UNGOLIANTHA: Through The Chaos, Through Time, Through The Death [Re-Release]

UNGOLIANTHA: Through The Chaos, Through Time, Through The Death [Re-Release]

Es hat eine Weile gedauert, ehe es das erste Album von UNGOLIANTHA zu uns geschafft hat. Schließlich wurde „Through The Chaos, Through Time, Through The Death“ bereits 2011 / 2012 aufgenommen. 2013 folgte ein erster Release über das ukrainische Label Dead Center Productions und im April 2017 kam ein Re-Release über das russische Label More Hate Productions heraus. Uns liegt nun der (digitale) Vinyl-Re-Release via Satanic Art Media vor. Das jüngst involierte Label lässt erahnen, dass man es bei UNGOLIANTHA mit einer Black Metal-Band zu tun hat. Der Zeitpunkt der Aufnahme und die ukrainische Herkunft der Band lassen vorab weitere Rückschlüsse zu: zum einen ein nicht mehr ganz so moderner und zum anderen der typisch slawische Zugang zum Genre.

UNGOLIANTHA vermischen melodische Hymnen und rohen Black Metal

Denn schon nach dem passend atmosphärischen Intro legt „Following the Black Kindness“ mit Keyboard-Unterstützung los. Der osteuropäische Bombast ist dabei mit Abstrichen zum mittel- und südeuropäischen Bombast zu werten. Die Melodie kommt aber keineswegs zu kurz. Auf die rohe Black Metal-Basis verzichten UNGOLIANTHA aber nicht, als dass sich immer wieder einmal Riffs einschleichen, die den Old-School-Touch in sich verborgen wissen – wie etwa in „To the Ultimate Gate“ oder „Through the Death“. Dazu streuen die Ukrainer immer wieder einmal Blast Beat-Attacken ein. Ein gutes Beispiel für die Vermischung von melodisch hymnischen Elementen und dem rohen, schwarzen Geblaste ist unter anderem „Pressed Down by the Fallen Pivot of Life“.

Gut hörbarer und abwechslungsreicher Black Metal

Gesanglich liefert Lord Sinned eine ordentliche Leistung ab. Seine Growls sind in mittlerer Tonlage und bringen die mystische Dunkelheit der Lyrics angemessen zum Ausdruck. Etwas mehr Variation hätte es aber schon sein können. Auf seinem Instrument, dem Bass, macht Lord Sinned fürs Genre dann aber doch etwas her, als dass seine Bass-Lines mitunter gut hörbar sind („Black Essence of Christ“). Generell ist „Through The Chaos, Through Time, Through The Death“ eine eingängige Scheibe. Die Tracks gehen gut ins Ohr, bieten Abwechslung und haben dennoch genug Power, um dem Genre gerecht zu werden.

Veröffentlichungstermin: 24.11.2017

Spielzeit: 60:00 Min.

Line-Up:
Vitaly Karavaev – Gitarre
Igor Vershinin – Keyboards
Lord Sinned – Gesang & Bass

Gastmusiker:
Dmitry Kim (JINJER) – Schlagzeug
Mephist (UNHOLYATH) – Gesang
Thorgeir Berserk (BALFOR) – Gesang

Produziert von Vladislav „Munruthel“ Redkin

Label: Satanic Art Media

Homepage: https://ungoliantha.bandcamp.com

Mehr im Netz: https://www.facebook.com/ungoliantha

UNGOLIANTHA „Through The Chaos, Through Time, Through The Death“ Tracklist:

1. Intro (1:42)
2. Following the Black Kindness (4:36)
3. To the Ultimate Gate (3:49)
4. Black Essence of Christ (5:48)
5. Pressed Down by the Fallen Pivot of Life (7:03)
6. Black Winds (5:32)
7. Reckoning (6:29)
8. Through the Death (6:12)
9. Armageddon (3:19)
10. Black Essence of Christ (Demo) (5:45)
11. Black Winds (Demo) (5:45)
12. Lost Wisdom (4:26)

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Christian Wögerbauer

Seit 2005 bei Vampster und Lieferant für Reviews, News, Live-Berichte und -Fotos.

Genres: Doom, Death, Gothic, Sludge