Alt 11.08.2002   #1 (permalink)
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Standard Selbstbeweihräucherung der Wackenveranstalter

Tja, da hat der "gute" Holger Hübner, Veranstalter des Wacken Open Air, doch

recht voreilig mit den Selbstbeweihräucherungsorgien begonnen, die ich im folgenden

Bericht, welcher u.a. auf dem www.metalprovider.com/metalcoven und

www.raging-steel.de erscheinen wird, WIDERLEGEN möchte. Jemand, der nur

noch völlig GELDGEIL und GRÖSSENWAHNSINNIG geworden ist und sich

ohnehin einen DRECK darum schert, was wirklich abgeht, das bewiesen u.a. in den

letzten Jahren immer wieder die völlig unrealistischen Bewertungen der Frankfurter

Onkelz Schlägersecurity, muß eben auch mal einen Rüffel kassieren, das ist nun in

diesem Jahr endlich angebracht. Wenn sich selbst das Rock Hard vom WOA

zurückzuziehen gedenkt, kann ja etwas nicht stimmen.


info-cmm-online schrieb:




WACKEN : OPEN : AIR

2002

www.wacken.com


August 1st + 3rd > 13 Years Louder

Than Hell !




Liebe Metalheads,

liebePartner und Freunde des Wacken Open Air,






das 13.Wacken Open Air ist vorüber und schon jetzt ist vielfach zu hören “I

survived Wacken 2002“.


Das ist wohl richtig. Allerdings kann man diesen Ausspruch nur von Seiten

der Fans vernehmen, die sich durch die selbst für ein riesiges Open Air

Rahmenbedingungen quälen mußten.


Obwohl die Crew noch eisern durch den knöcheltiefen Festivalschlamm stapft um

Bauzäune, Zelte und Bühnen in die Lager zu schaffen, wollen wir schon jetzt ein

paar resümierende Worte an euch richten.


Na, dann schieß mal los, mal sehen, welchen realitätsfremden Unfug Du hier

wieder von Dir gibst.


Zu aller erst danken wir der gesamten Crew für ihren unermüdlichen Einsatz, das

überwältigende Engagement und die wasser-, schlamm- und stresstrotzende

Ausdauer. Noch nie stand ein Wacken Open Air derart auf der Kippe wie in

diesem Jahr und noch nie war das Festival so viel mehr als die Summe seiner

einzelnen Teile.


Wir danken vor allem auch den Behörden, der Polizei und den Rettungskräften für

ihr besonnenes und überaus professionelles Handeln in Anbetracht der

verheerenden Wettersituation. Während in Hamburg und Itzehoe der

Ausnahmezustand herrschte, konnte in Wacken trotz widriger Umstände ein

sicheres und für die Besucher nur wenig eingeschränktesFestival über die

Bühne gehen.


Ok, kann man noch halbwegs gelten lassen!


Ein großes Lob möchten wir allen aufgetreten Bands aussprechen. Wir durften

legendäre und einzigartige Auftritte erleben, die uns gezeigt haben, dass sich die

besondere Atmosphäre des Wacken Open Airs auch positiv auf die Künstler

überträgt. Gerade die Bands haben am gelassensten auf Verspätungen und das

schlechte Wetter reagiert. Auf keinem der bisherigen Festivals haben wir so viele

Drinks und Kaffees auf dem Flughafen ausgelöst. Für viele der unbekannteren

Bands schien ein Traum zu platzen, um so mehr haben sie sich gefreut überhaupt

noch auf der Bühne zu stehen.




"Tatsächlich konnte die Running Order besser eingehalten werden denn je, alle

Bands haben gespielt."


Tja, nur leider konnten die Fans ihre Faves zum Teil nicht ansehen, weil die

Running Order wiederum, wie schon in den Jahren davor, völlig

durcheinandergewirbelt worden ist. Diesen Umstand alleine auf das Wetter

zu schieben, halte ich für ausgesprochenen Schwachsinn und eher für das

Resultat der an der Wirklichkeit vorbeigehenden Planung und totalen

Überforderung des Herrn Hübner.




