VICTORY: Fuel To The Fire

VICTORY: Fuel To The Fire

VICTORY, eine der dienstältesten deutschen Hardrockbands, meldet sich mit einem neuen Album zurück.
Ich war allerdings überrascht, dass nicht (wie auf dem Instinct-Album aus dem Jahre 2003) Sänger Charlie Huhn auf Fuel To The Fire zu hören ist, aber seine Verpflichtungen mit FOGHAT ließen eine halbwegs vernünftige Zukunftsplanung nicht zur Zufriedenheit aller zu. Sein Nachfolger und damit der dritte VICTORY-Sänger hört auf den Namen Joiti Parcharidis, sang früher bei HUMAN FORTRESS und gibt hier, egal ob er Stücke aus der Charlie Huhn- oder Fernando Garcia-Phase singt, eine wirklich gute gesangliche Figur ab.

Fuel To The Fire enthält dreizehn Neueinspielungen bereits bekannter Stücke, wobei der Schwerpunkt bei der Songsauswahl auf den Alben Temples Of Gold (1990, sieben Songs, u.a. Take The Pace, Backsteat Rider, Standing Like A Rock, Rock´n´Roll Kids Forever) und Culture Killed The Native (1989, drei Stücke – Don´t Tell No Lies, So They Run, On The Loose) lag.
Das bedeutet, dass einige Alben gar nicht (Victory – 1985, Hungry Hearts – 1987, Voiceprint – 1996) bzw. einige mit jeweils nur einem Stück (Rebel Ready vom 92er You Bought-You Name It, Checks In The Mail vom 86er Don´t Get Mad-Get Even und Running Scared vom letzten regulären Studioalbum Instinct) berücksichtigt wurden.

An den meisten Arrangements wurde glücklicherweise kaum etwas verändert und wenn sie tatsächlich mal hörbar verändert wurden, dann geschah das auf eine Art und Weise, die dem Song defintiv nicht geschadet hat – und dass die Stücke soundmäßig nach der Bearbeitung durch das Duo Newton/Frank deutlich besser klingen, dürfte klar sein, da ja die meisten Originalaufnahmen zwischen 16 und 20 Jahre alt sind.

Klar, man könnte als Fan meckern, dass der eine (Shotgun Wedding, More And More, Never Satisfied) oder andere (The Hunter, Are You Ready) Klassiker hier nicht zu hören ist, aber das Fehlen einiger vermeintlicher Muss-Songs spricht eher für die Klasse der Band und ihrer Songs als gegen sie, oder?
Dafür präsentieren die Niedersachsen mit I Felt It Coming einen bisher unveröffentlichten und neuen Song, der sich nahtlos in das eh´ zeitlose Songmaterial einfügt und durchaus Qualität besitzt.

Ein gutes Album, das für Neueinsteiger und Altfans gleichermaßen interessant sein dürfte und einen schon jetzt ein echtes neues Album mit Spannung erwarten lässt.

Veröffentlichungstermin: 20.01.2006

Spielzeit: 52:21 Min.

Line-Up:
Jioti Parcharidis – Vocals

Tommy Newton – Guitar

Herman Frank – Guitar

Fargo-Peter Knorn – Bass

Fritz Randow – Drums

Produziert von Tommy Newton & Herman Frank
Label: Armageddon Music

Homepage: http://www.victory-music.com

Email: [email protected]

Tracklist:
Standing Like A Rock

Don´t Tell No Lies

Take The Pace

Running Scared

Temples Of Gold

Rock The Neighbours

I Felt It Coming

Backseat Rider

Rock´N`Roll Kids

Rebel Ready

On The Loose

Check`s In The Mail

So They Run

Teilen macht Freude: