VISIGOTH: Conqueror’s Oath

VISIGOTH: Conqueror’s Oath

Knapp drei Jahre nach ihrem Debüt “The Revenant King” legen VISIGOTH nach und hauen uns auf “Conqueror’s Oath” acht neue stählerne Hymnen vor den Latz. Eröffnet wird das Zweitwerk der Band aus Salt Lake City mit dem hymnischen Stampfer “Steel And Silver”, bei welchem mir sofort GRAND MAGUS durch den Kopf schießen.
Ein echter Fistraiser – der richtige Sound, um in die Schlacht zu ziehen! Das treibende “Warrior Queen” setzt gleich noch einen drauf. Geile Gitarrenharmonien und ein epischer Zwischenpart kurz vor Schluss.

VISIGOTH liefern auf “Conquerors Oath” den richtigen Sound um in die Schlacht zu ziehen!

Neben einem weiteren Stampfer in Form von “Hammerforged” können VISIGOTH aber auch mal ordentlich aufs Gaspedal treten. So zum Beispiel bei “Outlive Them All”, welches elegant IRON MAIDEN und Euro Power Metal miteinander vermählt oder “Blades In The Night”. “Traitor’s Gate” beginnt episch, Jake Rogers Gesang wird nur von wenigen Gitarrenakkorden begleitet. Danach geht es als Up Tempo Schlachthymne weiter, bei der ich an die deutschen True Metal-Recken und Brüder im Geiste WIZARD denken muss.

“Salt City” fällt im Vergleich mit dem restlichen Songmaterial deutlich aus dem Rahmen. Die rotzige Rock-Nummer erinnert mich an die Schweden von BLACK TRIP. Mag sein, dass dieses Stück irgendwie ein Bruch im Albumfluss ist aber ein guter Song bleibt ein guter Song. Beim schleppenden Abschluß-Epos “The Conqueror´s Oath” meine ich neben ordentlich MANOWAR auch eine Prise SOLSTICE zu hören, was für den exzellenten Geschmack der Band spricht.

“Conquerors Oath” ist noch keine Großtat, aber VISIGOTH sind auf einem guten Weg

Insgesamt ist das zweite Album von VISIGOTH eine runde Sache, welches in den entsprechenden Kreisen mit Anerkennung bis Begeisterung aufgenommen werden wird. Jake Rogers ist ein solider Sänger, kein Stimmwunder aber Schwächen leistet er sich auch keine – der Mann weiß was er kann und – viel wichtiger – was er nicht kann. Das gilt auch für den Rest der Band. Die Gitarrenharmonien sind klasse, ansonsten beschränkt man sich darauf songdienlich zu spielen.

VISIGOTH erreichen mit ihren acht Metal-Hymnen einen hohen Ohrwurm-Faktor. Songs wie “Steel And Silver”, “Warrior Queen” oder “Traitor´s Gate” setzen sich schnell im Gehörgang fest. Allerdings fehlt mir noch der letzte Kick, das kleine Stückchen Brillianz, welches den Unterschied zu einer Band wie NIGHT DEMON oder den nahe liegenden GRAND MAGUS zu ihren besten Zeiten ausmacht. Schauen wir mal, was VISIGOTH in Zukunft noch so zustande kriegen. Bis dahin ist “Conqueror´s Oath” aber schon mal eine solide Basis.

Veröffentlichungsdatum: 09.02.2018

Spielzeit: 42:25

Line Up:
Jake Rogers – vocals
Jamison Palmer – guitars
Leeland Campana – guitars
Matt Brotherton – bass
Mikey T. – drums

Produziert von: Andy Patterson
Label: Metal Blade Records

Facebook: facebook.com/visigothofficial
Bandcamp: visigoth.bandcamp.com

VISIGOTH „Conqueror’s Oath“ Tracklist

1. Steel and Silver
2. Warrior Queen (Audio bei metalblade.com)
3. Outlive Them All (Audio bei YouTube)
4. Hammerforged
5. Traitor’s Gate
6. Salt City
7. Blades in the Night
8. The Conqueror’s Oath