Weiterhin danken wir all unseren Partnern, Dienstleistern und Lieferanten die beim

13.Wacken Open Air die Extrameile für uns gegangen sind.




Nicht zuletzt gilt unser größter Dank den vielen Besuchern, die

zum Teil viele tausend Kilometer Anreise auf sich genommen

haben um “The Spirit Of Wacken“ live zu erleben.



"Für uns steht fest, das diesjährige Wacken Open Air war das friedlichste und von

der Party das Genialste überhaupt."


Sicherlich, Ihr habt ja auch durch die horrenden Parkgebühren

(MEGAABZOCKE!!!!) und den ebenfalls völlig ÜBETRIEBEN HOHEN

Ticketpreis, sowie die Einnahmen durch die ganzen Freß - und

Verkaufsbuden ein wunderschönes Klimpern in den Kassen gehört. Und

FRIEDLICH? Von den Fans her vielleicht, aber was ist mit der Security, den

SCHWARZEN HORDEN aus Frankfurt?


Diese Sichtweise teilen Medien, Behörden, Rettungskräfte und die Wackener

Bürger gleichermaßen.


Tja, die lokalen Medien, sicherlich, diejenigen "Journalisten", die sich nicht

auf das Festivalgelände gewagt haben.


Hunderte Metalheads sind mit Bussen aus ganz Europa angereist, viele mit dem

Flieger aus aller Welt. Der Metal-Train und dasFußballturnier

wurden begeistert aufgenommen.


"Umso mehr verwundert es uns, dass wir gerade jetzt von vielen Besuchern

dermaßen verbal in die Fresse kriegen. Möglicherweise ist es die Anspannung der

letzten Wochen und die sich im Moment rasant verschlechternden

Arbeitbedingungen für die Crew draußen auf dem Platz, die uns etwas sensibel für

die aktuell an uns herangetragene Kritik machen."


Aha, man verbockt ein ganzes Festival und ist dann auch noch angepißt,

wenn man dafür kritisiert wird. Herr Hübner, wie weit möchtest Du noch

vom Boden abheben?




Bei aller Enttäuschung darüber, wollen wir im Gegensatz zu manchen Mails, jetzt

möglichst sachlich zu allen Vorwürfen Stellung nehmen:


Jetzt gehen die Rechtfertigungen los, tja, getroffene Hunde müssen eben am

lautesten zurückbellen!




Parkgebühren

Die Parkgebühren sind in der Tat um knapp 25% von DM 30,- (alleine das ist

schon eine FRECHHEIT sondergleichen!!!!!) auf EUR 20,- pro KFZ gestiegen

(ohne Worte) sowie EUR 5,- für Motorräder. Dies wurde im Vorfeld klar

kommuniziert. Die Entkopplung von Eintrittspreis und Parkgebühr hat nicht, wie

vorgeworfen, das Ziel die Kosten des Festivalbesuchs zu verschleiern, sondern ist

gerecht. (Die geübte Kritik hat nichts damit zu tun, daß die Fans alle dumme

Arschlöcher wären, die sadistischerweise auf den armen kleinen Holgi

einkloppen wollen, sondern ist gerecht.) Warum soll ein mit der Bahn

Anreisender die Infrastruktur für die Anreise mit dem Auto bezahlen. Bei

sinkendem Pkw-Anteil und stark gestiegenen Kosten sahen wir uns zu dieser

Erhöhung gezwungen.


Bei knapp 40.000 verkauften Karten kann ja nicht von sinkendem PKW -

Anteil die Rede sein. Aber rede mal weiter!







Wir bitten zu entschuldigen, dass wir Ackerflächen zum Parken anbieten mussten,

aber die vorgesehenen grünen Wiesen waren hoffnungslos abgesoffen.


Ah, ja, die Ackerflächen also nicht?


Steckengebliebene Fahrzeuge wurden kostenfrei aus dem Schlamm gezogen.


Nach Augenzeugenberichten mußte man zum Teil stundenlang darauf

warten, da sich kaum jemand zuständig gefühlt haben soll.


Es gab reservierte Flächen für Großgruppen, Metalcamps und ganz nebenbei

waren 4 Supermärkte mit einem zumutbaren Fußmarsch gut erreichbar gewesen.

