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Jahrespoll 2011 von WOSFrank

Veröffentlicht: 09.01.2012 um 11:01 von WOSFrank


Gab es für mich die Über-Alben 2011? Hm, irgendwie nur wenige. Aber zumindest einige, die weit vorne standen. Gerade im doomigen Bereich konnten mich Alben überzeugen, die ich teils eher skeptisch im Auge hatte. WINO´s neue Band PREMONION 13 mit dem selbstbetitelten Debüt halten das, was sie bei den Live-Shows zuvor versprochen hatten, cooler klassischer Maryland-Doom mit der typischen Handschrift von WINO. Eher wenig erwartet hatte ich von der Reunion von PENTAGRAM mit Bobby Liebling und Victor Griffin (PLACE OF SKULLS), "Last Rites" hat mich dann aber voll überzeugt und bietet neben gewohnten Klängen genug Neues, um die Wiedervereinigung zu rechtfertigen. Ebenso erfreut hat mich das neue CROWBAR-Album. Dass Kirk Windstein mit "Sever The Wicked Hand" so ein energisches und druckvolles Lebenszeichen von sich gibt, das hat mich echt gefreut. Vergleichsweise natürlich eher undoomig, aber der Urvater des Doom-Riffs hat gepunktet mit seiner Single Out Of My Mind für einen guten Zweck. Nicht der größte Song des Großmeisters, hier zählt der Hintergrund zur Single.

Ein ganz großer Dauergast im Player war RAY WILSON & STILTSKIN´s "Unfulfillment", dass mit jedem Durchlauf einen größeren Platz in meinem Leben einnahm, nicht nur wegen dem tollen Konzert in der Isernhagener Bluesgarage.
Ähnlich intensiv belagerten Anfang des Jahres zwei Alben meinen Player, bis sie irgendwann verschwunden waren. Nun denn, die Verdächtigen sind heute 1 ¾ Jahr alt und haben sich bereits im Vorfeld als leidenschaftliche Promosammler erwiesen. So ein Zufall, dass heute beide Objekte der Begierde hinter einem Schrank aufgetaucht sind, wo der Tatvorgang schlichtweg nicht nachvollziehbar ist. Was soll´s, here we go:
Ich liebe es, wenn mich ein Album bei der Hand nimmt und durch eine Geschichte führt, mich zum Zuschauer oder gar Miterleber macht, gern auch in dunklen Abenteuern. 2011 haben das auf beeindruckende Weise MOONSORROW mit "Varjoina Kuljemme Kuolleiden Maassa" geschafft. Typisch finnisch, intensiv, erzählerisch, fesselnd, mit einer Geschichte zum Eintauchen, auch wenn man der finnischen Sprache nicht mächtig ist.
Meinen persönlichen Geschmack genau auf den Punkt getroffen haben BLOOD CEREMONY mit "Living With The Ancients". Der Mix auf Gitarren vom ersten BLACK SABBATH-Album, reichlich Hippie-Flair, dem JETHRO TULL-Geflöte und der bezaubernden Stimme von Alia O´Brien und die charmante Grundstimmung haben das Album zum meistgespielten seiner Aera gemacht - bis es auf magische Weise verschwunden war…



Einen echten Griff ins Klo hatte ich zum Glück nicht. Im Gegenteil, so manches Album, dass mir beim ersten Hören nicht gefallen hat, hat dann in einer anderen Stimmung absolut gefunkt.
Vielleicht hätte ich mir auch "Lulu" anhören sollen, dann hätte ich sicher eins…



Ohne Zweifel RAY WILSON & STILTSKIN am 30. September in der Bluesgarage in Isernhagen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal eine so sympathische Band mit so toller Musik in so einem gemütlichen Club gesehen habe. Ein wundervoller Abend (Danke an Moritz von Gordeon!), den ich so schnell nicht vergessen werde. Der Livebericht hängt leider immer noch auf meinem Netbook, für das der Support nicht in der Lage zu sein scheint, ein passendes Netzteil aufzutreiben…

Ebenfalls cool war der Doom-Abend am 25. Oktober im Bremer Meisenfrei mit ORCHID, SEAMOUNT und SERPENT VENOM. Gepflegtes Doomdancing im kleinen Kreis in dem knuffigen Club, das hat richtig Spaß gemacht.



gab es nicht



2011 war dank Vollzeit-Papa-Job Festivalfreie Zone, meine Twins Of Doom boten mir genug Party und Show



Die Menschen in den arabischen Ländern, hoffen wir, dass es so weiter geht!

