerturnier liefen der Captain und ich - intern auch Team Hoffnungslos genannt - zur Hochform auf und sicherten uns gegen völlig überforderte Gegner problemlos den letzten Platz während sich Comlag und Fierce so gerade noch auf die Pole Position retten konnten. Der Lohn der harten Arbeit: Während wir uns an einer Flasche Lambrusco laben durften, die der Pizza-Schlepper wohl mehr oder weniger vorsätzlich hatte liegen lassen wurden die "Gewinner" mit bestem, schottischen Single Malt gequält… Und da sag noch mal einer, harte Arbeit würde sich nicht lohnen. Nächstes Jahr gibt es dann wohl wieder Dart, da war ich letztes Mal auch letzter...

- Anschließend gab es eine längere Debatte zum Begriff Kontaktschuld. Ist eine Band schon als rechtsradikales Sympathisantenpack zu ächten, wenn sie mal mit einer Band auf einem Festival gespielt hat, bei deren Gig mal jemand mit einem BURZUM-Shirt anwesend war und am Merch nach völkischem Sauerkraut verlangen durfte ohne auf der Stelle mit dem antifaschistischen Bekehrungsknüppel verdroschen worden zu sein?

- Es gibt zwei Dinge, die nach einer langen Nacht in der Villa Vampiria sicher sind: Frühstück und Reste-Kiste. Während ersteres selbsterklärend und ein Grund zur Freude ist, kann dem gemeinen Schreiberling bei letzterem schon mal der Arsch auf Grundeis gehen. In der Reste-Kiste befinden sich all die Meisterwerke aufstrebender, junger Künstler für die sich nie ein williger Rezensent fand – und zum Vampster-Treffen wird traditionell verlost. Das Ergebnis seht ihr unter anderem in Jutzes Resterampe. Den Zonk stifteten dieses Mal OHRENFEINDT, deren letztes Album diversen Leuten heimlich untergejubelt wurde, aber doch immer wieder seinen Weg in die Kiste zurück fand. Wir sind ja nicht bescheuert, nachher landet das Ding noch versehentlich in der heimischen Anlage.

- Nach dem Frühstück schleppen der Captain, Schaffi und ich Andrea, Markus und Comlag zum geocachen mit, schließlich ist Metal hören und darüber schreiben noch nicht nerdig genug, nein, wir gehen auch noch Plastikdosen ausbuddeln. Damit haben wir immerhin zwei Dinge mit Bernhard Hoecker gemeinsam – die Frisur Gott sei Dank nicht. Na ja, außer Jutze vielleicht.

- Dann war leider auch schon Rückfahrt angesagt. Das nächste Treffen wurde lose für den Sommer angesetzt. Mal sehen, welch neues Grauen bis dahin Einzug in die Reste-Kiste gehalten hat. BUBI ELEKTRICK sind ja jetzt weg.
Hits 150 Kommentare 0 Hinweis auf diesen Blog-Eintrag per E-Mail verschicken
Kommentare 0

Kommentare

 
Trackbacks 0

Trackbacks


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 11:11 Uhr.



Reklame

Content Relevant URLs by vBSEO 3.3.0

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25