Diese wurden förmlich überrannt.


Ja, sicher, schau mal auf die Verpflegungspreise auf dem Festivalgelände.

Außerdem, direkt auf das Festivalgelände durfte noch NIE eigene

Verpflegung mitgebracht werden. Das war schon 1993 so und hat sich bis

heute nicht geändert. Ach, ja, 1993 konnte man mit der aus ortsansässigen

Rockfans und Bikern bestehenden Security noch reden, die seit 1996

herummarodierenden Schwarzen Horden sind da etwas rigoroser und vielen

Fans vergeht da bestimmt schon von vorneherein die Lust auf eine

Diskussion.


"Ihr konntet soviel Drinks und Food mitnehmen wir ihr wolltet"



Aber bestimmt nicht direkt aufs Festivalgelände. Ich werde mich mal

umhören, Holger!!!!



und die Entfernung zum Festivalgelände war absolut akzeptabel. Selbst das um die

Ecke liegende Schwimmbad wurde intensivst genutzt und konnte einen

Besucherrekord vermelden. Das man durch den zum Teil tiefen Matsch länger

gebraucht hat, kann uns niemand ernsthaft vorwerfen




Hat Euch jemand vorgeworfen, für den Regen verantwortlich zu sein? Waren

es nicht eher die schlechten Rahmenbedingungen. Autsch, auf keinen Fall

kritikfähig der Mann!




Auch im nächsten Jahr werden wir an einer Parkgebühr festhalten. Aufgrund

der auch konstruktiven Kritik werden wir deren Höhe aber nochmals überdenken.


Ich denke, daß Ihr die Parkgebühren im nächsten Jahr gleich auf 100,- Euro

erhöhen solltet, da sicherlich der erwartete Besucheransturm ausbleiben

dürfte.


"Das Campen bleibt weiterhin im Ticketpreis enthalten."


Ja, klar, die ganzen Camper kommen auch zu Fuß angereist, was? Wer

campt, der kommt sicher auch in den meisten Fällen mit dem Auto. Das

riecht mir danach, noch extra ein bisserl Kohle einfahren zu wollen, was

2002 ja auch ausgiebig passiert ist.









Bierpreise

Eure Empörung über den Bierpreis können wir verstehen. Die letztendliche Höhe

haben wir auch erst im Zuge der starken Regenfälle während des Aufbaus

festgelegt. Deutlich erhöhte Personalkosten waren uns zu diesem Zeitpunkt

garantiert. Böse Zungen munkelten sogar schon von einer Absage des Festivals.

Um die, mit Vokabeln wie “exorbitant“ und “Abzocke“ umher werfenden Kritiker,

auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen, gestatten wir uns eine

mathematische Unterweisung:


Bierpreis für ein Bier 2001 DM 4,- für 300ml = DM 13,33 je Liter

Bierpreis für ein Bier 2002 DM 5,86* für 400ml=DM 14,65 je Liter


*EUR 3,- x 1,95583


Dies ist eine nominale Erhöhung von 10%.

Allerdings ist der Bierpreis seit 2001 um 7,5% gestiegen, das weiß jeder der sich

einen Kasten Bier für EUR 11,99 statt DM 19,99 kauft und die Dose Premium

Pils gibt es schon lange nicht mehr für DM 0,89 sondern EUR 0,55.


Das bedeutet also, von den Erlösen aus dem Bierverkauf sind lediglich 2,5% mehr

in den Etat des Festivals geflossen als im Vorjahr. Diese Erhöhung liegt unter den

Lohnsteigerungen der in diesem Frühjahr abgeschlossenen Tarifverträge. Trotzdem

respektieren wir, dass dieser Tropfen das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

Auch diese kurzfristig gefällte Entscheidung werden wir überdenken. Wir halten es

aber für unfair, uns hier Leichtfertigkeit zu unterstellen, denn wir kennen beide

Seiten des Tresens und würden gerade deshalb lieber auf eurer stehen.






