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vampster-Süchtiger
Registriert seit: 14.07.2000
Beiträge: 143
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TAKtlos: U und E? Oh je!
Hoi Holzi,
>>du hättest deine Kolumne
auch ruhig aufs Messageboard
stellen können - denn
irgendwie werde ich den
Verdacht nicht los, du hast
sie als Antwort auf meine
Messages zur neuen
Dornenreich-CD geschrieben...
oder war das nur Zufall? Dann
wäre es in der Tat ein sehr
großer!>Kommen wir nun aber zur
Problematik: Natürlich ist
nicht all das ?E-Musik?, was
traurig ist. Die
Unterscheidung von E- und
U-Musik ist ohnehin
schwachsinnig, weil relativ.>Ich halte vieles für
E-Musik, aber ich setze da
andere Prioritäten als andere
Leute. Es gibt keinen
objektiven Unterschied! Es
gibt nur das, was man selbst
fühlt, wenn man Musik hört,
Texte liest, Filme sieht.>Was davon ist Kunst? Die
einzige Instanz, um das zu
entscheiden, ist man doch nur
selbst.>Und wenn es dann sehr viele
gibt, die ebenso denken, kann
man man langsam zu einer
Objektivierung finden - aber
die wird nie vollständig sein.
>Kunst ist das, was man als
Kunst ansieht.>Wenn ich sage, die
Alien-Filme sind wertloser
Schrott (ein häßliches
Mannsweib ballert im Dunkeln
Monster ab - oh, wie
gehaltvoll und spannend!) und
BrainDead ist ein Kunstwerk,
dann ist das wahr für mich. >Aber wir reden ja eigentlich
nicht von Filmen, sondern von
Musik, und hier im besonderen
von Metal. Einer der Gründe,
warum ich Metaller geworden
bin, war zu Anfang die
Faszination des besonderen,
des mysteriösen. Anfangs
liebte ich besonders den
Gothic Metal, und der grenzte
sich von dem Normalen durch
einen bestimmten Unterschied
ab: die Tiefgründigkeit, das
Besondere, der künstlerische
Anspruch.>. Ich befand mich allerdings
in einem Trugschluß, denn
nicht überall, wo Gothic oder
Metal draufsteht, ist auch
Kunst drin. ;-) Ich sage dir:
Es gibt einen Unterschied im
Metal-Bereich, und bei näherer
Betrachtung läßt sich dieser
Unterschied überall
feststellen, wo eine Art der
Kunst zu kommerziellen Zwecken
(wohlgemerkt: zu kommerziellen
ZWECKEN!) ausgeschlachtet
wird. Dann entstehen sog.
?Overkills?, aber das ist ja
Geschichte.>Was ich jetzt die ganze Zeit
sagen will, ist eigentlich:
Bei allem Relativismus ist es
doch irgendwie klar, daß es
hier und da Werke gibt, die
einen besonderen
künstlerischen Anspruch haben.>. Und ich wage zu behaupten,
daß es schlichtweg
höherwertiger ist, sich mit
dem Wesen des Menschen
auseinanderzusetzen als mit
irgendwelchen DJ´s. >Kunst hat zudem viele
Gesichter - ich habe ja
schonmal geschrieben, daß
sowohl ein Comic als auch ein
Gemälde kunstvoll sind - nur
erscheint mir persönlich da
das Gemälde auf einer höheren
Stufe, weil ich für mich da
mehr drin entdecke (vielleicht
ist es aber auch mal umgekeht,
wer weiß?).>Und zu behaupten, daß man
den Begriff ?Kunst? an nichts
festmachen kann, ist
schlichtweg inakzeptabel für
mich. Kommerz z.B. ist keine
Kunst, Kommerz ist die
Ausschlachtung bestimmter
Dinge zum Zwecke des
Geldverdienens. Das hat was
mit dem Selbsterhaltungstrieb
des Menschen zu tun, aber
nicht mit künstlerischem
Anspruch. >Ich bin zwar immer sehr
vorsichtig, was allgemeine
Aussagen angeht, weil ich ein
extrem toleranter Mensch bin,
aber wenn ich sage, daß etwas
ernstgemeinte, hohe Kunst
darstellt, dann sage ich das
aufgrund der Überzeugung, daß
hier Künstler am Werk waren,
die sich mit ihrem Herzblut
und ihrer ganzen Leidenschaft
für ein Werk eingesetzt haben,
um sich damit auszudrücken.>Und das ist etwas ganz
anderes als damit Geld zu
verdienen oder damit
unterhalten zu wollen >(obwohl Unterhaltung auch
eine Kunst für sich ist, aber
das ist ein anderes Thema),
und das kann in jeder
Stilrichtung passieren, selbst
bei bekannten und berühmten
Künstlern. Denn kommerziell
erfolgreich zu sein, heißt ja
noch lange nicht, kommerziell
zu sein.
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