WIZARD: Fallen Kings

WIZARD: Fallen Kings

“Fallen Kings” ist das elfte Studioalbum der Bocholter True Metal-Institution WIZARD. Gleichzeitig ist es das erste Album, welches aus dem üblichen Veröffentlichungsrhythmus der Band ausbricht. Seit dem 1995er Debüt hat die Band zuverlässig alle zwei Jahre ein Album veröffentlicht. 2013, nach der Veröffentlichung von “Trail Of Death” stieg Bassist und Gründungsmitglied Volker Leson aus gesundheitlichen Gründen aus. Für WIZARD, die, bis auf eine vierjährige Pause von Gitarrist Michael Maas und dem dadurch notwendigen Einstieg von Dano Boland, seit 1989 im selben Line Up unterwegs sind, sicherlich eine Zäsur. Nachdem mir das 2011er Album “…of Wariwulfs and Bluotvarwes” richtig gut gefallen hat, habe ich die Band danach leider wieder aus den Augen verloren. “Trail Of Death” hatte ich mal gehört, so richtig gepackt hat es mich aber nicht. Nun also “Fallen Kings”.

Mit dem Opener “Liar And Betrayer” geht es schon mal ziemlich gut los. Der Up Tempo-Song erinnert mal wieder an WIZARDs große Vorbilder MANOWAR, inklusive des etwas platten Textes. Vor allem das Intro schreit geradezu nach MANOWAR. Aber verdammt noch eins, einen Song dieser Qualität hätten MANOWAR mal auf ihrem letzten Album abliefern sollen…  “We Are The Masses” ist ein hymnischer Stampfer, der ebenfalls stark nach MANOWAR klingt. Allgemein sind MANOWAR, speziell zu “Fighting The World”/“Kings Of Metal”-Zeiten auf “Fallen Kings” an allen Ecken und Enden rauszuhören. Das schnelle “Live Your Life” ist ein echter Ohrwurm mit simpler, positiver Message und hat trotz der Laufzeit von sieben Minuten keine Längen. Junge, Junge, WIZARD legen hier aber richtig gut los – das sind schon mal drei Treffer zum Start.

Und so geht das weiter. “Brothers In Spirit” ist eine weitere Metal-Hymne vom allerfeinsten. Das schöne ist, dass solche Songs bei WIZARD im Gegensatz zu den Kollegen von MAJESTY nie auch nur ein bisschen nach Schlager klingen. “Wizard Until The End” ist eine weitere Hymne, nach der man alles weiß, was man über diese Band wissen muss. Das sind Überzeugungstäter, die für diese Band leben. Gegen Ende drehen WIZARD den Härtegrad gefühlt noch mal ein gutes Stück nach oben. Mit “White Wolf”, “Father To Son”, “Let Us Unite” und “You´re The King” hauen die Jungs noch mal vier amtliche Up Tempo-Banger raus, von denen lediglich “Father To Son” qualitativ ein wenig abfällt. Ansonsten hämmern Boland und Maaß hier ein dickes Riff nach dem anderen durch die PA. Aber ein schwächelnder Song von zehn ist immer noch eine mehr als gute Ausbeute.

Hört ihr das MANOWAR? Die Schüler triumphieren über den Lehrer. WIZARD sind jetzt seit bald dreißig Jahren im Geschäft und wissen, was sie tun. Und somit ist “Fallen Kings” ein durchgehend erstklassiges True Metal-Album geworden. Die absolute Vollbedienung für True Metal-Fans. Als solche solltet Ihr unbedingt sicherstellen, dass Ihr euch die Digipack-Version besorgt, denn die beiden Bonustracks können locker mit den regulären Songs des Albums mithalten.

VÖ: 16.06.2017

Spielzeit: 48: 49 / 57:41 (inkl. Bonustracks)

Line Up:
Sven D’Anna – vocals
Dano Boland – guitars
Michael Maaß – guitars
Arndt Ratering – bass
S. van Heek – drums

Produziert von: WIZARD, Mix von Achim Köhler

Label: Massacre Records

Bandhomepage: www.legion-of-doom.de
Mehr im Netz: facebook.com/WizardMetal

Tracklist:
01. Liar And Betrayer
02. We Are The Masses
03. Live Your Life
04. Brothers In Spirit
05. White Wolf
06. Wizard Until The End
07. Father To Son
08. Let Us Unite
09. Frozen Blood
10. You’re The King
11. We Are Ready For Metal (Bonustrack)
12. The King (Bonustrack)

 

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