Diese Kostenaufrechnung schlägt dem Faß buchstäblich den Boden raus. Im

Einkauf kostet ein Becher Bier, da ja auch noch vom Faß und somit

aufgrund der größeren Einkaufsmenge deutlich günstiger als z.B. ein

Dosenbier, etwa 0,2 Euro. Das macht dann praktisch 3000 %, die von den

Veranstaltern draufgeschlagen wurden. Wie wollt IHR Euch da

rechtfertigen?










Unwetterwarnung wurde verheimlicht.

Schwachsinn - Kotipelto hat es angesagt (das werden auch sicherlich ALLE

35.000 - 40.000 Fans mitbekommen haben, gell? Wie naiv bist Du, Holger?),

weil während des Gigs die Bühnenbahnen heruntergelassen wurden. Gefahr

bestand für die Besucher zur keiner Zeit. All jenen unter euch, denen wir die Tour

vermasselt haben, weil sie gerne hektisch einen Graben um ihr Zelt ausgehoben

hätten, empfehlen wir lieber zu “Top Of The Pops“ zu fahren. (das werden sie

wohl auch im nächsten Jahr tun) Es war noch nicht ein Tropfen Regen gefallen,

da haben wir uns bereits bemüht, die Verteilung von gut 30 Anhängern mit Stroh

auf 100 Hektar Land vorzubereiten. Gleichzeitig wurde damit begonnen,

Einfahrten mit Recycling-Material zu befüllen und alle Rettungs- und

Brandschutzwege befahrbar zu halten Auch dadurch hat die Kommunikation auf

dem Platz gelitten.


Also maßlos überfordert! Liegt es vielleicht an der Größe des Festivals?

Denk mal nach!




Änderungen des Line-Ups

Sorry, aber die Hauptzufahrtswege waren vom Unwetter schwer getroffen, die

A23 war komplett gesperrt. Dies ist die Hauptzufahrt zum

Flughafen.Candlemass waren gezwungen ihren Abflug vorzuverlegen.

Obwohl wir versucht haben, euch über Aushänge am Rock Hard- und

Fanclubstand, den Duschcamps oder den Supermärkten zu informieren, konnten

wir nicht alle erreichen. Wir werden dafür Sorge tragen, dass solch massive

Änderungen besser auf dem Gelände kommuniziert werden können wie z.B. durch

LED-Laufbänder.


Es kann auch JEDER Fan innerhalb einer gewissen Zeit bei den genannten

Orten sein, um die Aushänge zu besichtigen, ist das denn der Sinn eines

Festivals? Aushänge anschauen obligatorisch? Warum gebt Ihr denn

überhaupt schon im Voraus eine Running Order aus? Warum nicht durch

Münzwurf oder Losverfahren entscheiden, wann eine Band spielt.




Engpass bei den Toiletten

”The same procedure as every year Mrs. Sophie” Wenn wir 10% der Toiletten

aufstellen, die eine Stadt mit 30.000 Einwohnern zur Verfügung hat, dann stehen in

Wacken nur noch Toiletten. All eurer negativen Erfahrungen zum Trotze haben wir

tatsächlich ein zusätzliches Duschcamp und mehr Toiletten aufgestellt. Wir können

auch nicht neben jedes Zelt ein Klo stellen, es stehen nur wenige Standorte zur

Verfügung – ein Fußmarsch lässt sich nicht vermeiden. Die Fahrzeuge zum

Entleeren der Sanis sind leider absolut nicht zu allen Bereichen vorgedrungen. Sie

sind einfach im Matsch stecken geblieben. Hier Abhilfe zu geloben, wäre aber

geheuchelt. Auch wenn die Wetterbedingungen optimal sind, werden wir nie so

viele Toiletten bereithalten können, um alle zufrieden stellen zu können. Toiletten

“For Metalgirls Only“ waren im Innenraum vorhanden, wir werden dieses Angebot

ausweiten und auf die der Bühne nahen Bereiche ausdehnen.


Ach ja, im Duschcamp haben Mitglieder der Schwarzen Horden aus

Frankfurt massiv gespannt, wenn "METALGIRLS" am Duschen waren. Man

kann im Übrigen die Toiletten auch öfter mal am Tag ausleeren und säubern

lassen, wenn man schon 20,- Euro Parkgebühren kassiert, zusätzlich zu den

56,- Euro für den Eintritt.




