THE HYDDEN: Anthems For The Wild And Hungry

THE HYDDEN: Anthems For The Wild And Hungry

Debütalben gibt es viele. Zu viele! Neue Bands erscheinen aus dem Nichts. Die meisten davon verschwinden wieder. Heimlich, still und eigentlich unbemerkt. Auch im Nichts. Jetzt hat die Schweizer Rockband THE HYDDEN ihr 30 minütiges Debüt auf den Markt gebracht. Der Titel des Erstlings ist eine klare Ansage: „Anthems For The Wild And Hungry“. Bei dem Wort „Anthems“ denkt jeder sofort an eingängige Songs, an Titel zum mitsingen oder -gröhlen, je nach Lust und Laune. Songs die man kennt, manchmal auch eher unfreiwillig. Dieses doch etwas magische Wort auf einen Erstling zu drucken, erfordert Mut. Also sollte der Titel „Anthems For The Wild And Hungry“ wenigstens ansatzweise halten, was er verspricht.

THE HYDDEN sind Roger Hämmerli, ein ehemaliger DOG EAT DOG, dem es gelungen ist, dem (meiner Meinung nach) schlechtesten Live-Performer aller Zeiten zu entkommen. Der Zweite im Duo ist Roli Würsch (u.a. HENCHMAN).

THE HYDDENs Debüt „Anthems For The Wild And Hungry“ eröffnet mit Blues-Rock!

Hören wir einmal genauer hin, was THE HYDDEN uns da beschert haben: Mit „Leaving Without A Trace“ als Opener starten die Schweizer Jungs „Anthems For The Wild And Hungry“ mit einer bluesigen Rocknummer. Die markante Stimme des Sänger geht direkt wohltuend ins Ohr. Wenn ich jetzt böse sein wollte, würde ich sagen, er hat es deshalb bei DOG EAT DOG nicht ausgehalten. Will ich nicht am Ostersonntag! Also lassen wir das unerwähnt. Weiter im Text: „The Other Way“ entpuppt sich als eingängiger 70er Jahre Rocksong. Dann wird es punkig. „Deeper Underground“, ein Classic Rock Stück, punkig angehaucht, bereitet auf das folgende „Fully Blown“ vor.

Auf „Anthems For The Wild And Hungry“ verstecken THE HYDDEN auch punkigen Rock!

Hier geht es härter, punkig und ziemlich gitarrenlastig zur Sache. „The Avalanche“ verspricht mit einem schnellen Beginn mehr, als der doch etwas merkwürdig in sich verzerrte Rest halten kann. Aber es geht auch wieder aufwärts. „Here I Go Again“ bietet bedingungslosen 80er Jahre Hardrock im Midtempo. Und zu guter Vorletzt ist „Pull You Under“ mein Highlight! Nette Riffs und ein eingängiger Refrain, der mit einer coolen, nicht ganz so vorhersehbaren Melodie verschmilzt. Der Rausschmeißer „Burning Desire“ ist meines Erachtens wirklich einer. Eine schräge Melodie mit sonderbarer Tonfolge und verhauchtem Sprechgesang/-geschrei. Nunja.

Insgesamt kann sich „Anthems For The Wild And Hungry“ hören lassen. Es sind ein paar nette Nummern drauf. Abwechslungsreich ist die Scheibe allemal. Aber echte „Hymnen“ findet man hier natürlich, wie zu erwarten war, nicht!

Veröffentlicht: 16.02.2018

Spielzeit: 30:58 min

Line-Up:
Roger Hämmerli: Guitar, Bass, Vocals
Roli Würsch: Drums, Vocals

Produzent: Mike Philips

Label: Wild Fang Records

Band-Homepage: http://www.thehydden.com

Mehr im Netz: http://www.facebook.com/thehydden

Tracklist THE HYDDEN „Anthems For The Wild And Hungry“:

1. Leaving Without A Trace 4:08
2. The Other Way 4:00
3. Deeper Undergrond 4:32
4. Fully Blown 2:33
5. The Avalanche 3:36
6. Here I Go Again 4:04
7. Pull You Under 4:02
8. Burning Desire 3:40

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