VICTORY: Instinct

VICTORY: Instinct

Eine Reunion, über die ich mich freue. Nach dem (wie ich finde und abgesehen von dem schrecklichen Hemd von Herrn Huhn) sehr gelungenen Auftritt auf dem diesjährigen Wacken Open-Air war ich auf dieses Album sehr gespannt, kann man mich doch durchaus als VICTORY-Fan der ersten Stunde bezeichnen. In der Besetzung die das zweite Album Don´t get mad – get even (1986) und dritte Album Hungry Hearts (1987) sowie die Live-Scheiblette That´s Live! (1988) einspielte, melden sich Charlie Huhn (Leadvocals), Tommy Newton (Guitars), Herman Frank (Guitars), Fargo Peter Knorn (Bass) und Fritz Randow (Drums) über sieben Jahren nach der letzten VICTORY-Scheibe Voiceprint (auf der von der heutigen Besetzung nur die Herren Newton und Knorn zu hören waren) mit elf neuen Tracks in bester VICTORY-Tradition recht eindrucksvoll zurück. Die Band lässt handwerklich bzw. soundtechnisch erwartungsgemäss nichts anbrennen und überzeugt mit elf neuen Songs (50:38 Min.) mit denen man den Spagat zwischen Vergangenheit und Gegenwart geschafft hat, d.h. auf der einen Seite klingt man so wie auf den ersten drei Scheiben (z.B. Running Scared, Seen the Light, Victorias Secrets oder der AC/DC-Gedächtnisriffrocker Another Notch in the Bedpost) und erfüllt dadurch die Erwartungshaltung der Fans. Andererseits hat man mit u.a. Plastic Hero und Starman Songs am Start, die groovig-böse klingen, mit einem hörbar moderneren Gitarrensound versehen wurden und jeden Das klingt ja alt und verstaubt-Kritiker verstummen lassen. Auch das getragene Enemy sorgt für willkommene Abwechslung. Durchschnittsware hat sich kaum eingeschlichen (auch wenn einen Song wie Nomads of the Night eher langweilig finde) und obwohl der Band, wie ich finde, zum Schluss (Riding Low, Songs of Victory) etwas die Qualitätspuste ausgeht, kann man von einem wirklich guten Album sprechen – und auch wenn es dieses Mal nicht (wie damals nach der ersten Scheibe) zu einer 60-Konzerte-Tour durch die Vereinigten Staaten langen sollte, so liegt das nicht an der Qualität des Songmaterials, sondern einzig und allein am herrschenden Zeitgeist. Welcome back!

Spielzeit: 50:38 Min.

Line-Up:
Charlie Huhn – Lead vocals
Tommy Newton – Guitars
Herman Frank – Guitars
Fargo Peter Knorn – Bass
Fritz Randow – Drums

Produziert von Tommy Newton & Herman Frank
Label: Steamhammer / SPV

Homepage: http://www.victory-music.com

Tracklist:
1.Running Scared
2.Plastic Hero
3.Another Notch In The Bedpost
4.Starman
5.Enemy
6.Victorias Secrets
7.Nomads Of The Night
8.Seen The Light
9.Instinct
10.Riding Low
11.Songs Of Victory

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