Bei allem Respekt, die mitunter auch konstruktiven Hinweise zu den vorgenannten

Punkten rechtfertigen in keiner Weise die Zweifel an "unseren Idealen" mit denen

wir 1990 das erste Wacken Open Air ins Leben gerufen haben. Wer mit uns

darüber diskutieren will, wie viel Idealismus wir uns zu leisten haben, der sollte

jetzt auch da draußen mithelfen den Dreck von 30.000 Menschen wegzuwühlen.

Es sind aber schon alle abgereist.




Beim WOA von Idealismus zu sprechen ist eine Farce. Holger Hübner

betreibt dieses Festival aus rein finanziellen Beweggründen, er selbst hat

keinen privaten Bezug zu dem, was sich Heavy Metal nennt, was u.a. auch

die meist völlig willkürliche Bandauswahl angeht. Was den Eintrittspreis

anbelangt, die 60 bis 80 dort spielenden Bands als Grund anzuführen ist

Schwachsinn, weil NIEMAND zeitgleich bei allen Gruppen vor der Bühne

stehen kann, weil u.a. bei den jeweilig gerne gesehenen Bands (bei mir 2001

u.a. Artch und Jag Panzer) zu Überschneidungen kommt, ob nun von den

Bands, dem Veranstalter oder GOTT (Hey, also ich hab da nichts mit zu tun -

Gott) verschuldet. Anhand der Bierpreisrechnung sollte schon einigen ein

Lichtlein aufgehen, um was für Einnahmen es sich hier drehen dürfte. Bier

vom Faß, extrem günstig im Einkauf, extrem teuer im Verkauf, somit hat

Holger tatsächlich bei einem einzigen verkauften Bier das Geld für dreißig

eingekaufte Biere wieder drinnen, was bedeutet, daß durch den Bierkonsum

auf dem Festivalgelände, wo definitiv KEINE eigene Verpflegung erlaubt ist,

schon ein Großteil der Unkosten gedeckt worden sein dürfte.

Außerdem, Holger, wer macht den Dreck den weg? Du selbst oder ein paar

hundert für wenig Geld angeheuerte Hiwis? Idealismus spielt hier keine Rolle

mehr, das WOA ist Wirtschaft pur!








Gestattet uns deshalb eure Zeit in Anspruch zu nehmen, um auf ein paar Dinge

hinzuweisen:




Das Gelände


Ein alternatives Gelände könnte durchaus die Kosten senken, trotzdem halten wir

an den historischen gewachsenen Flächen fest. Wir kommen von hier und sind der

Auffassung, das Wacken Open Air kann nur in Wacken stattfinden. Nur in

Wacken gibt es bis in den frühen Morgen Metal ohne Ende. Nix Kinderbettzeit –

sondern Party bis in die Puppen.


Naja, ich denke mal, daß nach zwölf Jahren mittlerweile durchaus eine auf

KULANZ der Flächenbesitzer bestehende Basis entstanden ist. Das ganze

Dorf profitiert doch quasi von dem Festival. Ich glaube kaum, daß an

anderen Flecken die Kosten geringer wären.



Sponsoren

Es freut uns, dass Aktionen wie etwa der Paulaner Biergarten bei euch auf so

großes Interesse gestoßen sind. Wir haben zwischen den vollen Bänken sogar

Japaner und Peruaner gesehen, die hier das erste mal in ihrem Leben mit

Weizenbier angestoßen haben. Es bleibt aber unser erklärtes Ziel, das WOA nicht

zum Jahrmarkt verkommen zu lassen und uns von irgendeinem Sponsor ins

Handwerk pfuschen zu lassen. Daher verzichten wir bislang auf die großen Gelder

aus den Marketingtöpfen der Industrie.



Zuersteinmal sieht das ganze Gelände doch schon wie ein Jahrmarkt aus, die

Besucher werden, wie schon erwähnt, an den Imbißbude ausgenommen wie

auf einem Jahrmarkt und sicherlich könnte ein finanzkräftiger Sponsor auch

nicht wirklich etwas an der künstlerischen Gestaltung ändern, oder?