Und natürlich immer noch ICH! Nahezu jede Sekunde mit meinen Twins Of Doom verbringen zu dürfen, das ist einfach fantastisch!



Die Metal-Szene, wobei von der "Szene" nicht mehr viel zu erkennen ist, wenn man das Glück hatte, schon den Anfang der Heavy Metal-Geschichte miterleben zu dürfen. Statt echten und hart arbeitenden Bands fast nur noch gesichtslose Musikergemeinschaften mit flinken Fingern und tollem Homestudio, die aus dieser Szene einen unüberschaubaren Markt gemacht haben, der so nur noch in den Köpfen der großen Labels Sinn macht. Damals hat man Metal noch er- und gelebt, als Fan und als Musiker. Heute fühlt man sich da eher wie ein feuchter Froschpups im Steinhuder Meer, KISS-Shirts im Supermarkt, CD-Regale im Media-Markt voller Bands, deren Namen man nicht mal als Insider alle kennen kann. Es gab mal Zeiten, da konnte man sämtliche Titel inklusive Reihenfolge und Spielzeit und jeden einzelnen Musiker in der Band und sonst was aufzählen, ohne darüber ernsthaft nachdenken zu müssen. Ja, es ist einfach so: früher war alles besser!



Vollzeit-Papa = zu wenig Zeit, um mir CD-Cover wirklich näher anzuschauen. Meine Twins Of Doom sehen das ja gaaanz anders und untersuchen die Cover- und Hüllen sehr gern und intensiv.



Vollzeit-Papa = zu wenig Zeit, um gepflegt Filme oder Shows anzuschauen oder gar mal ein Game zu zocken, abends Sofa heißt noch kurz vampstern und dann umfallen.
Aber als tolle Klolektüre erwies sich Christoph Lückers Szene-Portrait und aktuell gibt es immer noch für doch mal ruhige Momente TONY IOMMI´s Buch "Iron Man".



Boah, es gibt so viele coole neue Bands, die aber musikalisch nichts wirklich Neues machen, und daher nicht herausragen.
Und ab wann ist man Newcomer? Mit einem Debütalbum, obwohl man vorher schon seit Jahren live spielt? Weil man gerade gepusht wird, weil man zufällig den Sound spielt, der warum auch immer gerade angesagt ist? Oder weil man den Trend erkannt bzw. kommen sehen hat und zur rechten Zeit am rechten Ort ist?
Oh je, ich werde schon zur Nörgeltante wie manche Kollegen hier… Jetztabernichtswieweg….



ARSIRIUS, eine sehr coole Band aus München, die ihren Death-Metal genau so bringen, wie er sein muss, um mich als Nicht-Deather zu packen: tight, groovy, schwer, mit echten Songs.



Vollzeit-Papa = zu wenig Zeit, so intensiv über andere Musiker so nachzudenken, wie sie es verdient hätten. Daher leider kein Interview, trotz einiger Wunschkandidaten, wird alles nachgeholt.



Vollzeit-Papa = zu wenig Zeit fürs Kino, aber 2012 "Der Hobbit" bin ich dabei!!!
Also als Zuschauer, nicht als Hobbit!



Jede Sekunde mit meinen Twins Of Doom!
Und natürlich das vampster-Redaktionstreffen, immer noch/wieder eine echte Familie!



Hm, ja, "First Day Of Change" von RAY WILSON & STILTSKIN´s "Unfulfillment". Das Album und vor allem dieser Song haben mich nach dem Tod meines besten Freundes begleitet. Lass es krachen, wo immer Du jetzt bist! Rock`n ´Roll!!!



Es gibt so viele Idioten auf der Welt, sie hier noch abzufeiern sind die echt nicht wert!



Die hebe ich komplett auf für meine Twins Of Doom, mögen sie so fit und cool bleiben, wie sie es bisher waren. Darauf ein Kilkenny!



… den Doomsday 21.12, danach kann es ja nur besser werden!
Hauptziel der Apokalypse: all die üble Musik vernichten, möge die Welt von Doom, Psychedelic und Classic-Rock erleuchtet werden. Amen!
Und immer noch auf DIABLO 3, hoffentlich erscheint es noch vorm Weltuntergang!!!
Kategorie: Kategorielos
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Kommentare 1

Kommentare

  1. Alter Kommentar
    Benutzerbild von agony&ecstasy
    Doomsday 21.12.

    Da haben RUSH doch mal ein Album drüber geschrieben ;-)
    Veröffentlicht: 09.01.2012 um 12:56 von agony&ecstasy agony&ecstasy ist offline
 
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