Medienpower

VIVA oder MTV trailern das WOA nicht . Wir sind und bleiben Underground für

die Medien.



Tausende von Magazinen, ob GROSS oder klein, in ALLER Welt bewerben

das WOA, berichten darüber, sogar die lokalen Zeitungen. Ha, ich denke

nicht, daß da soetwas wie UNDERGROUND stattfindet. Das WOA hat ein

riesiges, weltweites Forum, ist bis an den Rand der Erschöpfung ausgelastet,

was die Besucherzahlen angeht.



Internationale Bands

Wir haben in der Vergangenheit verstärkt auf ausländische Bands (Reunions!)

gesetzt, auch wenn sie nicht gerade auf Tour sind. Das hat zum internationalen

Flair in Wacken geführt. Was viele nicht wissen: Auf alle Gagen, Leistungen und

Zuwendungen wie Flüge oder Hotelzimmer, die eine Band aus dem Ausland erhält,

wird Ausländersteuer fällig. Diese beträgt inklusive Mehrwertsteuer und

Künstlersozialabgabe bis zu 35% . Spendieren wir also beispielsweise Angry

Anderson ein Fischbrötchen für EUR 3,-, dann führen wir dafür noch mal

mindestens EUR 1,- ab. Ein Hoch auf die EU, Ausländersteuer wird auch für

Bands aus allen Ländern Europas fällig.

In diesem Jahr haben wir erneut verstärkt internationale Bands an den Start

gebracht und damit auch verhältnismäßig hohe Kosten und eben auch Steuern in

Kauf genommen. Eure Resonanz auf das Billing bestätigt uns aber in dieser

Entscheidung.



Das muß man Euch sicherlich zugutehalten, ich denke aber dennoch nicht,

daß es sich so entscheidend auswirkt.






Sicherheit

Wir sind, auch vor dem Hintergrund tragischer Zwischenfälle auf anderen

Festivals, bemüht die Sicherheitsvorkehrungen kontinuierlich zu verbessern. Bei

der Krisensituation des diesjährigen WOA sind viele der installierten Mechanismen

zum Tragen gekommen. Fast stündliche Krisenmeetings habe Personal gebunden

aber auch einen Abbruch der Veranstaltung verhindert. Klar kostet das auch

Geld.

Leider wird Sicherheit nicht bemerkt, solange sie da ist. Seid doch froh, euch

darüber keine Sorgen machen zu müssen!



Was Backstage abging kann ich nicht sagen, ich weiß nur, daß sich die reinen

Securitystaffeln wieder sehr, sehr unbeliebt gemacht haben.



Fazit


Die Basisleistung, der Eintritt zum Wacken Open Air, ist in den

letzten Jahren preisstabil und wird es auch bleiben.


Naja, nicht wirklich!


Auch wer wenig Geld hat, kann immer noch dabei sein.



56,- Euro reiner Eintritt

20,- Euro parken


Dazu kommen die hohen Preise für Verpflegung, ob das Duschcamp nun rein

selbst - und vorallem KOSTENLOS betrieben war, kann ich nicht sagen. Da

kommen schnell 200,- EURO zusammen.






Den Preis den wir schon 12 Monate vorher festlegen, rühren wir definitiv nicht an.

Das bedeutet aber auch, dass wir Preissteigerungen in diesem Zeitraum nicht

berücksichtigen können. So haben sich die Preise für Dienstleistungen mit

Einführung des EURO um 7% erhöht. Alleine für die zusätzliche Kohle, die wir mit

Einführung der zweiten Stufe der Ökosteuer rausgefeuert haben, muss ein Zahnarzt

ganz schön lange bohren.




Das geht aber auch den Fans so!






Unsere einzige Variable sind daher die Getränkepreise – daran kann man aber das

Preis-Leistungsverhältnis eines Festivals nicht bewerten, so sehr es auch dazu

verleiten mag.

Wer uns unterstellen will, wir könnten den Hals nicht voll genug bekommen, der

kann ja mal schätzen, auf wie viel Geld wir verzichtet haben, indem wir das

Festival vor Beginn für ausverkauft erklärt haben.




Wer fürchtet auch nur einen Cent zuviel zu bezahlen und das ganze Portemonnaie

voll Rabatt- und Bonuskarten hat, der wird auf keinem Festival der Erde glücklich

werden, denn dafür muss man auch feiern können, ohne Schiss zu haben, jemand

könnte sich von seinem ausgegebenen Geld Butter statt Margarine auf´s Brot

schmieren.


Schon wieder diese patzigen Antworten!





Den Vergleich mit anderen Festivals brauchen wir aber absolut nicht zu scheuen,

nur es führt einfach zu nichts. Das Wacken Open Air ist einzigartig, funktioniert

anders und hat vor allem die geilsten und treuesten Fans.





Ein Fan ist wie ein Hund, treu und zuverlässig, aber nur solange man ihn

füttert und streichelt. Wenn dies nicht der Fall ist, wird er bissig!








Weitere Infos, Fotos und Q + A auf unserer Homepage www.wacken.com





In metal we trust!!



Vielen Dank für euer Verständnis und den grenzenlosen Support.




Holger , Sheree und Thomas & W:O:A Team




P.S.



In Kürze launchen wir für euch unter http://www.wacken.com die Aktion

“W:O:A-Veranstalter für 10 Minuten“ – dabei könnt ihr mal ans Ruder und die

Verantwortung für 30.000 Metalheads übernehmen.


Neben vielen goodies könnt ihr eine Woche als Crew-Mitglied auf dem W:O:A

gewinnen. Ihr werdet bezahlt wie alle anderen auch, esst mit allen im Catering,

schlaft mit den furzenden Kollegen in einem Wohncontainer und habt sonst weiter

nichts zu melden. Klasse oder?

Aber wir setzen noch einen drauf, ihr müsst noch zusätzlich einen Erfahrungsbericht

schreiben, werdet von einem penetranten Fotografen verfolgt und wenn ihr euren

Job nicht hinkriegt fliegt ihr natürlich wieder raus!



Autsch!!!!!!





Also Helden der Arbeit aufgemerkt, in wenigen Tagen könnt ihr zeigen, was für

biberstarke Typen ihr seit. Frauen können natürlich auch mitmachen und haben die

Chance auf eine Hängematte im Garderobenbereich, ein stabiles Feldbett versteht

sich als optional ;-)





Geil, RTL 2, Megaman, hahahaha! Ganz bestimmt, Holger!

Nicht erwähnt wurde, daß sogar die geladenen Gäste, also Journalisten, etc.

im Backstagebereich 10,- Euro an Parkgebühren zahlen mußten und dabei

dann sogar teilweise noch miesere Bedingungen hatten als die Fans draußen.

Außerdem hat sich Herr Hübner dadurch ein Eigentor geschossen, daß er

vielen, vorallem jüngeren Fanzinemachern einfach den Hahn abgedreht,

sprich den Zugang zum Backstagebereich verwehrt hat, wo sie gerne

Interviews geführt und somit noch mehr Werbung für das WOA betrieben

hätten. Selbst wenn die Fanzineschreiber sich die Eintrittskarte gekauft

hätten, hat Herr Hübner nicht auf deren Ansuchen nach einem Pressepass

reagiert. Soviel Arroganz muß sein, man hat es also nicht nötig! Die Auswahl

der verteilten Pressetickets war rein willkürlich, selbst ein sehr schlecht

gemachtes Fanzine mit recht kindischem Niveau und einer 200er Auflage

bekam welche, während andere, engagierte Webzines (gut, angesichts der

Schwemme an Webzines kann ich verstehen, daß man nicht jedem einen Paß

gibt, aber man kann sich auch mal die Berichte anschauen, die die Webzines

gemacht haben und je nach Qualität dann bestimmen, wer einen Paß

bekommt und wer nicht!!!) leer ausgingen. Sehr gut! In Zukunft werden

sicherlich so einige Fans und Schreiberlinge dem WOA ihre Zuneigung

entziehen, dann wird man sehen. Ach ja, warum will denn das Rock Hard

angeblich dem WOA den Rücken kehren?



Göran, 2002
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